Allgemein
Grundeinstellungen der Plattform, die zu keiner anderen Administrationskategorie gehören: Startseite, Standort und Zeitzone, Sicherheit und Benachrichtigungen.
- H5P-Inhalte migrieren
- Sicherheitseinstellungen
- Sprache der Oberfläche verwalten
- Startseite einrichten
- Website-Badges
- Zusatzoptionen
H5P-Inhalte migrieren
In Sachsen-Anhalt gibt es zwei Aktivitäten für H5P-Inhalte: das ältere Zusatz-Plugin Interaktiver Inhalt und die neuere Aktivität H5P, die zu Moodle selbst gehört. Das Migrationswerkzeug überträgt vorhandene Inhalte vom alten auf das neue Modul, kursweise oder in einem Durchgang für die ganze Plattform.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen können ihre eigenen Inhalte nicht selbst migrieren. Für sie bleibt nur der Weg, den Inhalt aus der alten Aktivität herunterzuladen und in einer neuen wieder hochzuladen.
Die beiden Aktivitäten unterscheiden
Im Auswahlfenster Aktivität oder Material anlegen stehen beide nebeneinander. Auseinander hält man sie am Namen und am Symbol:
| Aktivität | Woran Sie sie erkennen |
|---|---|
| Interaktiver Inhalt | Das alte Zusatz-Plugin (mod_hvp). Sein Symbol ist das H5P-Logo auf schwarzer Kachel. Der Inhalt wird in der Aktivität selbst erstellt und liegt nur dort. |
| H5P | Der Nachfolger aus dem Moodle-Kern (mod_h5pactivity). Sein Symbol ist dasselbe H5P-Logo auf blauer Kachel. Der Inhalt kommt als Datei aus dem Inhaltsspeicher und lässt sich dort mehrfach verwenden. |
Nur die neue Aktivität wird von Moodle weiterentwickelt. Die alte bleibt vorerst nutzbar, bekommt aber keine neuen Funktionen mehr.
Inhalte migrieren
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Eintrag Inhalt von hvp zu h5pactivity migrieren anklicken.
- Unter der Überschrift Ausstehende hvp-Aktivitäten die Aktivitäten ankreuzen, die umgestellt werden sollen. Alles auswählen nimmt die ganze angezeigte Seite.
- Darunter unter Migrationseinstellungen die beiden Fragen beantworten (siehe nächster Abschnitt).
- Auf Migrieren klicken. Moodle meldet danach je Aktivität, ob sie erfolgreich umgestellt wurde.
Die Liste zeigt zu jeder Aktivität den Kurs, den Namen, den Inhaltstyp und drei Zahlen: Teilnehmer/innen mit Bewertung, Teilnehmer/innen mit Versuchen und Gespeicherte Zustände. Daran sehen Sie vor dem Klick, wie viele Personen von der Umstellung betroffen sind.
Hinweis: Sind alle Inhalte umgestellt, meldet die Seite „Es gibt keine hvp-Aktivität, die als h5pactivity migriert werden könnte.“ Der Eintrag erscheint in der Website-Administration überhaupt nur, solange das alte Plugin installiert ist.
Migrationseinstellungen
Die erste Frage lautet Wählen Sie aus, was mit der ursprünglichen Aktivität nach der Migration geschehen soll. Sie hat drei Antworten:
| Antwort | Folge |
|---|---|
| Original-Aktivität verbergen | Die alte Aktivität bleibt im Kurs, ist aber für Teilnehmende nicht mehr sichtbar. Der schonendste Weg: Fällt bei der neuen Aktivität etwas auf, holen Sie die alte mit einem Klick zurück. |
| Original-Aktivität löschen | Die alte Aktivität wird entfernt, samt ihrer Versuche und Bewertungen. Das lässt sich nur über den Papierkorb des Kurses rückgängig machen, und auch das nur innerhalb der dort eingestellten Frist. |
| Original-Aktivität belassen, wie sie ist | Beide Aktivitäten stehen sichtbar nebeneinander im Kurs. Teilnehmende sehen denselben Inhalt zweimal und wissen nicht, welchen sie bearbeiten sollen. |
Die zweite Frage lautet Sollen diese Inhalte zum Inhaltsspeicher hinzugefügt werden?. Auch sie hat drei Antworten:
| Antwort | Folge |
|---|---|
| Ja, und in der Aktivität soll ein Link auf diese Dateien verwendet werden | Der Inhalt landet im Inhaltsspeicher des Kurses, die Aktivität verweist darauf. Wer den Inhalt dort später bearbeitet, ändert damit auch die Aktivität. |
| Ja, aber in der Aktivität soll eine Kopie verwendet werden | Der Inhalt landet ebenfalls im Inhaltsspeicher, die Aktivität bekommt aber eine eigene Kopie. Änderungen im Inhaltsspeicher erreichen die Aktivität danach nicht mehr. |
| Nein, sie sollen nur in der Aktivität angelegt werden | Der Inhalt bleibt allein in der Aktivität. Der Inhaltsspeicher bleibt leer, und der Inhalt lässt sich nicht in einem zweiten Kurs weiterverwenden. |
Damit die beiden Ja-Antworten funktionieren, muss der Inhaltstyp H5P im Inhaltsspeicher eingeschaltet sein. Er steht unter Plugins → Inhaltsspeicher → Inhaltstypen verwalten. Fehlt er, bricht die Migration mit einer Fehlermeldung ab, die genau diesen Weg nennt.
Was nicht mitwandert
Versuche und Bewertungen werden übertragen, aber nicht eins zu eins. Rechnen Sie mit diesen Punkten:
- Gespeicherte Zwischenstände gehen verloren. Die alte Aktivität kann den Bearbeitungsstand einer angefangenen Übung sichern, die neue kann das nicht. Was in der Spalte Gespeicherte Zustände steht, ist nach der Migration fort. Wer mitten in einer Übung stand, beginnt von vorn.
- Je Person entsteht genau ein Versuch. Die alte Aktivität hält nur das jeweils letzte Ergebnis vor. Aus dieser Angabe baut das Werkzeug einen einzelnen Versuch je Teilnehmer/in, eine Versuchshistorie entsteht dabei nicht.
