Selbstständig lernen und üben

H5P

Moodle-Symbol der Aktivität H5PMit der Aktivität H5P binden Sie interaktive Übungen in Ihren Kurs ein, z. B. ein Video mit eingeblendeten Fragen, einen Lückentext oder eine Multiple-Choice-Aufgabe. Die Teilnehmenden bearbeiten die Übung direkt im Kurs, und Sie sehen anschließend, wer wie abgeschnitten hat.

H5P-Inhalt anlegen

H5P entsteht in zwei Schritten. Zuerst bauen Sie den Inhalt im Inhaltsspeicher, danach binden Sie ihn als Aktivität in einen Kursabschnitt ein. Der Inhaltsspeicher gehört zum Kurs, nicht zur einzelnen Aktivität: Ein Inhalt, den Sie dort einmal angelegt haben, lässt sich in mehreren Aktivitäten verwenden.

  1. Im Kurs das Menü Mehr öffnen und Inhaltsspeicher wählen.
  2. Auf Hinzufügen klicken und aus der Liste einen Inhaltstyp auswählen.
  3. Den Inhalt ausfüllen. Das Feld Titel ist Pflicht, es erscheint später in den Berichten.
  4. Mit Speichern abschließen.
  5. Zurück in den Kurs wechseln, dort den Bearbeiten-Modus einschalten und im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
  6. Im Reiter Aktivitäten H5P auswählen.
  7. Einen Namen vergeben und unter Paketdatei auf Datei hinzufügen klicken. Im Dateiwähler links Inhaltsspeicher auswählen und den eben angelegten Inhalt nehmen.
  8. Mit Speichern und anzeigen abschließen.

Hinweis: Sie können den Schritt über den Inhaltsspeicher überspringen und unter Paketdatei eine fertige .h5p-Datei hochladen, etwa eine, die Sie von einer Kollegin bekommen haben. Der Inhalt gehört dann aber nur zu dieser einen Aktivität und lässt sich nicht ohne Weiteres wiederverwenden.

Der Inhaltsspeicher des Kurses mit geöffnetem Menü „Hinzufügen“, das die Inhaltstypen Accordion, Advent Calendar, Agamotto, AR Scavenger, Arithmetic Quiz, Audio, Audio Recorder und Branching Scenario auflistet

Inhaltstypen

Zur Auswahl stehen über fünfzig Inhaltstypen. Welcher passt, hängt davon ab, was die Teilnehmenden tun sollen. Die folgende Auswahl ist nicht vollständig, sie zeigt die Bandbreite von der einzelnen Frage bis zum mehrseitigen Lernangebot:

Inhaltstyp Wofür
Interactive Video Ein Video, in das Sie an bestimmten Stellen Fragen, Erklärungen oder Links einblenden. Das Video kommt von YouTube oder als hochgeladene Datei.
Course Presentation Eine Folienstrecke, auf deren Folien Aufgaben, Bilder und Videos liegen. Geeignet, wenn Erklärung und Übung sich abwechseln sollen.
Interactive Book Mehrere Inhalte zu einem mehrseitigen Ganzen mit Inhaltsverzeichnis zusammengefasst.
Multiple Choice Eine Frage mit mehreren Antwortmöglichkeiten, einzeln oder mehrfach ankreuzbar.
Question Set Mehrere Fragen, die in einem Durchgang bearbeitet und zusammen ausgewertet werden.
Fill in the Blanks Lückentext. Die Lücken markieren Sie im Text mit Sternchen, also Berlin ist die Hauptstadt von *Deutschland*.
Drag the Words Vorgegebene Wörter werden in die passenden Lücken gezogen.
Mark the Words In einem Text werden bestimmte Wörter angeklickt, etwa alle Adjektive.
Drag and Drop Texte oder Bilder werden auf Flächen gezogen, zum Beispiel Beschriftungen auf eine Karte.
Image Hotspots Ein Bild mit anklickbaren Punkten, hinter denen Text, Bild oder Video liegt.
Dialog Cards Karteikarten mit Vorder- und Rückseite zum Abfragen von Vokabeln oder Begriffen.
Crossword Ein Kreuzworträtsel aus Begriffen und den zugehörigen Fragen.
Accordion Aufklappbare Abschnitte für längere Texte. Wird nicht bewertet.

