Aktivitäten & Materialien
Alle Aktivitäten und Arbeitsmaterialien von Moodle im Überblick: wie Sie sie anlegen, welche Einstellungen in der Praxis wichtig sind und wie Teilnehmende sie sehen.
- Aktivitäten im Überblick
- Aufgaben stellen und bewerten
- Gemeinsam erarbeiten
- Kommunizieren
- Material bereitstellen
- Meinungen und Stimmungen abfragen
- Selbstständig lernen und üben
- Unterricht organisieren
Aktivitäten im Überblick
Diese Seite ordnet die Aktivitäten und Arbeitsmaterialien danach, was Sie im Unterricht vorhaben. Manche tauchen mehrfach auf, weil sie mehreren Zwecken dienen. Wie Sie eine Aktivität anlegen und einstellen, steht jeweils auf ihrer eigenen Seite.
Arbeitsmaterialien sehen sich Teilnehmende an oder laden sie herunter. In Aktivitäten tun sie selbst etwas: schreiben, antworten, abgeben, abstimmen. Im Auswahlfenster von Aktivität oder Material anlegen stehen beide Arten auf eigenen Reitern.
Aufgaben stellen und bewerten
| Aktivität oder Material | Einsatz | |
|---|---|---|
| Aufgabe | Ein Arbeitsauftrag, den Teilnehmende als Datei oder Text abgeben. Sie bewerten mit Punkten und Feedback. | |
| Gegenseitige Beurteilung | Teilnehmende beurteilen die Arbeiten anderer nach einem Bogen, den Sie vorgeben. Bewertet wird die eigene Arbeit und die Qualität der Beurteilung. | |
| Journal | Ein Lerntagebuch oder eine Reflexion, die außer der Person selbst nur Sie lesen. Jede Person hat einen Eintrag, den sie fortschreibt. | |
| Test | Fragen, die Moodle automatisch auswertet, hier als benotete Leistungskontrolle. |
Gemeinsam erarbeiten
| Aktivität oder Material | Einsatz | |
|---|---|---|
| Board | Eine Pinnwand mit Spalten für Ideensammlungen. Beiträge erscheinen ohne Namen. | |
| Datenbank | Einträge nach einem festen Schema sammeln, etwa Buchempfehlungen oder Versuchsprotokolle. Die Sammlung lässt sich sortieren und durchsuchen. | |
| Glossar | Begriffe und Erklärungen sammeln. Je nach Einstellung tragen die Teilnehmenden selbst Einträge bei. | |
| Kanban-Board | Die Aufgaben eines längeren Projekts als Karten, die von Spalte zu Spalte wandern, mit Zuständigen und Terminen. | |
| Studierendenordner | Gelungene Abgaben aus einer Aufgabe für den ganzen Kurs sichtbar machen. Anders als ein Verzeichnis füllen ihn die Teilnehmenden. | |
| Wiki | Gemeinsam verknüpfte Seiten schreiben, für eine Gruppenarbeit oder ein fortlaufend gepflegtes Nachschlagewerk. |
Kommunizieren
| Aktivität oder Material | Einsatz | |
|---|---|---|
| BigBlueButton | Eine Videokonferenz direkt aus dem Kurs. Alle landen per Klick im selben Raum, ohne Installation und ohne Zugangscode. Was Sie in einer laufenden Konferenz tun, steht auf einer eigenen Seite. | |
| Forum | Zeitversetzter schriftlicher Austausch, für Fragen zum Kurs, Diskussionen oder Ankündigungen. |
Material bereitstellen
| Aktivität oder Material | Einsatz | |
|---|---|---|
| Buch | Längere Inhalte auf mehreren Seiten, gegliedert in Kapitel, z. B. das Skript zu einer ganzen Unterrichtsreihe. | |
| Datei | Eine einzelne Datei, etwa ein Arbeitsblatt oder eine Präsentation. | |
| Link/URL | Ein Verweis auf eine Webseite außerhalb von Moodle, z. B. ein Video oder ein Online-Werkzeug. | |
| Text- und Medienfeld | Text, Bild oder Video direkt auf der Kursseite, ohne dass jemand etwas anklicken muss. Dient vor allem der Gliederung. | |
| Textseite | Einführungen, Arbeitsaufträge oder kurze Texte mit Bildern und Videos, direkt in Moodle geschrieben. | |
| Universelles Textfeld | Wie das Text- und Medienfeld, aber als Akkordeon, Kachelgitter oder Bilderkarussell. So nimmt viel Inhalt wenig Platz auf der Kursseite ein. | |
| Verzeichnis | Mehrere Dateien gebündelt, etwa alle Arbeitsblätter einer Reihe. Auf der Kursseite steht dann ein Eintrag statt zehn. |
Meinungen und Stimmungen abfragen
| Aktivität oder Material | Einsatz | |
|---|---|---|
| Abstimmung | Eine einzelne Frage mit vorgegebenen Antworten. | |
| Befragung | Ein ganzer Fragebogen mit vielen Fragetypen, mehreren Seiten und eigener Auswertung, z. B. zur Zufriedenheit mit einer Unterrichtsreihe. | |
| Board | Ein Stimmungsbild zum Einstieg, bei dem niemand mit Namen erscheint. | |
| Mootimeter | Fragen während der Stunde, die alle gleichzeitig am eigenen Gerät beantworten. Das Ergebnis erscheint sofort als Diagramm oder Wortwolke für den Beamer. |
Selbstständig lernen und üben
| Aktivität oder Material | Einsatz | |
|---|---|---|
| H5P | Interaktive Übungen wie Lückentexte, Multiple Choice oder Videos mit eingeblendeten Fragen. | |
| Lektion | Ein geführter Lernweg aus Inhalts- und Frageseiten, der sich je nach Antwort verzweigt. | |
| Lernlandkarte | Stellt Aktivitäten als Orte auf einem Bild dar, die sich nacheinander aufdecken, sobald die vorherige Station abgeschlossen ist. | |
| Lernpaket | Ein fertiger Lernkurs aus einem anderen Programm (Format SCORM), der Fortschritt und Punkte an Moodle zurückmeldet. | |
| Spiel | Kreuzworträtsel, Galgenmännchen und andere Spiele, erzeugt aus einem Glossar oder aus vorhandenen Testfragen. | |
| Test | Fragen, die Moodle automatisch auswertet, hier zur Selbstkontrolle beim Üben. |
Unterricht organisieren
| Aktivität oder Material | Einsatz | |
|---|---|---|
| Abstimmung | Einen Termin finden oder Themen verteilen. Die Zahl der Antworten je Option lässt sich begrenzen. | |
| Anwesenheit | Ein digitales Klassenbuch: Termine anlegen, Anwesenheit festhalten, Übersicht über den ganzen Kurs. | |
| Freie Gruppeneinteilung | Teilnehmende bilden ihre Gruppen selbst: Sie gründen eine, treten bei oder wieder aus. | |
| Gruppenwahl | Teilnehmende tragen sich in Gruppen ein, die Sie vorher angelegt haben. | |
| Planer | Zeitfenster für Gespräche, aus denen sich Teilnehmende selbst einen Termin buchen, z. B. Sprechstunden oder mündliche Leistungserhebungen. | |
| Zertifikat | Teilnahmebescheinigungen und Urkunden als PDF, die sich jede Person selbst abholt. |
Tipps
- Wenige Arten, die die Klasse kennt: Jede neue Aktivität bringt eine eigene Bedienung mit. Wer im Kurs mit drei oder vier Arten auskommt, erspart den Teilnehmenden die Einarbeitung und sich selbst die Rückfragen.
- Namen oder nicht: Das Board zeigt nie, wer etwas geschrieben hat. Soll ein Beitrag einer Person zugeordnet oder bewertet werden, nehmen Sie ein Forum, eine Datenbank oder eine Aufgabe.
- Kursseite übersichtlich halten: Ein Verzeichnis statt vieler einzelner Dateien und ein Buch statt vieler Textseiten verkürzen die Kursseite. Text- und Medienfelder dazwischen gliedern sie in Etappen.
Aufgaben stellen und bewerten
Aufgabe
Mit der Aktivität Aufgabe stellen Sie eine Arbeitsanweisung bereit, Teilnehmende reichen ihre Lösung ein (als Datei oder als Text) und Sie bewerten diese mit Punkten und Feedback.
Aufgabe anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Aufgabe auswählen.
- Name der Aufgabe eingeben und unter Beschreibung die Arbeitsanweisung formulieren.
- Unter Verfügbarkeit die Termine setzen (siehe unten).
- Unter Abgabetypen festlegen, wie eingereicht wird.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Termine (Abschnitt „Verfügbarkeit“)
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Abgabebeginn | Ab diesem Zeitpunkt kann eingereicht werden. Die Aufgabe ist vorher schon sichtbar. |
| Fälligkeitsdatum | Der offizielle Abgabetermin. Spätere Abgaben sind weiterhin möglich, werden aber als verspätet markiert. |
| Letzte Abgabemöglichkeit | Harte Grenze: Danach ist keine Abgabe mehr möglich. |
| An Bewertung erinnern | Datum, bis zu dem Sie bewertet haben wollen. Erscheint in Ihrer Aufgabenübersicht. |
Abgabetypen
- Texteingabe online: Die Lösung wird direkt in einem Editorfeld in Moodle geschrieben. Über Wortbegrenzung lässt sich der Umfang begrenzen.
- Dateiabgabe: Teilnehmende laden Dateien hoch. Legen Sie Anzahl hochladbarer Dateien, Maximale Dateigröße und Akzeptierte Dateitypen fest.
Beide Typen lassen sich auch kombinieren.
Abgeben (Sicht der Teilnehmenden)
- Aufgabe im Kurs anklicken.
- Auf Aufgabenlösung hinzufügen klicken.
- Datei hochladen bzw. Text eingeben und Änderungen speichern.
- Ist Abgabetaste muss gedrückt werden aktiviert, zusätzlich auf Aufgabe abgeben klicken.
Achtung: Ohne die Einstellung Abgabetaste muss gedrückt werden gilt jede gespeicherte Datei sofort als endgültige Abgabe. Aktivieren Sie die Option, wenn Teilnehmende ihre Lösung erst als Entwurf sammeln sollen.
Bewerten
- Aufgabe im Kurs anklicken. Der Bewertungsüberblick zeigt, wie viele Abgaben vorliegen.
- Auf Alle Abgaben anzeigen klicken oder oben den Reiter Einreichungen öffnen.
- In der Zeile der Person im Menü der Spalte Bearbeiten auf Bewerten klicken.
- Punkte eintragen, Feedback als Kommentar schreiben und mit Speichern und weiter zur nächsten Person wechseln.
Wichtige Einstellungen
- Feedback-Typen: Feedback als Kommentar für Freitext, Anmerkungen im PDF zum Kommentieren direkt im Dokument, Feedback als Datei zum Hochladen korrigierter Dateien.
- Gewährte Versuche: Erlaubt Überarbeitungen, entweder Manuell durch Sie oder Automatisch bis zum Bestehen. Die Obergrenze legen Sie unter Erlaubte Versuche fest.
- Einstellungen für Gruppeneinreichungen: Über Teilnehmer/innen geben in Gruppen ab zählt eine Abgabe für die ganze Gruppe. Voraussetzung: Im Kurs sind Gruppen angelegt.
- Anonyme Einreichungen: Blendet die Namen während der Bewertung aus.
- Bewertungsworkflow verwenden: Bewertungen bleiben verborgen, bis Sie sie gesammelt freigeben.
Tipps
- Setzen Sie Fälligkeitsdatum und Letzte Abgabemöglichkeit nicht auf denselben Zeitpunkt. Ein Puffer von einigen Tagen erspart Ihnen Einzelfallanfragen.
- Nennen Sie in der Beschreibung ausdrücklich das gewünschte Dateiformat und ein Namensschema für die Dateien.
- Aktivieren Sie den Bewertungsworkflow, wenn alle Teilnehmenden ihr Ergebnis gleichzeitig erhalten sollen.
Gegenseitige Beurteilung
Mit der Aktivität Gegenseitige Beurteilung reichen Teilnehmende eine Arbeit ein und beurteilen anschließend die Arbeiten mehrerer anderer anhand eines Beurteilungsbogens, den Sie vorgeben. Am Ende erhält jede Person zwei Bewertungen: eine für die eigene Einreichung und eine dafür, wie gut sie beurteilt hat.
Gegenseitige Beurteilung anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Gegenseitige Beurteilung auswählen.
- Name für gegenseitige Beurteilung eingeben und unter Beschreibung den Ablauf erläutern.
- Unter Punkteeinstellungen die Bewertungsstrategie wählen (siehe unten).
- Unter Verfügbarkeit die Zeiträume für Einreichungen und Beurteilungen setzen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Danach ist die Aktivität angelegt, aber noch nicht benutzbar: Sie steht in der Vorbereitungsphase und braucht zuerst einen Beurteilungsbogen.
Die fünf Phasen
Die Aktivität läuft in festen Phasen ab. Welche gerade aktiv ist, zeigt der Navigator für gegenseitige Beurteilung auf der Startseite der Aktivität: eine Leiste mit fünf Feldern, in denen die anstehenden Schritte als Checkliste stehen.
| Phase | Was in ihr geschieht |
|---|---|
| Vorbereitungsphase | Sie legen Beschreibung, Anleitungen und den Beurteilungsbogen an. Teilnehmende können noch nichts tun. |
| Einreichungsphase | Teilnehmende reichen ihre Arbeit ein. Gegen Ende ordnen Sie die Einreichungen den Beurteilenden zu. |
| Beurteilungsphase | Teilnehmende füllen für die ihnen zugeordneten Arbeiten den Beurteilungsbogen aus. |
| Bewertungsphase | Moodle berechnet die Punkte, Sie prüfen und korrigieren sie. Teilnehmende können nichts mehr ändern. |
| Geschlossen | Die Bewertungen stehen im Kurs-Bewertungsbereich, Teilnehmende sehen ihre Rückmeldungen. |
Weitergeschaltet wird von Hand: im Navigator auf die Überschrift der Zielphase klicken und die Rückfrage bestätigen. Rückwärts geht das ebenso.
Achtung: Der Phasenwechsel passiert nicht automatisch, nur weil ein Termin verstrichen ist. Bleibt die Aktivität in der Einreichungsphase stehen, kann niemand beurteilen, auch dann nicht, wenn der Zeitraum für Beurteilungen längst begonnen hat. Nur mit Nach Abgabetermin automatisch zur nächsten Phase wechseln übernimmt Moodle den ersten Wechsel selbst.
Beurteilungsbogen erstellen
Der Beurteilungsbogen ist das Formular, das die Beurteilenden später ausfüllen. Seine Form ergibt sich aus der Bewertungsstrategie, die Sie in den Einstellungen gewählt haben.
| Strategie | Aufbau |
|---|---|
| Aufsummierte Bewertung | Mehrere Kriterien, jedes mit Punktzahl und Kommentarfeld, jeweils gewichtet. Die Voreinstellung und für die meisten Fälle die richtige Wahl. |
| Kommentare | Nur Kommentarfelder, keine Punkte. Für reine Rückmeldung ohne Note. |
| Aussagen zustimmen oder ablehnen | Liste von Aussagen mit Ja/Nein. Die Note ergibt sich aus der Zahl der verneinten Aussagen. |
| Bewertungskriterien | Kriterienraster: je Kriterium mehrere Stufen mit beschreibendem Text, von denen eine angekreuzt wird. |
- In der Aktivität das Menü Mehr öffnen und Beurteilungsbogen wählen. In der Vorbereitungsphase führt auch der Schritt Beurteilungsbogen bearbeiten im Navigator dorthin.
- Je Kriterium eine Beschreibung eintragen: die Frage, die die Beurteilenden beantworten sollen.
- Punktzahl bzw. Stufen und die Gewichtung festlegen.
- Nicht benötigte Kriterien leer lassen, mit Speichern abschließen.
Hinweis: Die Strategie lässt sich später umstellen, der Bogen muss dann aber neu aufgebaut werden. Legen Sie sie fest, bevor die Beurteilungsphase beginnt.
Einreichungen zuordnen
Ohne Zuordnung weiß niemand, welche Arbeiten er zu beurteilen hat. Öffnen Sie dafür das Menü Mehr → Zuteilung der Einreichungen und wählen Sie oben das Verfahren.
- Manuelle Zuordnung: Sie bestimmen für jede Person über Beurteiler/in hinzufügen einzeln, wer wen beurteilt. Genau, aber aufwendig.
- Zufällige Zuordnung: Moodle verteilt selbst. Sie geben die Anzahl von Beurteilungsaufträgen an, wahlweise pro Einreichung oder pro Beurteiler/in, und können Beurteilungen aus der gleichen Gruppe verhindern.
- Zeitgesteuerte Aufteilung: Die zufällige Verteilung läuft automatisch, sobald der Abgabetermin für Einreichungen erreicht ist. Setzt ein gesetztes Einreichungen bis voraus.
Ordnen Sie erst zu, wenn die Einreichungen vorliegen. Wer nichts eingereicht hat, bekommt sonst nichts zugeteilt und wird auch nicht beurteilt.
Bewerten und abschließen
In der Bewertungsphase steht auf der Startseite der Aktivität der Bewertungsbericht für gegenseitige Beurteilung: eine Tabelle mit allen Einreichungen, den vergebenen Punkten und den Personen, die sie vergeben haben.
- Gegenseitige Beurteilung im Kurs anklicken.
- Über der Tabelle steht das Formular Einstellungen für rechnerische Bewertungen. Der Abgleich von Beurteilungen (von sehr locker bis sehr genau) steuert, wie stark Abweichungen vom Mittel die Punkte für die Beurteilung drücken.
- Auf Bewertungen neu berechnen klicken. Erst danach stehen beide Punktzahlen fest.
- Die Spalte mit den Beurteilungen durchsehen. Ausreißer erkennen Sie daran, dass die Punkte für die Beurteilung niedrig sind.
- Eine einzelne Beurteilung anklicken, um sie zu lesen. Über Bewertung für die Beurteilung überschreiben lässt sich die berechnete Punktzahl ersetzen.
- Zum Schluss in die Phase Geschlossen wechseln. Damit gehen die Bewertungen in den Kurs.
Im Bewertungsbereich des Kurses erscheinen zwei getrennte Spalten: Bewertung für die Einreichung (voreingestellt 80 Punkte) und Bewertung für die Beurteilung (voreingestellt 20 Punkte).
Sicht der Teilnehmenden
Teilnehmende sehen denselben Navigator, aber nur ihre eigenen Schritte. Der Ablauf für sie:
- In der Einreichungsphase im Bereich Ihre Einreichung auf Einreichung hinzufügen klicken, dann Titel, Einreichungsinhalt und, falls erlaubt, Dateianhang ausfüllen.
- In der Beurteilungsphase erscheint unter Zur Beurteilung zugeordnete Einreichungen die Liste der fremden Arbeiten. Jede wird geöffnet, gelesen und mit Beurteilen bewertet.
- Den Beurteilungsbogen ausfüllen, das Gesamtfeedback schreiben und speichern.
- Nach dem Schließen sehen sie ihre eigene Arbeit mit allen erhaltenen Beurteilungen und beide Punktzahlen.
Wer nichts einreicht, kann trotzdem zugeordnet werden und beurteilen. Die Punkte für die eigene Einreichung bleiben dann bei null.
Wichtige Einstellungen
- Punkteeinstellungen: Bewertung für die Einreichung und Bewertung für die Beurteilung legen fest, wie stark das eigene Werk und die Beurteilungsleistung ins Gewicht fallen. Wer den Schwerpunkt auf das Beurteilen legen will, hebt den zweiten Wert an.
- Einstellungen Einreichungen: Unter Einreichungstypen wählen Sie Online-Texteingabe, Dateianhang oder beides und legen fest, was davon erforderlich ist. Dazu Maximalzahl von Dateianhängen, Erlaubte Dateitypen für Dateianhänge zur Einreichung und Maximale Dateigröße zur Abgabe.
- Verspätete Einreichungen: Erlaubt die Abgabe nach dem Termin und während der Beurteilungsphase. Nachträglich bearbeiten lässt sich eine solche Einreichung nicht mehr.
- Selbstbeurteilung: Teilnehmende beurteilen zusätzlich ihre eigene Arbeit mit demselben Bogen.
- Feedback: Der Gesamtfeedbackmodus schaltet das freie Textfeld am Ende des Bogens ein, wahlweise Aktiviert (optional) oder Aktiviert (notwendig). Der Abschluss ist ein Text, den alle nach dem Schließen sehen.
- Beispieleinreichungen: Sie hinterlegen eine Musterarbeit zum Üben. Über den Modus für Beispielbeurteilungen legen Sie fest, ob deren Beurteilung freiwillig ist oder vor der eigenen Einreichung bzw. vor den fremden Beurteilungen verpflichtend.
- Verfügbarkeit: Einreichungen ab / bis und Beurteilungen ab / bis. Die beiden Zeiträume dürfen sich nicht überschneiden.
Tipps
- Planen Sie die Aktivität rückwärts vom Endtermin: Einreichen, Beurteilen und Ihre eigene Durchsicht brauchen jeweils einen eigenen Zeitraum. Zwei Wochen für alles zusammen sind knapp.
- Formulieren Sie die Kriterien im Beurteilungsbogen als Fragen, die sich ohne Fachurteil beantworten lassen. „Nennt die Einleitung die Fragestellung?“ führt zu brauchbareren Rückmeldungen als „Wie gut ist die Einleitung?“.
- Nutzen Sie in der ersten Runde eine Beispieleinreichung. Die Teilnehmenden üben den Bogen an einem Text, der niemandem gehört, und Sie sehen, ob die Kriterien verständlich sind.
Journal
Mit der Aktivität Journal lassen Sie jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer einen eigenen Text schreiben, den außer der Person selbst nur Sie lesen. Gedacht ist das für Lerntagebücher, Reflexionen und kurze Rückmeldungen zum eigenen Verständnis.
Ein Journal enthält genau einen Eintrag je Person. Wer erneut schreibt, bearbeitet den vorhandenen Text weiter. Es entsteht keine Reihe datierter Einträge. Moodle vermerkt nur, wann zuletzt geändert wurde.
Hinweis: Für eine Sammlung, die alle lesen sollen, nehmen Sie ein Forum. Für Abgaben mit Dateien und Fristen die Aufgabe: Ein Journal kennt weder Dateianhänge noch ein Abgabedatum. Seine Stärke ist der geschützte Raum für Gedanken, die niemand vor der Klasse äußern würde.
Journal anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Journal auswählen.
- Unter Name des Journals eine Bezeichnung eingeben und unter Beschreibung die Schreibaufgabe formulieren. Dieser Text steht später über dem Eingabefeld und ist die eigentliche Anleitung für die Teilnehmenden.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Damit die Beschreibung auch auf der Kursseite zu lesen ist, setzen Sie den Haken bei Beschreibung im Kurs zeigen.
Wie Teilnehmende schreiben
Die Teilnehmenden sehen Ihre Beschreibung und darunter die Schaltfläche Journaleintrag bearbeiten. Wer noch nichts geschrieben hat, bekommt zusätzlich den Hinweis Sie haben mit dem Journal noch nicht begonnen.
- Journal im Kurs anklicken.
- Auf Journaleintrag bearbeiten klicken.
- Den Text in das Editorfeld schreiben. Ein leerer Eintrag lässt sich nicht speichern.
- Mit Änderungen speichern abschließen.
Danach steht der eigene Text auf der Seite, darunter Zuletzt bearbeitet mit Datum und Uhrzeit sowie die Zahl der Wörter. Ein erneuter Klick auf Journaleintrag bearbeiten öffnet denselben Text wieder zum Weiterschreiben.
Was andere Teilnehmende geschrieben haben, bekommt niemand zu sehen. Für die Teilnehmenden gibt es keine Übersicht, keine Namen, keine fremden Texte.
Einträge lesen und Feedback geben
Auf der Journalseite steht für Sie zusätzlich der Link … Journaleinträge anzeigen mit der Zahl der vorhandenen Einträge. Er führt zur Seite Einträge.
Dort stehen alle Texte untereinander, getrennt in Nutzer/innen, die das Journal abgeschlossen haben und Nutzer/innen, die das Journal nicht abgeschlossen haben. Oben schränken Sie mit Alle Nutzer/innen auf eine einzelne Person ein und ändern mit Sortiert nach die Reihenfolge, wahlweise nach Datum, Vorname oder Nachname, jeweils auf- oder absteigend.
Unter jedem Eintrag stehen zwei Felder:
- Bewertung: ein Auswahlfeld. Es enthält nur Keine Bewertung…, solange in den Einstellungen unter Bewertung der Typ auf Kein steht.
- Feedback: ein Editorfeld für Ihre Rückmeldung. Sie erscheint bei der betreffenden Person unter ihrem eigenen Text.
Jeder Eintrag hat darunter eine eigene Schaltfläche Feedback speichern. Wenn Sie mehrere Einträge nacheinander durchgehen, sichert Mein Feedback speichern am Ende der Seite alles auf einmal.
Hinweis: Ändert jemand seinen Text, nachdem Sie ein Feedback geschrieben haben, vermerkt Moodle das im Bericht mit dem Satz Eintrag wurde verändert, seit dem das letzte Feedback gespeichert wurde. So finden Sie die Stellen wieder, die eine zweite Rückmeldung brauchen.
Der Zeitraum: Tage verfügbar
Die Einstellung Tage verfügbar begrenzt, wie lange geschrieben werden darf. Wählbar sind Immer verfügbar sowie Zeitspannen von einem Tag bis zu 52 Wochen. Läuft die Frist, sehen die Teilnehmenden den Hinweis Bearbeitungszeitraum läuft ab mit dem Enddatum. Danach bleibt der Text lesbar, lässt sich aber nicht mehr ändern.
Achtung: Tage verfügbar wirkt ausschließlich im Kursformat Wochenformat. Der Zeitraum beginnt dort mit der Woche des Abschnitts, in dem das Journal liegt. In allen anderen Kursformaten, auch im verbreiteten Themenformat, wird die Einstellung stillschweigend übergangen: Das Journal bleibt dauerhaft offen. Wer dort eine Frist braucht, setzt sie unter Voraussetzungen über ein Datum.
Wichtige Einstellungen
- Tage verfügbar: Der Schreibzeitraum, wirksam nur im Wochenformat. Immer verfügbar ist die sichere Wahl.
- Trainer/innen benachrichtigen: Sie bekommen eine Mitteilung, sobald jemand einen Eintrag anlegt oder ändert. In einer großen Klasse eine beachtliche Menge Post.
- Teilnehmer/innen benachrichtigen: Die Teilnehmenden werden benachrichtigt, sobald Sie ein Feedback gespeichert haben. Diese Einstellung lohnt fast immer, sonst bemerkt niemand Ihre Rückmeldung.
- Bewertung: Steht Typ auf Kein, taucht das Journal nicht in der Bewertungsübersicht auf. Für ein Lerntagebuch ist das meist richtig: Wer benotet wird, schreibt anders.
- Abschlussbedingungen: Einen Eintrag im Journal erstellen hakt die Aktivität ab, sobald etwas geschrieben wurde. Das ist die passendere Bedingung als Aktivität anzeigen.
- Gruppenmodus: Betrifft nur Ihre Sicht auf die Einträge. Bei Getrennte Gruppen filtern Sie den Bericht über die Gruppenauswahl.
Tipps
- Stellen Sie in der Beschreibung eine konkrete Frage statt einer Aufforderung. „Was war heute der schwierigste Schritt und woran lag das?“ bringt brauchbare Antworten, „Reflektieren Sie die Stunde“ bringt drei Sätze Höflichkeit.