- Feedback in den Bewertungen kann verlorengehen. War die alte Aktivität mit der Bestbewertung 0 angelegt, überschreibt Moodle die Bewertungsangaben. Die Seite meldet das für jede betroffene Aktivität einzeln.
- Globale Einstellungen wandern nicht mit. Was in den Einstellungen des alten Plugins plattformweit festgelegt ist, etwa die voreingestellten Anzeigeoptionen, hat in der neuen Aktivität keine Entsprechung und muss je Aktivität neu gesetzt werden.
Achtung: Jede Aktivität wird nur einmal migriert. Danach verschwindet sie aus der Liste. Wollen Sie eine Umstellung wiederholen, müssen Sie die dabei entstandene H5P-Aktivität vorher löschen oder umbenennen, sonst gilt das Original weiterhin als erledigt.
Wichtige Einstellungen
- H5P-Aktivität aktiviert: Unter Plugins → Aktivitäten → Übersicht muss H5P eingeschaltet sein. Ist sie es nicht, verweigert das Werkzeug den Dienst.
- Inhaltstyp H5P: Unter Plugins → Inhaltsspeicher → Inhaltstypen verwalten. Nur mit diesem Inhaltstyp lassen sich die Inhalte in den Inhaltsspeicher übernehmen.
- H5P-Einstellungen: Im Reiter Allgemein unter H5P. Dort stehen die Übersicht der geladenen H5P-Bibliotheken und eigenes CSS für die Anzeige, das für beide Aktivitäten gilt.
Tipps
- Migrieren Sie in kleinen Gruppen und nicht die ganze Plattform auf einmal. Nach jedem Durchgang können Sie in einem der betroffenen Kurse nachsehen, ob die neue Aktivität sich so verhält wie erwartet.
- Wählen Sie beim ersten Durchgang Original-Aktivität verbergen. Das Löschen können Sie nachholen, sobald sich niemand mehr meldet.
- Kündigen Sie die Umstellung den betroffenen Lehrkräften an, besonders wegen der gespeicherten Zwischenstände. Mitten im Schuljahr trifft das die Klassen, die gerade an einer Übung arbeiten.
- Migrieren Sie außerhalb der Unterrichtszeit. Jede Aktivität wird einzeln umgebaut, und bei vielen Inhalten läuft der Vorgang eine Weile.
Sicherheitseinstellungen
Die Seite Sicherheitseinstellungen bündelt die Regeln, nach denen Moodle Zugriffe von außen behandelt: wer die Website ohne Anmeldung sieht, welche Kennwörter das System annimmt, wie lange Beiträge nach dem Absenden noch bearbeitet werden dürfen und wie groß hochgeladene Dateien sein können.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen sehen die Seite nicht, bekommen einige der Werte in ihren Kursen aber zu spüren: Die maximale Dateigröße und die Bearbeitungsdauer von Forumsbeiträgen stammen von hier.
Sicherheitseinstellungen öffnen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Zur Überschrift Sicherheit blättern.
- Auf Sicherheitseinstellungen klicken.
Unter Sicherheit stehen daneben die Einträge IP-Blocker, HTTP-Sicherheit und Systemnachrichten. Diese Seite beschreibt ausschließlich Sicherheitseinstellungen.
Was ohne Anmeldung sichtbar ist
Ab Werk sind die Startseite und die Kursübersicht öffentlich, die Kurse selbst nicht. Vier Einstellungen verschieben diese Grenze:
| Einstellung | Was sie bewirkt |
|---|---|
| Anmeldung notwendig | Ohne Anmeldung ist nichts zu sehen, auch die Startseite nicht. Ab Werk ausgeschaltet. |
| Anmeldung notwendig, um Profile anzuzeigen | Nutzerprofile bleiben Angemeldeten vorbehalten. Ab Werk eingeschaltet. Ausgeschaltet sind die Profile samt Beschreibungstext weltweit abrufbar, auch für Suchmaschinen. |
| Anmeldung notwendig, um Profilbilder anzuzeigen | Profilbilder bleiben Angemeldeten vorbehalten. In E-Mails erscheint dann für alle das Standardbild. In der Standardkonfiguration in Sachsen-Anhalt ist diese Option aktiviert. |
| Offen für Suchmaschinen | Suchmaschinen betreten die Website als Gast und erreichen damit alle Kurse, die einen Gastzugang ohne Kennwort erlauben. Wer über eine Suchmaschine kommt, wird automatisch als Gast angemeldet. Ab Werk ausgeschaltet. |
Davon getrennt regelt Indizierung durch Suchmaschinen erlauben, ob Moodle die Aufnahme in den Suchindex überhaupt gestattet:
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
| Überall außer Anmeldeseiten | Die Anmeldeseiten bleiben außen vor, weil sie im Moment der Indizierung persönliche Angaben enthalten können. |
| Überall | Auch dann, wenn Anmeldung notwendig eingeschaltet ist. |
| Nirgends | Keine Seite wird aufgenommen. In Sachsen-Anhalt ist das die Voreinstellung. |
Achtung: Die Einstellung schreibt lediglich eine Angabe in den Kopf jeder Seite, an die sich Suchmaschinen halten sollen. Ob sie es tun, entscheiden die Suchmaschinen. Inhalte, die niemand von außen sehen darf, schützt nur Anmeldung notwendig.
Kennwortregeln
Mit dem Haken bei Kennwortregeln prüft Moodle jedes neu vergebene Kennwort gegen die Werte, die darunter stehen. Ab Werk gelten:
| Feld | Voreinstellung |
|---|---|
| Kennwortlänge | mindestens 6 Zeichen |
| Ziffern | mindestens 1 |
| Kleinbuchstaben | mindestens 1 |
| Großbuchstaben | mindestens 0 |
| Sonderzeichen | mindestens 0 |
| Aufeinander folgende identische Zeichen | 0, also keine Prüfung |
Eine geänderte Regel erreicht zunächst nur, wer sein Kennwort neu setzt. Vorhandene Kennwörter bleiben gültig, solange niemand sie anfasst. Wer die Regel auch für bestehende Konten durchsetzen will, schaltet Kennwort beim Anmelden überprüfen ein: Moodle prüft dann bei jeder Anmeldung und verlangt bei einem Verstoß erst eine Änderung, bevor es weitergeht.