Achtung: Die Inhaltstypen tragen englische Namen, auch wenn das Formular darunter deutsch ist. Suchen Sie in der Liste also nach Fill in the Blanks und nicht nach „Lückentext“.

Der Editor des Inhaltstyps „Fill in the Blanks“ mit den Feldern Titel, Aufgabenbeschreibung und Textblöcke. Im Textfeld steht als Platzhalter „Berlin ist die Hauptstadt von *Deutschland*.“

Welche Typen zur Auswahl stehen, richtet die Plattform selbst ein und hält sie aktuell. Vermissen Sie einen, wenden Sie sich an das Moodle-Team des LISA. Sie können einen fehlenden Inhaltstyp nicht selbst nachrüsten, auch nicht dadurch, dass Sie eine fremde .h5p-Datei hochladen.

Ergebnisse einsehen

Solange Versuchsverfolgung aktivieren auf Ja steht, hält Moodle fest, wer die Übung bearbeitet hat. Den Überblick finden Sie in der Aktivität unter dem Reiter Versuchsüberblick. Die Liste zeigt alle Teilnehmenden mit Datum, erreichter Punktzahl in Prozent und der Zahl ihrer Versuche. Wer noch nichts bearbeitet hat, steht mit leeren Feldern darin.

Der Versuchsüberblick mit den Spalten Vorname/Nachname, Datum, Punktzahl und Versuche. Die Punktzahlen reichen von 50 bis 100 Prozent, zwei Zeilen sind leer

Ein Klick auf Anzeigen öffnet die Versuche einer Person, ein weiterer auf Bericht anzeigen den einzelnen Versuch. Dort stehen Startdatum, Dauer, Ergebnis und Gesamtpunktzahl, darunter jede Frage mit den Spalten Auswahl, Richtige Antwort und Antwort. So sehen Sie, an welcher Frage es gehakt hat.

Hinweis: Nicht jeder Inhaltstyp meldet Ergebnisse. Ein Lückentext oder eine Multiple-Choice-Frage tun es, Typen wie Accordion oder Image Slider haben nichts zu melden. Bei solchen Inhalten bleibt der Versuchsüberblick leer, ohne dass etwas falsch eingestellt wäre.

Wichtige Einstellungen

Tipps

Lektion

Moodle-Symbol der Aktivität LektionMit der Aktivität Lektion führen Sie Teilnehmende durch eine Folge von Inhalts- und Frageseiten. Der Weg kann sich je nach Antwort verzweigen. So entsteht selbstgesteuertes Lernen mit sofortiger Rückmeldung.

Lektion anlegen

  1. Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
  2. Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
  3. Im Reiter Aktivitäten Lektion auswählen.
  4. Name eingeben und unter Beschreibung das Lernziel formulieren.
  5. Mit Speichern und anzeigen abschließen. Die Lektion ist zunächst leer.

Seiten aufbauen

Nach dem Speichern fragt Moodle, womit Sie beginnen wollen. Sie haben zwei Bausteine:

Seitentyp Zweck
Inhaltsseite Vermittelt Inhalt und bietet Schaltflächen zum Weiterspringen. Über die Sprungziele steuern Sie den Weg durch die Lektion.
Frageseite Stellt eine Frage. Je nach Antwort springt die Lektion an unterschiedliche Stellen, etwa zurück zur Erklärung bei falscher Antwort.
  1. Auf Inhaltsseite einfügen oder Frageseite einfügen klicken.
  2. Seitentitel und Inhalt eingeben.
  3. Bei einer Inhaltsseite die Schaltflächen definieren: Beschriftung eintragen und darunter das Sprungziel wählen.
  4. Bei einer Frageseite zunächst den Fragetyp wählen, dann Antworten, Rückmeldungen und Sprungziele eintragen.
  5. Mit Speichern abschließen und die nächste Seite anlegen.