- Sagen Sie ausdrücklich, dass niemand sonst mitliest. Viele rechnen bei Moodle mit einem Forum und schreiben entsprechend vorsichtig.
- Antworten Sie kurz, aber jedem. Ein Journal ohne Rückmeldung schläft nach zwei Wochen ein. Zwei Sätze pro Person genügen, um es am Leben zu halten.
Test
Mit der Aktivität Test stellen Sie Fragen, die Moodle automatisch auswertet, von Multiple Choice bis Zuordnung. Geeignet für Selbstlernkontrollen ebenso wie für benotete Prüfungen.
Test anlegen
Ein Test entsteht in zwei Schritten: erst der Rahmen, dann die Fragen.
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Test auswählen.
- Name eingeben und unter Beschreibung die Rahmenbedingungen nennen.
- Im Abschnitt Zeit bei Bedarf Testöffnung, Testschließung und Zeitbegrenzung setzen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Fragen hinzufügen
- Test im Kurs anklicken und oben den Reiter Fragen öffnen.
- Rechts auf Frage hinzufügen klicken.
- Eine der drei Quellen wählen:
- Neue Frage: Frage direkt hier verfassen.
- aus einer Fragensammlung: vorhandene Frage übernehmen.
- Zufallsfrage: Moodle zieht pro Versuch zufällig eine Frage aus einer Kategorie.
- Bei einer neuen Frage den Fragetyp wählen, Fragetext, Antworten und Bewertung eintragen und speichern.
- Oben rechts unter Beste Bewertung die Gesamtpunktzahl des Tests festlegen.
Fragen leben in der Fragensammlung. Jede Frage wird dort gespeichert und lässt sich in mehreren Tests wiederverwenden. Legen Sie Kategorien nach Themen an. Das zahlt sich ab dem zweiten Test aus.
Bewertungsmethode
Sind mehrere Versuche erlaubt, legt Bewertungsmethode fest, welcher zählt:
| Methode | Wann sinnvoll |
|---|---|
| Bester Versuch | Selbstlernkontrollen, belohnt das Üben bis zum Erfolg. |
| Letzter Versuch | Zeigt den aktuellen Kenntnisstand. |
| Erster Versuch | Prüfungsnah, nur der erste Anlauf zählt. |
| Durchschnitt | Mittelwert aller Versuche. |
Wichtige Einstellungen
- Zeitbegrenzung: Startet mit dem Beginn des Versuchs und läuft sichtbar mit. Ohne Begrenzung haben Teilnehmende bis zur Testschließung Zeit.
- Erlaubte Versuche: Standard ist Unbegrenzt. Für Prüfungen auf 1 setzen.
- Neue Seite: Bestimmt, wie viele Fragen pro Seite erscheinen. Bei langen Tests entlastet ein Umbruch nach wenigen Fragen den Browser.
- Navigation: Selbstgewählt erlaubt freies Springen. Vorgegeben zwingt zur Reihenfolge. Ein Zurück ist dann nicht möglich.
- Antworten innerhalb der Fragen mischen: Vertauscht die Reihenfolge der Antwortoptionen bei jedem Versuch.
- Frageverhalten: Spätere Auswertung zeigt das Ergebnis erst nach der Abgabe, der Normalfall für Prüfungen. Direkte Auswertung gibt sofort Rückmeldung zu jeder Frage, gut zum Üben.
- Überprüfungsoptionen: Steuert in vier Zeitfenstern, was Teilnehmende sehen dürfen, etwa nur die Punktzahl oder auch die richtigen Antworten.
- Kennwort (unter Weitere Zugriffsbeschränkungen): Der Test lässt sich nur mit diesem Kennwort starten. Praktisch für Prüfungen in Präsenz.
Vor einer benoteten Prüfung prüfen: Erlaubte Versuche auf 1, Frageverhalten auf Spätere Auswertung und in den Überprüfungsoptionen die Spalte Direkt nach dem Versuch einschränken. In der Voreinstellung sehen Teilnehmende sonst sofort alle richtigen Lösungen.
Ergebnisse ansehen
- Test im Kurs anklicken.
- Oben den Reiter Ergebnisse öffnen.
- Die Tabelle zeigt alle Versuche mit Punkten und Bearbeitungsdauer. Über Berichte erreichen Sie zusätzlich eine Auswertung pro Frage. Daran erkennen Sie, welche Frage zu schwer oder missverständlich war.
Tipps
- Testen Sie jeden Test über Vorschau, bevor Sie ihn freigeben. Fehler in der Punktevergabe fallen sonst erst im Ernstfall auf.
- Legen Sie Fragen von Anfang an in thematischen Kategorien der Fragensammlung ab. Nachträglich zu sortieren ist deutlich aufwendiger.
- Zufallsfragen aus einer gut gefüllten Kategorie erschweren das Abschreiben, weil jede Person andere Fragen erhält.
Gemeinsam erarbeiten
Board
Mit der Aktivität Board stellen Sie eine digitale Pinnwand bereit: mehrere Spalten, in die alle im Kurs kurze Beiträge heften. Geeignet für Ideensammlungen, Materialtipps oder einen schnellen Stimmungsbild-Einstieg.
Beiträge erscheinen ohne Namen. Wer etwas geschrieben hat, sehen weder die Teilnehmenden noch Sie. Das senkt die Hemmschwelle und macht das Board zugleich untauglich für alles, was einer Person zugeordnet werden muss.
Board anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Board auswählen.
- Unter Name eine Bezeichnung eingeben und unter Beschreibung die Frage stellen, um die es geht.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Das neue Board bringt drei leere Spalten mit, die alle Überschrift heißen. Diese Namen ersetzen Sie als Erstes.
Spalten anlegen und benennen
Jeder Spaltenkopf trägt rechts vier Symbole. Von links nach rechts: Schloss, Kreuz, Kreuzpfeil und Stift.
- Stift: Öffnet ein Fenster, in dem Sie den Namen der Spalte ändern.
- Kreuzpfeil: Verschiebt die Spalte nach links oder rechts.
- Kreuz: Löscht die Spalte samt aller Beiträge darin.
- Schloss: Sperrt die Spalte. In einer gesperrten Spalte verschwindet die Schaltfläche für neue Beiträge, der Inhalt bleibt lesbar.
Eine weitere Spalte legen Sie über das Pluszeichen rechts neben der letzten Spalte an.
Die Spalten sind die eigentliche Denkarbeit an einem Board: Sie geben vor, in welchen Kategorien gedacht wird. „Draußen“, „Werkstatt“ und „Küche“ bringen mehr als „Ideen 1“, „Ideen 2“ und „Ideen 3“. Eine Spalte Noch unsortiert als Auffangbecken hat sich bewährt.
Beiträge schreiben
- Board im Kurs anklicken.
- Am unteren Ende der gewünschten Spalte auf das Pluszeichen klicken. Es öffnet sich das Fenster Neuer Beitrag für Spalte …
- Unter Beitragstitel eine Überschrift eingeben, unter Inhalt den Text.
- Bei Bedarf unter Medien eine der drei Schaltflächen anklicken und etwas anhängen: einen Link, ein Bild oder ein Video (YouTube). Darunter erscheinen die passenden Felder, etwa Linktitel und Link-URL. Ein zweiter Klick auf die Schaltfläche nimmt die Auswahl zurück.
- Mit Speichern abschließen.
Hinweis: Die Länge eines Beitrags ist begrenzt, in der Voreinstellung auf 250 Zeichen. Das ist Absicht: Ein Board sammelt Stichworte, keine Aufsätze. Den Wert legt die Moodle-Administration site-weit fest.
Jeder Beitrag trägt unten eine Reihe kleiner Symbole: die Sprechblase mit der Zahl der Kommentare, den Stern mit der Zahl der Bewertungen, ein Kreuz zum Löschen, den Kreuzpfeil zum Verschieben in eine andere Spalte und den Stift zum Bearbeiten.
Bewerten und kommentieren
Steht Beiträge bewerten nicht auf Deaktiviert, trägt jeder Beitrag ein Sternsymbol mit einem Zähler. Ein Klick vergibt eine Stimme, ein zweiter nimmt sie zurück. So sehen Sie ohne Aussprache, welche Vorschläge Zuspruch finden.
| Einstellung „Beiträge bewerten“ | Wer bewerten darf |
|---|---|
| Deaktiviert | Niemand. Das Board bleibt eine reine Sammlung. |
| von Teilnehmer/innen | Nur die Teilnehmenden. |
| von Trainer/innen | Nur Sie. Geeignet, um in einer großen Sammlung das Brauchbare zu markieren. |
| von allen | Alle im Kurs. |
Zusätzlich lässt sich zu jedem Beitrag über das Sprechblasensymbol ein Kommentar hinzufügen. Der Zähler daneben zeigt, wie viele Kommentare schon da sind. Auch Kommentare bleiben anonym: Zu sehen ist nur das Datum.
Was Teilnehmende dürfen
- Immer: eigene Beiträge schreiben, ändern und löschen, außerdem fremde Beiträge lesen.
- Je nach Einstellung: bewerten (Beiträge bewerten) und eigene Beiträge in eine andere Spalte ziehen (Teilnehmer/innen erlauben, die Platzierung ihrer eigenen Beiträge zu bearbeiten).
- Nie: Spalten anlegen, umbenennen oder löschen und fremde Beiträge bearbeiten. Das bleibt bei Ihnen.
Aussehen und Auswertung
Unter Hintergrundfarbe tragen Sie einen Hex-Wert ein (etwa #00cc99), unter Hintergrundbild laden Sie ein Bild hoch. Beides gilt für das ganze Board. Sparsam einsetzen: Ein unruhiger Hintergrund macht die Zettel schlechter lesbar.
Über den Reiter Export holen Sie den Inhalt heraus, wahlweise Beiträge exportieren oder Kommentare exportieren, als CSV-, Excel-, HTML-, JSON-, OpenDocument- oder PDF-Datei. Für die Weiterarbeit in der nächsten Stunde ist das oft praktischer als ein Tafelbild.
Wichtige Einstellungen
- Sortiert nach: Keine belässt die Beiträge dort, wo sie hingelegt wurden. Erstellungsdatum und Bewertung sortieren die Spalten automatisch. Bei Bewertung wandert der beliebteste Beitrag nach oben.
- Spaltentitel vor Teilnehmer/innen verbergen: Blendet die Überschriften aus. Nützlich, wenn erst gesammelt und später sortiert werden soll.
- Einzelnutzermodus: Gibt jeder Person ein eigenes Board. Einzelnutzermodus (privat) zeigt es nur der Person selbst und Ihnen, Einzelnutzermodus (öffentlich) lässt alle in die Boards der anderen schauen.
- Beiträge von Teilnehmer/innen nach Datum einschränken: Setzt einen Zeitpunkt, bis zu dem geschrieben werden darf. Danach ist das Board nur noch zum Lesen da.
- Links in neuem Fenster erlauben: Öffnet verlinkte Seiten in einem neuen Tab, statt den Kurs zu verlassen.
- Board in eine Kursseite einbetten: Zeigt das Board direkt im Kursabschnitt statt auf einer eigenen Seite.
Tipps
- Legen Sie die Spalten vor der Stunde an und schreiben Sie den ersten Beitrag selbst. Ein leeres Board mit leeren Spalten füllt sich deutlich zögerlicher.
- Nutzen Sie die Anonymität bewusst. Für Ideensammlungen und heikle Themen ist sie ein Vorteil. Sobald Beiträge einer Person zugeordnet werden müssen, nehmen Sie ein Forum.
- Planen Sie ein, was nach dem Sammeln passiert. Ein Board, das niemand auswertet, ist nach einer Woche Zettelmüll. Bewertung oder Export machen daraus ein Ergebnis.
Datenbank
Mit der Aktivität Datenbank sammeln Sie und Ihre Teilnehmenden Einträge nach einem festen Schema: Buchempfehlungen, Linklisten, Versuchsprotokolle, Materialtipps. Jeder Eintrag besteht aus denselben Feldern. Deshalb lässt sich die Sammlung sortieren, durchsuchen und als Tabelle exportieren.
Eine Datenbank entsteht in zwei Schritten. Zuerst legen Sie fest, aus welchen Feldern ein Eintrag besteht. Erst danach kann jemand etwas eintragen. Solange kein Feld existiert, bleibt die Aktivität für die Teilnehmenden leer.
Datenbank anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Datenbank auswählen.
- Unter Name eine Bezeichnung eingeben und unter Beschreibung erklären, was eingetragen werden soll und wie viel.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Die neue Datenbank zeigt noch keine Liste, sondern die Aufforderung Beginnen Sie, Ihre Aktivität zu erstellen und dazu drei Schaltflächen: Neues Feld erstellen, Vorlagensatz benutzen und Vorlagensatz importieren.
Felder festlegen
Die Felder bestimmen, wonach gefragt wird. Sie sind die eigentliche Vorarbeit: Was hier nicht abgefragt wird, steht später auch nicht in der Sammlung.
- Datenbank im Kurs anklicken.
- Den Eintrag Felder in der Navigationsleiste der Aktivität öffnen.
- Auf Neues Feld erstellen klicken und im Menü den Feldtyp auswählen.
- Unter Feldname eine kurze Bezeichnung eingeben. Sie steht später als Beschriftung im Eintragsformular und über dem Wert.
- Unter Feldbeschreibung erklären, was hier hineingehört.
- Pflichtfeld ankreuzen, wenn ohne dieses Feld kein Eintrag gespeichert werden darf.
- Die Angaben ausfüllen, die nur dieser Feldtyp kennt, etwa Optionen (eine pro Zeile) beim Dropdown-Menü.
- Mit Speichern abschließen und das nächste Feld anlegen.
Die Übersicht Felder listet danach alle Felder mit Feldname, Feld-Typ, Notwendig und Feldbeschreibung. Über Aktionen am Zeilenende bearbeiten oder löschen Sie ein einzelnes Feld.
Achtung: Ein Feld zu löschen löscht auch alles, was in diesem Feld schon eingetragen wurde, und zwar in allen Einträgen. Legen Sie die Felder deshalb vollständig an, bevor die Klasse zu schreiben beginnt.
Die Feldtypen
Der Typ entscheidet, wie eingegeben wird und wonach sich sortieren lässt. Zwölf stehen zur Auswahl.
| Feldtyp | Wofür er gedacht ist |
|---|---|
| Kurzer Text | Einzeilige Eingabe für Titel, Namen, Stichworte. Auf Wunsch werden Glossarbegriffe automatisch verlinkt. |
| Textbereich | Mehrzeiliger Text mit dem gewohnten Editor, für Begründungen und Zusammenfassungen. |
| Zahl | Nimmt nur Ziffern an. Sortiert wird danach der Größe nach, nicht alphabetisch. |
| Dropdown-Menü | Eine Auswahl aus einer Klappliste. Die Möglichkeiten geben Sie zeilenweise vor. |
| Einfachauswahl | Eine Auswahl, bei der alle Möglichkeiten untereinander sichtbar bleiben. In der Spalte Feld-Typ der Übersicht steht dafür Einfachauswahl (Radio Buttons). |
| Mehrfachauswahl | Mehrere Auswahlen aus einer Liste. |
| Checkboxen | Mehrere Häkchen aus vorgegebenen Möglichkeiten, alle gleichzeitig sichtbar. |
| Datum | Ein Kalenderdatum aus Auswahlfeldern. |
| Bild | Ein hochgeladenes Bild. Die Anzeigemaße für Listen- und Einzelansicht legen Sie am Feld fest. |
| Datei | Eine beliebige Datei zum Herunterladen, begrenzt durch die maximale Dateigröße. |
| URL | Eine Internetadresse, wahlweise mit eigenem Anzeigenamen und in einem neuen Fenster. |
| Koordinaten | Geografische Länge und Breite, verlinkt auf einen Kartendienst. |
Hinweis: Vier bis sechs Felder reichen fast immer. Jedes weitere Feld verlängert das Formular und senkt die Bereitschaft, es auszufüllen. Was nur einmal gebraucht wird, gehört in den Textbereich statt in ein eigenes Feld.
Einträge hinzufügen
- Datenbank im Kurs anklicken.
- Auf Eintrag hinzufügen klicken.
- Das Formular Neuer Eintrag ausfüllen. Es enthält genau die Felder, die Sie angelegt haben, in der Reihenfolge der Übersicht.
- Mit Speichern abschließen oder mit Speichern und weiteren hinzufügen gleich den nächsten Eintrag beginnen.
Einen vorhandenen Eintrag ändern Sie über Aktionen → Bearbeiten am Eintrag selbst. Dort steht auch Löschen. Über das Menü Aktionen oberhalb der Liste lassen sich alle Einträge als Datei sichern (Einträge exportieren) oder aus einer CSV-Datei einlesen (Einträge importieren).
Listenansicht und Einzelansicht
Über der Sammlung steht das Auswahlfeld Modus mit zwei Ansichten.
- Listenansicht: alle Einträge untereinander, seitenweise geblättert. Das ist die Voreinstellung und die Ansicht zum Stöbern und Vergleichen.
- Einzelansicht: ein Eintrag pro Seite. Nur hier stehen die Kommentare.
Darunter steuern Sie die Anzeige: Einträge pro Seite, das Suchfeld Suchen, Sortiert nach und Reihenfolge. Erweiterte Suche klappt ein Formular auf, in dem gezielt in einzelnen Feldern gesucht wird, etwa nur nach einem Genre. Filter zurücksetzen stellt den Ausgangszustand wieder her.
Freigabe und Kommentare
Steht Freigabe erforderlich auf Ja, ist ein neuer Eintrag zunächst nur für die verfassende Person und für Sie sichtbar. Er trägt die Markierung Freigabe ausstehend. Sichtbar für alle wird er erst, wenn Sie ihn über Aktionen → Zulassen freigeben. Über denselben Weg nehmen Sie eine Freigabe mit Eintrag nicht freigegeben wieder zurück.
Ob die Verfasserin oder der Verfasser einen bereits freigegebenen Eintrag noch ändern darf, entscheidet Änderung von freigegebenen Einträgen erlauben. Steht die Einstellung auf Nein, ist der Eintrag nach der Freigabe für die Teilnehmenden gesperrt.
Steht Kommentare auf Ja, trägt jeder Eintrag in der Einzelansicht den Aufklapper Kommentare anzeigen mit einem Eingabefeld und der Schaltfläche Kommentar speichern. Kommentare stehen unter dem Namen der schreibenden Person.
Was Teilnehmende dürfen
- Immer: freigegebene Einträge lesen, darin suchen und sortieren, eigene Einträge schreiben, bearbeiten und löschen.
- Je nach Einstellung: kommentieren (Kommentare), eigene Einträge nach der Freigabe noch ändern (Änderung von freigegebenen Einträgen erlauben), fremde Einträge überhaupt sehen (Erforderliche Einträge vor der Ansicht aller Daten).
- Nie: Felder anlegen oder ändern, Vorlagen bearbeiten, Einträge freigeben, fremde Einträge bearbeiten. Auch das Bewerten bleibt in der Voreinstellung bei den Trainer/innen.
Vorlagensätze und Vorlagen
Zwei Begriffe klingen ähnlich und meinen Verschiedenes.
- Vorlagensätze sind fertige Feldergruppen. Moodle bringt vier mit: Bildergalerie, Journal, Vorschläge und Ressourcen. Ein Klick auf Vorlagensatz verwenden legt deren Felder in Ihrer Datenbank an. Eine selbst gebaute Datenbank lässt sich umgekehrt als Vorlagensatz sichern und in anderen Kursen wiederverwenden.
- Vorlagen bestimmen das Aussehen: wie ein Eintrag in der Liste, in der Einzelansicht und im Formular dargestellt wird. Moodle erzeugt sie automatisch aus Ihren Feldern.
Hinweis: Die Vorlagen zu bearbeiten lohnt sich erst, wenn die Standarddarstellung wirklich stört. Sie werden in HTML geschrieben, die Feldinhalte stehen darin als Platzhalter der Form [[feldname]]. Wer eine Aktion wie Bearbeiten aus der Vorlage entfernt, nimmt sie sich selbst weg.
Wichtige Einstellungen
- Einträge: Freigabe erforderlich, Änderung von freigegebenen Einträgen erlauben und Kommentare bestimmen den Umgang mit den Beiträgen der Teilnehmenden.
- Erforderliche Einträge vor der Ansicht aller Daten: Verlangt eine Mindestzahl eigener Einträge, bevor jemand die Sammlung der anderen sieht. Wirksam gegen bloßes Abschreiben.
- Maximal mögliche Einträge: Begrenzt, wie viel eine Person beitragen darf. Ohne Wert ist die Zahl unbegrenzt.
- Erforderliche Einträge für den Abschluss (alt): Nicht mehr benutzen. Moodle blendet darunter den Hinweis ein, dass die Abschlussbedingung Einträge erforderlich an ihre Stelle getreten ist. Gesetzt wird sie unten unter Abschlussbedingungen.
- Verfügbarkeit: Verfügbar ab und Verfügbar bis öffnen und schließen die Datenbank. Bearbeiten sperren ab und Bearbeiten sperren bis setzen sie in dieser Zeit auf Nur-Lesen.
- Bewertungen: Summierungstyp schaltet die Bewertung ein und legt fest, wie mehrere Bewertungen eines Eintrags verrechnet werden. Keine Bewertung lässt die Datenbank aus der Bewertungsübersicht heraus.
- Gruppenmodus: Bei Getrennte Gruppen sieht jede Gruppe nur die eigenen Einträge. Sinnvoll, wenn mehrere Klassen dieselbe Aufgabe bearbeiten.
Tipps
- Legen Sie den ersten Eintrag selbst an, bevor die Klasse dazukommt. Er zeigt am Beispiel, wie ausführlich die Felder gemeint sind, und wirkt besser als jede Erklärung im Aufgabentext.
- Nehmen Sie für alles, was später ausgewertet werden soll, ein Dropdown-Menü statt eines Textfeldes. Freier Text bringt „Roman“, „roman“ und „Romane“ hervor und lässt sich danach nicht mehr sinnvoll sortieren.
- Schalten Sie Freigabe erforderlich nur ein, wenn Sie wirklich jeden Eintrag lesen wollen. In einer Klasse mit 28 Personen ist das eine Aufgabe von einer Stunde, und bis dahin sieht niemand etwas.
Glossar
Mit der Aktivität Glossar legen Sie ein Verzeichnis von Begriffen und Erklärungen an. Teilnehmende können die Einträge nur lesen oder, je nach Einstellung, selbst welche beisteuern.
Glossar anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Glossar auswählen.
- Name eingeben und unter Beschreibung erläutern, wofür das Glossar da ist.
- Bei Bedarf im Abschnitt Einträge und Darstellung anpassen (siehe unten).
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Eintrag hinzufügen
- Glossar im Kurs anklicken.
- Auf Eintrag hinzufügen klicken.
- Begriff und Definition eingeben.
- Optional unter Alternativbegriffe Synonyme ergänzen, je einen pro Zeile.
- Auf Änderungen speichern klicken.
Anzeigeformate
Die Einstellung Anzeigeformat bestimmt das Layout der Einträge:
| Format | Darstellung |
|---|---|
| Wörterbuch (ohne Synonyme) | Kompakte Liste ohne Autorenangabe. Der Standardfall für ein Fachwörterbuch. |
| Wörterbuch (mit Synonymen) | Wie oben, zeigt zusätzlich die Alternativbegriffe. |
| Vollständig mit Autor/in | Zeigt, wer den Eintrag verfasst hat. Sinnvoll, wenn Teilnehmende gemeinsam schreiben. |
| Vollständig ohne Autor/in | Wie oben, aber ohne Namensnennung. |
| Enzyklopädie | Wie Vollständig mit Autor/in, Bilder erscheinen direkt im Eintrag. |
| Häufig gestellte Fragen | Stellt Begriff und Definition als Frage und Antwort dar. |
| Liste | Zeigt nur die Begriffe als Links, die Definition erscheint nach dem Klick. |
Wichtige Einstellungen
- Glossartyp: Sekundärglossar ist der Normalfall. Pro Kurs kann es nur ein Hauptglossar geben, in das sich Einträge aus anderen Glossaren übernehmen lassen.
- Ohne Prüfung: Steht die Option auf Nein, müssen Sie neue Einträge von Teilnehmenden erst freigeben, bevor sie sichtbar werden.
- Immer bearbeitbar: Legt fest, ob Teilnehmende ihre Einträge dauerhaft ändern dürfen oder nur innerhalb der Bearbeitungsfrist.
- Mehrfacheinträge: Erlaubt mehrere Einträge zum selben Begriff, sinnvoll, wenn verschiedene Perspektiven gesammelt werden sollen.
- Automatisch verlinken: Verlinkt den Begriff automatisch überall im Kurs, wo er im Text vorkommt.
- Bewertungen: Über den Summierungstyp lassen sich Einträge bewerten und in die Kursbewertung übernehmen.
Achtung bei „Automatisch verlinken“: Bei kurzen oder häufigen Begriffen übersät die Funktion den ganzen Kurs mit Links, auch mitten in Testfragen. Aktivieren Sie sie nur für eindeutige Fachbegriffe.
Tipps
- Ein gemeinsam gefülltes Glossar ist eine gute Einstiegsaufgabe: Jede Person erklärt zwei Begriffe. Kombinieren Sie das mit Ohne Prüfung: Nein, um vor der Freigabe gegenzulesen.
- Mit Vollständig mit Autor/in und aktivierten Kommentaren wird aus dem Glossar eine Diskussionsgrundlage.
- Einträge lassen sich über das Auswahlmenü in der Glossaransicht als Datei exportieren und in einen anderen Kurs importieren.
Kanban-Board
Mit der Aktivität Kanban-Board organisieren Sie Arbeit, die über mehrere Wochen läuft: Jede Aufgabe ist eine Karte, jede Spalte ein Bearbeitungsstand. Die Karten wandern von links nach rechts, und alle sehen jederzeit, was liegt, läuft und fertig ist.
Zur Abgrenzung: Das Board ist eine anonyme Pinnwand zum Sammeln, der Planer vergibt Gesprächstermine. Das Kanban-Board verwaltet Aufgaben mit Zuständigen, Terminen und einem Bearbeitungsstand.
Kanban-Board anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Kanban-Board auswählen.
- Unter Name des Boards eine Bezeichnung eingeben.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Das Board ist damit fertig eingerichtet. Moodle legt die drei Spalten Zu erledigen, In Arbeit und Erledigt selbst an, sodass Sie sofort mit den Karten beginnen können.
Spalten anpassen
Die vorgegebenen Spalten passen selten genau. Sie lassen sich ändern, ergänzen und sperren.
- Umbenennen: Auf den Spaltentitel klicken, neuen Namen eintippen, mit der Eingabetaste bestätigen. Für eine Schülerzeitung passt etwa eine vierte Spalte Rückmeldung zwischen In Arbeit und Erledigt.
- Hinzufügen: Über das Pluszeichen am rechten Rand des Boards, Spalte zu diesem Board hinzufügen.
- Sperren und löschen: Über das Menü im Spaltenkopf mit den Einträgen Sperren beziehungsweise Entsperren, Details bearbeiten und Löschen. Eine gesperrte Spalte lässt sich nicht mehr verändern.
Karten anlegen und verschieben
- Kanban-Board im Kurs anklicken.
- In der Spalte auf das Pluszeichen Karte zu dieser Spalte hinzufügen klicken.
- Den Titel der Karte eintippen und mit der Eingabetaste bestätigen. Mehr braucht eine Karte zunächst nicht.
- Sobald sich der Stand ändert, die Karte mit der Maus in die nächste Spalte ziehen. Innerhalb einer Spalte lässt sie sich ebenso in der Reihenfolge verschieben.