Kontosperrung nach Fehlversuchen
Ab Werk sperrt Moodle kein Konto, gleichgültig wie oft ein falsches Kennwort eingegeben wird. Drei Einstellungen ändern das:
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Schwelle zur Kontosperrung | Zahl der Fehlversuche, nach der gesperrt wird. Ab Werk Nein, also keine Sperrung. Zur Wahl stehen 3, 5, 7, 10, 20, 30, 50 und 100. |
| Beobachtungszeit zur Kontosperrung | Zeitfenster, in dem die Fehlversuche zusammenzählen. Bleibt es ohne weiteren Fehlversuch, beginnt die Zählung von vorn. Ab Werk 30 Minuten. |
| Kontosperrdauer | Wie lange die Sperre gilt. Danach hebt Moodle sie selbst auf. Ab Werk 30 Minuten. |
Eine Sperre lässt sich auf vier Wegen wieder lösen: durch Abwarten der Kontosperrdauer, über den Link Nutzerkonto freischalten in der E-Mail, die Moodle bei der Sperrung verschickt, durch Setzen eines neuen Kennworts über Kennwort vergessen und durch die Administration in der Nutzerliste über die Aktion Konto freigeben.
Hinweis: Eine Sperre ist etwas anderes als ein gesperrtes Konto im Sinne von Konto deaktivieren. Sie entsteht durch Fehlversuche, gilt befristet und lässt die Kontodaten unberührt.
Wichtige Einstellungen
- Dateigrößen: Maximale Dateigröße ist die Obergrenze für die gesamte Website. Sie begrenzt ihrerseits, was auf Kurs- und Aktivitätsebene überhaupt einstellbar ist, und ist selbst durch die PHP-Werte
post_max_sizeundupload_max_filesizebegrenzt. Speicherplatz für meine Dateien begrenzt die persönliche Dateiablage, ab Werk auf 100 MB. - Bearbeitungsdauer: Maximale Bearbeitungsdauer legt fest, wie lange ein abgeschickter Beitrag in Foren, Glossaren und ähnlichen Aktivitäten noch geändert werden darf. Voreinstellung 30 Minuten, zur Wahl stehen 1 bis 60 Minuten.
- Anmeldenamen: Anmeldenamen schützen sorgt dafür, dass Moodle bei vergessenem Kennwort keine Rückschlüsse auf vorhandene Konten preisgibt. Sonderzeichen in Anmeldenamen erlaubt beliebige Kleinbuchstaben und Zeichen. Ausgeschaltet sind nur Ziffern, Buchstaben sowie
_,-,.und@zulässig. Anmeldenamen merken legt den Anmeldenamen für 60 Tage in einem Cookie ab. Ab Werk steht es auf optional. Im Browser verhält sich optional wie Ja, den Unterschied wertet nur die Moodle-App aus, die die Entscheidung dort erfragt. - Profile: Rollen im Profil anzeigen bestimmt, welche Rollen in Profilen und Teilnehmerlisten genannt werden. Ab Werk Moderator/in, Trainer/in und Teilnehmer/in. Profilzugriff nur für eingetragene Nutzer/innen verhindert, dass frisch angelegte Konten ohne Kurseinschreibung eine Profilbeschreibung hinterlegen. Nutzerbilder deaktivieren nimmt allen die Möglichkeit, ein Profilbild zu ändern.
- E-Mail-Adresse: Bestätigung der E-Mail-Änderung verlangt nach einer Adressänderung im Profil eine Bestätigung über die neue Adresse. Ab Werk eingeschaltet.
- Eingebettete Inhalte: object/embed erlauben gibt die HTML-Elemente
<object>und<embed>für alle frei. Trusted-Content-System aktivieren nimmt Texte bestimmter Rollen von der Bereinigung aus. Dafür muss zusätzlich einer Rolle das Rechtmoodle/site:trustcontenterlaubt werden. Beide sind ab Werk ausgeschaltet. - Cron: Cron nur über die Befehlszeile ausführen verhindert den Aufruf von
cron.phpim Browser. Bleibt der Browseraufruf nötig, schützt ihn Kennwort für cron: Der Wert wird als?password=…an die Adresse gehängt. - Kennwörter in Vorlagen: Einstellungen mit Kennwörtern listet im Format
EINSTELLUNG@@PLUGINauf, was beim Erstellen einer Admin-Vorlage nicht mit exportiert wird. Eigene Zeilen kommen durch Kommas getrennt hinzu.
Tipps
- Ändern Sie die Kennwortregeln nicht ohne Kennwort beim Anmelden überprüfen, wenn die Verschärfung einen Anlass hatte. Ohne diese Option bleiben genau die alten Kennwörter im Umlauf, wegen derer Sie die Regel angezogen haben.
- Eine Schwelle zur Kontosperrung von 3 trifft in der Praxis vor allem Personen, die sich vertippen. Mit 10 Versuchen in 30 Minuten bleibt der Schutz gegen das automatische Durchprobieren erhalten, und die Nachfragen im Sekretariat bleiben aus.
- Prüfen Sie nach einer Änderung an Maximale Dateigröße, was in den Kursen ankommt. Ein hoher Wert an dieser Stelle bedeutet nicht, dass überall große Dateien erlaubt sind. Maßgeblich bleibt der Wert im Kurs und in der jeweiligen Aktivität.
Sprache der Oberfläche verwalten
Moodle zeigt seine Oberfläche in der Sprache an, die auf der Plattform hinterlegt ist. Sie legen fest, welche Sprachpakete installiert sind, welche Sprache voreingestellt ist und ob Nutzer/innen selbst umschalten können.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen können eine Sprache nur für ihren eigenen Kurs und für einzelne Aktivitäten festlegen, nicht für die Plattform.
Wo die Spracheinstellungen liegen
Öffnen Sie Website-Administration und wählen Sie den Reiter Allgemein. Der Bereich Sprache enthält drei Einträge:
| Eintrag | Wofür er zuständig ist |
|---|---|
| Einstellungen | Standardsprache, Sprachmenü, Spracherkennung und Zwischenspeicher. |
| Sprachanpassungen | Einzelne Begriffe der Oberfläche umbenennen. |
| Sprachpakete | Sprachpakete installieren, aktualisieren und deinstallieren. |
Zusätzliche Sprachpakete installieren
Moodle bringt nur Englisch mit. Jede weitere Sprache ist ein eigenes Paket, das der Server von download.moodle.org holt.