Zu den Sprungzielen: Nächste Seite und Diese Seite sind relative Ziele. Sie passen sich automatisch an, wenn Sie später Seiten umsortieren. Feste Seitentitel als Ziel bleiben dagegen fest verknüpft. Für einen einfachen linearen Ablauf reicht überall Nächste Seite.

Formular einer Inhaltsseite mit Seitentitel, Seiteninhalt im Texteditor, den Kästchen für horizontale Verzweigungstasten und Menüanzeige und darunter dem Block „Inhalt 1“ mit der Beschreibung der Schaltfläche und dem Auswahlfeld Sprung auf „Nächste Seite“

Struktur prüfen

Auf dem Reiter Lektion bearbeiten sehen Sie alle Seiten mit ihren Sprungzielen. Zwei Ansichten stehen zur Wahl:

Über Vorschau durchlaufen Sie die Lektion selbst, ohne dass ein Ergebnis gespeichert wird.

Reiter „Lektion bearbeiten“ in der Kurzform: eine Tabelle mit den Spalten Seitentitel, Seitentyp, Sprünge und Aktionen, in der sich Inhaltsseiten und Fragen abwechseln und die letzte Seite auf „Ende der Lektion“ springt

Erste Seite einer Lektion aus Sicht einer Teilnehmerin: Seitentitel, Erklärungstext, die Schaltfläche „Los geht es“ und darunter der Fortschrittsbalken mit dem Hinweis „Sie haben 0% der Lektion erledigt.“

Wichtige Einstellungen

Einstellungsabschnitt „Darstellung“ einer Lektion mit den Schaltern für Fortschrittsbalken und Inhaltsverzeichnis

Tipps

Lernlandkarte

Moodle-Symbol der Aktivität LernlandkarteMit der Aktivität Lernlandkarte stellen Sie Aktivitäten als Orte auf einem Bild dar, verbunden durch Pfade. Zu Beginn sehen Teilnehmende nur den Startort. Jede abgeschlossene Station deckt die nächsten Orte auf, so wird der Lernweg Schritt für Schritt sichtbar.

Vorbereitung: Stationen anlegen

Die Lernlandkarte verknüpft nur Aktivitäten, die es im Kurs schon gibt. Legen Sie deshalb zuerst die Stationen an:

  1. Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
  2. Für jede Station die gewünschte Aktivität oder das Material anlegen, etwa eine Textseite oder einen Test.
  3. In jeder Station unter Abschlussbedingungen eine Bedingung festlegen, zum Beispiel Aktivität anzeigen.
  4. In jeder Station unter Weitere Einstellungen die Verfügbarkeit auf Verfügbar, aber auf Kursseite nicht anzeigen stellen.

Der letzte Schritt sorgt dafür, dass Teilnehmende auf der Kursseite nur die Karte sehen und nicht zusätzlich die Liste der Stationen. Erreichbar bleiben die Stationen trotzdem, und zwar über die Orte auf der Karte.

Achtung: Ohne Aktivitätsabschluss funktioniert die Lernlandkarte nicht. Ist die Abschlussverfolgung in den Kurseinstellungen ausgeschaltet, zeigt das Formular der Lernlandkarte einen roten Hinweis. Stationen ohne Abschlussbedingung erscheinen in der Auswahl ausgegraut.

Lernlandkarte anlegen

  1. Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
  2. Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
  3. Im Reiter Aktivitäten Lernlandkarte auswählen.
  4. Titel der Lernlandkarte und Beschreibung eingeben.
  5. Unter dem Editor im Feld Hintergrundbild eine Bilddatei (JPG, PNG, GIF oder SVG) ablegen. Das Bild erscheint sofort im Editor darüber.
  6. Im Editor Orte und Pfade setzen und den Orten die Stationen zuordnen (siehe die nächsten beiden Abschnitte).
  7. Mit Speichern und zum Kurs abschließen.