Wer nicht ziehen möchte oder mit der Tastatur arbeitet, nimmt im Kartenmenü den Eintrag Verschieben und wählt Spalte und Position aus.
Karte bearbeiten
Das Kartenmenü, die drei Punkte oben rechts auf der Karte, führt über Details bearbeiten zum Fenster Karte bearbeiten mit dem vollständigen Formular:
- Beschreibung: Was genau zu tun ist. Karten mit Beschreibung tragen ein kleines Symbol, über das der Text aufklappt.
- Fälligkeitsdatum: Der Termin. Er steht auf der Karte und landet im Kalender.
- Zeitpunkt für die Erinnerung: Wann Moodle die zuständige Person erinnert.
- Farbe: Färbt die Karte ein. Sinnvoll für eine durchgehende Bedeutung, etwa Rot für „hängt“.
- Anhänge: Dateien, die zur Aufgabe gehören.
Über Diskussion beginnen im Kartenmenü hängt außerdem ein kleiner Gesprächsfaden an der Karte. Rückfragen zu einer Aufgabe stehen damit dort, wo die Aufgabe steht, und nicht im Forum.
Verantwortliche zuweisen
Eine Karte ohne Zuständige ist eine Absichtserklärung. Im Kartenmenü steht Mir zuweisen, wer selbst übernimmt, nimmt sich die Karte damit in einem Klick. Über Details bearbeiten und das Feld Verantwortlich weisen Sie Karten anderen Personen zu. Auf der Karte erscheint danach das Profilbild der zuständigen Person, und Mir nicht mehr zuweisen macht die eigene Übernahme rückgängig.
Hinweis: Die Zuweisung ist kein stiller Vorgang. Die zugewiesene Person erhält eine Mitteilung, und das Fälligkeitsdatum der Karte erscheint in ihrem Kalender. Weisen Sie deshalb erst zu, wenn der Termin steht.
Karten abschließen
Fertige Karten schließen Sie über den Eintrag Fertig im Kartenmenü ab. Erneut öffnen nimmt das zurück. Zwei Spaltenoptionen unter Details bearbeiten nehmen Ihnen die Handgriffe ab:
- Karten automatisch abschließen: Jede Karte, die in diese Spalte gezogen wird, gilt als erledigt. Die übliche Einstellung für die letzte Spalte.
- Abgeschlossene Karten automatisch verbergen: Blendet erledigte Karten aus, damit die Spalte nicht über Wochen anwächst. Über Verborgene Karten anzeigen holen Sie sie bei Bedarf zurück.
Grenzen setzen: das eigentliche Kanban-Prinzip
Kanban lebt davon, dass nicht alles gleichzeitig angefangen wird. Zwei Optionen je Spalte setzen das durch, beide unter Details bearbeiten der Spalte.
| Option | Was sie bewirkt |
|---|---|
| WIP-Limit pro Person | Begrenzt, wie viele Karten in dieser Spalte einer einzelnen Person zugewiesen sein dürfen. Verhindert, dass jemand fünf Dinge gleichzeitig anfängt. |
| Spalten-Begrenzung | Begrenzt die Karten in der Spalte insgesamt. Ist die Grenze erreicht, nimmt die Spalte keine weitere Karte an. |
Setzen Sie die Grenze in In Arbeit, nicht in Zu erledigen. Ein voller Eingangsstapel ist normal, fünf gleichzeitig angefangene Aufgaben sind das Problem.
Persönliche Boards und Gruppen
Im Feld Persönliche Boards für Nutzer/innen der Aktivitätseinstellungen wählen Sie zwischen drei Möglichkeiten:
- Keine persönlichen Boards für Nutzer/innen: Ein gemeinsames Board für den ganzen Kurs.
- Persönliche Boards für Nutzer/innen aktiviert: Zusätzlich zum gemeinsamen Board hat jede Person ein eigenes, das nur sie und Sie sehen.
- Ausschließlich persönliche Boards für Nutzer/innen: Kein gemeinsames Board, nur die persönlichen. Geeignet, wenn alle dasselbe Vorhaben für sich planen.
Steht der Gruppenmodus auf getrennte oder sichtbare Gruppen, bekommt zusätzlich jede Gruppe ihr eigenes Board. Zwischen den Ansichten wechseln Sie über das Menü oben rechts am Board, unter anderem mit Mein persönliches Board, Gemeinsames Board anzeigen und Zu anderem Gruppen-Board wechseln.
Als Vorlage speichern
Haben Sie ein Board so eingerichtet, wie Sie es immer brauchen, speichern Sie es über das Board-Menü mit Als Vorlage speichern. Spalten und Karten dienen dann als Ausgangspunkt für persönliche und Gruppen-Boards.
Achtung: Die Vorlage wirkt nur auf Boards, die danach neu entstehen. Bereits vorhandene persönliche Boards und Gruppen-Boards bleiben, wie sie sind. Legen Sie die Vorlage also an, bevor die Teilnehmenden ihr Board zum ersten Mal öffnen.
Sicht der Teilnehmenden
Teilnehmende sehen dasselbe Board wie Sie und dürfen Karten anlegen, bearbeiten, verschieben und abschließen. Was ihnen fehlt, sind die Board- und Spaltenverwaltung: Spalten anlegen, sperren und löschen bleibt bei Ihnen. Auf ihrem Dashboard erscheinen ihnen zugewiesene, noch offene Karten unter Nicht abgeschlossene Karten, die Ihnen zugewiesen wurden.
Wichtige Einstellungen
- Kartennummern verwenden: Gibt jeder Karte eine laufende Nummer. In Besprechungen lässt sich damit auf „Karte 14“ verweisen statt auf einen langen Titel. Kartennummern verlinken macht die Nummer zusätzlich anklickbar.
- Show authors of cards: Zeigt an, wer eine Karte angelegt hat. Das Plugin ist nicht vollständig übersetzt. Dieses Feld steht englisch im Formular.
- Abschlussbedingungen: Über Diese Anzahl an Karten erstellen und Diese Anzahl an Karten abschließen gilt die Aktivität als erledigt, sobald jemand die geforderte Zahl erreicht hat.
- Gruppenmodus: Legt fest, ob es Gruppen-Boards gibt, siehe oben.
Hinweis: Zwei Einträge sehen Sie möglicherweise nicht. Verlauf, der jede Änderung an einer Karte protokolliert, erscheint im Kartenmenü nur, wenn die Moodle-Administration ihn site-weit freigeschaltet hat. In der Voreinstellung fehlt er. Und Copy card link ist wie Show authors of cards noch nicht übersetzt.
Tipps
- Legen Sie die Spalten nach dem tatsächlichen Ablauf an, nicht nach der Theorie. Wenn bei Ihnen jeder Text gegengelesen wird, gehört Rückmeldung als eigene Spalte dazu.
- Eine Karte ist eine Aufgabe, die eine Person in überschaubarer Zeit erledigen kann. „Schülerzeitung machen“ ist keine Karte, „Interview mit der Schulleitung vereinbaren“ schon.
- Sehen Sie das Board gemeinsam durch, nicht allein. Fünf Minuten zu Beginn der Stunde vor dem Board ersetzen die halbe Nachfragerei per Mitteilung.
Studierendenordner
Mit der Aktivität Studierendenordner machen Sie Abgaben der Teilnehmenden für den ganzen Kurs sichtbar, zum Beispiel gelungene Kommentare oder Projektergebnisse. Die Dateien werden dabei nicht erneut hochgeladen, sondern aus einer vorhandenen Aufgabe übernommen.
Der Unterschied zum Verzeichnis liegt darin, wer die Dateien einbringt: Ein Verzeichnis füllen Sie, einen Studierendenordner füllen die Teilnehmenden. Und anders als das Verzeichnis fragt er vorher, ob jemand mit der Veröffentlichung einverstanden ist.
Studierendenordner anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Studierendenordner auswählen.
- Unter Name eine Bezeichnung eingeben und unter Beschreibung erklären, was hier erscheint und wozu.
- Im Abschnitt Abgabeeinstellungen den Modus wählen (siehe unten). Bei Dateien aus Aufgabe übernehmen zusätzlich unter Aufgabe die Quelle auswählen.
- Im Abschnitt Veröffentlichungseinstellungen festlegen, wer zustimmen muss.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Die beiden Modi
| Modus | Wie er arbeitet |
|---|---|
| Dateien aus Aufgabe übernehmen | Der Ordner greift auf die Abgaben einer vorhandenen Aufgabe zu. Niemand muss etwas zweimal hochladen. Änderungen an den Dateien sind nur in der ursprünglichen Aufgabe möglich. |
| Dateien direkt hochladen | Teilnehmende laden ihre Dateien unmittelbar in den Ordner. Sinnvoll, wenn es keine Aufgabe dazu gibt und die Arbeiten auch nicht bewertet werden sollen. |
Hinweis: Die Aufgabe muss existieren, bevor Sie den Studierendenordner anlegen. Sie erscheint sonst nicht in der Auswahlliste Aufgabe.
Das Einverständnis der Abgebenden
Eine Abgabe ist die Arbeit einer bestimmten Person, und veröffentlicht wird sie erst, wenn die Freigaben vorliegen. Zwei Felder steuern das.
- Freigabe durch Teilnehmer/in: Steht das Feld auf Erforderlich, entscheidet jede Person selbst über ihre Dateien. Auf Automatisch gilt die Zustimmung als erteilt.
- Freigabe durch Trainer/innen: Steht das Feld auf Erforderlich, geben Sie jede Datei zusätzlich frei. So erscheint nichts im Kurs, das Sie nicht gesehen haben.
Achtung: Setzen Sie Freigabe durch Teilnehmer/in nur mit gutem Grund auf Automatisch. Eine Abgabe wird damit ohne Rückfrage für den ganzen Kurs sichtbar. Kündigen Sie die Veröffentlichung außerdem an, bevor die Aufgabe geschrieben wird: Wer weiß, dass der Text gelesen wird, schreibt anders.
Freigeben
- Studierendenordner öffnen. Der Überblick nennt Modus, Aufgabe und die Zahl der Abgaben.
- Auf Freigeben klicken. Die Liste zeigt je Person die abgegebenen Dateien, die Spalte Freigabe (Teilnehmer/innen) und die Spalte Veröffentlichung.
- Im Auswahlfeld der Spalte Veröffentlichung je Datei Freigeben oder Verweigern wählen.
- Die Auswahl speichern. Freigegebene Dateien erscheinen anschließend im Abschnitt Veröffentlichte Dateien, den alle im Kurs sehen.
Eine einmal erteilte Freigabe lässt sich jederzeit zurücknehmen. Über Alle Dateiabgaben herunterladen holen Sie sich außerdem sämtliche Dateien als ZIP-Archiv.
Sicht der Teilnehmenden
Teilnehmende sehen zwei Bereiche: unter Meine Dateien ihre eigenen Abgaben mit je einem Auswahlfeld Freigeben oder Verweigern, darunter die Veröffentlichten Dateien des ganzen Kurses. Ein Hinweistext erklärt, dass die Dateien erst nach beiden Freigaben erscheinen und dass Änderungen an den Dateien nur in der ursprünglichen Aufgabe möglich sind.
Wichtige Einstellungen
- Ab und Bis: Zeitraum, in dem hochgeladen werden darf. Nur im Modus Dateien direkt hochladen von Belang.
- Freigabe ab und Freigabe bis: Zeitraum, in dem die Teilnehmenden ihre Freigabe erteilen oder zurückziehen können. Außerhalb davon bleibt der Stand, wie er ist.
- Anzahl hochladbarer Dateien und Maximale Dateigröße: Begrenzen den direkten Upload. Unter Akzeptierte Dateitypen schränken Sie zusätzlich auf bestimmte Formate ein, etwa nur PDF.
- Freigabe durch Gruppe: Bei Gruppenabgaben. Erforderlich von mindestens EINEM Gruppenmitglied genügt für eine schnelle Veröffentlichung, Erforderlich von ALLEN Gruppenmitgliedern ist die respektvollere Einstellung.
- Benachrichtigungen: Benachrichtigungen zu abgegebenen oder importierten Dateien und Benachrichtigungen über Änderungen des Veröffentlichungsstatus lassen sich getrennt an Trainer/innen, an Teilnehmende oder an beide schicken.
Tipps
- Lassen Sie beide Freigaben auf Erforderlich. Das ist ein Klick mehr und erspart das Gespräch darüber, warum ein Text plötzlich im Kurs steht.
- Veröffentlichen Sie nicht alles, sondern eine Auswahl, die etwas zeigt: zwei gelungene Lösungen und eine, die einen anderen Weg geht. Vollständigkeit hilft beim Lernen nicht.
- Der Studierendenordner ist kein Bewertungswerkzeug. Bewertet wird in der Aufgabe. Hier geht es darum, voneinander zu lernen.
Wiki
Mit der Aktivität Wiki erstellen Teilnehmende gemeinsam verknüpfte Seiten, für Gruppenarbeiten, Materialsammlungen oder ein fortlaufend gepflegtes Nachschlagewerk.
Wiki anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Wiki auswählen.
- Name des Wikis eingeben und unter Beschreibung die Aufgabenstellung formulieren.
- Unter Wikimodus die Variante wählen (siehe unten).
- Unter Name der Startseite einen Titel für die erste Seite eintragen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Achtung: Wikimodus und Name der Startseite lassen sich nach dem ersten Speichern nicht mehr ändern. Legen Sie beides vorher fest.
Wikimodus
| Modus | Bedeutung |
|---|---|
| Gemeinsames Wiki | Alle arbeiten an denselben Seiten. Der Normalfall für Gruppenarbeit. |
| Persönliches Wiki | Jede Person erhält ein eigenes Wiki, das nur sie bearbeiten kann. Geeignet für Lerntagebücher oder Portfolios. |
Seiten schreiben und verknüpfen
- Wiki im Kurs anklicken. Beim ersten Aufruf erscheint das Formular für die Startseite. Auf Seite erstellen klicken.
- Inhalt eingeben und mit Speichern abschließen.
- Für eine neue Seite im Text den Titel in doppelte eckige Klammern setzen, z. B. [[Quellenverzeichnis]], und speichern.
- Der Begriff erscheint nun rot. Klicken Sie darauf, um die Seite anzulegen.
Die Reiter im Wiki
- Anzeigen: Die fertige Seite, wie alle sie sehen.
- Bearbeiten: Der Editor für die aktuelle Seite.
- Kommentare: Rückmeldungen zur Seite, ohne den Inhalt selbst zu verändern.
- Verlauf: Alle Versionen mit Datum und Verfasserin bzw. Verfasser. Zwei Versionen lassen sich vergleichen und ältere Stände wiederherstellen.
- Spezialseiten: Übersichten wie verwaiste Seiten oder eine Liste aller Seiten.
- Dateien: Sammlung der im Wiki hochgeladenen Dateien.
Wichtige Einstellungen
- Standardformat: HTML bietet den gewohnten Editor mit Symbolleiste und ist für die meisten Gruppen die richtige Wahl. Creole und NWiki nutzen eine Textauszeichnung mit Sonderzeichen.
- Format festlegen: Verhindert, dass Teilnehmende beim Bearbeiten ein anderes Format wählen.
- Gruppenmodus (im Abschnitt Weitere Einstellungen): In Verbindung mit Gemeinsames Wiki bekommt jede Gruppe ihr eigenes Wiki.
Tipps
- Legen Sie die Struktur vor: Schreiben Sie auf der Startseite bereits die geplanten Unterseiten als Links in doppelten eckigen Klammern. Das gibt der Gruppe eine Gliederung vor.
- Der Verlauf zeigt, wer was beigetragen hat, hilfreich, wenn Sie Gruppenarbeit bewerten wollen.
- Weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass beim Wiki alle den Text der anderen ändern dürfen. Ohne Absprache führt das schnell zu Frust.
Kommunizieren
BigBlueButton: anlegen und konfigurieren
Mit der Aktivität BigBlueButton halten Sie eine Videokonferenz aus dem Kurs heraus. Alle Beteiligten klicken im Kurs auf die Aktivität und landen im selben Raum, ohne ein Programm zu installieren und ohne einen Zugangscode weiterzugeben.
Diese Seite behandelt das Anlegen des Raums in Moodle. Wie eine laufende Konferenz bedient wird, steht auf der Seite BigBlueButton: Konferenz durchführen.
BigBlueButton anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten BigBlueButton auswählen.
- Unter Name des Meetings eine Bezeichnung eingeben.
- Mit Speichern und zum Kurs abschließen.
Der Raum steht damit bereit. Er wird nicht dauerhaft vorgehalten, sondern erst in dem Moment aufgebaut, in dem die erste Person teilnimmt, und wieder abgebaut, wenn die letzte ihn verlässt.
Instanztyp
Das erste Feld des Formulars entscheidet darüber, woraus die Aktivität überhaupt besteht. Es hat drei Werte.
| Instanztyp | Was die Aktivität enthält |
|---|---|
| Meeting mit Aufzeichnungen | Der Raum und darunter die Liste der Aufzeichnungen. Die Voreinstellung und für den Regelfall die richtige Wahl. |
| Nur Meeting | Nur der Raum, ohne Aufzeichnungsliste. Passend, wenn ohnehin nicht mitgeschnitten wird. |
| Nur Aufzeichnungen | Nur die Liste, ohne Schaltfläche zum Teilnehmen. Damit stellen Sie nach einer Reihe von Terminen die Mitschnitte bereit, ohne dass jemand den Raum erneut betritt. |
Meeting-Einstellungen
Der Abschnitt Meeting-Einstellungen legt fest, was die Teilnehmenden beim Eintreten vorfinden.
- Begrüßungstext: Erscheint im Chat, sobald jemand den Raum betritt. Bleibt das Feld leer, zeigt Moodle einen allgemeinen Standardtext.
- Warten auf Moderator/in: Zuschauer/innen kommen erst in den Raum, wenn eine moderierende Person da ist. Vorher steht auf der Aktivitätsseite Sie können teilnehmen, wenn Moderator/innen beigetreten sind.
- Das Meeting kann aufgezeichnet werden: Blendet im Raum die Schaltfläche Aufzeichnung starten ein. Ohne diesen Haken lässt sich nichts mitschneiden.
Hinweis: Warten auf Moderator/in ist mehr als eine Höflichkeit. Ohne diesen Haken können Teilnehmende den Raum in Ihrer Abwesenheit betreten und untereinander sprechen, auch außerhalb der vereinbarten Zeit.
Aufzeichnungen
Ein Mitschnitt liegt nach dem Ende der Konferenz auf dem Konferenzserver und erscheint auf der Aktivitätsseite in der Liste Aufzeichnungen. Bis er dort auftaucht, vergeht je nach Länge einige Zeit, weil der Server ihn erst aufbereitet.
Achtung: Eine Aufzeichnung erfasst Bild, Ton, Chat und geteilte Notizen aller Anwesenden. Sie brauchen dafür eine Rechtsgrundlage, in der Schule in aller Regel die Einwilligung der Betroffenen und bei Minderjährigen die der Erziehungsberechtigten. Holen Sie sie vor dem Termin ein, nicht während der Konferenz, und sagen Sie zu Beginn an, dass aufgezeichnet wird. Wer nicht einwilligt, muss ohne Nachteil teilnehmen können, etwa mit ausgeschalteter Kamera.
Der Haken im Formular erlaubt das Aufzeichnen, er startet es nicht. Der Mitschnitt beginnt erst, wenn im Raum jemand auf Aufzeichnung starten klickt, und lässt sich dort auch wieder anhalten. Eine Konferenz kann so aus mehreren Abschnitten bestehen, zwischen denen nichts festgehalten wird.
Einstellungen sperren
Unter Einstellungen sperren schalten Sie einzelne Werkzeuge für die Zuschauer/innen von vornherein ab. Die Sperren gelten nur für sie, nicht für Moderator/innen, und lassen sich im Raum jederzeit wieder lösen.
- Webcams deaktivieren und Mikrofone deaktivieren: Die Teilnehmenden hören und sehen, geben aber selbst nichts. Für einen Vortrag vor großer Runde sinnvoll, für Unterricht selten.
- Private Chats deaktivieren: Es bleibt nur der öffentliche Chat, den alle mitlesen. Das Schreiben an Moderator/innen bleibt erlaubt.
- Öffentlichen Chat deaktivieren: Nimmt den Rückkanal für alle, die gerade nicht sprechen. Gut überlegen.
- Geteilte Notizen deaktivieren: Das gemeinsame Textfeld lässt sich dann nur lesen.
- Teilnahmeliste verbergen: Zuschauer/innen sehen die übrigen Namen nicht mehr, nur noch die Moderation.
Wer moderiert und wer zuschaut
In der oberen Zeile wählen Sie links, für wen die Regel gilt, und rechts, als was diese Personen beitreten. Ein Klick auf Hinzufügen setzt die Regel in die Liste darunter.
| Auswahl links | Wen die Regel trifft |
|---|---|
| Alle eingeschriebenen Teilnehmer/innen | Jede Person im Kurs. Diese Regel ist ab Werk vorhanden und steht auf Zuschauer/in. |
| Rolle | Alle mit einer bestimmten Moodle-Rolle im Kurs, etwa alle Trainer/innen. |
| Nutzer/in | Eine namentlich ausgewählte Person. |
Die Regeln werden von oben nach unten abgearbeitet, die genauere gewinnt. Steht oben Alle eingeschriebenen Teilnehmer/innen beitreten als Zuschauer/in und darunter Nutzer/in Ayla Demir beitritt als Moderator/in, dann moderiert Ayla Demir und alle übrigen schauen zu.
Hinweis: Vergeben Sie eine zweite Moderation, wenn Sie selbst präsentieren wollen. Wer vorträgt, sieht die aufgehenden Hände und den Chat nur nebenbei.
Zeitplan
Unter Zeitplan tragen Sie mit Meeting beginnt und Meeting schließt ein Zeitfenster ein. Beide Felder sind einzeln abschaltbar und ab Werk leer, der Raum steht dann jederzeit offen.
Vor dem eingetragenen Beginn steht auf der Aktivitätsseite Das Meeting hat noch nicht begonnen samt Termin, danach Die Aktivität ist vorbei. Der Zeitplan sperrt also den Zugang, er erinnert nicht an den Termin. Beide Angaben landen zusätzlich im Kurskalender.
Was im Kurs zu sehen ist
Im Kursabschnitt steht die Aktivität als gewöhnliche Zeile mit ihrem Namen. Ein Klick darauf führt zur Aktivitätsseite mit der Beschreibung, dem Stand des Raums und der Schaltfläche Teilnehmen.
Die Schaltfläche öffnet den Raum in einem neuen Fenster. Der Kurs bleibt daneben stehen, was praktisch ist, wenn Sie während der Konferenz noch etwas im Kurs zeigen wollen.
Wichtige Einstellungen
- Instanztyp: Entscheidet, ob die Aktivität einen Raum, eine Aufzeichnungsliste oder beides enthält.
- Meeting-Einstellungen: Warten auf Moderator/in hält den Raum bis zu Ihrem Eintreffen zu, Das Meeting kann aufgezeichnet werden blendet die Aufnahmetaste ein.
- Einstellungen sperren: Nimmt den Zuschauer/innen einzelne Werkzeuge, von der Kamera bis zur Teilnahmeliste.
- Zugewiesene Rolle im Meeting: Bestimmt, wer als Moderator/in und wer als Zuschauer/in beitritt.
- Zeitplan: Begrenzt, wann der Raum offen steht, und schreibt den Termin in den Kurskalender.
- Gruppenmodus: Bei getrennten oder sichtbaren Gruppen bekommt jede Gruppe einen eigenen Raum. Auf der Aktivitätsseite wählen Sie vor dem Beitreten aus, welchen Sie betreten.
Tipps
- Legen Sie eine einzige Aktivität für die ganze Reihe an, statt für jeden Termin eine neue. Der Raum ist derselbe, die Aufzeichnungen sammeln sich an einer Stelle, und niemand sucht den richtigen Link.
- Betreten Sie den Raum ein paar Minuten vor dem Termin. Der erste Aufbau dauert einen Moment, und mit Warten auf Moderator/in kommt vorher ohnehin niemand hinein.
- Schreiben Sie in die Beschreibung, was mitzubringen ist: Kopfhörer gegen Rückkopplungen und, falls Sie es erwarten, eine eingeschaltete Kamera. Nach Beginn der Konferenz liest das niemand mehr.
BigBlueButton: Konferenz durchführen
Der Konferenzraum von BigBlueButton läuft im Browser und gehört nicht mehr zu Moodle. Diese Seite beschreibt, was Sie darin tun, vom Beitreten über Präsentation und Gruppenräume bis zur Frage, woran es liegt, wenn niemand Sie hört.
Wie der Raum angelegt und eingestellt wird, steht auf der Seite BigBlueButton: anlegen und konfigurieren.
Den Raum betreten
- Im Kurs die Aktivität öffnen und auf Teilnehmen klicken. Der Raum geht in einem neuen Fenster auf.
- Der Browser fragt nach dem Zugriff auf das Mikrofon. Diese Frage mit Zulassen beantworten, sonst bleiben Sie stumm.
- Im Fenster Audio-Einstellungen unter Mikrofon und Lautsprecher die richtigen Geräte auswählen.
- In das Mikrofon sprechen. Der Balken Lautstärke muss dabei ausschlagen.
- Mit Audio starten in den Raum gehen.
Dieses Fenster ist die einzige Stelle, an der Sie Ihren Ton vor allen anderen prüfen können. Nehmen Sie sich die zehn Sekunden. Später im Raum lässt es sich zwar über das Mikrofonsymbol wieder öffnen, dann hören aber alle mit.
Der Raum im Überblick
Links stehen untereinander Nachrichten mit dem Gemeinsamen Chat, Notizen mit den Geteilten Notizen und darunter die Liste Teilnehmer. Daneben liegt der geöffnete Chat, in der Mitte die Präsentation, am unteren Rand die Bedienleiste.
Oben stehen der Name des Meetings, die Schaltfläche Aufzeichnung starten und rechts die Symbole für die Verbindungsqualität, das Verlassen der Konferenz und die weiteren Optionen.
Die drei Rollen
Wer was darf, hängt an der Rolle im Raum. Moderation und Präsentation sind zwei verschiedene Dinge, die nur meistens dieselbe Person hat.
| Rolle | Was sie darf |
|---|---|
| Moderator/in | Teilnehmende stummschalten, entfernen und befördern, Rechte einschränken, Gruppenräume anlegen, aufzeichnen und die Konferenz beenden. Erkennbar am eckigen Namensfeld in der Liste. |
| Präsentator/in | Bestimmt, was in der Mitte zu sehen ist: Folien, Bildschirm, Umfrage, Video. Es gibt immer genau eine präsentierende Person. |
| Zuschauer/in | Sprechen, Kamera einschalten, chatten, Hand heben und reagieren. Die Bedienleiste ist kürzer, Aufnahme und Verwaltung fehlen. |
Ein Klick auf einen Namen in der Teilnehmerliste öffnet das Menü zu dieser Person. Als Moderator/in finden Sie dort Privaten Chat starten, Präsentationsrechte geben, Moderationsrechte vergeben, Zugriff auf Whiteboard erlauben und Teilnehmer entfernen.
Mikrofon, Kamera und Bildschirm
In der Mitte der unteren Leiste liegen die drei Schaltflächen, mit denen Sie sich einbringen.
- Audio starten und Audio beenden: Das Mikrofonsymbol schaltet stumm und wieder laut. Der kleine Pfeil daneben öffnet die Audio-Einstellungen, wenn Sie das Gerät wechseln müssen.
- Webcam freigeben: Öffnet ein Vorschaufenster. Erst mit Freigabe starten sehen die anderen Ihr Bild.