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Zum Bereich Sprache blättern und auf Sprachpakete klicken.
- Rechts in der Liste Verfügbare Sprachpakete die gewünschte Sprache anklicken. Das Feld Suchen darunter grenzt die lange Liste ein. Mit gedrückter Strg-Taste (am Mac: Cmd) wählen Sie mehrere aus.
- Auf Ausgewählte Sprachpakete installieren klicken.
- Das Paket steht danach links unter Installierte Sprachpakete.
Ein einzelnes Paket installiert Moodle sofort und meldet „Das Sprachpaket ‚…‘ wurde erfolgreich installiert.“ Bei mehreren Paketen läuft die Installation im Hintergrund: Die Meldung lautet dann „Die folgenden Sprachpakete sind zur Installation vorgemerkt“, und die Pakete erscheinen erst nach dem nächsten Cron-Lauf in der Liste.
Sprachpakete aktualisieren und entfernen
Übersetzungen werden laufend ergänzt. Moodle holt die Aktualisierungen selbst: Der geplante Task Installierte Sprachpakete aktualisieren läuft regelmäßig, seinen Zustand zeigt die Seite Einstellungen ganz unten unter Task-Status. Von Hand stoßen Sie ihn auf der Seite Sprachpakete mit Installierte Sprachpakete aktualisieren an.
Zum Entfernen wählen Sie das Paket links unter Installierte Sprachpakete aus und klicken auf Ausgewählte Sprachpakete deinstallieren. Moodle fragt vorher nach.
Hinweis: Das englische Sprachpaket lässt sich nicht deinstallieren. Es ist die Grundlage, aus der Moodle jeden Text nimmt, den ein anderes Paket nicht übersetzt.
Standardsprache festlegen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Zum Bereich Sprache blättern und auf Einstellungen klicken.
- Bei Sprache die gewünschte Sprache wählen. Zur Auswahl stehen nur installierte Pakete.
- Unten auf Änderungen speichern klicken.
Die Standardsprache greift überall dort, wo keine andere Einstellung vorliegt: auf der Anmeldeseite, bei Gästen und bei neu angelegten Konten.
Sprachmenü aktivieren
Über das Sprachmenü schalten Nutzer/innen die Anzeigesprache selbst um, ohne ihr Profil zu ändern. Es ist ab Werk eingeschaltet.
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Zum Bereich Sprache blättern und auf Einstellungen klicken.
- Den Haken bei Sprachmenü setzen.
- Auf Änderungen speichern klicken.
Wo das Menü erscheint, hängt davon ab, ob jemand angemeldet ist:
- Angemeldet: im Nutzermenü rechts oben unter dem Eintrag Sprache.
- Nicht angemeldet: als eigenes Menü in der Kopfzeile. Es trägt den Namen der gerade eingestellten Sprache.
Die Wahl im Sprachmenü gilt nur für die laufende Sitzung. Dauerhaft stellt man die Sprache im eigenen Profil unter Sprache wählen ein.
Achtung: Das Menü bleibt unsichtbar, solange nur ein Sprachpaket installiert ist. Ebenso verschwindet es in Kursen, in denen unter Einstellungen → Darstellung das Feld Sprache festlegen gesetzt ist. In beiden Fällen liegt es nicht am Haken bei Sprachmenü.
Auswahl im Sprachmenü einschränken
Bleibt das Feld Sprachen im Sprachmenü leer, listet das Menü alle installierten Pakete. Eine durch Kommas getrennte Liste von Sprachcodes kürzt es:
de,en,fr
Hinter einem senkrechten Strich lässt sich der angezeigte Name überschreiben. Die Kindervariante de_kids heißt im Menü dann zum Beispiel Deutsch (einfach):
de|Deutsch,de_kids|Deutsch (einfach),en|English
Moodle prüft die Codes beim Speichern. Nennt die Liste eine Sprache, die nicht installiert ist, weist Moodle die Eingabe mit einer Fehlermeldung zurück.
Welche Sprache eine Seite anzeigt
Mehrere Einstellungen greifen ineinander. Moodle geht die folgende Reihenfolge durch und nimmt den ersten Treffer:
| Reihenfolge | Woher die Sprache kommt |
|---|---|
| 1. Aktivität | In den Einstellungen der Aktivität ist unter Sprache festlegen eine Sprache gesetzt. Sie gilt nur in dieser Aktivität. |
| 2. Kurs | In den Kurseinstellungen ist unter Sprache festlegen eine Sprache gesetzt. Sie gilt im ganzen Kurs. |
| 3. Sprachmenü | Die Person hat in dieser Sitzung umgeschaltet. |
| 4. Profil | Im Profil ist unter Sprache wählen eine Sprache hinterlegt. |
| 5. Website | Die Standardsprache aus den Spracheinstellungen. |
Wer nicht angemeldet ist und noch nicht umgeschaltet hat, landet bei aktivierter Option Sprache erkennen zunächst in der Sprache des Browsers, sofern dafür ein Paket installiert ist.
Wichtige Einstellungen
- Standardsprache: Sprache setzt die Sprache der gesamten Website. Die Liste zeigt nur installierte Pakete.
- Browsersprache: Sprache erkennen leitet die Anzeigesprache aus den Browsereinstellungen ab, solange weder im Profil noch über das Sprachmenü etwas gewählt wurde. Ausgeschaltet sehen alle zuerst die Standardsprache.
- Neue Konten: Bei Kontoerstellung die Browsersprache als bevorzugte Sprache festlegen greift, wenn Konten beim ersten Anmelden automatisch entstehen, z. B. über LDAP oder OAuth 2. Das neue Konto bekommt die Browsersprache ins Profil geschrieben.
- Sprachmenü: Sprachmenü blendet das Menü ein oder aus, Sprachen im Sprachmenü kürzt und beschriftet die Liste.
- Zwischenspeicher: Sprachmenü-Cache hält die Liste der aktiven Pakete vor, Sprachcache alle Texte. Wer ein Paket von Hand auf den Server kopiert oder Begriffe über Sprachanpassungen ändert, muss den jeweiligen Zwischenspeicher leeren oder vorübergehend abschalten, sonst bleibt die alte Fassung sichtbar.