Orte und Pfade setzen

Der Editor steht im Formular unter der Beschreibung. Er arbeitet mit der Maus, eigene Schaltflächen für Orte und Pfade gibt es nicht:

Aktion So geht es
Ort setzen Doppelklick auf eine freie Stelle des Bildes.
Ort verschieben Ort mit der Maus an die neue Stelle ziehen.
Ort löschen Doppelklick auf den Ort. Seine Pfade verschwinden mit.
Pfad zeichnen Zwei Orte nacheinander einmal anklicken.
Pfad löschen Doppelklick auf den Pfad.

Ein Ort darf mehrere Pfade haben. So entstehen Verzweigungen, bei denen Teilnehmende nach einer Station zwischen zwei Wegen wählen. Die Farben für Unbesuchte Orte, Besuchte Orte und Pfade + Schrift stellen Sie in der Leiste über dem Bild ein. Die Schaltfläche Wie wird der Editor verwendet? über dem Editor fasst die Mausaktionen noch einmal zusammen.

Editor der Lernlandkarte: oben die Leiste mit den Farbfeldern für unbesuchte Orte, besuchte Orte und Pfade und dem Zahnrad, darunter eine gezeichnete Landschaft mit Fluss, Wald und Bergen, auf der fünf rote Orte durch weiße Linien verbunden sind. Nach dem zweiten Ort verzweigt sich der Weg und führt über zwei Orte zum Zielort unter den Bergen

Aktivitäten zuordnen

  1. Im Kurs am Menü der Lernlandkarte Bearbeiten → Einstellungen bearbeiten wählen.
  2. Im Editor mit der rechten Maustaste auf einen Ort klicken. Das Fenster Ort bearbeiten öffnet sich.
  3. Unter Aktivität die Station auswählen.
  4. Bei Bedarf Startort oder Zielort anhaken.
  5. Mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Bildes klicken, um das Fenster zu schließen, und mit dem nächsten Ort weitermachen.
  6. Mit Speichern und zum Kurs abschließen.

Startorte sind für Teilnehmende von Anfang an sichtbar. Der zuerst gesetzte Ort ist automatisch Startort, weitere dürfen hinzukommen. Zielorte sind für Teilnehmende hervorgehoben und entscheiden darüber, wann die Lernlandkarte selbst als abgeschlossen gilt. Einen Zielort legt Moodle nicht von selbst fest. Ein Ort ohne zugeordnete Aktivität erscheint im Editor blass.

Achtung: Meldet das Fenster Diese Aktivität ist verborgen und für Teilnehmer/innen nicht verfügbar, steht die Station auf Auf der Kursseite verbergen. Teilnehmende kommen dann auch über die Karte nicht hinein. Stellen Sie die Station auf Verfügbar, aber auf Kursseite nicht anzeigen.

Editor der Lernlandkarte mit geöffnetem Fenster „Ort bearbeiten“ neben dem zweiten Ort: das Auswahlfeld Aktivität steht auf „Station 2: das oder dass“, darunter die Kästchen Startort und Zielort, beide leer

Sicht der Teilnehmenden

Teilnehmende sehen zunächst nur die Startorte. Ein Klick auf einen Ort öffnet die zugehörige Station. Sobald sie abgeschlossen ist, wechselt der Ort seine Farbe, und die angrenzenden Pfade und Orte werden sichtbar. Die Karte aktualisiert sich von selbst, wenn sich der Abschluss einer Station ändert. Hat eine Station zusätzlich Voraussetzungen, etwa ein Datum, erscheint ihr Ort erst, wenn diese erfüllt sind.

Lernlandkarte auf der Kursseite aus Sicht einer Teilnehmerin: zwei grüne Orte mit weißem Haken, verbunden über die Brücke, und vom zweiten Ort aus zwei weiße Pfade zu zwei roten Orten. Der Zielort unter den Bergen ist noch nicht zu sehen

Wichtige Einstellungen

Die Anzeigeoptionen der Karte stehen im Editor hinter dem Zahnrad oben rechts (Weitere Einstellungen). Die übrigen Einstellungen finden Sie im Formular.