- Bildschirm freigeben: Nur für die präsentierende Person. Der Browser fragt, ob ein einzelnes Fenster, ein Tab oder der ganze Bildschirm geteilt wird.
Achtung: Beim Teilen des ganzen Bildschirms sehen alle jede Benachrichtigung, die aufpoppt, und jeden Dateinamen auf dem Schreibtisch. Teilen Sie im Zweifel nur das eine Fenster, das gezeigt werden soll.
Rechts daneben liegen Reaktionen für ein kurzes Zeichen ohne Wortmeldung und Hand heben. Eine gehobene Hand erscheint in der Teilnehmerliste und bleibt dort stehen, bis sie gesenkt wird.
Chat und geteilte Notizen
Der Gemeinsame Chat ist für alle sichtbar. Über die drei Punkte am Kopf des Chats stehen Speichern, Kopieren und Löschen bereit. Löschen entfernt den Verlauf für alle und ist nicht rückgängig zu machen.
Einen privaten Chat starten Sie über den Namen in der Teilnehmerliste. Er erscheint danach unter Nachrichten als eigener Eintrag neben dem gemeinsamen Chat.
Hinweis: Private Chats sind für Sie nicht einsehbar und werden in der Aufzeichnung nicht festgehalten. Wenn das im Unterricht stört, schalten Sie sie beim Anlegen der Aktivität unter Einstellungen sperren ab.
Die Geteilten Notizen sind ein Textfeld, in dem alle gleichzeitig schreiben. Der Inhalt lässt sich als HTML-, Text- oder ODF-Datei herunterladen. Für ein gemeinsames Protokoll reicht das. Beachten Sie, dass die Notizen mit dem Ende der Konferenz verloren sind, wenn sie niemand herunterlädt.
Was Sie in den Raum bringen
Das blaue Pluszeichen unten links öffnet das Menü Aktionen. Es gibt es nur für die präsentierende Person.
- Präsentationen hochladen/verwalten: Nimmt PDF- und Office-Dateien an und rechnet sie in Folien um. Der Vorgang dauert bei großen Dateien einen Moment. Mehrere Präsentationen können nebeneinander liegen, angezeigt wird die ausgewählte.
- Quiz/Umfrage starten: Eine kurze Frage an alle, wahlweise mit vorgegebenen Antworten oder als freie Eingabe. Das Ergebnis erscheint sofort und lässt sich auf die Folie legen.
- Externes Video teilen: Spielt ein Video über eine eingefügte Adresse für alle gleichzeitig ab, mit gemeinsamer Steuerung. Besser als das Video über die Bildschirmfreigabe zu zeigen, dabei ruckelt es und der Ton fehlt oft.
- Kurzzeitwecker/Stoppuhr aktivieren: Ein sichtbarer Zeitgeber für Still- und Gruppenarbeit.
- Kamera als Inhalt teilen: Legt ein Kamerabild in die Mitte statt in die kleine Kachel, etwa für eine Dokumentenkamera.
Hinweis: Laden Sie Ihre Folien vor dem Termin hoch. Die Umrechnung in Folien braucht Zeit, und in dieser Zeit warten alle.
Teilnehmende verwalten und Gruppenräume
Das Zahnrad über der Teilnehmerliste öffnet die Verwaltung. Sie steht nur Moderator/innen offen.
- Alle stumm schalten bis auf die Person die präsentiert: Der schnellste Griff, wenn es im Raum unruhig wird. Alle können sich einzeln wieder laut schalten.
- Automatische Stummschaltung neuer Teilnehmer: Wer später dazukommt, tritt stumm ein und unterbricht nicht.
- Rechte der Zuschauenden einschränken: Dieselben Sperren wie im Moodle-Formular, hier für den laufenden Raum.
- Gruppenräume erstellen: Teilt die Anwesenden auf mehrere Nebenräume auf. Sie legen die Zahl der Räume und die Dauer fest, verteilen die Namen selbst oder lassen zufällig zuordnen und können die Wahl auch den Teilnehmenden überlassen. Nach Ablauf der Zeit kommen alle in den Hauptraum zurück.
Achtung: Gruppenräume werden nicht aufgezeichnet, und was dort im Chat steht, ist nach dem Schließen weg. Ergebnisse gehören also in die geteilten Notizen des Hauptraums oder in eine Moodle-Aktivität.
Aufzeichnen
Ist beim Anlegen Das Meeting kann aufgezeichnet werden gesetzt, steht oben die Schaltfläche Aufzeichnung starten. Ein Klick beginnt den Mitschnitt, ein weiterer hält ihn an. Der laufende Mitschnitt ist an einem roten Punkt und der mitlaufenden Zeit zu erkennen.
Sagen Sie den Beginn an, bevor Sie klicken. Nach dem Ende der Konferenz bereitet der Server die Aufzeichnung auf und stellt sie auf der Aktivitätsseite unter Aufzeichnungen bereit. Das dauert in der Regel länger als die Konferenz selbst gedauert hat.
Wenn niemand Sie hört
Tonprobleme sind der häufigste Grund, warum eine Konferenz nicht in Gang kommt. Gehen Sie die Punkte in dieser Reihenfolge durch, sie ist nach Häufigkeit sortiert.
- Sind Sie stumm geschaltet? Das Mikrofonsymbol in der Bedienleiste ist dann durchgestrichen. Ein Klick darauf schaltet es an.
- Hat das Gerät selbst einen Schalter? Viele Headsets haben eine Stummtaste am Kabel, manche Laptops eine Taste mit Leuchtpunkt.
- Steckt es und ist es das richtige Gerät? Öffnen Sie über den Pfeil neben dem Mikrofonsymbol die Audio-Einstellungen und prüfen Sie, was unter Mikrofon ausgewählt ist. Nach dem Einstecken eines Headsets bleibt oft das eingebaute Mikrofon eingestellt.
- Schlägt der Balken aus? Sprechen Sie in das Gerät und sehen Sie auf Lautstärke. Bewegt sich nichts, kommt kein Ton am Browser an, und die Ursache liegt außerhalb von BigBlueButton.
- Kennt das Betriebssystem das Gerät? Prüfen Sie in den Systemeinstellungen unter Ton, ob das Mikrofon aufgeführt ist und ausschlägt. Wenn nicht, hilft ein anderer Anschluss oder ein Neustart.
- Darf der Browser auf das Mikrofon zugreifen? Unter Windows und macOS gibt es dafür eine eigene Freigabe in den Datenschutzeinstellungen des Systems. Fehlt sie, bleibt es still, obwohl das Gerät funktioniert.
- Darf diese Seite auf das Mikrofon zugreifen? Links in der Adresszeile sitzt ein Symbol, das die Berechtigungen der Seite zeigt. Ein einmal gegebenes Blockieren merkt sich der Browser dauerhaft.
- Hört die Gegenseite überhaupt etwas? Wenn nur eine Person Sie nicht hört, liegt es an deren Lautsprecher. Fragen Sie im Chat nach, das klärt sich in zwei Sätzen.
Für den umgekehrten Fall, dass Sie niemanden hören, gilt dieselbe Liste mit Lautsprecher statt Mikrofon. Der Link Lautsprecher testen in den Audio-Einstellungen spielt einen Ton ab.
Hinweis: Pfeifen und Echo entstehen fast immer dadurch, dass jemand ohne Kopfhörer teilnimmt und sein Mikrofon den eigenen Lautsprecher aufnimmt. Kopfhörer lösen das Problem vollständig, das Herunterdrehen der Lautstärke nur halb.
Tipps
- Bitten Sie in der ersten Sitzung alle, zehn Minuten früher zu kommen. Sie machen die Tonprobleme einmal gemeinsam und danach nicht wieder.
- Setzen Sie sich mit dem Licht vor sich statt hinter sich. Ein Fenster im Rücken macht aus jedem Gesicht einen Schatten. Ein ruhiger Bildausschnitt mit Kopf und Schultern reicht, das halbe Zimmer muss nicht mit ins Bild.
- Beenden Sie die Konferenz ausdrücklich über Konferenz für alle beenden. Verlassen Sie den Raum nur, bleibt er offen, und die Teilnehmenden reden ohne Sie weiter.
Forum
Mit der Aktivität Forum tauschen sich Lehrende und Teilnehmende zeitversetzt schriftlich aus, z. B. für Fragen zum Kurs, Diskussionen zu einem Thema oder Ankündigungen.
Forum anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Forum auswählen.
- Forumsname eingeben, bei Bedarf eine Beschreibung ergänzen.
- Unter Forumstyp die passende Variante wählen (siehe unten).
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Forumstypen
| Forumstyp | Verwendung |
|---|---|
| Diskussion zu einzelnem Thema | Ein vorgegebenes Thema, alle antworten darauf. Neue Themen sind nicht möglich. |
| Frage-Antwort-Forum | Teilnehmende sehen fremde Beiträge erst, wenn sie selbst geantwortet haben. |
| Jede Person darf genau ein Thema anlegen | Jede Person startet ein eigenes Thema, z. B. zur Vorstellung oder für Arbeitsergebnisse. |
| Standardforum | Standardfall: Alle dürfen beliebig viele Themen starten und auf alle Beiträge antworten. |
| Standardforum in blog-ähnlicher Anzeige | Wie das Standardforum, der erste Beitrag eines Themas wird jedoch vollständig angezeigt. |
Beitrag schreiben
- Forum im Kurs anklicken.
- Neues Thema hinzufügen wählen oder ein vorhandenes Thema öffnen und auf Antworten klicken.
- Betreff und Mitteilung eingeben.
- Auf Beitrag absenden klicken.
Hinweis: Nach dem Absenden bleiben Beiträge 30 Minuten lang bearbeitbar. Erst danach werden sie an die Abonnent/innen verschickt.
Wichtige Einstellungen
- Anhänge und Wortzahl: Maximale Dateigröße und Anhänge (max.) festlegen.
- Abonnement und Tracking: Über Abonnement steuern Sie, wer Benachrichtigungen erhält. Verpflichtend eignet sich für Ankündigungen, Optional für normale Diskussionen.
- Themensperrung: Über Themen bei zu langer Inaktivität sperren Themen ohne Aktivität nach einer festgelegten Zahl von Tagen automatisch schließen.
- Nutzer/innen sperren: begrenzt über Sperrdauer und Nutzer/innen sperren, wie viele Beiträge eine Person in einem Zeitraum schreiben darf.
- Bewertung des gesamten Forums: Beiträge lassen sich bewerten und in die Bewertungsübersicht des Kurses übernehmen.
Tipps
- Legen Sie in jedem Kurs ein offenes Frageforum an. Das reduziert E-Mail-Anfragen.
- Formulieren Sie in der Beschreibung kurz die Regeln (Umgangston, Antwortzeiten).
- Für reine Mitteilungen an den Kurs nutzen Sie das automatisch vorhandene Forum Ankündigungen.
Material bereitstellen
Buch
Mit dem Arbeitsmaterial Buch stellen Sie längere Inhalte auf mehreren Seiten bereit, gegliedert in Kapitel und Unterkapitel, statt alles in eine einzige, endlos lange Textseite zu packen. Für einen kurzen Text genügt weiterhin die Textseite. Sollen Teilnehmende selbst schreiben, nehmen Sie ein Wiki.
Buch anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Arbeitsmaterial Buch auswählen.
- Name eingeben. Dieser Text erscheint als Link auf der Kursseite.
- Im Abschnitt Darstellung die Kapitelgliederung wählen (siehe unten).
- Mit Speichern und anzeigen abschließen. Moodle öffnet sofort das Formular für das erste Kapitel. Ein Buch ohne Kapitel gibt es nicht.
Kapitel anlegen und verwalten
- Überschrift für das Kapitel eingeben.
- Bei einem untergeordneten Kapitel Unterkapitel ankreuzen. Beim allerersten Kapitel ist das Feld gesperrt: Nur verfügbar, sobald das erste Kapitel angelegt ist.
- Im Feld Inhalte den Text schreiben, mit Bildern, Tabellen und eingebetteten Videos wie in jedem Moodle-Editor.
- Mit Änderungen speichern abschließen.
Alle weiteren Kapitel entstehen über das Inhaltsverzeichnis, das rechts neben dem Buch steht. Schalten Sie dafür Bearbeiten ein. Dann erscheinen hinter jedem Eintrag Symbole:
- Plus: Fügt ein Kapitel hinter dem angeklickten Eintrag ein.
- Stift: Öffnet das Kapitel zum Bearbeiten.
- Auge: Verbirgt das Kapitel oder zeigt es wieder an. Verborgene Kapitel bleiben für Sie sichtbar, aber ausgegraut.
- Pfeile: Verschieben das Kapitel nach oben oder unten. Die Nummerierung passt Moodle automatisch an.
- Papierkorb: Löscht das Kapitel.
Hinweis: Ein Buch kennt genau zwei Ebenen: Kapitel und Unterkapitel. Ein Unterkapitel lässt sich nicht noch einmal unterteilen. Wer feiner gliedern muss, arbeitet innerhalb des Kapiteltextes mit Überschriften aus dem Editor.
Achtung: Wird ein Kapitel gelöscht oder verborgen, trifft das seine Unterkapitel mit. Moodle fragt vor dem Löschen nach und nennt die Zahl der betroffenen Unterkapitel. Rückgängig machen lässt sich der Schritt danach nicht.
Kapitelgliederung
Die Einstellung Kapitelgliederung im Abschnitt Darstellung bestimmt, wie Moodle die Überschriften im Inhaltsverzeichnis und über dem Kapiteltext auszeichnet:
| Option | Wirkung |
|---|---|
| Keine | Keine automatische Nummerierung. Sinnvoll, wenn Sie eigene Zählungen wie „A“, „A.1“ in die Überschriften schreiben. |
| Zahlen | Durchnummeriert als 1, 1.1, 1.2, 2 … Der übersichtlichste Fall für Skripte und Handreichungen. |
| Punkte | Unterkapitel werden eingerückt und mit einem Punkt markiert. |
| Eingerückt | Unterkapitel werden nur eingerückt, ohne Zeichen davor. |
Sicht der Teilnehmenden
- Ein Klick auf den Namen im Kurs öffnet das erste sichtbare Kapitel, nicht eine Übersicht.
- Das Inhaltsverzeichnis steht in der Blockleiste rechts. Auf schmalen Bildschirmen wird es über die Schaltfläche am rechten Rand eingeblendet.
- Über dem Kapiteltext blättern zwei Pfeilschaltflächen zum vorherigen und nächsten Kapitel.
- Verborgene Kapitel fehlen im Inhaltsverzeichnis vollständig. Für Teilnehmende ist nicht erkennbar, dass es sie gibt.
- Menü Mehr → Buch drucken bzw. Kapitel drucken öffnet eine Druckansicht in einem neuen Fenster. Das dürfen Teilnehmende ebenfalls und erzeugen darüber ihr eigenes PDF.
Wichtige Einstellungen
- Kapitelgliederung: Die einzige gestalterische Entscheidung des Formulars. Sie lässt sich jederzeit ändern, ohne dass Inhalte verloren gehen.
- Eigene Überschriften: Ist die Option aktiv, erscheint die Überschrift nur im Inhaltsverzeichnis. Über dem Kapiteltext setzt Moodle dann keine Überschrift mehr. Sie schreiben sie selbst in das Feld Inhalte und dürfen dort ausführlicher formulieren.
- Beschreibung im Kurs zeigen: Stellt die Beschreibung direkt unter den Link auf der Kursseite, nützlich, um anzukündigen, was im Buch steht.
- Verfügbarkeit (im Abschnitt Weitere Einstellungen): Ein Buch entsteht selten in einem Zug. Setzen Sie es auf Für Teilnehmer/innen verborgen, solange Sie an den Kapiteln arbeiten.
Tipps
- Legen Sie zuerst alle Kapitel mit ihren Überschriften und einer Zeile Platzhaltertext an. Sie sehen die Gliederung dann im Inhaltsverzeichnis und füllen die Kapitel in beliebiger Reihenfolge.
- Bestehende HTML-Seiten übernehmen Sie über Menü Mehr → Kapitel importieren: eine ZIP-Datei mit allen HTML- und Bilddateien hochladen. Dateinamen, die auf
_subenden, werden zu Unterkapiteln. - Ein Buch merkt sich nicht, wo jemand aufgehört hat. Bei umfangreichen Büchern hilft ein erstes Kapitel „Überblick“, das den Aufbau erklärt.
Datei
Mit dem Arbeitsmaterial Datei stellen Sie eine einzelne Datei im Kurs bereit, z. B. ein PDF-Skript, eine Präsentation oder ein Arbeitsblatt.
Datei anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Arbeitsmaterial Datei auswählen.
- Name eingeben. Dieser Text erscheint als Link auf der Kursseite.
- Unter Dateien auswählen die Datei per Maus in das Feld ziehen oder über das Dateiauswahl-Symbol hochladen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Schneller geht es per Drag-and-drop: Ziehen Sie die Datei bei eingeschaltetem Bearbeiten-Modus direkt aus dem Dateimanager auf die Kursseite. Moodle legt das Material automatisch an und übernimmt den Dateinamen.
Anzeigeverhalten
Die Einstellung Anzeigen im Abschnitt Darstellung steuert, was beim Klick passiert:
| Option | Wirkung |
|---|---|
| Automatisch | Moodle entscheidet anhand des Dateityps. Der Standardfall. |
| Einbetten | Die Datei erscheint innerhalb der Moodle-Seite, umgeben von der Kursnavigation. |
| Öffnen | Die Datei wird direkt im Browserfenster angezeigt, ohne Moodle-Rahmen. |
| Download erzwingen | Es öffnet sich sofort der Speichern-Dialog. |
| Als Popup-Fenster | Die Datei öffnet sich in einem neuen Fenster. |
Wichtige Einstellungen
- Beschreibung im Kurs zeigen: Blendet die Beschreibung direkt unter dem Link auf der Kursseite ein, praktisch für einen Hinweis wie „Stand: März 2026“.
- Größe anzeigen und Typ anzeigen: Zeigen Dateigröße und Format neben dem Link. Bei großen Dateien ein hilfreicher Hinweis.
- Datum anzeigen: Macht den Zeitpunkt der letzten Änderung sichtbar.
Datei austauschen
- Menü Bearbeiten an der Datei → Einstellungen bearbeiten.
- Unter Dateien auswählen die alte Datei anklicken und Löschen wählen.
- Die neue Datei hochladen und speichern.
Der Link auf der Kursseite bleibt dabei bestehen. Verweise aus anderen Kursbereichen funktionieren weiter.
Tipps
- Geben Sie dem Material einen sprechenden Namen („Skript Kapitel 3“) statt des Dateinamens („skript_k3_v2_final.pdf“).
- Aktivieren Sie Größe anzeigen bei Dateien über 5 MB. Das erspart Rückfragen von Teilnehmenden mit langsamer Verbindung.
- Für mehrere zusammengehörige Dateien nutzen Sie das Arbeitsmaterial Verzeichnis statt vieler einzelner Einträge.
Link / URL
Mit dem Arbeitsmaterial Link/URL verweisen Sie auf eine Webseite außerhalb von Moodle, z. B. auf ein Video, ein Online-Werkzeug oder eine Fachdatenbank.
Link anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Arbeitsmaterial Link/URL auswählen.
- Name eingeben. Dieser Text erscheint als Link auf der Kursseite.
- Unter Externe URL die vollständige Adresse einfügen, einschließlich https://.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Schneller geht es per Drag-and-drop: Ziehen Sie einen Link bei eingeschaltetem Bearbeiten-Modus direkt aus der Adresszeile Ihres Browsers auf die Kursseite.
Anzeigeverhalten
Die Einstellung Anzeigen im Abschnitt Darstellung steuert, wie die Seite geöffnet wird:
| Option | Wirkung |
|---|---|
| Automatisch | Moodle entscheidet selbst. Der Standardfall. |
| Einbetten | Die Seite erscheint innerhalb der Moodle-Seite, umgeben von der Kursnavigation. |
| Öffnen | Die Seite ersetzt die Moodle-Ansicht im selben Tab. |
| Als Popup-Fenster | Die Seite öffnet sich in einem neuen Fenster. |
Achtung: Einbetten funktioniert nicht bei allen Seiten. Viele Anbieter verbieten die Anzeige im Rahmen fremder Seiten, dann bleibt der Bereich leer. Prüfen Sie das Ergebnis nach dem Speichern und weichen Sie im Zweifel auf Als Popup-Fenster aus.
Wichtige Einstellungen
- Beschreibung im Kurs zeigen: Blendet die Beschreibung direkt unter dem Link auf der Kursseite ein.
- Beschreibung anzeigen: Zeigt die Beschreibung zusätzlich oberhalb der eingebetteten Seite.
- Popup-Breite und Popup-Höhe: Nur relevant, wenn Als Popup-Fenster gewählt ist.
Tipps
- Nutzen Sie einen aussagekräftigen Namen statt der nackten Adresse. „Statistisches Landesamt: Bildungsdaten“ liest sich besser als die URL.
- Ergänzen Sie in der Beschreibung, was Teilnehmende dort tun sollen. Ein Link ohne Arbeitsauftrag wird selten angeklickt.
- Prüfen Sie Links zu Beginn jedes Schuljahres. Externe Adressen ändern sich häufiger als gedacht.
Text-/Medienfeld
Mit dem Arbeitsmaterial Text- und Medienfeld platzieren Sie Text, Bilder oder Videos direkt auf der Kursseite, ohne dass Teilnehmende etwas anklicken müssen. Es dient vor allem der Gliederung.
Text- und Medienfeld anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Arbeitsmaterial Text- und Medienfeld auswählen.
- Im Feld Text den Inhalt eingeben.
- Mit Speichern und zum Kurs abschließen.
Besonderheit: Das Text- und Medienfeld hat keinen Namen und keinen eigenen Link. Der komplette Inhalt steht direkt auf der Kursseite. Das Feld Titel im Kursindex ist optional und legt nur fest, unter welcher Bezeichnung das Feld im Kursindex links erscheint.
Typische Einsätze
- Zwischenüberschrift: Gliedert einen langen Abschnitt in Teilbereiche, z. B. „Pflichtlektüre“ und „Zur Vertiefung“.
- Kurzer Hinweis: Ein Satz Kontext vor einer Gruppe von Materialien.
- Bild oder Video: Ein Einstiegsbild oder ein kurzes Erklärvideo direkt sichtbar auf der Kursseite.
- Optische Trennung: Eine horizontale Linie aus dem Editor trennt Themenblöcke voneinander.
Tipps
- Halten Sie den Inhalt kurz. Alles, was länger als wenige Zeilen ist, gehört auf eine Textseite. Sonst wird die Kursseite unübersichtlich.
- Nutzen Sie für Zwischenüberschriften das Format-Auswahlmenü des Editors statt fett formatiertem Text. Screenreader können echte Überschriften vorlesen und ansteuern.
- Vergeben Sie einen Titel im Kursindex, wenn Ihr Kurs lang ist. So lässt sich der Abschnitt über die Navigation links direkt anspringen.
- Setzen Sie Text- und Medienfelder sparsam ein. Zu viele davon machen die Kursseite ebenso unübersichtlich wie zu wenige.
Textseite
Mit dem Arbeitsmaterial Textseite erstellen Sie eine Seite direkt in Moodle, mit Text, Bildern, Tabellen und eingebetteten Videos. Ideal für Einführungen, Arbeitsaufträge oder Materialsammlungen.
Textseite anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Arbeitsmaterial Textseite auswählen.
- Name eingeben. Dieser Text erscheint als Link auf der Kursseite.
- Im Abschnitt Inhalt das Feld Seiteninhalt füllen. Der Editor bietet Formatierung, Listen, Tabellen, Links und Bilder.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Zwei Textfelder, zwei Zwecke: Beschreibung ist der Kurztext für die Kursseite. Seiteninhalt ist der eigentliche Inhalt, den Teilnehmende nach dem Klick sehen. Verwechseln Sie die beiden nicht. Die Beschreibung darf ruhig leer bleiben.
Welches Material wofür?
| Material | Wann sinnvoll |
|---|---|
| Textseite | Längerer Inhalt, der eine eigene Seite verdient. Die Kursseite bleibt aufgeräumt. |
| Text- und Medienfeld | Kurzer Text direkt auf der Kursseite, z. B. eine Zwischenüberschrift. |
| Datei | Fertiges Dokument, das heruntergeladen oder gedruckt werden soll. |
Bilder und Videos einfügen
- Bild: Im Editor auf das Bild-Symbol klicken, Datei hochladen und einen Alternativtext angeben. Der Alternativtext ist für Screenreader wichtig.
- Video: Bei Videos von Plattformen wie YouTube genügt es, den Link in den Editor einzufügen. Moodle bettet das Video automatisch ein.
- Datei zum Download: Text markieren, auf das Link-Symbol klicken und über die Dateiauswahl eine Datei hochladen.
Wichtige Einstellungen
- Beschreibung oberhalb des Seiteninhalts anzeigen: Stellt die Beschreibung dem Inhalt voran.
- Zeitpunkt der letzten Bearbeitung anzeigen: Macht sichtbar, wann Sie die Seite zuletzt geändert haben. Bei Materialien, die Sie regelmäßig aktualisieren, eine sinnvolle Angabe.
Tipps
- Gliedern Sie längere Seiten mit Überschriften aus dem Format-Auswahlmenü des Editors. Das erleichtert Screenreader-Nutzung und macht die Seite überfliegbar.
- Fügen Sie Text aus Word nicht direkt ein, sondern über Einfügen als Text (Strg+Umschalt+V). Sonst schleppt Moodle die Word-Formatierung mit.
- Eine Textseite ist gegenüber einem hochgeladenen PDF im Vorteil: Sie ist auf dem Smartphone lesbar, durchsuchbar und barrierefrei.
Universelles Textfeld
Mit dem Arbeitsmaterial Universelles Textfeld stellen Sie Inhalte direkt auf der Kursseite dar, wahlweise als Akkordeon, Kachelgitter, Bilderkarussell oder eingeklappten Text. Es ist die gestaltete Variante des Text- und Medienfelds: gleicher Platz auf der Kursseite, aber mit Darstellungsformen, die viel Inhalt zusammenfassen, ohne die Seite zu verlängern.
Universelles Textfeld anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Arbeitsmaterial Universelles Textfeld auswählen.
- Name eingeben.
- Unter Textfeldtyp die Auswahlliste öffnen und einen Typ wählen. Zu jedem Eintrag steht eine kurze Erläuterung daneben.
- Optional unter Beschreibung einen einleitenden Text erfassen.
- Mit Speichern und Inhalt bearbeiten abschließen. Der eigentliche Inhalt entsteht auf der Folgeseite.
Hinweis: Der Name erscheint nicht auf der Kursseite. Er dient der Wiedererkennung im Kursindex und in Auswahllisten, etwa bei den Voraussetzungen anderer Aktivitäten. Wählen Sie ihn trotzdem sprechend, z. B. „Einstieg Woche 1“ statt „Textfeld 3“.