- Datums- und Zahlenformat: „locale“ für die Website bestimmt, wie das Betriebssystem Datum und Uhrzeit ausgibt, z. B.
de_DE.UTF-8. Die Einstellung wirkt nur, wenn die passende Locale auf dem Server vorhanden ist. Sonst bleibt das Feld leer.
Einzelne Begriffe anpassen
Manchmal passt nur ein Wort nicht, etwa wenn „Kurs“ an Ihrer Einrichtung anders heißt. Dafür gibt es Sprachanpassungen. Die Änderungen liegen in einem lokalen Sprachpaket und bleiben erhalten, wenn das eigentliche Paket aktualisiert wird.
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Zum Bereich Sprache blättern und auf Sprachanpassungen klicken.
- Die Sprache auswählen und auf Start klicken.
- Auf Lokales Sprachpaket bearbeiten klicken. Moodle liest das Paket ein, das dauert einen Moment.
- Im Filter unter Komponenten das Plugin wählen und bei Textteil das gesuchte Wort eingeben, dann auf Texte anzeigen klicken.
- Die neue Fassung eintragen und auf Texte im lokalen Sprachpaket speichern klicken.
Tipps
- Installieren Sie nur Sprachen, die tatsächlich gebraucht werden. Jedes Paket verlängert das Sprachmenü, und wer versehentlich umschaltet, findet in einer fremden Schrift den Weg zurück oft nicht allein.
- Prüfen Sie nach der Installation einer Variante, ob das Grundpaket vorhanden ist. Moodle meldet sonst „Das Sprachpaket ‚…‘ fehlt für ‚…‘“: Varianten wie
de_kidsoderde_dugreifen aufdezurück und zeigen ohne dieses Paket englische Texte. - Wer beim Testen in einer fremden Sprache feststeckt, hängt
?lang=dean die Adresse der Seite. Das schaltet die Sitzung zurück, ohne dass man das Menü lesen muss.
Startseite einrichten
Die Startseite ist das, was Besucher/innen vor der Anmeldung sehen, und für viele Angemeldete die erste Seite nach dem Login. Sie trägt den Namen der Plattform, kann Kurse auflisten und lässt sich zusätzlich wie ein Kurs mit Texten, Bildern und Aktivitäten füllen.
Voraussetzung: Moderator/innen-Rechte. Trainer/innen sehen die Seite nicht, sie gestalten nur ihre eigenen Kurse.
Einstellungen der Startseite öffnen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Zur Überschrift Startseite blättern.
- Auf Einstellungen der Startseite klicken.
Name der Website
Die beiden obersten Felder benennen die Plattform:
- Name der Website: steht als Überschrift auf der Startseite und in der Betreffzeile mancher System-E-Mails.
- Kurzbezeichnung der Website: steht in der Navigationsleiste vor dem Seitentitel und sollte deshalb kurz bleiben.
- Informationen zur Website: ein Text mit Editor. Er erscheint nicht von selbst, sondern nur dort, wo der Block Kursbeschreibung auf der Startseite eingefügt ist.
Welche Elemente die Startseite zeigt
Die Startseite wird aus einer Reihe von Elementen zusammengesetzt. Dafür gibt es zwei getrennte Einstellungen mit mehreren Auswahlfeldern untereinander: Startseite gilt für Besucher/innen ohne Anmeldung und hat fünf Felder, Startseite nach Anmeldung gilt für Angemeldete und hat sechs. Der Unterschied kommt daher, dass jede Einstellung genau ein Feld je wählbarem Element mitbringt, und Eingeschriebene Kurse es nur nach der Anmeldung gibt. Die Elemente erscheinen in der Reihenfolge der Felder. Nicht benötigte Felder bleiben auf Keine.
| Element | Was es anzeigt |
|---|---|
| Ankündigungen | Die neuesten Beiträge aus dem Ankündigungsforum der Startseite. |
| Kursliste | Alle sichtbaren Kurse in einer Liste. Voreinstellung in beiden Feldern. |
| Eingeschriebene Kurse | Nur die eigenen Kurse. Steht ausschließlich unter Startseite nach Anmeldung zur Wahl. |
| Kursbereiche | Die Kursbereiche als aufklappbare Liste, ohne die Kurse darin. |
| Kombiliste | Die Kursbereiche mit den enthaltenen Kursen darunter. |
| Kurssuche | Ein Suchfeld für Kurse. |
Zwei weitere Felder begrenzen die Listen: Maximale Bereichstiefe bestimmt, wie viele Ebenen von Unterbereichen aufgeklappt gezeigt werden (ab Werk 2, tiefere erreicht man über Links), und Max. Anzahl von Kursen begrenzt die Kursliste (ab Werk 200).
Achtung: Die Kombiliste lädt bei vielen Kursbereichen und Kursen eine große Menge Daten. Auf Plattformen mit mehreren hundert Kursen sind Kurssuche und Kursbereiche die sparsamere Wahl.
Die Startseite als Kurs bearbeiten
Über die Auswahlfelder hinaus ist die Startseite ein eigener Kurs und lässt sich wie einer füllen. Das erlaubt der Haken Textabschnitt einbeziehen: Er blendet oben auf der Startseite einen Bereich ein, in den Texte, Bilder, Arbeitsmaterialien und Aktivitäten kommen. Ab Werk ist er gesetzt.
- Auf Startseite in der Navigationsleiste wechseln.
- Rechts oben den Bearbeiten-Modus einschalten.
- Im oberen Bereich auf Aktivität oder Material anlegen klicken und den gewünschten Eintrag wählen, meist ein Text- und Medienfeld.
- Über Block hinzufügen kommen Blöcke an den Rand, etwa Kursbeschreibung oder Kalender.
Das Ankündigungsforum der Startseite liegt ebenfalls in diesem Bereich. Wie viele seiner Beiträge das Element Ankündigungen zeigt, steht in Anzahl von Ankündigungen. Der Wert 0 blendet sie aus.