Editor der Lernlandkarte mit aufgeklapptem Bereich „Weitere Einstellungen“ unter dem Zahnrad: Kästchen für Pfade verbergen, Rand der Orte verbergen, Haken für abgeschlossene Orte (angehakt), Animation für unbesuchte Orte, Hover-Animation für Orte, Alle Pfade und Orte anzeigen, Aktivitätsnamen anzeigen, Karte mit Orten aufdecken und Weg hervorheben, darunter Beschreibung mit einem Stiftsymbol

Tipps

Lernpaket (SCORM)

Moodle-Symbol der Aktivität LernpaketMit der Aktivität Lernpaket binden Sie einen fertigen Lernkurs in Ihren Kurs ein, der außerhalb von Moodle entstanden ist. Er kommt als ZIP-Datei, läuft danach vollständig in Moodle und meldet zurück, wie weit die Teilnehmenden gekommen sind und welche Punkte sie erreicht haben. Das Format heißt SCORM, und unter diesem Namen bieten andere Programme den passenden Export an.

Lernpaket anlegen

  1. Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
  2. Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
  3. Im Reiter Aktivitäten Lernpaket auswählen.
  4. Name eingeben und unter Beschreibung sagen, was die Teilnehmenden erwartet.
  5. Im Abschnitt Lernpaket die ZIP-Datei in das Feld Lernpaket ziehen. Wer lieber über den Dateiwähler geht, klickt darüber auf das Pluszeichen Datei hinzufügen.
  6. Mit Speichern und anzeigen abschließen und das Paket einmal selbst durchklicken.

Achtung: Die ZIP-Datei nicht entpacken und nicht umpacken. Moodle sucht darin die Datei imsmanifest.xml, die das Paket beschreibt. Fehlt sie oder liegt sie eine Ordnerebene zu tief, lehnt Moodle den Upload beim Speichern ab.

Aufgeklappter Formularabschnitt „Lernpaket“ mit dem leeren Dateifeld, dem Pluszeichen „Datei hinzufügen“, dem Hinweis auf die zulässige Dateigröße, den akzeptierten Dateitypen .xml und .zip und darunter dem Feld „Auto-Update-Häufigkeit“

Woher die Pakete kommen

Moodle spielt Lernpakete ab, erstellt sie aber nicht. Die Inhalte entstehen in einem anderen Programm und kommen fertig in den Kurs. Drei Quellen sind verbreitet:

Für eigene interaktive Übungen, die Sie direkt in Moodle bauen und dort auch ändern wollen, ist H5P der kürzere Weg. Ein Lernpaket lohnt sich, wenn der Inhalt schon existiert oder das Autorenwerkzeug mehr kann als H5P.

Was die Teilnehmenden sehen

Der Klick auf den Kurslink führt nicht sofort in das Paket, sondern auf eine Einstiegsseite. Dort stehen Ihre Beschreibung, unter Inhalte die Gliederung des Pakets und zwei Schaltflächen. Sobald ein Versuch läuft, trägt jeder Gliederungspunkt zusätzlich einen Haken und die dort erreichte Punktzahl.

Direkt unter den Schaltflächen steht das Kästchen Neuen Versuch beginnen, sobald jemand einen Versuch abgeschlossen hat und einen weiteren beginnen darf. Ohne diesen Haken setzt der Klick auf Start den bisherigen Versuch fort, statt einen neuen zu eröffnen.

Darunter fasst Moodle den Stand zusammen: Zahl zulässiger Versuche, Zahl Ihrer Versuche, je eine Zeile Bewertung für Versuch 1, Versuch 2 und so fort, dann Bewertungsmethode und Bewertung veröffentlicht. Die Zeile Bewertungsmethode meint hier nicht das gleichnamige Feld aus dem Formular, sondern die Auswahl aus Bewertung der Versuche. Steht dort „Bester Versuch“, ist das die Regel für die Auswahl zwischen den Versuchen, nicht die Rechenart innerhalb eines Versuchs.