Die Textfeldtypen
Der Textfeldtyp legt fest, wie der Inhalt aussieht. Jeder Typ hat eine eigene Konfigurationsseite mit eigenen Feldern:
| Typ | Darstellung |
|---|---|
| Einfacher Text | Zeigt nur den Beschreibungstext, ohne besondere Effekte. Entspricht dem Text- und Medienfeld. |
| Eingeklappter Text | Ein Titel dient als Schalter. Der Text erscheint erst nach dem Klick, wahlweise aufgeklappt oder in einem modalen Dialog. |
| Akkordeon | Mehrere Segmente untereinander, die sich einzeln aufklappen lassen. Standardmäßig ist immer nur eines geöffnet. |
| Gitter | Kacheln mit Bild und Titel in mehreren Spalten. Ein Klick öffnet einen Dialog mit dem Inhalt oder führt zu einer hinterlegten URL. |
| Karussell | Eine Diashow aus Bildern mit Beschriftung, die automatisch weiterläuft. |
| Bilderleinwand | Bilder werden frei auf einer Leinwand positioniert, wahlweise über einem Hintergrundbild. Jedes Bild kann verlinkt sein. |
| Kurs-Teaser | Kacheln zu ausgewählten Kursen als Gitter oder Karussell. Der Klick führt in den Kurs. |
| Themen-Teaser | Zeigt die Abschnitte eines Kurses als Gitter oder Karussell, auch die eines anderen Kurses. |
Inhalt bearbeiten
Name, Typ und Verfügbarkeit stehen im Einstellungsformular, die Inhalte dagegen auf einer eigenen Seite Inhalt ändern:
- Bei eingeschaltetem Bearbeiten-Modus über dem Textfeld auf Inhalt ändern klicken (der Link mit dem Stiftsymbol).
- Die typabhängigen Felder ausfüllen, je nach Typ etwa Titel, Inhalt, Bild und URL.
- Reicht die Zahl der Felder nicht, unten auf Element hinzufügen klicken. Je nach Typ heißt die Schaltfläche Segmente hinzufügen, Mehr Kacheln hinzufügen oder Weitere Bilder hinzufügen.
- Mit Änderungen speichern abschließen.
Die Einstellungen selbst ändern Sie wie bei jeder Aktivität über das Menü Bearbeiten → Einstellungen bearbeiten. Den Typ wechseln Sie auf der Seite Inhalt ändern über Inhaltstyp wechseln.
Achtung: Nach einem Wechsel des Inhaltstyps beginnt die Konfiguration von vorn. Die Elemente des vorherigen Typs werden nicht übernommen. Legen Sie sich vorher fest, welche Darstellung Sie brauchen.
Sicht der Teilnehmenden
Teilnehmende sehen den Inhalt unmittelbar im Kursabschnitt. Es gibt keinen Link und keine Unterseite. Geklickt wird nur innerhalb des Textfelds, um ein Segment aufzuklappen oder eine Kachel zu öffnen. Im Kursindex links steht der Name des Textfelds, sodass sich der Abschnitt gezielt anspringen lässt.
Wichtige Einstellungen
- Name: Pflichtfeld, nur für die Kursstruktur. Auf der Kursseite bleibt er unsichtbar.
- Beschreibung: Text, der über dem eigentlichen Inhalt steht. Ob er erscheint, entscheidet je Typ das Kästchen Beschreibung des universellen Textfelds anzeigen auf der Seite Inhalt ändern.
- Textfeldtyp: Bestimmt Aussehen und Konfigurationsfelder. Welche Typen zur Auswahl stehen, legt die Administration fest.
- Spalten: Bei Gitter, Kurs-Teaser und Themen-Teaser getrennt einstellbar für breite, mittlere und schmale Bildschirme (Spalten, Spalten mittel, Spalten schmal). So bleibt die Darstellung auf dem Handy lesbar.
- Höhe: Feste Höhe der Kacheln oder Slides in Pixeln. Automatische Höhe richtet sich stattdessen nach dem Inhalt.
- Bilder für mobile Geräte: Erlaubt bei Gitter und Karussell ein zweites, kleineres Bild je Element, das auf schmalen Bildschirmen ausgespielt wird.
- Intervall: Sekunden, nach denen das Karussell zum nächsten Bild wechselt.
- Aktivitätsabschluss: Nur Als angesehen markieren ist möglich, und das gilt bereits als erfüllt, sobald die Kursseite geöffnet wird. Bewertungen und Gruppenmodus gibt es beim universellen Textfeld nicht.
Tipps
- Für einen einzelnen Hinweis oder eine Zwischenüberschrift genügt das Text- und Medienfeld. Zum universellen Textfeld greifen Sie erst, wenn mehrere Inhalte zusammengehören und die Kursseite sonst zu lang wird.
- Akkordeon und Eingeklappter Text sind die alltagstauglichsten Typen: Sie sparen Platz, brauchen keine Bilder und funktionieren auf jedem Gerät. Formulieren Sie die Titel so, dass man auch im eingeklappten Zustand erkennt, was dahintersteckt.
- Bilder vor dem Hochladen auf die Anzeigegröße verkleinern. Kamerabilder in voller Auflösung machen Kursseiten mit Karussell oder Gitter spürbar langsam.
- Prüfen Sie das Ergebnis mit schmalem Browserfenster. Was in vier Spalten gut aussieht, wird auf dem Handy schnell zu einer sehr langen Kachelkolonne.
Verzeichnis
Mit dem Arbeitsmaterial Verzeichnis stellen Sie mehrere Dateien gebündelt bereit, etwa alle Arbeitsblätter einer Unterrichtsreihe. Auf der Kursseite steht dann ein Eintrag statt zehn.
Verzeichnis anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Arbeitsmaterial Verzeichnis auswählen.
- Unter Name eine Bezeichnung eingeben, z. B. „Arbeitsblätter zur Textanalyse“.
- Im Abschnitt Inhalt die Dateien in das Feld Dateien ziehen oder über das Symbol Datei hinzufügen hochladen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Hinweis: Sie können mehrere Dateien auf einmal in das Feld ziehen. Eine ZIP-Datei wird beim Ablegen nicht automatisch entpackt: Klicken Sie sie nach dem Hochladen an und wählen Sie Entpacken, wenn Sie die einzelnen Dateien haben möchten.
Unterverzeichnisse anlegen
Ab etwa einem Dutzend Dateien lohnt sich eine Gliederung.
- Im Dateibereich auf das Symbol Verzeichnis erstellen klicken.
- Einen Namen für das Unterverzeichnis eingeben und bestätigen.
- Das Unterverzeichnis anklicken und die Dateien dort hineinziehen. Vorhandene Dateien lassen sich auch später noch hineinschieben.
Ob die Unterverzeichnisse beim Öffnen bereits offen stehen, entscheidet der Haken Unterverzeichnisse aufgeklappt anzeigen. Bei wenigen Ordnern ist das bequem, bei vielen wird die Seite unübersichtlich.
Dateien später ändern
Das Verzeichnis öffnen und auf Bearbeiten klicken. Sie landen im selben Dateibereich wie beim Anlegen und können Dateien ergänzen, umbenennen oder löschen. Änderungen speichern schließt den Vorgang ab.
Anzeige im Kurs
Das Feld Verzeichnisinhalt anzeigen bestimmt, wo der Inhalt erscheint.
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| Auf separater Seite | Auf der Kursseite steht nur der Name. Ein Klick öffnet die Dateiliste auf einer eigenen Seite. Die Voreinstellung und für die meisten Fälle die richtige Wahl. |
| Auf der Kursseite | Die Dateiliste steht direkt im Kursabschnitt. Praktisch bei drei oder vier Dateien, bei mehr wird der Abschnitt lang. |
Verzeichnis oder Datei?
Beide Arbeitsmaterialien stellen Dateien bereit, sie unterscheiden sich in der Menge.
| Material | Wann es passt |
|---|---|
| Datei | Ein einzelnes Dokument, das für sich steht und einen eigenen Namen auf der Kursseite verdient, etwa das Merkblatt zum Zitieren. |
| Verzeichnis | Mehrere zusammengehörige Dateien, die als Paket gedacht sind, etwa alle Arbeitsblätter einer Reihe. Sie lassen sich außerdem gemeinsam herunterladen. |
Wichtige Einstellungen
- Verzeichnisinhalt anzeigen: Auf separater Seite oder Auf der Kursseite, siehe oben.
- Unterverzeichnisse aufgeklappt anzeigen: Zeigt die Unterverzeichnisse geöffnet statt zugeklappt.
- Taste „Verzeichnis herunterladen“ anzeigen: Blendet eine Schaltfläche ein, die alle Dateien als ZIP-Archiv ausliefert. Für Arbeitsblätter vor einer Klassenarbeit sehr praktisch.
- Herunterladen von Dateien erzwingen: Öffnet Dateien nicht im Browser, sondern lädt sie herunter. Nur nötig, wenn Dateien im Browser falsch dargestellt werden.
- Beschreibung im Kurs zeigen: Stellt die Beschreibung unter den Namen auf die Kursseite. Ein Satz dazu, was in dem Verzeichnis liegt, spart Rückfragen.
Tipps
- Nummerieren Sie Dateinamen (
ab1-…,ab2-…). Moodle sortiert alphabetisch, und ohne Nummern steht das dritte Arbeitsblatt schnell an erster Stelle. - Verwenden Sie sprechende Dateinamen ohne Umlaute und Leerzeichen. Der Name ist das, was die Teilnehmenden sehen und später auf ihrem Rechner wiederfinden müssen.
- Ein Verzeichnis ist keine Abgabe. Teilnehmende können nichts hineinlegen. Wenn Sie Dateien einsammeln wollen, nehmen Sie die Aufgabe, und wenn Sie Abgaben sichtbar machen wollen, den Studierendenordner.
Meinungen und Stimmungen abfragen
Abstimmung
Mit der Aktivität Abstimmung stellen Sie eine einzelne Frage mit vorgegebenen Antwortoptionen, z. B. zur Terminfindung, zur Themenwahl oder für eine schnelle Meinungsabfrage.
Abstimmung anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Abstimmung auswählen.
- Name der Abstimmung eingeben und unter Beschreibung die Frage formulieren.
- Im Abschnitt Optionen die Antwortmöglichkeiten in die Felder Option 1, Option 2 usw. eintragen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Hinweis: Es stehen zunächst fünf Optionsfelder bereit. Mit 3 Feld(er) zum Formular hinzufügen unterhalb der Felder ergänzen Sie weitere. Leere Felder werden ignoriert.
Ergebnisse freigeben
| Einstellung „Ergebnisse veröffentlichen“ | Wirkung |
|---|---|
| Keine Ergebnisse veröffentlichen | Nur Sie sehen die Antworten. Geeignet für Terminabfragen ohne Gruppendruck. |
| Nach eigener Stimmabgabe | Teilnehmende sehen die Ergebnisse erst, wenn sie selbst abgestimmt haben. |
| Nach Abstimmungsende | Ergebnisse erscheinen erst nach dem unter Antworten zulassen bis gesetzten Termin. |
| Ergebnisse immer zeigen | Der Zwischenstand ist jederzeit sichtbar. Beeinflusst erfahrungsgemäß das Abstimmverhalten. |
Zusätzlich legen Sie unter Ergebnisse anonym darstellen fest, ob Teilnehmende Ergebnisse ohne Namen oder Ergebnisse mit Namen sehen.
Abstimmen (Sicht der Teilnehmenden)
- Abstimmung im Kurs anklicken.
- Gewünschte Option auswählen.
- Auf Meine Auswahl speichern klicken.
Ist Änderung der Auswahl erlauben aktiviert, erscheint danach zusätzlich die Schaltfläche Meine Auswahl löschen.
Ergebnisse ansehen
- Abstimmung im Kurs anklicken.
- Oben den Reiter Antworten öffnen.
- Die Übersicht zeigt pro Option, wer wie abgestimmt hat. Unterhalb der Tabelle stehen Als Excel-Datei herunterladen, Als OpenDocument herunterladen und Als Textdatei herunterladen bereit.
Wichtige Einstellungen
- Anzeigemodus: Horizontal anzeigen oder Vertikal anzeigen. Bei langen Optionstexten ist vertikal deutlich lesbarer.
- Mehr als eine Auswahl erlauben: Macht aus der Abstimmung eine Mehrfachauswahl, z. B. „An welchen Terminen können Sie?“.
- Anzahl der Antworten bei den Abstimmungsoptionen beschränken: Schaltet die Felder Obergrenze 1, Obergrenze 2 usw. frei. Ist eine Option voll belegt, kann sie niemand mehr wählen.
- Obergrenze anzeigen: Zeigt Teilnehmenden, wie viele Plätze pro Option noch frei sind.
- Verfügbarkeit: Über Antworten zulassen ab und Antworten zulassen bis begrenzen Sie den Abstimmungszeitraum.
- Teilnehmer/innen ohne Antwort anzeigen: Listet in der Auswertung auf, wer noch nicht abgestimmt hat.
Tipps
- Für die Vergabe begrenzter Plätze (Referatsthemen, Exkursionsgruppen) kombinieren Sie Obergrenze mit Obergrenze anzeigen. Das verteilt sich meist von allein.
- Die Abstimmung erlaubt nur eine Frage. Für mehrere Fragen nutzen Sie die Aktivität Feedback.
- Formulieren Sie die Frage in der Beschreibung, nicht im Namen der Aktivität. Der Name erscheint sonst in voller Länge auf der Kursseite.
Befragung
Mit der Aktivität Befragung stellen Sie einen eigenen Fragebogen aus beliebig vielen Fragen zusammen, etwa zu Lerngewohnheiten, zur Zufriedenheit mit einer Unterrichtsreihe oder zur Vorbereitung eines Projekts.
Für eine einzelne Frage genügt die Aktivität Abstimmung, für einen einfachen Rückmeldebogen die Aktivität Feedback. Die Befragung geht darüber hinaus: mehr Fragetypen, mehrere Seiten, Fragen, die von früheren Antworten abhängen, und eine eigene Auswertung.
Befragung anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Befragung auswählen.
- Unter Name eine Bezeichnung eingeben und unter Beschreibung erklären, worum es geht und was mit den Antworten geschieht.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Damit steht der Mantelbogen, also die leere Hülle. Die Fragen kommen im zweiten Schritt dazu.
Fragen hinzufügen
- Befragung öffnen und den Reiter Fragen anklicken.
- Im Abschnitt Fragen hinzufügen den gewünschten Fragetyp aus der Liste wählen.
- Auf Ausgewählten Fragetyp hinzufügen klicken.
- Unter Name der Frage ein kurzes Stichwort eintragen. Es dient nur der Übersicht und erscheint in der Auswertung als Spaltenkopf.
- Bei Ausfüllen erforderlich zwischen Ja und Nein wählen.
- Unter Fragetext die Frage formulieren.
- Bei Fragen mit Auswahl unter Mögliche Antworten je Zeile eine Antwort eintragen.
- Mit Änderungen speichern abschließen.
Für jede weitere Frage wiederholen Sie den Vorgang. Der Fragebogen wächst dabei von oben nach unten.
Fragetypen
| Fragetyp | Wozu er dient |
|---|---|
| Ja/Nein | Zwei Antwortmöglichkeiten. Schnell zu beantworten und eindeutig auszuwerten. |
| Radio Buttons | Genau eine Antwort aus mehreren. Unter Anordnung der Radio-Buttons stehen Senkrecht und Waagerecht zur Wahl. |
| Checkboxen | Mehrere Antworten gleichzeitig, etwa „Was trifft auf Sie zu?“. |
| Dropdown-Feld | Wie Radio Buttons, aber platzsparend als Klappliste. Sinnvoll bei vielen Antwortmöglichkeiten. |
| Bewertung (Skala 1 .. 5) | Mehrere Aussagen auf einer gemeinsamen Skala einschätzen lassen. |
| Textfeld und Texteingabebereich | Freie Antworten, einzeilig oder mehrzeilig. Aufwendig auszuwerten, deshalb sparsam einsetzen. |
| Numerisch, Datum, Schieberegler | Zahl, Kalenderdatum oder Wert auf einem Regler. |
| Beschriftung | Keine Frage, sondern Text im Fragebogen. Für Zwischenüberschriften und erklärende Hinweise. |
| --- Seitenumbruch --- | Teilt den Fragebogen auf mehrere Seiten auf. Nötig, wenn spätere Fragen von früheren abhängen sollen. |
Fragen umsortieren und bearbeiten
Im Reiter Fragen listet der Abschnitt Fragen bearbeiten alle Fragen mit ihrer Position, dem Fragetyp in eckigen Klammern und dem Namen. Rechts neben der Position stehen die Symbole für die Bearbeitung:
- Verschieben: Anklicken, dann die Zielposition wählen. Die Nummerierung passt sich an.
- Bearbeiten: Öffnet das Formular der Frage erneut.
- Löschen: Entfernt die Frage. Vorhandene Antworten auf diese Frage gehen mit verloren.
Bei allen Fragetypen außer der Beschriftung kommt ein viertes Symbol dazu. Es zeigt an, ob die Frage beantwortet werden muss, und schaltet beim Anklicken zwischen Ausfüllen erforderlich und Antwort ist nicht erforderlich um, ohne dass Sie das Formular öffnen müssen.
Vorschau testen
Der Reiter Vorschau zeigt den Fragebogen so, wie ihn die Teilnehmenden sehen: mit Nummerierung, Pflichtkennzeichen und Seitenaufteilung. Antworten aus der Vorschau werden nicht gespeichert.
Achtung: Prüfen Sie den Fragebogen in der Vorschau, bevor die Befragung läuft. Solange noch niemand geantwortet hat, können Sie Fragen frei ändern, umsortieren und löschen. Danach kostet jede Änderung Antworten: eine gelöschte Frage nimmt die zugehörigen Antworten mit, und ein geänderter Fragetext macht die bereits gegebenen Antworten unvergleichbar.
Antworten auswerten
Sobald die erste Antwort vorliegt, erscheint der Reiter Alle Antworten anzeigen. Er bietet zwei Sichten:
- Zusammenfassung: Je Frage eine Tabelle mit den Antworten, ihrer relativen und ihrer absoluten Häufigkeit. Die übliche Arbeitsgrundlage für das Gespräch in der Klasse.
- Liste der Antworten: Die einzelnen Fragebögen nacheinander. Nur hier lassen sich freie Texte vollständig lesen.
Über Herunterladen geben Sie die Antworten als Datei aus, etwa für die Auswertung in einer Tabellenkalkulation. Der Reiter Ohne Antwort listet auf, wer noch nicht teilgenommen hat. Unter der Liste steht Ausgewählten Teilnehmer/innen eine Nachricht senden für die Erinnerung.
Hinweis: Steht Abgabetyp auf anonym, zeigt die Auswertung keine Namen. Die Zuordnung ist damit für Sie nicht mehr erkennbar, technisch bleibt sie in der Datenbank aber bestehen. Versprechen Sie also Vertraulichkeit, keine echte Anonymität.
Wichtige Einstellungen
- Verfügbarkeit: Antworten erlauben ab und Antworten erlauben bis begrenzen den Zeitraum. Außerhalb davon ist die Befragung sichtbar, aber nicht mehr ausfüllbar.
- Typ: Legt fest, wie oft jemand antworten darf: einmal abgeben, mehrfach abgeben oder in festen Abständen täglich, wöchentlich, monatlich.
- Abgabetyp: Vollständiger Name oder anonym. Diese Entscheidung fällt vor der ersten Antwort und sollte in der Beschreibung stehen.
- Alle Antworten für Teilnehmer/innen anzeigen: Nach dem Ausfüllen der Befragung, Nach dem Ende der Befragung, Immer oder Nie. Damit steuern Sie, ob die Klasse die Auswertung selbst sieht.
- Speichern/Fortsetzen: Erlaubt es, einen angefangenen Fragebogen zu sichern und später weiterzuführen. Bei langen Befragungen sinnvoll.
- Verzweigte Fragen erlauben: Schaltet Abhängigkeiten frei. Eine Frage erscheint dann nur, wenn eine frühere Frage auf eine bestimmte Weise beantwortet wurde. Voraussetzung ist ein Seitenumbruch zwischen beiden Fragen.
- Automatische Nummerierung: Nummeriert Fragen, Seiten, beides oder nichts. Beschriftungen zählen dabei nicht mit.
- Fortschritt anzeigen: Blendet bei mehrseitigen Fragebögen einen Fortschrittsbalken ein.
Tipps
- Beginnen Sie mit einer Beschriftung, die den Zweck der Befragung und den Umgang mit den Antworten erklärt. Das kostet eine Minute und hebt die Beteiligung spürbar.
- Halten Sie den Fragebogen kurz. Zehn Fragen sind für eine Schulklasse eine sinnvolle Obergrenze, offene Fragen gehören ans Ende.
- Setzen Sie Ausfüllen erforderlich sparsam. Wer bei einer Frage nicht weiter weiß, bricht sonst den ganzen Fragebogen ab.
Mootimeter
Mit der Aktivität Mootimeter stellen Sie im Unterricht Fragen, die alle gleichzeitig am eigenen Gerät beantworten. Das Ergebnis erscheint sofort als Diagramm oder Wortwolke und lässt sich am Beamer gemeinsam ansehen.
Mootimeter anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Mootimeter auswählen.
- Name und Beschreibung eingeben.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Die Aktivität ist danach noch leer. Die Fragen legen Sie erst in ihr selbst an, eine nach der anderen. Ein Mootimeter kann so alle Fragen einer Unterrichtsstunde aufnehmen.
Fragen hinzufügen
- Mootimeter im Kurs anklicken.
- Oben rechts Bearbeiten einschalten. Ohne Bearbeiten-Modus fehlen Pluszeichen und Einstellungsspalte.
- Links unter der Fragenleiste auf das orange Pluszeichen klicken.
- Den Fragetyp Umfrage, Quiz oder Wortwolke auswählen.
- In der Spalte daneben die Frage in das oberste Feld eintragen.
- Bei Umfrage und Quiz unter Antwortmöglichkeiten die beiden vorbereiteten Felder füllen und weitere mit Antwortmöglichkeit hinzufügen ergänzen. Beim Quiz das Kästchen vor der richtigen Antwort anhaken.
Einen Knopf zum Speichern gibt es nicht: Jede Eingabe wird sofort übernommen, die Vorschau rechts zeigt den aktuellen Stand. Jede Frage erscheint als Kachel in der Leiste links. Die Reihenfolge ändern Sie, indem Sie eine Kachel an dem Symbol mit den vier Pfeilen in ihrer Ecke verschieben. Gelöscht wird eine Frage über das Zahnrad im Kopf der Einstellungsspalte und Seite löschen.
Die drei Fragetypen
| Fragetyp | Wozu er dient |
|---|---|
| Umfrage | Meinungsbild ohne richtige Antwort, z. B. „Wie sicher fühlen Sie sich beim Bruchrechnen?“. Das Ergebnis erscheint als Säulen-, Balken- oder Kreisdiagramm. |
| Quiz | Wie die Umfrage, aber mit einer als richtig markierten Antwort. Diese Auflösung blenden Sie erst ein, wenn alle geantwortet haben. |
| Wortwolke | Freie Eingabe von Begriffen oder kurzen Aussagen. Je öfter ein Begriff genannt wird, desto größer erscheint er. Gut für Einstiege und Brainstorming. |
Frage und Ergebnis freigeben
Was Teilnehmende sehen, schalten Sie für jede Frage einzeln frei, und zwar in zwei Stufen: erst die Frage, später das Ergebnis. Eine neue Frage ist zunächst verborgen. Ihre Kachel ist dann schräg durchgestrichen, und Teilnehmende sehen sie gar nicht.
- Mootimeter im Kurs anklicken und Bearbeiten einschalten.
- Links die Kachel der Frage anklicken.
- Im Kopf der Einstellungsspalte auf das Auge klicken. Die Frage ist jetzt für Teilnehmende sichtbar und kann beantwortet werden.
- Sobald die Antworten da sind, in der Symbolleiste über der Vorschau auf das Diagrammsymbol klicken. Sie sehen das Ergebnis, die Teilnehmenden noch nicht.
- Soll auch die Klasse das Ergebnis am eigenen Gerät sehen, in der Symbolleiste auf das Auge klicken.
- Beim Quiz zum Schluss auf das Hakensymbol klicken, um die richtige Antwort grün zu markieren.
| Symbol in der Symbolleiste | Wirkung |
|---|---|
| Auge | Erlaubt Teilnehmenden, das Ergebnis dieser Frage zu sehen. Ohne diese Freigabe erscheint bei ihnen nur der Hinweis, dass die Lehrkraft das Anzeigen erst erlauben muss. Ein zweiter Klick nimmt die Freigabe zurück. |
| Haken (nur Quiz) | Markiert die richtige Antwort. Ab diesem Moment sind die Antwortmöglichkeiten gesperrt und der Knopf Antwort absenden verschwindet. |
| Papierkorb | Löscht alle Antworten dieser Frage nach einer Rückfrage. |
| Tabelle | Öffnet die Antwortenübersicht: wer wann was geantwortet hat, mit einem Papierkorb je Zeile für einzelne Antworten. |
| Diagramm | Wechselt zum Ergebnis. In der Ergebnisansicht steht an seiner Stelle ein Stift, der zurück zur Frage führt. |
| Pfeile | Schaltet in den Vollbildmodus, geeignet für den Beamer. |
Hinweis: Das Auge im Kopf der Einstellungsspalte gibt die Frage frei und ist nur im Bearbeiten-Modus zu sehen. Das Auge in der Symbolleiste gibt das Ergebnis frei. Wer beides verwechselt, zeigt der Klasse das Ergebnis, bevor sie antworten konnte.
Wenn schon Antworten da sind
Eine Frage bleibt auch nach den ersten Antworten bearbeitbar, mit drei Einschränkungen:
- Anonymer Modus lässt sich nicht mehr umstellen, sobald die erste Antwort gespeichert ist.
- Wer den Text einer Antwortmöglichkeit ändert, ändert nicht die abgegebenen Stimmen. Sie zählen danach für den neuen Text.
- Wer eine Antwortmöglichkeit mit dem Kreuz dahinter entfernt, löscht auch alle Stimmen dafür.
Achtung: Auch Ihre eigenen Testantworten zählen als Antworten. Wer eine Frage vor der Stunde ausprobiert, sperrt damit bereits den anonymen Modus und hat eine Stimme im Ergebnis. Testantworten deshalb vor der Stunde mit dem Papierkorb in der Symbolleiste löschen. Danach lässt sich auch der anonyme Modus wieder umstellen.
Antworten (Sicht der Teilnehmenden)
- Mootimeter im Kurs anklicken.
- Links in der Leiste die Kachel der Frage anklicken. Dort stehen nur die freigegebenen Fragen.
- Bei Umfrage und Quiz eine Antwort auswählen und auf Antwort absenden klicken. Bei der Wortwolke einen Begriff eintippen und mit der Eingabetaste oder Absenden abschicken.
- Über das Diagrammsymbol oben das Ergebnis ansehen, sofern die Lehrkraft es freigegeben hat.
Bei Umfrage und Quiz ersetzt ein erneutes Absenden die vorige Antwort, bis beim Quiz die Auflösung eingeblendet ist. Eigene Begriffe in der Wortwolke erscheinen über dem Eingabefeld und lassen sich dort mit dem Kreuz wieder entfernen.
Wichtige Einstellungen
Die Einstellungen stehen je Frage in der Einstellungsspalte, nicht im Formular der Aktivität. Dort gibt es nur Name und Beschreibung.
- Maximale Anzahl an Antwortmöglichkeiten, die jemand auswählen kann: Bei Umfrage und Quiz. Voreingestellt ist
1. Bei einem höheren Wert oder0(unbegrenzt) werden aus den runden Auswahlknöpfen Kästchen zum Ankreuzen. - Visualisierung: Bei Umfrage und Quiz die Wahl zwischen Säulen-, Balken- und Kreisdiagramm.
- Maximale Anzahl von Antworten pro Person: Bei der Wortwolke. Voreingestellt ist
0, also unbegrenzt. Ein Wert von drei hält die Wolke lesbar und verhindert, dass Einzelne sie füllen. - Teilnehmer/innen erlauben, dieselbe Antwort mehrmals einzureichen: Bei der Wortwolke. Ohne Haken kann niemand denselben Begriff zweimal eingeben und ihn so größer machen.