Was Gäste auf der Startseite dürfen
Die Einstellung Standardrolle für Startseite vergibt eine Rolle an alle, die angemeldet sind, ohne im Kurs der Startseite eingeschrieben zu sein. Ab Werk ist das Authentifizierte/r Nutzer/in der Startseite: eine Rolle, die auf der Startseite lesen und in deren Foren und Aktivitäten mitmachen darf, ohne dass jemand sie einzeln einschreiben muss.
Nicht angemeldete Besucher/innen sind davon nicht betroffen. Was sie sehen, entscheiden die Sicherheitseinstellungen unter Allgemein → Sicherheit.
Wichtige Einstellungen
- Bezeichnung: Name der Website und Kurzbezeichnung der Website benennen die Plattform, Informationen zur Website füllt den Block Kursbeschreibung.
- Aufbau: Startseite (fünf Felder) und Startseite nach Anmeldung (sechs Felder) bestimmen, welche Elemente in welcher Reihenfolge erscheinen. Ab Werk steht in beiden das erste Feld auf Kursliste und der Rest auf Keine.
- Umfang der Listen: Maximale Bereichstiefe und Max. Anzahl von Kursen begrenzen, wie viel Kursbereiche und Kursliste ausgeben.
- Eigener Inhalt: Textabschnitt einbeziehen schaltet den bearbeitbaren Bereich oben auf der Startseite frei.
- Ankündigungen: Anzahl von Ankündigungen legt fest, wie viele Beiträge das gleichnamige Element zeigt. Zur Wahl stehen 0 bis 10, ab Werk 1.
- Kommentare: Angezeigte Kommentare pro Seite gilt für Kommentare überall auf der Plattform, nicht nur auf der Startseite. Ab Werk 15.
- Rolle: Standardrolle für Startseite bestimmt, was Angemeldete ohne Einschreibung auf der Startseite tun dürfen.
Tipps
- Stellen Sie Startseite und Startseite nach Anmeldung unterschiedlich ein. Vor der Anmeldung tragen Kurssuche und ein kurzer Text mehr, nach der Anmeldung sind Eingeschriebene Kurse das, wonach die meisten suchen.
- Prüfen Sie das Ergebnis in einem privaten Browserfenster. Angemeldet als Administrator/in sehen Sie die Startseite mit allen verborgenen Kursen und einer Navigationsleiste, die es für Besucher/innen so nicht gibt.
- Legen Sie längere Erklärungen nicht in den Textabschnitt, sondern auf eine eigene Textseite und verlinken Sie sie. Die Startseite bleibt so kurz genug, dass die Kursliste ohne Scrollen erreichbar ist.
Website-Badges
Website-Badges sind Auszeichnungen, die für Leistungen außerhalb eines einzelnen Kurses vergeben werden: das Abschließen mehrerer Kurse, ein vollständig ausgefülltes Profil, die Mitgliedschaft in einer globalen Gruppe. Sie werden in der Website-Administration angelegt und gelten für die ganze Plattform. Badges für Leistungen innerhalb eines Kurses legt die Lehrkraft dagegen im Kurs selbst an.
Voraussetzung: Moderator/innen-Rechte. Trainer/innen kommen an die Badges ihrer eigenen Kurse heran, nicht an die Website-Badges.
Achtung: Der ganze Bereich ist nur sichtbar, solange Badges aktivieren unter Allgemein → Zusatzoptionen gesetzt ist. Ist der Haken entfernt, fehlt die Überschrift Badges in der Website-Administration vollständig.
Website-Badge anlegen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Unter Badges auf Neuen Badge anlegen klicken.
- Im Abschnitt Grundeinstellungen den Namen und die Beschreibung ausfüllen. Beide sind Pflicht. Version und Sprache sind freiwillig.
- Im selben Abschnitt bei Bild eine Datei hochladen. Auch sie ist Pflicht. Erlaubt sind
.png,.jpg,.jpeg,.jpeund.gifbis 256 KB. Darunter halten Name von Bildautor/in, E-Mail von Bildautor/in, URL von Bildautor/in und Bildtitel die Herkunft des Bildes fest. - Im Abschnitt Verleiher/in prüfen, was in Verleiher/in und Kontakt zu Herausgeber/in steht. Die Felder sind mit den Werten aus Badges → Einstellungen vorbelegt.
- Unter Ablaufdatum festlegen, ob der Badge unbegrenzt gilt.
- Auf Badge anlegen klicken. Moodle speichert den Badge und öffnet gleich die Seite Kriterien.
Hinweis: Das Bild sollte quadratisch sein. Moodle zeigt es in Listen und Profilen klein an, und ein hochformatiges Bild wird dabei gestaucht.
Kriterien festlegen
Ohne Kriterium wird ein Badge nie verliehen, und er lässt sich auch nicht aktivieren. Auf der Seite Kriterien wählen Sie unter Kriterium hinzufügen aus. Für Website-Badges stehen zur Wahl:
| Kriterium | Erfüllt, wenn … |
|---|---|
| Manuelle Verleihung durch Personen mit einer bestimmten Rolle | … jemand mit einer der ausgewählten Rollen den Badge von Hand vergibt. |
| Mehrere Kurse abschließen | … die ausgewählten Kurse abgeschlossen sind, wahlweise alle oder einer davon. Je Kurs lässt sich zusätzlich ein Termin verlangen. |
| Vervollständigung des Nutzerprofils | … die ausgewählten Profilfelder ausgefüllt sind. Zur Wahl stehen die Standardfelder und die selbst angelegten Profilfelder. |
| Verliehene Badges | … die ausgewählten anderen Badges bereits erworben wurden. |
| Mitgliedschaft in globaler Gruppe | … eine Mitgliedschaft in den ausgewählten globalen Gruppen besteht. |
| Kompetenzen | … die ausgewählten Kompetenzen erreicht sind. |
Aktivitätsabschluss und Kursabschluss fehlen in dieser Liste. Beide beziehen sich auf einen einzelnen Kurs und stehen deshalb nur bei Kurs-Badges zur Wahl.
Innerhalb eines Kriteriums entscheidet Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn …, ob Alle oder Eine von diesen der dort ausgewählten Bedingungen zutreffen muss. Sobald zwei oder mehr Kriterien angelegt sind, kommt darüber die Zeile Dieser Badge wird verliehen, wenn … hinzu, die die Kriterien untereinander mit Alle gewählten Bedingungen sind erfüllt oder Eine der gewählten Bedingungen ist erfüllt verknüpft.