Einstiegsseite eines Lernpakets aus Sicht einer Teilnehmerin: Beschreibung, unter „Inhalte“ drei abgehakte Lernobjekte mit ihren Punktzahlen, die Schaltflächen „Vorschau“ und „Start“, das Kästchen „Neuen Versuch beginnen“ und die Zusammenfassung mit zwei Versuchen

Im Paket selbst steht die Gliederung standardmäßig links neben dem Inhalt, und unter dem Inhalt liegen Schaltflächen zum Blättern. Beides lässt sich im Abschnitt Darstellung hinter Mehr anzeigen ... ändern, über Inhaltsstruktur in der Lernpaketdarstellung anzeigen und Navigation anzeigen. Bei einem Paket, das aus einer einzigen Seite besteht, ist eine Gliederung mit einem einzigen Eintrag hinderlich.

Bewertung und Versuche

Die Punkte kommen aus dem Paket, nicht aus Moodle. Moodle rechnet sie in zwei Schritten in eine Kursnote um, und diese zwei Schritte werden leicht verwechselt.

Der erste Schritt betrifft einen einzelnen Versuch. Ein Paket besteht aus mehreren Lernobjekten, und jedes meldet für sich einen Status und oft auch eine Punktzahl. Das Feld Bewertungsmethode im Abschnitt Bewertung legt fest, wie daraus ein Wert wird:

Bewertungsmethode Ergebnis eines Versuchs
Lernobjekte Die Anzahl der Lernobjekte, die als bestanden zurückgemeldet wurden. Punktzahlen bleiben unbeachtet.
Höchstnote Die höchste Punktzahl, die eines der Lernobjekte gemeldet hat. Die Voreinstellung.
Durchschnittsnote Der Mittelwert aller gemeldeten Punktzahlen.
Summe der Bewertungen Die Summe aller gemeldeten Punktzahlen.

Der zweite Schritt betrifft mehrere Versuche. Erlauben Sie unter Versuchsmanagement bei Zahl der Versuche mehr als einen, entscheidet Bewertung der Versuche, welcher davon in die Bewertungsübersicht wandert: Bester Versuch, Durchschnitt, Erster Versuch oder Letzter vollständiger Versuch. Bei genau einem zulässigen Versuch blendet Moodle das Feld aus, weil es dann nichts zu wählen gibt.

Die Formularabschnitte „Bewertung“ mit „Bewertungsmethode“ auf „Höchstnote“ und „Beste Bewertung“ auf 100 sowie „Versuchsmanagement“ mit „Zahl der Versuche“ auf „Unbegrenzte Zahl der Versuche“, „Bewertung der Versuche“ auf „Bester Versuch“ und den Feldern „Neuen Versuch einfordern“ und „Nach letztem Versuch sperren“ auf „Nein“

Hinweis: Welche Werte ein Paket überhaupt meldet, bestimmt das Paket. Manche melden nur, dass sie geöffnet wurden, andere eine Punktzahl je Lernobjekt. Prüfen Sie das an einem eigenen Durchgang, bevor Sie die Aktivität in die Bewertung einbeziehen.

Ergebnisse einsehen

In der Aktivität führt der Reiter Übersicht zur Auswertung. Der Basisbericht listet alle Teilnehmenden mit den Spalten Versuch, Begonnen am, Letzter Versuch am und Bewertung. Ein Klick auf die Versuchsnummer öffnet diesen Versuch mit dem Status jedes einzelnen Lernobjekts.

Basisbericht eines Lernpakets: eine Tabelle mit Name, E-Mail-Adresse, Versuchsnummer, Beginn, letztem Versuch und Bewertung. Ayla Demir hat zwei Zeilen für zwei Versuche, bei Kim Berger und Ben Osei stehen überall Striche

Wichtige Einstellungen

Tipps

Spiel

Moodle-Symbol der Aktivität SpielMit der Aktivität Spiel wird vorhandenes Material zum Üben: Aus einem Glossar, einer Fragenkategorie oder einem Test erzeugt Moodle ein Kreuzworträtsel, ein Galgenmännchen oder eines von sechs weiteren Spielen.