- Anonymer Modus: In der Antwortenübersicht steht dann „Anonym“ statt des Namens. Muss vor der ersten Antwort feststehen.
Tipps
- Mootimeter kennt keinen Gruppenmodus. Alle Antworten des Kurses landen in einem Ergebnis. Unterrichten Sie mehrere Lerngruppen im selben Kurs, legen Sie je Gruppe ein eigenes Mootimeter an.
- Bereiten Sie alle Fragen der Stunde vorab vor und lassen Sie sie verborgen. Im Unterricht geben Sie dann nur die jeweils aktuelle frei und blenden erledigte wieder aus, damit niemand bei der falschen Frage landet.
- Das Quiz im Mootimeter vergibt keine Bewertungen. Für bewertete Wissensabfragen eignet sich der Test, für eine Abfrage außerhalb des Unterrichts mit festem Zeitraum die Abstimmung.
Selbstständig lernen und üben
H5P
Mit der Aktivität H5P binden Sie interaktive Übungen in Ihren Kurs ein, z. B. ein Video mit eingeblendeten Fragen, einen Lückentext oder eine Multiple-Choice-Aufgabe. Die Teilnehmenden bearbeiten die Übung direkt im Kurs, und Sie sehen anschließend, wer wie abgeschnitten hat.
H5P-Inhalt anlegen
H5P entsteht in zwei Schritten. Zuerst bauen Sie den Inhalt im Inhaltsspeicher, danach binden Sie ihn als Aktivität in einen Kursabschnitt ein. Der Inhaltsspeicher gehört zum Kurs, nicht zur einzelnen Aktivität: Ein Inhalt, den Sie dort einmal angelegt haben, lässt sich in mehreren Aktivitäten verwenden.
- Im Kurs das Menü Mehr öffnen und Inhaltsspeicher wählen.
- Auf Hinzufügen klicken und aus der Liste einen Inhaltstyp auswählen.
- Den Inhalt ausfüllen. Das Feld Titel ist Pflicht, es erscheint später in den Berichten.
- Mit Speichern abschließen.
- Zurück in den Kurs wechseln, dort den Bearbeiten-Modus einschalten und im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten H5P auswählen.
- Einen Namen vergeben und unter Paketdatei auf Datei hinzufügen klicken. Im Dateiwähler links Inhaltsspeicher auswählen und den eben angelegten Inhalt nehmen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Hinweis: Sie können den Schritt über den Inhaltsspeicher überspringen und unter Paketdatei eine fertige .h5p-Datei hochladen, etwa eine, die Sie von einer Kollegin bekommen haben. Der Inhalt gehört dann aber nur zu dieser einen Aktivität und lässt sich nicht ohne Weiteres wiederverwenden.
Inhaltstypen
Zur Auswahl stehen über fünfzig Inhaltstypen. Welcher passt, hängt davon ab, was die Teilnehmenden tun sollen. Die folgende Auswahl ist nicht vollständig, sie zeigt die Bandbreite von der einzelnen Frage bis zum mehrseitigen Lernangebot:
| Inhaltstyp | Wofür |
|---|---|
| Interactive Video | Ein Video, in das Sie an bestimmten Stellen Fragen, Erklärungen oder Links einblenden. Das Video kommt von YouTube oder als hochgeladene Datei. |
| Course Presentation | Eine Folienstrecke, auf deren Folien Aufgaben, Bilder und Videos liegen. Geeignet, wenn Erklärung und Übung sich abwechseln sollen. |
| Interactive Book | Mehrere Inhalte zu einem mehrseitigen Ganzen mit Inhaltsverzeichnis zusammengefasst. |
| Multiple Choice | Eine Frage mit mehreren Antwortmöglichkeiten, einzeln oder mehrfach ankreuzbar. |
| Question Set | Mehrere Fragen, die in einem Durchgang bearbeitet und zusammen ausgewertet werden. |
| Fill in the Blanks | Lückentext. Die Lücken markieren Sie im Text mit Sternchen, also Berlin ist die Hauptstadt von *Deutschland*. |
| Drag the Words | Vorgegebene Wörter werden in die passenden Lücken gezogen. |
| Mark the Words | In einem Text werden bestimmte Wörter angeklickt, etwa alle Adjektive. |
| Drag and Drop | Texte oder Bilder werden auf Flächen gezogen, zum Beispiel Beschriftungen auf eine Karte. |
| Image Hotspots | Ein Bild mit anklickbaren Punkten, hinter denen Text, Bild oder Video liegt. |
| Dialog Cards | Karteikarten mit Vorder- und Rückseite zum Abfragen von Vokabeln oder Begriffen. |
| Crossword | Ein Kreuzworträtsel aus Begriffen und den zugehörigen Fragen. |
| Accordion | Aufklappbare Abschnitte für längere Texte. Wird nicht bewertet. |
Achtung: Die Inhaltstypen tragen englische Namen, auch wenn das Formular darunter deutsch ist. Suchen Sie in der Liste also nach Fill in the Blanks und nicht nach „Lückentext“.
Welche Typen zur Auswahl stehen, richtet die Plattform selbst ein und hält sie aktuell. Vermissen Sie einen, wenden Sie sich an das Moodle-Team des LISA. Sie können einen fehlenden Inhaltstyp nicht selbst nachrüsten, auch nicht dadurch, dass Sie eine fremde .h5p-Datei hochladen.
Ergebnisse einsehen
Solange Versuchsverfolgung aktivieren auf Ja steht, hält Moodle fest, wer die Übung bearbeitet hat. Den Überblick finden Sie in der Aktivität unter dem Reiter Versuchsüberblick. Die Liste zeigt alle Teilnehmenden mit Datum, erreichter Punktzahl in Prozent und der Zahl ihrer Versuche. Wer noch nichts bearbeitet hat, steht mit leeren Feldern darin.
Ein Klick auf Anzeigen öffnet die Versuche einer Person, ein weiterer auf Bericht anzeigen den einzelnen Versuch. Dort stehen Startdatum, Dauer, Ergebnis und Gesamtpunktzahl, darunter jede Frage mit den Spalten Auswahl, Richtige Antwort und Antwort. So sehen Sie, an welcher Frage es gehakt hat.
Hinweis: Nicht jeder Inhaltstyp meldet Ergebnisse. Ein Lückentext oder eine Multiple-Choice-Frage tun es, Typen wie Accordion oder Image Slider haben nichts zu melden. Bei solchen Inhalten bleibt der Versuchsüberblick leer, ohne dass etwas falsch eingestellt wäre.
Wichtige Einstellungen
- Allgemeines: Unter Paketdatei liegt der Inhalt. Ihn tauschen Sie hier auch später aus, indem Sie die alte Datei löschen und eine neue wählen.
- H5P-Optionen: Herunterladen erlauben gibt den Teilnehmenden die Übung als
.h5p-Datei mit, Einbetten-Taste blendet einen Einbettungscode ein, Copyright-Taste zeigt die Urheberangaben. Ab Werk sind alle drei aus. - Versuchsoptionen: Versuchsverfolgung aktivieren entscheidet, ob überhaupt Ergebnisse gespeichert werden. Bewerten Sie die Versuche legt fest, ob Teilnehmende ihre eigenen Versuche später nochmals ansehen dürfen.
- Bewertung: Die Bewertungsmethode bestimmt, welcher Versuch in die Kursbewertung eingeht, üblicherweise die beste Note aller Versuche.
Tipps
- Legen Sie Inhalte im Inhaltsspeicher an und nicht als hochgeladene Datei in der Aktivität. Nur so können Sie sie später ändern, ohne die Aktivität neu aufzubauen, und in einem zweiten Kurs weiterverwenden.
- Probieren Sie einen neuen Inhaltstyp einmal selbst durch, bevor Sie ihn einsetzen. In der Vorschau der Aktivität sehen Sie die Übung so, wie die Teilnehmenden sie bekommen.
- H5P ist der spirituelle Nachfolger der früheren HotPot-Übungen. Etwas ganz anderes ist die alternative Aktivität Interaktiver Inhalt: Sie enthält ebenfalls H5P, stammt aber aus einem Zusatzmodul und trägt das H5P-Logo auf schwarzer statt blauer Kachel. Wenn in einem älteren Kurs solche Aktivitäten stehen, lassen Sie deren Inhalte umwandeln, damit sie im H5P von Moodle selbst weiterlaufen.
Lektion
Mit der Aktivität Lektion führen Sie Teilnehmende durch eine Folge von Inhalts- und Frageseiten. Der Weg kann sich je nach Antwort verzweigen. So entsteht selbstgesteuertes Lernen mit sofortiger Rückmeldung.
Lektion anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Lektion auswählen.
- Name eingeben und unter Beschreibung das Lernziel formulieren.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen. Die Lektion ist zunächst leer.
Seiten aufbauen
Nach dem Speichern fragt Moodle, womit Sie beginnen wollen. Sie haben zwei Bausteine:
| Seitentyp | Zweck |
|---|---|
| Inhaltsseite | Vermittelt Inhalt und bietet Schaltflächen zum Weiterspringen. Über die Sprungziele steuern Sie den Weg durch die Lektion. |
| Frageseite | Stellt eine Frage. Je nach Antwort springt die Lektion an unterschiedliche Stellen, etwa zurück zur Erklärung bei falscher Antwort. |
- Auf Inhaltsseite einfügen oder Frageseite einfügen klicken.
- Seitentitel und Inhalt eingeben.
- Bei einer Inhaltsseite die Schaltflächen definieren: Beschriftung eintragen und darunter das Sprungziel wählen.
- Bei einer Frageseite zunächst den Fragetyp wählen, dann Antworten, Rückmeldungen und Sprungziele eintragen.
- Mit Speichern abschließen und die nächste Seite anlegen.
Zu den Sprungzielen: Nächste Seite und Diese Seite sind relative Ziele. Sie passen sich automatisch an, wenn Sie später Seiten umsortieren. Feste Seitentitel als Ziel bleiben dagegen fest verknüpft. Für einen einfachen linearen Ablauf reicht überall Nächste Seite.
Struktur prüfen
Auf dem Reiter Lektion bearbeiten sehen Sie alle Seiten mit ihren Sprungzielen. Zwei Ansichten stehen zur Wahl:
- Erweitert: Zeigt jede Seite mit vollständigem Inhalt und allen Antworten.
- Kurzform: Kompakte Tabelle mit Titel, Typ und Sprungzielen. Hier erkennen Sie Fehler in der Verzweigung am schnellsten.
Über Vorschau durchlaufen Sie die Lektion selbst, ohne dass ein Ergebnis gespeichert wird.
Wichtige Einstellungen
- Fortschrittsbalken: Zeigt Teilnehmenden, wie weit sie sind. Funktioniert zuverlässig nur bei linearem Aufbau.
- Inhaltsverzeichnis anzeigen: Blendet links eine Seitenliste ein, über die frei gesprungen werden kann.
- Wiederholung erlauben: Erlaubt mehrere Durchgänge. Ohne diese Option ist nach dem ersten Durchlauf Schluss.
- Höchstzahl der Versuche pro Frage: Nach dieser Zahl an Fehlversuchen geht es weiter, damit niemand stecken bleibt.
- Übungslektion: Die Lektion erscheint dann nicht in der Bewertungsübersicht, geeignet zum reinen Üben.
- Aktion nach richtiger Antwort: Steuert, wohin es nach einer korrekten Antwort geht. Standard ist die nächste Seite.
Tipps
- Skizzieren Sie den Ablauf auf Papier, bevor Sie Seiten anlegen. Verzweigungen im Nachhinein umzubauen ist mühsam.
- Beginnen Sie linear: Inhaltsseite, Frageseite, Inhaltsseite. Verzweigungen können Sie später ergänzen.
- Nutzen Sie die Rückmeldungen zu falschen Antworten für echte Erklärungen, nicht nur für „Leider falsch“. Genau darin liegt der Mehrwert gegenüber einem Test.
Lernlandkarte
Mit der Aktivität Lernlandkarte stellen Sie Aktivitäten als Orte auf einem Bild dar, verbunden durch Pfade. Zu Beginn sehen Teilnehmende nur den Startort. Jede abgeschlossene Station deckt die nächsten Orte auf, so wird der Lernweg Schritt für Schritt sichtbar.
Vorbereitung: Stationen anlegen
Die Lernlandkarte verknüpft nur Aktivitäten, die es im Kurs schon gibt. Legen Sie deshalb zuerst die Stationen an:
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Für jede Station die gewünschte Aktivität oder das Material anlegen, etwa eine Textseite oder einen Test.
- In jeder Station unter Abschlussbedingungen eine Bedingung festlegen, zum Beispiel Aktivität anzeigen.
- In jeder Station unter Weitere Einstellungen die Verfügbarkeit auf Verfügbar, aber auf Kursseite nicht anzeigen stellen.
Der letzte Schritt sorgt dafür, dass Teilnehmende auf der Kursseite nur die Karte sehen und nicht zusätzlich die Liste der Stationen. Erreichbar bleiben die Stationen trotzdem, und zwar über die Orte auf der Karte.
Achtung: Ohne Aktivitätsabschluss funktioniert die Lernlandkarte nicht. Ist die Abschlussverfolgung in den Kurseinstellungen ausgeschaltet, zeigt das Formular der Lernlandkarte einen roten Hinweis. Stationen ohne Abschlussbedingung erscheinen in der Auswahl ausgegraut.
Lernlandkarte anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Lernlandkarte auswählen.
- Titel der Lernlandkarte und Beschreibung eingeben.
- Unter dem Editor im Feld Hintergrundbild eine Bilddatei (JPG, PNG, GIF oder SVG) ablegen. Das Bild erscheint sofort im Editor darüber.
- Im Editor Orte und Pfade setzen und den Orten die Stationen zuordnen (siehe die nächsten beiden Abschnitte).
- Mit Speichern und zum Kurs abschließen.
Orte und Pfade setzen
Der Editor steht im Formular unter der Beschreibung. Er arbeitet mit der Maus, eigene Schaltflächen für Orte und Pfade gibt es nicht:
| Aktion | So geht es |
|---|---|
| Ort setzen | Doppelklick auf eine freie Stelle des Bildes. |
| Ort verschieben | Ort mit der Maus an die neue Stelle ziehen. |
| Ort löschen | Doppelklick auf den Ort. Seine Pfade verschwinden mit. |
| Pfad zeichnen | Zwei Orte nacheinander einmal anklicken. |
| Pfad löschen | Doppelklick auf den Pfad. |
Ein Ort darf mehrere Pfade haben. So entstehen Verzweigungen, bei denen Teilnehmende nach einer Station zwischen zwei Wegen wählen. Die Farben für Unbesuchte Orte, Besuchte Orte und Pfade + Schrift stellen Sie in der Leiste über dem Bild ein. Die Schaltfläche Wie wird der Editor verwendet? über dem Editor fasst die Mausaktionen noch einmal zusammen.
Aktivitäten zuordnen
- Im Kurs am Menü der Lernlandkarte Bearbeiten → Einstellungen bearbeiten wählen.
- Im Editor mit der rechten Maustaste auf einen Ort klicken. Das Fenster Ort bearbeiten öffnet sich.
- Unter Aktivität die Station auswählen.
- Bei Bedarf Startort oder Zielort anhaken.
- Mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Bildes klicken, um das Fenster zu schließen, und mit dem nächsten Ort weitermachen.
- Mit Speichern und zum Kurs abschließen.
Startorte sind für Teilnehmende von Anfang an sichtbar. Der zuerst gesetzte Ort ist automatisch Startort, weitere dürfen hinzukommen. Zielorte sind für Teilnehmende hervorgehoben und entscheiden darüber, wann die Lernlandkarte selbst als abgeschlossen gilt. Einen Zielort legt Moodle nicht von selbst fest. Ein Ort ohne zugeordnete Aktivität erscheint im Editor blass.
Achtung: Meldet das Fenster Diese Aktivität ist verborgen und für Teilnehmer/innen nicht verfügbar, steht die Station auf Auf der Kursseite verbergen. Teilnehmende kommen dann auch über die Karte nicht hinein. Stellen Sie die Station auf Verfügbar, aber auf Kursseite nicht anzeigen.
Sicht der Teilnehmenden
Teilnehmende sehen zunächst nur die Startorte. Ein Klick auf einen Ort öffnet die zugehörige Station. Sobald sie abgeschlossen ist, wechselt der Ort seine Farbe, und die angrenzenden Pfade und Orte werden sichtbar. Die Karte aktualisiert sich von selbst, wenn sich der Abschluss einer Station ändert. Hat eine Station zusätzlich Voraussetzungen, etwa ein Datum, erscheint ihr Ort erst, wenn diese erfüllt sind.
Wichtige Einstellungen
Die Anzeigeoptionen der Karte stehen im Editor hinter dem Zahnrad oben rechts (Weitere Einstellungen). Die übrigen Einstellungen finden Sie im Formular.
- Haken für abgeschlossene Orte: Zeigt zusätzlich zur Farbe ein Häkchen an besuchten Orten. Das hilft allen, die Rot und Grün schlecht unterscheiden.
- Alle Pfade und Orte anzeigen und Karte mit Orten aufdecken: Die erste Option zeigt von Anfang an die ganze Karte, noch nicht erreichbare Orte sind ausgegraut. Die zweite bedeckt das Bild mit Nebel, der sich mit jedem erreichbaren Ort ein Stück lichtet.
- Pfade verbergen: Blendet die Linien für Teilnehmende aus. Die Reihenfolge der Stationen gilt weiter.
- Aktivitätsnamen anzeigen: Schreibt den Namen der Station neben den Ort. Den Text können Sie im Editor verschieben.
- Lernlandkarte auf der Kursseite anzeigen: Eingeschaltet steht die Karte wie ein Text- und Medienfeld direkt auf der Kursseite, der Titel entfällt. Ausgeschaltet erscheint nur ein Link, und die Karte öffnet sich auf einer eigenen Seite.
- Zurück-Links auf den Aktivitätsseiten anzeigen: Setzt auf jede Station einen Link zurück zur Lernlandkarte. Ohne ihn suchen Teilnehmende den Rückweg selbst über die Navigation.
- Art des Aktivitätsabschlusses: Erscheint unter Abschlussbedingungen, sobald dort Bedingungen hinzufügen gewählt ist. Die Lernlandkarte gilt dann als abgeschlossen, wenn ein Zielort, alle Zielorte oder alle Orte erreicht sind.
- Gruppenmodus: Ist er eingeschaltet, genügt es, wenn ein Mitglied der Gruppe eine Station abschließt. Die ganze Gruppe sieht dann die nächsten Orte.
Tipps
- Die Karte blendet Orte nur aus, sie sperrt die Stationen nicht. Wer den Link zu einer späteren Station kennt, kommt hinein. Soll die Reihenfolge verbindlich sein, setzen Sie in jeder Station zusätzlich eine Voraussetzung auf den Abschluss der vorherigen.
- Hinterlegen Sie unter dem Zahnrad eine Beschreibung des Bildes. Screenreader lesen sie vor, das Bild selbst können sie nicht erfassen.
- Das Hintergrundbild muss keine Landschaft sein. Ein Zeitstrahl, ein Ablaufschema oder ein Gebäudeplan tragen ebenso. Die Karte übernimmt das Seitenverhältnis des Bildes, ein Querformat passt auf der Kursseite am besten.
Lernpaket (SCORM)
Mit der Aktivität Lernpaket binden Sie einen fertigen Lernkurs in Ihren Kurs ein, der außerhalb von Moodle entstanden ist. Er kommt als ZIP-Datei, läuft danach vollständig in Moodle und meldet zurück, wie weit die Teilnehmenden gekommen sind und welche Punkte sie erreicht haben. Das Format heißt SCORM, und unter diesem Namen bieten andere Programme den passenden Export an.
Lernpaket anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Lernpaket auswählen.
- Name eingeben und unter Beschreibung sagen, was die Teilnehmenden erwartet.
- Im Abschnitt Lernpaket die ZIP-Datei in das Feld Lernpaket ziehen. Wer lieber über den Dateiwähler geht, klickt darüber auf das Pluszeichen Datei hinzufügen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen und das Paket einmal selbst durchklicken.
Achtung: Die ZIP-Datei nicht entpacken und nicht umpacken. Moodle sucht darin die Datei imsmanifest.xml, die das Paket beschreibt. Fehlt sie oder liegt sie eine Ordnerebene zu tief, lehnt Moodle den Upload beim Speichern ab.
Woher die Pakete kommen
Moodle spielt Lernpakete ab, erstellt sie aber nicht. Die Inhalte entstehen in einem anderen Programm und kommen fertig in den Kurs. Drei Quellen sind verbreitet:
- Eigene Übungen aus einem Webdienst. Auf learningapps.org exportieren Sie eine Übung als SCORM-Paket, der Weg dorthin steht auf der Seite LearningApps einbinden.
- Autorenwerkzeuge. Programme wie iSpring, Articulate Storyline oder Adobe Captivate erzeugen aus Präsentationen und Aufgaben ein Paket, das Sie anschließend hochladen.
- Fertige Lernmodule. Verlage und Fortbildungsanbieter liefern Kurse häufig als SCORM-Paket aus, weil es in jedem Lernmanagementsystem läuft.
Für eigene interaktive Übungen, die Sie direkt in Moodle bauen und dort auch ändern wollen, ist H5P der kürzere Weg. Ein Lernpaket lohnt sich, wenn der Inhalt schon existiert oder das Autorenwerkzeug mehr kann als H5P.
Was die Teilnehmenden sehen
Der Klick auf den Kurslink führt nicht sofort in das Paket, sondern auf eine Einstiegsseite. Dort stehen Ihre Beschreibung, unter Inhalte die Gliederung des Pakets und zwei Schaltflächen. Sobald ein Versuch läuft, trägt jeder Gliederungspunkt zusätzlich einen Haken und die dort erreichte Punktzahl.
- Start öffnet das Paket als Versuch. Alles, was dabei zurückgemeldet wird, landet in der Auswertung.
- Vorschau öffnet dasselbe Paket im Vorschaumodus. Moodle teilt dem Paket mit, dass nur geblättert wird. Wie ernst das Paket diese Ansage nimmt, ist von Paket zu Paket verschieden, deshalb ist die Schaltfläche über Vorschau deaktivieren auch abschaltbar.
Direkt unter den Schaltflächen steht das Kästchen Neuen Versuch beginnen, sobald jemand einen Versuch abgeschlossen hat und einen weiteren beginnen darf. Ohne diesen Haken setzt der Klick auf Start den bisherigen Versuch fort, statt einen neuen zu eröffnen.
Darunter fasst Moodle den Stand zusammen: Zahl zulässiger Versuche, Zahl Ihrer Versuche, je eine Zeile Bewertung für Versuch 1, Versuch 2 und so fort, dann Bewertungsmethode und Bewertung veröffentlicht. Die Zeile Bewertungsmethode meint hier nicht das gleichnamige Feld aus dem Formular, sondern die Auswahl aus Bewertung der Versuche. Steht dort „Bester Versuch“, ist das die Regel für die Auswahl zwischen den Versuchen, nicht die Rechenart innerhalb eines Versuchs.
Im Paket selbst steht die Gliederung standardmäßig links neben dem Inhalt, und unter dem Inhalt liegen Schaltflächen zum Blättern. Beides lässt sich im Abschnitt Darstellung hinter Mehr anzeigen ... ändern, über Inhaltsstruktur in der Lernpaketdarstellung anzeigen und Navigation anzeigen. Bei einem Paket, das aus einer einzigen Seite besteht, ist eine Gliederung mit einem einzigen Eintrag hinderlich.
Bewertung und Versuche
Die Punkte kommen aus dem Paket, nicht aus Moodle. Moodle rechnet sie in zwei Schritten in eine Kursnote um, und diese zwei Schritte werden leicht verwechselt.
Der erste Schritt betrifft einen einzelnen Versuch. Ein Paket besteht aus mehreren Lernobjekten, und jedes meldet für sich einen Status und oft auch eine Punktzahl. Das Feld Bewertungsmethode im Abschnitt Bewertung legt fest, wie daraus ein Wert wird:
| Bewertungsmethode | Ergebnis eines Versuchs |
|---|---|
| Lernobjekte | Die Anzahl der Lernobjekte, die als bestanden zurückgemeldet wurden. Punktzahlen bleiben unbeachtet. |
| Höchstnote | Die höchste Punktzahl, die eines der Lernobjekte gemeldet hat. Die Voreinstellung. |
| Durchschnittsnote | Der Mittelwert aller gemeldeten Punktzahlen. |
| Summe der Bewertungen | Die Summe aller gemeldeten Punktzahlen. |
Der zweite Schritt betrifft mehrere Versuche. Erlauben Sie unter Versuchsmanagement bei Zahl der Versuche mehr als einen, entscheidet Bewertung der Versuche, welcher davon in die Bewertungsübersicht wandert: Bester Versuch, Durchschnitt, Erster Versuch oder Letzter vollständiger Versuch. Bei genau einem zulässigen Versuch blendet Moodle das Feld aus, weil es dann nichts zu wählen gibt.
Hinweis: Welche Werte ein Paket überhaupt meldet, bestimmt das Paket. Manche melden nur, dass sie geöffnet wurden, andere eine Punktzahl je Lernobjekt. Prüfen Sie das an einem eigenen Durchgang, bevor Sie die Aktivität in die Bewertung einbeziehen.
Ergebnisse einsehen
In der Aktivität führt der Reiter Übersicht zur Auswertung. Der Basisbericht listet alle Teilnehmenden mit den Spalten Versuch, Begonnen am, Letzter Versuch am und Bewertung. Ein Klick auf die Versuchsnummer öffnet diesen Versuch mit dem Status jedes einzelnen Lernobjekts.
- Über Einstellungen für diese Seite schränken Sie die Liste auf Nutzer/innen mit Versuchen oder Nutzer/innen ohne Versuche ein.
- Trackingdetails auf Ja ergänzt die Tabelle um die Rohdaten, die das Paket geschickt hat.
- Die Schaltflächen unter Herunterladen geben die Tabelle als OpenDocument-, Excel- oder Textdatei aus.
- Meldet das Paket einzelne Aufgaben, füllen sich zusätzlich Interaktionsbericht und Lernziele. Bleiben beide leer, liefert das Paket diese Angaben nicht.
Wichtige Einstellungen
- Lernpaket: Das Feld Lernpaket nimmt genau eine ZIP-Datei auf. Ein neues Paket ersetzt das alte, sobald Sie die vorhandene Datei löschen und die neue hochladen.
- Darstellung: Lernpaket anzeigen öffnet den Inhalt im aktuellen Fenster oder in einem neuen. Das neue Fenster gibt dem Paket mehr Platz, ein Popup-Blocker im Browser kann es aber unterdrücken. Übersicht überspringen führt direkt in das Paket, ohne Einstiegsseite.
- Bewertung: Beste Bewertung legt fest, auf welchen Höchstwert Moodle die Punkte des Pakets umrechnet.
- Versuchsmanagement: Neuen Versuch einfordern eröffnet automatisch einen neuen Versuch, statt den alten fortzusetzen. Nach letztem Versuch sperren schließt das Paket, sobald die zulässige Zahl erreicht ist.
- Abschlussbedingungen: Neben den üblichen Bedingungen bietet das Lernpaket Mindestpunkte notwendig sowie die Rückmeldungen Erfolgreich bestanden und Vollständig bearbeitet. Wie das mit dem Kursfortschritt zusammenspielt, steht auf der Seite Aktivitätsabschluss definieren.
Tipps
- Spielen Sie ein neues Paket einmal vollständig durch und sehen Sie danach in der Übersicht nach, ob eine Bewertung angekommen ist. Erst damit wissen Sie, was das Paket meldet und ob die gewählte Bewertungsmethode dazu passt.