Badge aktivieren
Ein neu angelegter Badge steht auf Nicht verfügbar und wird an niemanden vergeben. Erst der Klick auf Zugriff aktivieren schaltet ihn frei. Der Befehl steht sowohl im Kopf der Badge-Seiten als auch in der Spalte Aktionen der Übersicht, und er erscheint nur, wenn mindestens ein Kriterium vorhanden ist.
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| Nicht verfügbar | Ausgangszustand. Es wird nichts verliehen, Kriterien sind änderbar. |
| Verfügbar | Der Badge kann erworben werden. Kriterien sind noch änderbar. |
| Verfügbar (Kriterien gesperrt) | Der Badge wurde mindestens einmal verliehen. Ab hier sind die Kriterien unveränderlich. |
| Nicht verfügbar (Kriterien gesperrt) | Ein bereits verliehener Badge wurde wieder abgeschaltet. Die Kriterien bleiben gesperrt. |
| Archiviert | Der Badge wurde gelöscht, die verliehenen Exemplare wurden erhalten. |
Hinweis: Die Schaltfläche heißt an jeder Stelle Zugriff aktivieren. Die Meldung auf der Seite Badge verleihen nennt sie abweichend „Zugriff erlauben“. Gemeint ist dieselbe Schaltfläche.
Achtung: Die Sperre der Kriterien greift bei der ersten Verleihung, nicht schon beim Aktivieren. Danach helfen nur noch Kopieren und ein neuer Badge. Prüfen Sie die Kriterien deshalb, bevor der erste Mensch den Badge bekommt.
Badges verwalten
Die Liste aller Website-Badges steht unter Badges → Badges verwalten. Sie trägt die Überschrift Website-Badges und hat die Spalten Name, Status, Kriterien, Empfänger/innen und Aktionen. In der Spalte Aktionen stehen als Symbole:
- Zugriff aktivieren und Zugriff verhindern: schalten den Badge frei oder ab. Nur sichtbar, wenn Kriterien vorhanden sind.
- Badge verleihen: öffnet die Vergabe von Hand. Nur sichtbar, wenn der Badge aktiv ist und das Kriterium Manuelle Verleihung besitzt.
- Bearbeiten: öffnet die Grundeinstellungen.
- Kopieren: legt einen zweiten Badge mit denselben Angaben an, im Zustand Nicht verfügbar.
- Löschen: fragt nach, ob die bereits verliehenen Exemplare erhalten bleiben sollen.
Beim Löschen stehen zwei Schaltflächen zur Wahl: Löschen und verliehene Badges erhalten setzt den Badge auf Archiviert. Er verschwindet aus der Liste, ist nicht mehr erwerbbar, und wer ihn hat, behält ihn im Profil. Löschen und verliehene Badges entfernen nimmt ihn allen wieder weg.
Ein Klick auf den Namen eines Badges öffnet dessen Einzelansicht. Das Auswahlfeld oben führt zwischen Überblick, Einstellungen, Kriterien, Mitteilung, Empfänger/innen, Bestätigung, Zugeordnete Badges und Ausrichtungen hin und her.
Badge von Hand verleihen
- Dem Badge das Kriterium Manuelle Verleihung durch Personen mit einer bestimmten Rolle geben und darin die Rollen ankreuzen, die verleihen dürfen.
- Den Badge über Zugriff aktivieren freischalten.
- In Badges verwalten in der Zeile des Badges auf Badge verleihen klicken.
- Sind mehrere Rollen zugelassen, zuerst die Rolle wählen, in deren Namen verliehen wird.
- Rechts unter Mögliche Empfänger/innen die Personen auswählen und mit Badge verleihen nach links zu Vorhandene Empfänger/innen holen. Die Schaltfläche Badge zurückziehen daneben nimmt eine Verleihung wieder zurück.
Wichtige Einstellungen
- Name und Beschreibung: Name steht unter dem Bild in allen Listen, Beschreibung erklärt, wofür der Badge vergeben wird. Beides landet in der exportierten Badge-Datei und ist damit auch außerhalb von Moodle lesbar.
- Version: ein freies Textfeld, um überarbeitete Fassungen desselben Badges zu unterscheiden. Moodle wertet es nicht aus.
- Bild: Pflichtfeld, höchstens 256 KB. Es hat trotz der eigenen Umrandung keinen eigenen Formularabschnitt, sondern steht mit den Angaben zur Bildherkunft und den Tags in Grundeinstellungen. Das Formular kennt nur drei Abschnitte: Grundeinstellungen, Verleiher/in und Ablaufdatum.
- Verleiher/in: Verleiher/in und Kontakt zu Herausgeber/in benennen die ausstellende Einrichtung. Sie erscheinen in der Bestätigung, mit der ein Badge außerhalb von Moodle geprüft wird.
- Ablaufdatum: Nie lässt den Badge unbegrenzt gelten, Fester Termin setzt für alle dasselbe Datum, Relative Zeit rechnet ab dem Tag der Verleihung.
- Mitteilung: auf der gleichnamigen Seite stehen Mitteilung und ihr Betreff, die Empfänger/innen bei der Verleihung bekommen, dazu Badge an die Mitteilung anhängen und Ersteller/in benachrichtigen.
Tipps
- Legen Sie einen Badge zuerst mit dem Kriterium Manuelle Verleihung an und verleihen Sie ihn an ein Testkonto. So sehen Sie Bild, Name und Mitteilung so, wie sie ankommen, und können beides noch ändern.
- Wählen Sie beim Löschen im Zweifel Löschen und verliehene Badges erhalten. Wer einen Badge erworben hat, verliert ihn sonst rückwirkend, auch im Profil und im externen Backpack.
- Schreiben Sie in die Beschreibung, welche Bedingung zum Badge geführt hat. Die Kriterienliste sieht nur die Administration. Im Profil der Empfänger/innen steht allein die Beschreibung.