Das Plugin bringt acht Spielformen mit. Sie unterscheiden sich nur in der Darstellung. Die Fragen kommen immer aus Material, das im Kurs schon vorhanden ist.

Hinweis: Im Auswahlfenster gibt es keinen Eintrag „Spiel“. Jede Spielform steht dort einzeln: Spiel - Galgenmännchen, Spiel - Kreuzworträtsel, Spiel - Suchrätsel, Spiel - Wer wird Millionär, Spiel - Sudoku, Spiel - Verstecktes Bild und Spiel - Schlangen und Leitern. Die achte Form, Buch mit Fragen, blendet Moodle in der Voreinstellung aus. Sie muss in der Website-Administration über Spiel „Buch mit Fragen“ verbergen freigeschaltet werden.

Spiel anlegen

  1. Die Quelle bereitstellen: ein gefülltes Glossar, eine Fragenkategorie in der Fragensammlung oder einen fertigen Test.
  2. Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
  3. Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
  4. Im Reiter Aktivitäten die gewünschte Spielform auswählen, z. B. Spiel - Kreuzworträtsel.
  5. Name eingeben und unter Beschreibung erklären, was zu tun ist.
  6. Unter Fragen-Quelle festlegen, woher die Fragen kommen, und im Feld darunter das konkrete Glossar, die Fragenkategorie oder den Test auswählen.
  7. Mit Speichern und anzeigen abschließen.

Die acht Spielformen

Spielform Ablauf
Galgenmännchen Ein Wort wird Buchstabe für Buchstabe erraten. Jeder Fehlgriff zeichnet einen Strich mehr.
Kreuzworträtsel Moodle setzt aus den Begriffen ein Gitter, die Definitionen sind die Fragen. Das Gitter wird bei jedem Versuch neu erzeugt und sieht deshalb jedes Mal anders aus.
Suchrätsel Wie beim Kreuzworträtsel gibt es Umschreibungen, die Wörter stehen aber bereits waagerecht oder senkrecht in einem Buchstabengitter und müssen gefunden werden.
Wer wird Millionär Multiple-Choice-Fragen mit steigendem Gewinn. Drei Joker stehen bereit: 50:50, Telefonjoker und Publikumsjoker. Eine falsche Antwort beendet das Spiel.
Sudoku Ein Sudoku, dem Ziffern fehlen. Jede richtig beantwortete Frage ergänzt eine Ziffer und macht das Rätsel lösbarer.
Verstecktes Bild Hinter jedem Feld einer Kachelfläche steckt eine Frage. Jede richtige Antwort deckt ein Stück des Bildes auf.
Schlangen und Leitern Ein Würfelspiel: Wer richtig antwortet, rückt vor. Leitern führen nach oben, Schlangen zurück.
Buch mit Fragen Zu einem Buch: Das nächste Kapitel öffnet sich erst nach einer richtigen Antwort. Welche Fragenkategorie zu welchem Kapitel gehört, legen Sie danach über Verknüpfe Fragenkategorie zu Buchkapitel fest.

Fragen-Quelle

Welche Quellen im Feld Fragen-Quelle zur Auswahl stehen, hängt von der Spielform ab. Buch mit Fragen kennt nur Fragen. Das Buch selbst wählen Sie im eigenen Feld Ein Buch wählen.

Quelle Verfügbar für
Glossar Galgenmännchen, Kreuzworträtsel, Suchrätsel, Sudoku, Verstecktes Bild, Schlangen und Leitern. Der Eintrag ist die Lösung, die Definition die Frage. Über Wörterbuch-Kategorie wählen grenzen Sie auf eine Kategorie ein. Nur bestätigte oder von Trainer/innen verfasste Glossar-Einträge hält unbestätigte Beiträge heraus.
Fragen Alle Spielformen. Sie wählen eine Kategorie der Fragensammlung, Unterkategorien einschließen nimmt die darunterliegenden mit.
Test Alle Spielformen außer Buch mit Fragen. Im Feld Quiz wählen darunter bestimmen Sie, aus welchem Test die Fragen kommen.