- Tauschen Sie ein Paket nicht aus, solange Teilnehmende daran arbeiten. Die Ergebnisse hängen an den Kennungen der Lernobjekte, und ein neuer Export vergibt sie oft neu. Frühere Versuche lassen sich dann nicht mehr zuordnen.
- Halten Sie die Datei klein. Pakete mit eingebetteten Videos werden schnell sehr groß, und die zulässige Dateigröße steht über dem Feld Lernpaket. Videos gehören besser in eine eigene Einbindung als in das Paket.
Spiel
Mit der Aktivität Spiel wird vorhandenes Material zum Üben: Aus einem Glossar, einer Fragenkategorie oder einem Test erzeugt Moodle ein Kreuzworträtsel, ein Galgenmännchen oder eines von sechs weiteren Spielen.
Das Plugin bringt acht Spielformen mit. Sie unterscheiden sich nur in der Darstellung. Die Fragen kommen immer aus Material, das im Kurs schon vorhanden ist.
Hinweis: Im Auswahlfenster gibt es keinen Eintrag „Spiel“. Jede Spielform steht dort einzeln: Spiel - Galgenmännchen, Spiel - Kreuzworträtsel, Spiel - Suchrätsel, Spiel - Wer wird Millionär, Spiel - Sudoku, Spiel - Verstecktes Bild und Spiel - Schlangen und Leitern. Die achte Form, Buch mit Fragen, blendet Moodle in der Voreinstellung aus. Sie muss in der Website-Administration über Spiel „Buch mit Fragen“ verbergen freigeschaltet werden.
Spiel anlegen
- Die Quelle bereitstellen: ein gefülltes Glossar, eine Fragenkategorie in der Fragensammlung oder einen fertigen Test.
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten die gewünschte Spielform auswählen, z. B. Spiel - Kreuzworträtsel.
- Name eingeben und unter Beschreibung erklären, was zu tun ist.
- Unter Fragen-Quelle festlegen, woher die Fragen kommen, und im Feld darunter das konkrete Glossar, die Fragenkategorie oder den Test auswählen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Die acht Spielformen
| Spielform | Ablauf |
|---|---|
| Galgenmännchen | Ein Wort wird Buchstabe für Buchstabe erraten. Jeder Fehlgriff zeichnet einen Strich mehr. |
| Kreuzworträtsel | Moodle setzt aus den Begriffen ein Gitter, die Definitionen sind die Fragen. Das Gitter wird bei jedem Versuch neu erzeugt und sieht deshalb jedes Mal anders aus. |
| Suchrätsel | Wie beim Kreuzworträtsel gibt es Umschreibungen, die Wörter stehen aber bereits waagerecht oder senkrecht in einem Buchstabengitter und müssen gefunden werden. |
| Wer wird Millionär | Multiple-Choice-Fragen mit steigendem Gewinn. Drei Joker stehen bereit: 50:50, Telefonjoker und Publikumsjoker. Eine falsche Antwort beendet das Spiel. |
| Sudoku | Ein Sudoku, dem Ziffern fehlen. Jede richtig beantwortete Frage ergänzt eine Ziffer und macht das Rätsel lösbarer. |
| Verstecktes Bild | Hinter jedem Feld einer Kachelfläche steckt eine Frage. Jede richtige Antwort deckt ein Stück des Bildes auf. |
| Schlangen und Leitern | Ein Würfelspiel: Wer richtig antwortet, rückt vor. Leitern führen nach oben, Schlangen zurück. |
| Buch mit Fragen | Zu einem Buch: Das nächste Kapitel öffnet sich erst nach einer richtigen Antwort. Welche Fragenkategorie zu welchem Kapitel gehört, legen Sie danach über Verknüpfe Fragenkategorie zu Buchkapitel fest. |
Fragen-Quelle
Welche Quellen im Feld Fragen-Quelle zur Auswahl stehen, hängt von der Spielform ab. Buch mit Fragen kennt nur Fragen. Das Buch selbst wählen Sie im eigenen Feld Ein Buch wählen.
| Quelle | Verfügbar für |
|---|---|
| Glossar | Galgenmännchen, Kreuzworträtsel, Suchrätsel, Sudoku, Verstecktes Bild, Schlangen und Leitern. Der Eintrag ist die Lösung, die Definition die Frage. Über Wörterbuch-Kategorie wählen grenzen Sie auf eine Kategorie ein. Nur bestätigte oder von Trainer/innen verfasste Glossar-Einträge hält unbestätigte Beiträge heraus. |
| Fragen | Alle Spielformen. Sie wählen eine Kategorie der Fragensammlung, Unterkategorien einschließen nimmt die darunterliegenden mit. |
| Test | Alle Spielformen außer Buch mit Fragen. Im Feld Quiz wählen darunter bestimmen Sie, aus welchem Test die Fragen kommen. |
Achtung: Nicht jede Spielform kann jeden Fragetyp. Galgenmännchen, Kreuzworträtsel und Suchrätsel verwenden ausschließlich Kurzantwort-Fragen, Wer wird Millionär ausschließlich Multiple-Choice mit genau einer richtigen Antwort. Sudoku, Verstecktes Bild, Schlangen und Leitern und Buch mit Fragen nehmen Kurzantwort, Wahr/Falsch und Multiple-Choice. Die Zahl in Klammern hinter jeder Kategorie zählt nur die Fragen, die zur gewählten Spielform passen. Steht dort (0), bleibt das Spiel leer.
Spielen (Sicht der Teilnehmenden)
- Spiel im Kurs anklicken. Die Übersichtsseite zeigt die Beschreibung, die Bewertungsmethode und die Schaltfläche Jetzt Spiel starten.
- Spielen. Beim Kreuzworträtsel beginnt man mit einem Klick auf eine Wortlücke, prüft zwischendurch mit Kreuzworträtsel prüfen und schließt mit Ende des Kreuzworträtselspiels ab.
- Zurück auf der Übersichtsseite stehen die bisherigen Durchgänge unter Ihre Versuche mit Abschlusszeitpunkt, Bewertung und Zeitaufwand.
Ein begonnener Durchgang lässt sich über Einen vorherigen Versuch des Spiels fortführen wieder aufnehmen, ein abgeschlossener über Spiel nochmal versuchen wiederholen. Ist eine Bestenliste eingeschaltet, steht sie unter Bestenliste am Fuß der Seite.
Auswertung
Als Trainer/in finden Sie über der Spielseite eine eigene Leiste:
- Info: Zurück zur Übersichtsseite des Spiels.
- Bearbeiten: Öffnet die Einstellungen des Spiels.
- Glossar … anzeigen (bzw. Test … anzeigen oder Fragen anzeigen): Springt zur gewählten Quelle, um Einträge nachzupflegen.
- Antworten zeigen: Listet die Begriffe und Fragen auf, die das Spiel tatsächlich verwendet.
- Versuche anzeigen: Zeigt, wer wie oft gespielt hat und mit welchem Ergebnis.
- Export nach HTML: Speichert das Spiel als eigenständige HTML-Datei, etwa zum Ausdrucken. Nur für Galgenmännchen, Kreuzworträtsel, Wer wird Millionär sowie Schlangen und Leitern.
Passt ein Teil der Quelle nicht zum Spiel, weist die Übersichtsseite Sie unter Allgemeine Probleme darauf hin, etwa mit „Es gibt Wörter mit Leerzeichen, aber im Spiel sind nur Wörter ohne Leerzeichen erlaubt.“ Dahinter steht die Zahl der betroffenen Einträge und ihre Bezeichnung. Diese Einträge lässt das Spiel aus.
Wichtige Einstellungen
- Anzahl maximaler Versuche: Begrenzt die Durchgänge pro Person.
0bedeutet unbegrenzt. - Zusammenfassung deaktivieren: Auf Ja überspringt Moodle die Übersichtsseite. Ein Klick auf das Spiel startet sofort einen Durchgang. Solange noch Versuche offen sind, bekommen Teilnehmende damit weder ihre Versuchsliste noch die Bestenliste zu sehen.
- Bestenliste zeigen (Anzahl von Teilnehmer/innen): Zahl der Plätze, die die Bestenliste aufführt.
0blendet sie aus. - Maximale Bewertung / Bewertungsmethode: Höchste Bewertung, Durchschnittsbewertung, Erster Versuch oder Letzter Versuch bestimmt, welcher Durchgang in die Bewertungsübersicht des Kurses geht.
- Spiel öffnen / Spiel schließen: Grenzt den Zeitraum ein, in dem gespielt werden darf. Beide Felder sind einzeln abschaltbar.
- Kopf-/Fußzeile Einstellungen: Text oben und Text am Ende der Seite erscheinen im Spiel selbst, nicht auf der Übersichtsseite. Dort stehen Hinweise, die während des Spiels gebraucht werden.
- Spielformspezifischer Abschnitt: Jede Spielform bringt einen eigenen Abschnitt mit, z. B. Galgenmännchen-Optionen mit Wörterzahl pro Spiel und Maximale Anzahl von Versuchen oder Fehlern oder Kreuzworträtsel-Optionen mit Höchstzahl von Zeilen/Spalten und Minimale Anzahl an Wörtern.
Tipps
- Ein Glossar, das die Klasse selbst gefüllt hat, ist die aufwandsärmste Quelle: Kreuzworträtsel, Suchrätsel und Galgenmännchen entstehen daraus ohne eine einzige zusätzliche Frage. Wächst das Glossar, wächst das Rätsel mit.
- Begriffe aus mehreren Wörtern fallen bei Galgenmännchen, Kreuzworträtsel und Suchrätsel heraus, solange Leerzeichen erlauben auf Nein steht. Prüfen Sie nach dem Anlegen über Antworten zeigen, wie viele Begriffe wirklich ankommen.
- Setzen Sie Maximale Bewertung auf
0, wenn das Spiel nur zum Üben da ist. Moodle legt dann gar keinen Eintrag in der Bewertungsübersicht an.
Unterricht organisieren
Anwesenheit
Mit der Aktivität Anwesenheit führen Sie ein digitales Klassenbuch: Sie legen Termine an, halten zu jedem Termin fest, wer anwesend war, und sehen später eine Übersicht über den gesamten Kurs.
Anwesenheit anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Anwesenheit auswählen.
- Unter Name eine Bezeichnung eingeben, z. B. „Anwesenheit im Deutschunterricht“.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Die Aktivität ist damit noch leer. Termine, Erfassung und Auswertung liegen innerhalb der Aktivität und sind über die Reiter unterhalb des Namens erreichbar: Anwesenheit, Bericht, Import, Export, Status Katalog und Temporäre Teilnehmer/innen.
Termine anlegen
Ein Termin steht für eine Unterrichtsstunde. Ohne Termine gibt es nichts zu erfassen.
- Aktivität öffnen. Der Reiter Anwesenheit zeigt die Terminliste.
- Auf Termin hinzufügen klicken.
- Unter Datum den Tag wählen, unter Zeit Beginn und Ende der Stunde.
- Unter Beschreibung notieren, worum es geht, z. B. „Doppelstunde 5“. Der Text erscheint bei den Teilnehmenden.
- Auf Hinzufügen klicken.
Die angelegten Termine sammeln sich in der Liste des Reiters Anwesenheit. Sie ist der Ausgangspunkt für alles Weitere.
Hinweis: Die Terminliste zeigt zunächst nur die laufende Woche. Über die Schaltflächen Alle, Alle vergangenen, Monate, Wochen und Tage über der Tabelle wechseln Sie den Zeitraum. Termine vor dem Kursbeginn zeigt auch Alle nicht an.
Wiederkehrende Termine
Für eine ganze Reihe gleichartiger Stunden lohnt der Abschnitt Wiederkehrende Termine desselben Formulars. Setzen Sie den Haken bei Den obigen Termin wie folgt wiederholen und legen Sie fest, an welchen Wochentagen wiederholt wird (Wiederholen am), in welchem Abstand in Wochen (Wiederholen alle) und bis wann (Wiederholen bis). Moodle legt daraufhin alle Termine des Zeitraums auf einmal an.
Anwesenheit erfassen
Achtung: Anwesenheitsdaten sind personenbezogene Daten. Erfassen Sie nur, was Sie dienstlich benötigen, halten Sie sich an die Vorgaben Ihrer Schule und tragen Sie in das Feld Bemerkungen keine Gesundheitsdaten ein. „Attest liegt vor“ genügt, die Diagnose gehört nicht in Moodle.
- Aktivität öffnen. Der Reiter Anwesenheit zeigt die Terminliste.
- Beim gewünschten Termin auf das Symbol Anwesenheit erfassen klicken.
- Bei jeder Person den zutreffenden Status ankreuzen. Über die Zeile Status setzen für alle vergeben Sie zuerst den Regelfall an alle und ändern anschließend nur die Ausnahmen.
- Bei Bedarf im Feld Bemerkungen eine kurze Notiz ergänzen.
- Mit Speichern und nächste Seite abschließen.
Ein bereits erfasster Termin trägt stattdessen das Symbol Anwesenheit ändern. Die Erfassung lässt sich also jederzeit nachbessern. Über das Auswahlfeld Ansichtsmodus wechseln Sie zwischen Sortierte Liste und Sortiertes Raster: die Liste zeigt eine Zeile je Person, das Raster mehrere Personen nebeneinander und eignet sich für große Kurse.
Die vier Status
Moodle bringt vier Status mit. Jeder Status hat ein Kürzel, das in der Erfassungstabelle als Spaltenkopf steht, und eine Punktzahl, aus der sich die Anwesenheitsquote errechnet.
| Status | Kürzel und Punkte |
|---|---|
| Anwesend | A, 2 Punkte. Die Person war da. |
| Verspätet | V, 1 Punkt. Die Person war da, aber nicht von Anfang an. |
| Entschuldigt | E, 1 Punkt. Die Person fehlte mit gültiger Entschuldigung. |
| Unentschuldigt | U, 0 Punkte. Die Person fehlte ohne Entschuldigung. |
Kürzel, Bezeichnungen und Punkte ändern Sie im Reiter Status Katalog, dort legen Sie über Neue Statusgruppe auch weitere Sätze an. Beachten Sie den Warnhinweis der Seite: Änderungen wirken auf bereits erfasste Termine zurück und verschieben damit die Bewertung.
Bericht und Export
Der Reiter Bericht stellt alle Termine als Kreuztabelle dar: eine Zeile je Person, eine Spalte je Termin, dazu die Summen A, V, E, U sowie Punkte und Prozentsatz. Der Bericht folgt demselben Zeitraumfilter wie die Terminliste, für den Gesamtüberblick also auf Alle stellen.
Der Reiter Export gibt dieselben Daten als Datei aus. Wählen Sie unter Gruppe aus, wessen Anwesenheit ausgegeben wird, grenzen Sie über Beginn des Zeitraums und Ende des Zeitraums die Termine ein und legen Sie unter Format fest, ob eine Excel-, eine OpenDocument- oder eine Textdatei entsteht. Die Haken Nicht belegte Termine einbeziehen, Bemerkungen einschließen und Beschreibung des Termins einbeziehen bestimmen, was in der Datei landet. OK startet den Download.
Achtung: Mit dem Export verlassen personenbezogene Daten Moodle. Die heruntergeladene Datei liegt anschließend ungeschützt auf Ihrem Rechner, gehört also an einen sicheren Ort und wird gelöscht, sobald sie ihren Zweck erfüllt hat.
Sicht der Teilnehmenden
Teilnehmende öffnen die Aktivität und sehen ihre eigene Anwesenheit: eine Tabelle mit Datum, Beschreibung, Status, Punkte und Bemerkungen, darunter die Summe der Punkte und den Prozentsatz. Die Daten anderer Personen sieht niemand. Über die Reiter Dieser Kurs, Alle Kurse und Alle Termine lässt sich der Blick erweitern.
Wichtige Einstellungen
- Bewertung: Unter Typ und Maximalpunkte legen Sie fest, ob und mit welchem Gewicht die Anwesenheitsquote in die Bewertungsübersicht des Kurses einfließt. Keine hält die Aktivität aus der Bewertung heraus.
- Gruppenmodus: Steht die Aktivität auf getrennte oder sichtbare Gruppen, können Sie Termine für einzelne Gruppen anlegen. Das Feld Art im Terminformular bietet dann neben Alle Teilnehmer/innen auch die Gruppen an.
- Kalenderereignis für diesen Termin erzeugen: Legt zu jedem Termin einen Eintrag im Kurskalender an. Bei vielen wiederkehrenden Stunden füllt das den Kalender schnell zu.
- Erfassung durch die Teilnehmer/innen: Der Haken Teilnehmer/innen erlauben, die Anwesenheit selbst zu erfassen gibt die Erfassung aus der Hand. Absichern lässt sich das über Kennwort für Teilnehmer/innen, QR-Code einbeziehen und ein Zeitfenster unter Registrierungsöffnung vor Veranstaltungsbeginn.
- Standardmäßige Netzwerkadresse: Im Abschnitt Zusätzliche Einschränkungen der Aktivitätseinstellungen. Tragen Sie hier ein Subnetz ein, funktioniert die Selbsterfassung nur aus diesem Netz, also etwa nur aus dem Schulhaus. Je Termin lässt sich das unter IP-Adresse verlangen überschreiben.
Tipps
- Legen Sie zu Beginn des Halbjahres alle Stunden auf einmal über Wiederkehrende Termine an. Das dauert einmal zwei Minuten und Sie müssen später nur noch erfassen.
- Erfassen Sie am Anfang der Stunde und speichern Sie sofort. Nachgetragene Anwesenheiten sind erfahrungsgemäß die ungenauesten.
- Die Selbsterfassung durch Teilnehmende spart Zeit, verlagert aber die Verantwortung. Ohne Kennwort oder Netzbeschränkung trägt sich auch ein, wer zu Hause geblieben ist.
Freie Gruppeneinteilung
Mit der Aktivität Freie Gruppeneinteilung bilden Teilnehmende ihre Gruppen selbst: Sie legen eine Gruppe an, treten einer bestehenden bei und verlassen sie wieder.
Zur Abgrenzung: Die Gruppenwahl verteilt Teilnehmende auf Gruppen, die Sie vorher angelegt haben. Bei der Freien Gruppeneinteilung entstehen die Gruppen durch die Teilnehmenden selbst.
Hinweis: Was hier entsteht, sind gewöhnliche Kursgruppen. Sie erscheinen unter Teilnehmer/innen → Gruppen und gelten für jede Aktivität mit Gruppenmodus. Vorhandene Gruppen des Kurses stehen umgekehrt sofort zur Auswahl.
Freie Gruppeneinteilung anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Freie Gruppeneinteilung auswählen.
- Name eingeben und unter Beschreibung die Spielregel nennen: wie viele Personen pro Gruppe, wonach sich die Gruppen benennen, bis wann die Einteilung steht.
- Einschreibebeginn und Einschreibeende über den Haken Aktivieren einschalten und setzen.
- Minimale Mitgliederzahl pro Gruppe und Maximale Mitglieder pro Gruppe eintragen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Gruppengrößen
| Feld | Wirkung |
|---|---|
| Minimale Mitgliederzahl pro Gruppe | Reine Warnung. Zu kleine Gruppen bekommen ein Hinweissymbol, ihre Mitglieder lesen „Ihre Gruppe hat weniger Mitglieder als benötigt werden.“ Der Beitritt bleibt in jedem Fall möglich. 0 schaltet die Prüfung ab. |
| Maximale Mitglieder pro Gruppe | Harte Grenze. Ist die Gruppe voll, steht statt der Schaltfläche „Das Maximum der Gruppenmitglieder wurde erreicht.“ 0 bedeutet unbegrenzt. |
| Maximale Anzahl der Gruppenteilnahme pro Teilnehmer/in | Wie viele Gruppen eine Person gleichzeitig belegen darf. Voreinstellung ist 1. Wer bereits in einer Gruppe ist, sieht dann bei den übrigen keine Schaltfläche mehr. |
| Gruppen aus einer Gruppierung auswählen | Beschränkt die Liste auf die Gruppen einer Gruppierung. Neu angelegte Gruppen werden dieser Gruppierung zugeordnet. Voreinstellung ist Alle Gruppen. |
Achtung: Die Obergrenze wirkt erst ab dem Zeitpunkt, an dem Sie sie setzen. Gruppen, die vorher schon mehr Mitglieder hatten, bleiben bestehen. In der Spalte Anzahl steht dann z. B. 4/3.
Berechtigungen der Teilnehmenden
Im Abschnitt Allgemeine Berechtigungen legen Sie fest, was Teilnehmende tun dürfen. Alle Haken sind einzeln schaltbar.
| Berechtigung | Bedeutung |
|---|---|
| Teilnehmer/innen können Gruppen beitreten | Ohne diesen Haken ist die Seite eine reine Anzeige der Gruppenlage. |
| Teilnehmer/innen können Gruppen verlassen | Erlaubt den Austritt bis zum Einschreibeende. Danach meldet Moodle „Sie können die Gruppe nicht verlassen.“ |
| Teilnehmer/innen können Gruppen anlegen | Blendet die Schaltfläche Neue Gruppe anlegen ein. Ohne den Haken verteilen sich die Teilnehmenden nur auf vorhandene Gruppen. |
| Teilnehmer/innen dürfen Gruppennamen selbst bestimmen | Nur zusammen mit Gruppen anlegen wählbar. Ohne den Haken vergibt Moodle fortlaufende Zahlen als Gruppennamen. |
| Teilnehmer/innen können Gruppenbeschreibung erstellen und ändern | Die Beschreibung lässt sich in der Tabelle anklicken und direkt überschreiben („Zum Bearbeiten klicken“). |
| Teilnehmer/innen können Kennwörter setzen, um den Gruppenbeitritt zu regeln | Nur zusammen mit Gruppen anlegen wählbar. Kennwortgeschützte Gruppen tragen ein Schlosssymbol. Wer beitreten will, muss das Kennwort kennen. |
Anlegen, beitreten, verlassen (Sicht der Teilnehmenden)
Alle drei Vorgänge beginnen auf derselben Seite: Freie Gruppeneinteilung im Kurs anklicken.
Gruppe anlegen:
- Auf Neue Gruppe anlegen klicken.
- Gruppenname, Beschreibung der Gruppe und gegebenenfalls Kennwort ausfüllen. Angezeigt wird nur, was Sie erlaubt haben.
- Erneut auf Neue Gruppe anlegen klicken. Wer die Gruppe anlegt, ist damit ihr erstes Mitglied.
Gruppe beitreten:
- In der Zeile der Gruppe auf Gruppe beitreten klicken.
- Bei kennwortgeschützten Gruppen das Kennwort eingeben.
- Die Rückfrage „Wollen Sie sich wirklich in die Gruppe … einschreiben?“ bestätigen.
Gruppe verlassen:
- In der Zeile der eigenen Gruppe auf Gruppe verlassen klicken.
- Die Rückfrage „Wollen Sie sich wirklich aus der Gruppe … austragen?“ bestätigen.
Die eigene Gruppe steht oben in der Tabelle. Steht Gruppe löschen, sobald sie leer ist auf Ja, verschwindet eine Gruppe mit ihrem letzten Mitglied samt Kennwort und Betreuungszuordnung.
Sicht der Trainer/innen
Über der Tabelle stehen drei Schaltflächen:
- Neue Gruppe anlegen: Legt eine Gruppe an, ohne selbst beizutreten.
- Einen Downloadlink für eine Gruppendaten-Datei erzeugen (CSV): Erzeugt den Link CSV-Datei herunterladen mit Gruppen und Mitgliedern, z. B. für Anwesenheitslisten.
- Gruppeneinteilung bearbeiten: Führt zur Gruppenverwaltung des Kurses, wo Sie Mitglieder von Hand verschieben, Gruppen umbenennen und löschen.
Die Tabelle zeigt Gruppe, Beschreibung der Gruppe, Anzahl, Gruppenmitglieder und Aktion. In der schmalen Spalte zwischen Mitgliedern und Aktion stehen die Warnsymbole für zu kleine und zu große Gruppen sowie das Schlosssymbol für ein gesetztes Kennwort. Gruppenmitglieder für Teilnehmer/innen verbergen gilt für Sie nicht: Sie sehen die Namen immer.
Wichtige Einstellungen
- Einschreibebeginn / Einschreibeende: Beide sind einzeln abschaltbar. Nach dem Ende bleibt die Tabelle sichtbar, aber ohne Schaltflächen.
- Mitteilung anzeigen, wenn das Einschreibeende erreicht ist: Setzt nach Ablauf den Hinweis „Die freie Gruppeneinteilung ist nicht mehr verfügbar“ über die Tabelle.
- Gruppe löschen, sobald sie leer ist: Voreingestellt aktiv. Räumt verwaiste Gruppen selbsttätig weg.
- Volle Gruppen in der Hauptansicht verbergen: Volle Gruppen verschwinden aus der Liste der Teilnehmenden. Sie selbst sehen weiterhin alle.
- Gruppenmitglieder für Teilnehmer/innen verbergen: Ersetzt die Namensliste durch „Liste der Gruppenmitglieder nicht abrufbar“. Teilnehmende entscheiden sich dann, ohne zu sehen, wer schon wo ist. Die eigene Gruppe bleibt sichtbar.
- Inaktive Teilnehmer/innen ignorieren: Lässt Personen mit ausgesetzter oder abgelaufener Einschreibung aus der Mitgliederliste heraus und zählt sie nicht auf die Gruppengröße an.
- Betreuer/innen zu Gruppen zuordnen: Blendet eine Schaltfläche ein, mit der Sie Personen einer bestimmten Rolle als Betreuung an Gruppen hängen. Welche Rolle das ist, steht in Rolle für die Betreuung. Zugeteilte Betreuer/innen anzeigen stellt sie in die Tabelle. Zugeordnete Betreuer/innen sind keine Gruppenmitglieder und zählen nicht auf die Gruppengröße.
Tipps
- Setzen Sie das Einschreibeende einige Tage vor den eigentlichen Arbeitsbeginn. Der Abstand gibt Ihnen Zeit, Einzelfälle und zu kleine Gruppen von Hand zu bereinigen.
- Verlangen Sie in der Beschreibung einen sprechenden Gruppennamen, etwa das Referatsthema. Der Name landet in den Kursgruppen und begegnet Ihnen später in jeder Bewertungsübersicht wieder.
- Wenn die Gruppen für eine Gruppenaufgabe zählen sollen, legen Sie vorher eine Gruppierung an und tragen sie unter Gruppen aus einer Gruppierung auswählen ein. Dann landen die neuen Gruppen dort, und die Aufgabe greift ohne Nacharbeit darauf zu.
Gruppenwahl
Mit der Aktivität Gruppenwahl tragen sich Teilnehmende selbst in eine der Gruppen ein, die Sie zur Wahl stellen. Wer wählt, wird damit unmittelbar Mitglied der Kursgruppe.
Zur Abgrenzung: Die Gruppenwahl verteilt Teilnehmende auf Gruppen, die Sie vorher angelegt haben. Bei der Freien Gruppeneinteilung entstehen die Gruppen durch die Teilnehmenden selbst.
Achtung: Die Gruppen müssen im Kurs bereits vorhanden sein. Legen Sie sie vorher unter Teilnehmer/innen → Gruppen an. Ohne Gruppen meldet das Formular „Legen Sie bitte mindestens eine Gruppe in diesem Kurs an.“ und lässt sich nicht speichern.
Gruppenwahl anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Gruppenwahl auswählen.
- Name der Gruppenwahl eingeben und unter Beschreibung erklären, wonach gewählt wird.