Achtung: Nicht jede Spielform kann jeden Fragetyp. Galgenmännchen, Kreuzworträtsel und Suchrätsel verwenden ausschließlich Kurzantwort-Fragen, Wer wird Millionär ausschließlich Multiple-Choice mit genau einer richtigen Antwort. Sudoku, Verstecktes Bild, Schlangen und Leitern und Buch mit Fragen nehmen Kurzantwort, Wahr/Falsch und Multiple-Choice. Die Zahl in Klammern hinter jeder Kategorie zählt nur die Fragen, die zur gewählten Spielform passen. Steht dort (0), bleibt das Spiel leer.

Einstellungsabschnitt „Allgemeines“ eines Kreuzworträtsels mit Name, Beschreibung, dem Auswahlfeld Fragen-Quelle auf „Glossar“ und den davon abhängigen Feldern „Wörterbuch wählen“, „Wörterbuch-Kategorie wählen!“ und „Nur bestätigte oder von Trainer/innen verfasste Glossar-Einträge“; die Felder zur Fragenkategorie sind ausgegraut

Spielen (Sicht der Teilnehmenden)

  1. Spiel im Kurs anklicken. Die Übersichtsseite zeigt die Beschreibung, die Bewertungsmethode und die Schaltfläche Jetzt Spiel starten.
  2. Spielen. Beim Kreuzworträtsel beginnt man mit einem Klick auf eine Wortlücke, prüft zwischendurch mit Kreuzworträtsel prüfen und schließt mit Ende des Kreuzworträtselspiels ab.
  3. Zurück auf der Übersichtsseite stehen die bisherigen Durchgänge unter Ihre Versuche mit Abschlusszeitpunkt, Bewertung und Zeitaufwand.

Übersichtsseite eines Spiels aus Sicht einer Teilnehmerin mit Beschreibung, der Zeile „Bewertungsmethode: Bester Versuch“, der Tabelle „Ihre Versuche“ und der Schaltfläche „Einen vorherigen Versuch des Spiels fortführen“

Laufendes Kreuzworträtsel: links das Buchstabengitter mit nummerierten Zeilen und Spalten, rechts der Hinweis „Klicken Sie links auf eine Wortlücke, um zu beginnen.“, darunter die Schaltflächen „Kreuzworträtsel prüfen“ und „Ende des Kreuzworträtselspiels“ sowie die Fragen nach waagerecht und senkrecht getrennt

Ein begonnener Durchgang lässt sich über Einen vorherigen Versuch des Spiels fortführen wieder aufnehmen, ein abgeschlossener über Spiel nochmal versuchen wiederholen. Ist eine Bestenliste eingeschaltet, steht sie unter Bestenliste am Fuß der Seite.

Auswertung

Als Trainer/in finden Sie über der Spielseite eine eigene Leiste:

Reiterleiste eines Spiels mit den Einträgen Spiel, Einstellungen, Info, Bearbeiten und „Glossar Fachbegriffe Deutsch anzeigen“; das geöffnete Menü „Mehr“ zeigt zusätzlich Filter, Rechte, Logdaten, Sicherung, Wiederherstellen, Antworten zeigen, Versuche anzeigen und Export nach HTML

Passt ein Teil der Quelle nicht zum Spiel, weist die Übersichtsseite Sie unter Allgemeine Probleme darauf hin, etwa mit „Es gibt Wörter mit Leerzeichen, aber im Spiel sind nur Wörter ohne Leerzeichen erlaubt.“ Dahinter steht die Zahl der betroffenen Einträge und ihre Bezeichnung. Diese Einträge lässt das Spiel aus.

Übersichtsseite eines Spiels aus Sicht der Lehrkraft mit der Schaltfläche „Jetzt Spiel starten“ und dem Abschnitt „Allgemeine Probleme“, der einen Begriff mit Leerzeichen als nicht verwendbar meldet

Wichtige Einstellungen

Tipps