- Im Abschnitt Gruppen links unter Verfügbare Gruppen die gewünschten Gruppen markieren und mit Hinzufügen nach Ausgewählte Gruppen übernehmen.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Hinweis: Gruppierungen stehen in der linken Liste fett über ihren Gruppen. Wer eine Gruppierung markiert und auf Hinzufügen klickt, übernimmt alle ihre Gruppen auf einmal. Ein Doppelklick auf die Gruppierung klappt sie auf und zu. Entfernen nimmt markierte Einträge aus der rechten Liste wieder heraus.
Obergrenzen je Gruppe
Ohne Obergrenzen füllt sich jede Gruppe unbegrenzt. Steht Obergrenzen für Wahl erlauben auf Aktivieren, wird das Feld Generelle Obergrenze frei.
- Generelle Obergrenze ausfüllen, z. B.
4. - Auf Obergrenze für alle Gruppen anwenden klicken. Der Wert steht damit bei jeder ausgewählten Gruppe.
- Soll eine Gruppe davon abweichen, diese in der Liste Ausgewählte Gruppen anklicken. Darunter erscheint das Feld Obergrenze für mit dem Gruppennamen. Dort den eigenen Wert eintragen.
Eine volle Gruppe trägt in der Wahl den Zusatz (Voll belegt) und lässt sich nicht mehr auswählen. Wer es dennoch versucht, bekommt die Meldung „Diese Gruppe ist voll und es gibt keine verfügbaren Plätze mehr.“
Ergebnisse freigeben
| Einstellung „Ergebnisse veröffentlichen“ | Wirkung |
|---|---|
| Keine Ergebnisse veröffentlichen | Nur Sie sehen die Belegung. Teilnehmende lesen „Ergebnisse sind nicht sichtbar.“ |
| Nach der eigenen Stimmabgabe | Die Belegung erscheint erst, wenn die Person selbst gewählt hat. Vorher steht dort „Ergebnisse sind nach der eigenen Wahl sichtbar.“ |
| Ergebnisse erst anzeigen, nachdem die Wahl beendet ist | Setzt ein gesetztes Ende voraus (siehe Wahl auf Zeitraum beschränken). Bis dahin steht dort „Die Ergebnisse werden nach dem Ende der Wahl sichtbar.“ |
| Ergebnisse immer zeigen | Voreinstellung. Die Belegung ist jederzeit sichtbar, auch vor der eigenen Wahl. |
Achtung: Ergebnisse erst anzeigen, nachdem die Wahl beendet ist wirkt nur zusammen mit einem Endtermin. Ohne Bis-Datum gilt die Wahl als dauerhaft geöffnet, und die Ergebnisse werden nie sichtbar.
Solange Ergebnisse veröffentlichen auf Keine Ergebnisse veröffentlichen steht, ist das Feld Anonymität gesperrt. Sonst legen Sie dort fest, ob Teilnehmende Anonyme Ergebnisse (ohne Namen) oder Vollständige Ergebnisse (mit Name und Gruppe) sehen.
Wählen (Sicht der Teilnehmenden)
- Gruppenwahl im Kurs anklicken.
- Die gewünschte Gruppe auswählen. Die Spalte Gruppenmitglieder / Maximalzahl zeigt, wie voll sie ist.
- Auf Meine Wahl speichern klicken.
Über der Tabelle steht danach Ihre Wahl mit dem Gruppennamen. Die Schalter Beschreibungen anzeigen und Gruppenmitglieder anzeigen in der Kopfzeile blenden die beiden zugehörigen Spalten ein und aus.
Ist Änderung der Wahl erlauben auf Ja gesetzt, erscheint zusätzlich Meine Wahl entfernen. Ein Wechsel trägt die Person in die neue Gruppe ein und aus der bisherigen aus. Nur bei aktivem Eintrag in mehrere Gruppen erlauben bleiben beide Mitgliedschaften bestehen.
Achtung: Die Gruppenwahl schreibt in die Kursgruppen selbst. Wer wählt, steht sofort unter Teilnehmer/innen → Gruppen und arbeitet in jeder Aktivität mit Gruppenmodus in dieser Gruppe. Umgekehrt wirken Änderungen an den Kursgruppen auf die Anzeige der Gruppenwahl zurück.
Antworten ansehen
- Gruppenwahl im Kurs anklicken.
- Oben auf Antworten anzeigen klicken. Die vorangestellte Zahl ist die Anzahl der eingegangenen Wahlen.
- Die Übersicht zeigt je Gruppe eine Spalte mit der Zahl der Mitglieder in Klammern, davor die Spalte Noch nicht abgestimmt.
- Um eine Wahl zurückzunehmen, die betreffenden Personen ankreuzen und unter Aktion auswählen … den Eintrag Löschen wählen. Das entfernt auch die Gruppenmitgliedschaft.
Die Spalte Noch nicht abgestimmt erscheint nur, wenn Spalte für Teilnehmer/innen ohne Wahl auf Ja steht.
Wichtige Einstellungen
- Verschiedene Einstellungen: Eintrag in mehrere Gruppen erlauben lässt eine Person mehrere Gruppen belegen. Erst dann wird Obergrenze Eintragungen sichtbar. Der Wert
0bedeutet dort keine Obergrenze. - Obergrenzen für Wahl erlauben: Schaltet Generelle Obergrenze und die Felder je Gruppe frei. Ohne sie nimmt jede Gruppe beliebig viele Personen auf.
- Änderung der Wahl erlauben: Erlaubt Wechsel und Rücknahme der eigenen Wahl. Auf Nein ist die einmal getroffene Wahl endgültig.
- Antwortdaten von Teilnehmer/innen mit inaktiven oder abgelaufenen Einschreibungen ausfiltern: Lässt in der Auswertung weg, wer nicht mehr aktiv eingeschrieben ist.
- Gruppenliste sortieren nach: Systemstandard, Gruppenname oder Erstellungsdatum der Gruppe. Nach Namen wird alphabetisch sortiert, „Gruppe 10“ steht also vor „Gruppe 2“.
- Standardmäßige Anzeige der Gruppenbeschreibung: Beschreibungen anzeigen oder Beschreibungen verbergen beim Öffnen der Seite. Umschalten können Teilnehmende trotzdem.
- Wahl auf Zeitraum beschränken: Haken setzen, dann werden Verfügbar und Bis ausgewertet.
- Aktivitätsabschluss: Als abgeschlossen anzeigen, wenn die Person eine Wahl getroffen hat.
Tipps
- Benennen Sie die Gruppen vor dem Anlegen der Wahl so, wie die Teilnehmenden sie lesen sollen. Der Gruppenname ist der Wahltext. „Gruppe 3“ sagt weniger als „Dienstag, Werkstatt B“.
- Tragen Sie die Gruppenbeschreibung ein und lassen Sie Beschreibungen anzeigen voreingestellt. Dann steht das Thema neben der Gruppe und erspart Rückfragen.
- Die Summe der Obergrenzen sollte über der Zahl der Teilnehmenden liegen. Passt sie genau, bleibt der letzten Person keine Wahl mehr, und jede Nachmeldung erzwingt eine Korrektur von Hand.
Planer
Mit der Aktivität Planer geben Sie Zeitfenster für Gespräche vor, aus denen sich die Teilnehmenden selbst einen Termin aussuchen. Geeignet für Sprechstunden, Beratungsgespräche zur Facharbeit, Buchvorstellungen oder mündliche Leistungserhebungen.
Die Arbeitsteilung ist einfach: Sie legen die Zeitfenster an, die Teilnehmenden buchen. Nach dem Gespräch haken Sie den Termin ab und halten fest, was besprochen wurde.
Planer anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Planer auswählen.
- Unter Name eine Bezeichnung eingeben, etwa „Sprechzeiten Frau Weber“.
- Unter Einführung schreiben, worum es im Gespräch geht und was mitzubringen ist.
- Unter Modus festlegen, wie viele Termine eine Person buchen darf.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Achtung: Prüfen Sie vor dem Speichern den Abschnitt Bewertung. Steht der Typ nicht auf Kein, legt Moodle für den Planer eine Spalte in der Bewertungsübersicht des Kurses an, und jedes Sprechstundengespräch erscheint dort als Leistung. Für Beratungen ist das falsch. Nur bei mündlichen Leistungserhebungen ist eine Bewertung gewollt.
Die Zeile Modus liest sich als Satz: Teilnehmer/innen können [Anzahl] Termin(e) buchen [in diesem Planer | auf ein Mal].
- in diesem Planer: Die Zahl gilt für die gesamte Laufzeit. Wer einen Termin hatte, bekommt keinen weiteren, auch nach dem Gespräch nicht.
- auf ein Mal: Die Zahl gilt für die offenen Termine. Sobald Sie einen Termin als gesehen markiert haben, darf die Person erneut buchen. Das ist die richtige Wahl für eine dauerhafte Sprechstunde.
Zeitfenster anlegen
Der frische Planer ist leer. Über der Tabelle stehen die Menüs Zeitfenster hinzufügen und Zeitfenster löschen. Das erste enthält zwei Einträge: Sich wiederholende Zeitfenster hinzufügen und Einzelnes Zeitfenster hinzufügen.
Für ein einzelnes Zeitfenster füllen Sie aus:
- Datum und Dauer in Minuten. Terminkollisionen ignorieren setzt das Zeitfenster auch dann, wenn zur selben Zeit schon eines liegt.
- Maximale Anzahl von Teilnehmer/innen pro Zeitfenster: 1 ergibt ein Einzelgespräch, ein höherer Wert einen Termin für mehrere.
- Ort und die betreuende Person. Das Feld dafür trägt den Namen, den Sie in den Einstellungen unter Rollenname der/s Trainers/in vergeben haben. Ohne Eintrag heißt es Trainer/in.
- Zeitfenster für Teilnehmer/innen sichtbar ab: Vor diesem Datum taucht der Termin gar nicht erst auf.
- Per E-Mail eine Erinnerung schicken am: Moodle erinnert die gebuchte Person an diesem Tag.
- Kommentare: ein Text zum Zeitfenster, den die Teilnehmenden vor der Buchung lesen, etwa „Bitte Gliederung mitbringen“.
Im selben Formular können Sie unter Termin 1 gleich jemanden eintragen, statt auf eine Buchung zu warten. Das brauchen Sie, wenn eine Person sich nicht selbst kümmert.
Eine ganze Sprechstunde legen Sie schneller über Sich wiederholende Zeitfenster hinzufügen an. Dieses Formular erzeugt aus einem Zeitraum viele einzelne Zeitfenster:
- Datum und Wiederhole Zeitfenster bis spannen den Zeitraum auf. Das zweite Feld ist ausgegraut, bis Sie daneben Aktivieren ankreuzen.
- Unter Termine hinzufügen am die Wochentage ankreuzen.
- Unter Zeitspanne Beginn und Ende der Sprechstunde eintragen, etwa 14:00 bis 16:00.
- In Zeitfenster aufteilen? auf Ja stellen und darunter die Dauer je Gespräch sowie die Pause zwischen Zeitfenstern angeben. Aus zwei Stunden werden so zum Beispiel zwanzig Gespräche à fünf Minuten.
- Die übrigen Felder entsprechen dem einzelnen Zeitfenster. Zeitfenster für Teilnehmer/innen sichtbar ab und Per E-Mail eine Erinnerung schicken werden hier relativ angegeben, etwa 1 Woche vor Zeitfenster.
- Mit Sichern abschließen. Moodle meldet, wie viele Zeitfenster entstanden sind.
Hinweis: Legen Sie lieber zu viele Zeitfenster an als zu wenige. Ungenutzte räumen Sie hinterher mit einem Klick weg: Zeitfenster löschen → Meine unbenutzten Zeitfenster löschen. Gebuchte Termine bleiben dabei unangetastet.
Sicht der Teilnehmenden
Die Teilnehmenden sehen Ihre Einführung und darunter eine Tabelle der buchbaren Zeitfenster mit Datum, der betreuenden Person, Ort und Kommentare. Am Ende jeder Zeile steht die Schaltfläche Zeitfenster buchen.
Steht Buchungsformular verwenden auf Ja, folgt ein Zwischenschritt: Die Teilnehmenden lesen Ihre Buchungsanleitung, füllen je nach Einstellung das Feld Ihre Nachricht aus, hängen Dateien an und bestätigen mit Buchung bestätigen.
Nach der Buchung zeigt die Seite den eigenen Termin mit Details ansehen. Oben steht, wie es weitergeht, etwa Ihre Buchung war erfolgreich. Sie können keine weiteren Termine in diesem Planer buchen. Solange noch etwas frei ist, heißt es dort Sie können einen Termin in diesem Planer buchen., und ist alles vergeben, Keine (weiteren) Zeitfenster verfügbar oder alle angekündigten Termine sind ausgebucht.
Umbuchen ist möglich, solange die Änderungssperre ab nicht greift. Diese Einstellung legt fest, wie kurz vor dem Termin eine Buchung nicht mehr geändert oder storniert werden darf, angegeben in Minuten, Stunden, Tagen oder Wochen.
Termine abhaken und Bemerkungen erfassen
Für Sie hat der Planer die Reiter Meine Termine, Alle Termine, Übersicht, Statistik und Export.
Unter Meine Termine steht die Tabelle Ihrer Zeitfenster mit Datum, Start, Ende, Ort, Teilnehmer/innen und Aktion. Alle Termine zeigt dieselbe Tabelle über alle Lehrkräfte hinweg. In der Spalte Teilnehmer/innen steht vor jedem Namen ein Kontrollkästchen. Nach dem Gespräch setzen Sie den Haken und sichern mit Als gesehen speichern. Schneller geht es über Aktion → Als gesehen markieren.
Warum das wichtig ist: Im Modus auf ein Mal gibt erst dieser Haken den nächsten Buchungsplatz frei. Und die Statistik zählt danach, wie viele Termine wahrgenommen und wie viele nicht wahrgenommen wurden.
Was besprochen wurde, halten Sie in den Bemerkungen fest. Welche Felder dafür zur Verfügung stehen, entscheidet die Einstellung Bemerkungen für Termin verwenden:
| Einstellung | Wer die Bemerkung lesen kann |
|---|---|
| keine | Es gibt kein Bemerkungsfeld. |
| Termin-Bemerkungen, für Trainer/innen und Teilnehmer/in sichtbar | Sie und die betreffende Person. Geeignet für Absprachen und nächste Schritte. |
| Vertrauliche Bemerkung, nur für Trainer/innen sichtbar | Nur Sie. Geeignet für eigene Notizen. |
| Beide Arten von Bemerkungen | Beide Felder stehen nebeneinander zur Verfügung. |
Unterhalb der Tabelle listet der Planer auf, wer noch fehlt: … Teilnehmer/innen müssen noch einen Termin festlegen. Über Planer nach Teilnehmer/in und die Schaltfläche Festlegen tragen Sie diese Personen selbst in ein Zeitfenster ein.
Der Reiter Übersicht zeigt alle Termine als durchsuchbare Liste mit Bemerkungen und Bewertungen. Über Export erzeugen Sie daraus eine Datei, wahlweise als CSV, Excel, ODS, HTML oder PDF. Dort wählen Sie unter Einzufügende Daten die Spalten aus und sehen das Ergebnis vorher mit Vorschau.
Buchung in Gruppen
Steht Buchung in Gruppen nicht auf Nein, buchen die Teilnehmenden nicht nur für sich, sondern für ihre ganze Gruppe. Beim Buchen erscheint dann die Frage, ob der Termin nur mich oder eine bestimmte Gruppe betrifft. Wählbar sind Ja, für alle Gruppen und die Beschränkung auf eine einzelne Gruppierung.
Hinweis: Buchung in Gruppen hat nichts mit dem Gruppenmodus unter Weitere Einstellungen zu tun. Der Gruppenmodus steuert, welche Zeitfenster jemand überhaupt zu sehen bekommt. Buchung in Gruppen steuert, für wen gebucht wird. Für Gruppenpräsentationen brauchen Sie die zweite Einstellung, und die Gruppen müssen im Kurs bereits angelegt sein.
Wichtige Einstellungen
- Rollenname der/s Trainers/in: Beschriftet die Spalte, in der die betreuende Person steht. „Lehrkraft“ oder „Ansprechpartnerin“ ist für Teilnehmende verständlicher als die Vorgabe Trainer/in.
- Modus: Anzahl der Termine je Person, in diesem Planer oder auf ein Mal. Die wichtigste Entscheidung der ganzen Aktivität.
- Änderungssperre ab: Sperrt Umbuchungen kurz vor dem Termin. Zahl und Zeiteinheit sind ausgegraut, bis Sie daneben Aktivieren ankreuzen. Ein Tag genügt meist und verhindert Absagen am Morgen des Gesprächs.
- Standardmäßiges Zeitfenster: Die Dauer in Minuten, die beim Anlegen neuer Zeitfenster vorausgefüllt wird.
- Benachrichtigungen: Auf Ja gestellt, erfahren Sie und die Teilnehmenden es, sobald ein Termin gebucht oder abgesagt wird.
- Bemerkungen für Termin verwenden: Legt die Bemerkungsfelder und ihre Sichtbarkeit fest.
- Buchungsformular verwenden: Schaltet den Zwischenschritt beim Buchen frei, mit Buchungsanleitung, Mitteilung eingeben lassen und der Anzahl hochladbarer Dateien.
- Bewertung: Auf Kein lassen, außer der Planer dient wirklich einer Leistungserhebung. Bei mehreren bewerteten Terminen entscheidet die Bewertungsstrategie, ob der Durchschnitt oder die beste Bewertung zählt.
Tipps
- Rechnen Sie die Pause mit ein. Zwanzig Minuten Gespräch ohne Puffer bedeuten, dass Sie ab dem dritten Termin hinterherlaufen. Fünf Minuten Pause zwischen Zeitfenstern retten den Nachmittag.
- Setzen Sie Zeitfenster für Teilnehmer/innen sichtbar ab auf einen Zeitpunkt kurz vor der Buchungsphase. Sonst sind die begehrten Termine schon vergeben, bevor Sie die Sprechstunde im Unterricht überhaupt angekündigt haben.
- Haken Sie die Termine noch am selben Tag ab. Der Haken ist keine Formalie: Er gibt im Modus auf ein Mal die nächste Buchung frei und ist die Grundlage der Statistik.
Zertifikat
Mit der Aktivität Zertifikat stellen Sie Teilnahmebescheinigungen und Urkunden als PDF aus. Sie gestalten das Blatt einmal, und Moodle setzt für jede Person den Namen, den Kursnamen, das Datum und einen Prüfcode ein. Die Teilnehmenden holen sich das fertige PDF selbst ab.
Zertifikat anlegen
- Kurs öffnen und oben rechts Bearbeiten einschalten.
- Im gewünschten Abschnitt auf Aktivität oder Material anlegen klicken.
- Im Reiter Aktivitäten Zertifikat auswählen.
- Name eingeben (er steht als Link auf der Kursseite, nicht auf dem PDF) und unter Beschreibung erklären, wofür die Bescheinigung gilt.
- Mit Speichern und anzeigen abschließen.
Hinweis: Das Zertifikat ist danach eine leere Seite. Was darauf steht, legen Sie nicht im Einstellungsformular fest, sondern auf einer eigenen Seite. Das ist der zweite und der eigentliche Arbeitsschritt.
Das Zertifikat gestalten
Öffnen Sie die Aktivität und wählen Sie Zertifikat bearbeiten. Oben stehen die Maße des Blattes: Breite und Höhe in Millimetern sowie Linker Rand und Rechter Rand. Voreingestellt ist A4 hochkant mit 210 zu 297. Für eine Urkunde im Querformat tauschen Sie die beiden Werte.
Darunter liegt die Tabelle Elemente. Jede Zeile ist ein Baustein des Blattes. In der Spalte Name steht Ihre eigene Bezeichnung, über den Stift daneben lässt sie sich ändern. Die Spalte Aktionen führt zum Formular des Elements, löscht es oder verschiebt es in der Reihenfolge. Ein neues Element wählen Sie aus der Liste unter der Tabelle und bestätigen mit Element hinzufügen. Danach öffnet sich sein Formular mit Bezeichnung des Elements, Schriftart, Größe, Farbe und Position des Referenzpunktes.
Hinweis: Die Spalte Typ nennt die Elemente in ihren internen englischen Namen, also studentname statt „Name von Teilnehmer/in“ und coursename statt „Kursname“. Gemeint ist dasselbe wie in der deutschen Auswahlliste darunter.
Neunzehn Elementtypen stehen zur Auswahl. Die folgenden tragen ein gewöhnliches Zertifikat:
| Element | Was es auf das Blatt setzt |
|---|---|
| Text | Festen Text, der bei allen gleich bleibt, etwa die Überschrift oder eine Formel wie „Hiermit wird bescheinigt, dass“. |
| Name von Teilnehmer/in | Den Namen der Person, für die das PDF gerade erzeugt wird. |
| Kursname | Den vollständigen Kursnamen oder wahlweise den Kurznamen. |
| Datum | Ein Datum Ihrer Wahl: Ausstellungstag, Abschlussdatum, Kursbeginn, Kursende oder das Datum einer Bewertung. Das Format wählen Sie mit. |
| Bewertung | Die Note aus einer Aktivität oder die Gesamtnote des Kurses. |
| Code | Den Prüfcode, mit dem sich die Bescheinigung später überprüfen lässt. QR Code setzt denselben Code zusätzlich als Grafik. |
| Rahmen | Eine Linie um das ganze Blatt, in der Farbe und Stärke Ihrer Wahl. |
| Hintergrundbild | Ein Bild über die ganze Seite, hinter allen anderen Elementen. Das Bild laden Sie im Formular des Elements unter Bild hochladen hoch. |
| Name von Trainer/in | Den Namen der Lehrkraft. Zusammen mit Digitale Signatur ergibt das die Unterschriftszeile. |
Mit Zertifikatsseite hinzufügen bekommt die Bescheinigung ein zweites Blatt, etwa für eine Anlage mit den Inhalten des Kurses.
Ganz unten steht Vorlage laden. Vorlagen sind fertige Zertifikate, die sich mit einem Klick in Ihres übernehmen lassen. Anlegen können Sie selbst keine: Vorlagen gehören der gesamten Moodle-Instanz und werden von dem jeweiligen Administrationsteam gepflegt. Stehen keine bereit, meldet das Feld „Keine Vorlagen“.
Elemente anordnen
Die Elemente liegen nach dem Anlegen übereinander in der oberen linken Ecke. Auf ihre Plätze bringen Sie sie mit Elemente neu anordnen unter der Elementtabelle. Die Seite zeigt das Blatt in Originalproportion, und jedes Element lässt sich mit der Maus dorthin ziehen, wo es stehen soll.
Gespeichert wird mit Speichern und Schließen oder, wenn Sie weiterarbeiten wollen, mit Speichern und Fortfahren. Abbrechen verwirft das Verschieben.
Hinweis: Auf dieser Seite stehen Beispielwerte. Angezeigt werden Ihr eigener Name und das heutige Datum, weil Moodle noch nicht weiß, für wen das PDF einmal erzeugt wird. Im fertigen Zertifikat steht dann der Name der jeweiligen Person.
Was die Teilnehmenden sehen
Auf der Aktivitätsseite steht die Beschreibung und darunter die Schaltfläche Zertifikat anzeigen. Der Klick erzeugt das PDF. Im selben Moment trägt Moodle die Person als Empfängerin ein und vergibt den Prüfcode. Ab dann steht über der Schaltfläche Verliehen am mit dem Datum des ersten Abrufs, und jeder weitere Klick liefert dasselbe Blatt mit demselben Code.
Ob das PDF im Browser aufgeht oder als Datei herunterkommt, entscheidet Zustellmöglichkeiten im Einstellungsformular.
Achtung: Ohne weitere Vorkehrung kann jede und jeder Eingeschriebene die Bescheinigung sofort abrufen, auch am ersten Kurstag. Wer sie an eine Leistung binden will, setzt unter Voraussetzungen eine Bedingung, meist den Aktivitätsabschluss der vorangehenden Aktivitäten. Dafür muss die Abschlussverfolgung im Kurs eingeschaltet sein. Das Feld Mindestbearbeitungszeit in Minuten im Zertifikat selbst prüft nur, wie lange jemand im Kurs angemeldet war, nicht was dabei herauskam.
Ausgestellte Zertifikate und Überprüfung
Auf derselben Aktivitätsseite sehen Sie als Lehrkraft, wer sich die Bescheinigung schon geholt hat. Unter Empfänger/innen steht die Zahl, darunter die Tabelle mit Name, E-Mail-Adresse, Verliehen am, Code und der fertigen Datei. Über Herunterladen geben Sie die Liste als Tabelle aus, unter anderem als OpenDocument, Excel-Datei oder .csv. Alle ausgestellten Zertifikate herunterladen packt sämtliche PDFs in ein Archiv.
Am Ende jeder Zeile steht ein Papierkorb. Er löscht die Ausstellung, nicht die Person aus dem Kurs. Beim nächsten Abruf bekommt sie ein neues Zertifikat mit neuem Datum und neuem Code. Das ist der Weg, wenn Sie das Blatt nach der ersten Ausgabe noch geändert haben.
Der Prüfcode ist dafür da, dass eine vorgelegte Bescheinigung nachprüfbar bleibt. Im Menü Mehr führt Zertifikat überprüfen auf ein Formular mit einem einzigen Feld Code. Wird der Code eingegeben, nennt Moodle den Namen der Person, den Kurs und das Ausstellungsdatum.
Wer diese Seite benutzen darf, hängt an Allen Personen erlauben Zertifikate zu überprüfen. Steht die Einstellung auf Ja, kommt jede Person an die Prüfung heran, auch ohne Anmeldung in Moodle. Das ist gewollt, wenn die Bescheinigung außerhalb der Schule vorgelegt wird.
Wichtige Einstellungen
- Optionen: Zustellmöglichkeiten öffnet das PDF im Browser oder erzwingt den Download. Mit Nutzerdefiniertes Muster für Dateinamen bestimmen Sie, wie die Datei heißt, über Platzhalter wie
{firstname},{lastname}und{coursename}. - Benachrichtigungen: Teilnehmer/innen benachrichtigen schickt das Zertifikat von sich aus per E-Mail, sobald es für die jeweilige Person verfügbar ist. Trainer/innen benachrichtigen und Weitere Empfänger benachrichtigen tun dasselbe für Lehrkräfte und beliebige Adressen.
- Mindestbearbeitungszeit in Minuten: Die Zeit, die jemand im Kurs angemeldet gewesen sein muss, bevor die Schaltfläche erscheint.
0schaltet die Prüfung ab. - Schutzeinstellungen: Drei Haken sperren im PDF das Drucken, das Bearbeiten und das Kopieren. Die Sperren wirken nur, soweit das Anzeigeprogramm sie beachtet.
- Sprache festlegen: Erzwingt eine Sprache für das PDF, unabhängig davon, welche die abrufende Person eingestellt hat. Das hält Datumsangaben und feste Texte einheitlich.
Tipps
- Schalten Sie Teilnehmer/innen benachrichtigen erst ein, wenn das Blatt fertig ist. Die Mail geht heraus, sobald das Zertifikat für jemanden verfügbar wird, und verschickt dann auch ein halb fertiges Layout.
- Rufen Sie das Zertifikat einmal selbst ab, bevor Sie den Kurs öffnen. Erst am PDF sehen Sie, ob die Zeilen bei einem langen Namen noch passen.
- Setzen Sie das Element Code auf jedes Zertifikat, auch wenn Sie die Überprüfung nicht anbieten. Ohne aufgedruckten Code nützt die Prüfseite nichts, und nachträglich lässt sich der Code auf ein bereits ausgestelltes PDF nicht mehr bringen.