Zusatzoptionen
Auf der Seite Zusatzoptionen schalten Sie ganze Teilsysteme von Moodle ein und aus. Fast jeder Eintrag ist ein einzelner Haken, der bestimmt, ob eine Funktion überhaupt existiert: ob es Badges gibt, ob Aktivitäten Voraussetzungen haben können, ob Tags vergeben werden. Ist ein Haken entfernt, verschwinden die zugehörigen Felder, Menüpunkte und Administrationsseiten aus der gesamten Plattform.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen können nichts davon ändern, merken die Folgen aber unmittelbar: Was hier abgeschaltet ist, fehlt in ihren Kursen ersatzlos.
Zusatzoptionen öffnen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Allgemein wählen.
- Auf Zusatzoptionen klicken. Der Eintrag steht ohne eigene Überschrift zwischen den Bereichen des Reiters.
Was die Haken in den Kursen bewirken
Diese Optionen greifen unmittelbar in die Arbeit der Lehrkräfte ein:
| Option | Was sie freischaltet |
|---|---|
| Abschlussverfolgung aktivieren | Aktivitäts- und Kursabschluss. Ohne diesen Haken gibt es in den Aktivitäten keinen Abschnitt Aktivitätsabschluss und im Dashboard keinen Fortschritt. Ab Werk ein. |
| Voraussetzungen aktivieren | Den Abschnitt Voraussetzungen in Aktivitäten und Abschnitten, mit dem der Zugriff an Datum, Bewertung, Abschluss oder Gruppe gebunden wird. Ab Werk ein. |
| Badges aktivieren | Badges auf der Plattform. Ohne diesen Haken fehlt der Bereich Badges in der Website-Administration und in den Kursen. Ab Werk ausgeschaltet. |
| Tags aktivieren | Schlagwörter an Kursen, Aktivitäten, Blogeinträgen und Profilen. Ab Werk aus. |
| Kommentare aktivieren | Den Kommentarbereich, den mehrere Aktivitäten und der Block Kommentare nutzen. Ab Werk aus. |
| Verfügbare, aber auf der Kursseite nicht angezeigte Aktivitäten erlauben | Den dritten Sichtbarkeitszustand einer Aktivität: erreichbar über einen Link, aber nicht in der Kursliste. Ab Werk ein. |
| Lernziele aktivieren | Lernziele als zusätzliche Bewertungsaspekte neben der Note. Ab Werk aus. |
| Kompetenzen aktivieren | Kompetenzrahmen und Lernpläne. Ab Werk aus. |
Achtung: Das Entfernen eines Hakens löscht die vorhandenen Daten nicht, macht sie aber unsichtbar. Wird Abschlussverfolgung aktivieren abgeschaltet, verschwinden die eingerichteten Abschlussbedingungen aus den Kursen. Nach dem Wiedereinschalten sind sie unverändert da. Für die Lehrkräfte sieht das dazwischen wie ein Datenverlust aus.
Optionen, die Daten nach außen geben
Drei Haken öffnen Moodle für andere Systeme und sind ab Werk aus:
- Webservices aktivieren: Grundlage dafür, dass sich andere Systeme an Moodle anmelden und dort etwas tun. Ohne konkreten Anlass bleibt die Option aus.
- Webservice für mobile Endgeräte aktivieren: Voraussetzung für die Moodle-App. Läuft die Website über HTTPS, ist der Dienst in der Regel bereits eingeschaltet.
- RSS Feeds aktivieren: schaltet RSS plattformweit frei. Damit ein Forum oder Glossar tatsächlich einen Feed liefert, muss RSS zusätzlich in den Einstellungen des jeweiligen Moduls und in der Aktivität selbst eingeschaltet sein.
Portfolios aktivieren gehört ebenfalls hierher: Die Option erlaubt es, Forumsbeiträge und Aufgabenlösungen in ein externes Portfolio oder als HTML-Seite zu exportieren. Ab Werk aus.
Wichtige Einstellungen
- Mitteilungen: Mitteilungen aktivieren schaltet das Mitteilungssystem für alle ein. Ohne diesen Haken entfällt auch die Benachrichtigung über neue Forumsbeiträge. Ab Werk ein.
- Blogs: Blogs aktivieren gibt jeder Person einen eigenen Blog. Ab Werk aus.
- Anmerkungen: Anmerkungen aktivieren erlaubt Notizen zu einzelnen Teilnehmenden, die in der Teilnehmerliste geführt werden. Ab Werk aus.
- Berichte: Nutzerdefinierte Berichte aktivieren schaltet den Report Builder frei. Ab Werk ein.
- Statistiken: Statistiken aktivieren lässt Cron die Logdaten auswerten. Der Vorgang belastet den Server spürbar. Ab Werk aus.
- Analytics: Analytics erlaubt Vorhersagemodelle, etwa zu Teilnehmenden mit Abbruchrisiko. Ab Werk aus.
- Globale Suche: Globale Suche aktivieren richtet einen regelmäßigen Task zur Indizierung ein. Ohne eingerichtete Suchmaschine im Hintergrund bleibt die Suche leer. Ab Werk aus.
- Plagiatsuche: Plagiatsuche aktivieren macht die Einstellungen installierter Plagiats-Plugins zugänglich. Ohne solches Plugin bewirkt der Haken nichts. Ab Werk aus.
- Barrierefreiheit: Tools zur Barrierefreiheit aktivieren stellt Lehrkräften die Prüfwerkzeuge für ihre Kursinhalte bereit. Ab Werk ein.
- Emoji-Auswahl: Emoji-Auswahl blendet die Emoji-Liste in Mitteilungen ein. Ab Werk ein.
- MoodleNet: Integration von MoodleNet aktivieren (eingehend) erlaubt das Suchen in MoodleNet und das Übernehmen von Material aus der Aktivitätsauswahl heraus. Ab Werk aus.
- Netzwerk: Netzwerk steuert MNet, den Datenaustausch mit anderen Moodle-Servern. Ab Werk Aus.
Tipps
- Schalten Sie nichts ab, was in den Kursen bereits benutzt wird, ohne die Lehrkräfte vorher zu informieren. Für sie verschwindet ein eingerichteter Aktivitätsabschluss ohne Meldung und ohne erkennbaren Grund.
- Prüfen Sie vor dem Einschalten einer Option, ob sie allein wirkt. RSS Feeds aktivieren, Globale Suche aktivieren und Plagiatsuche aktivieren brauchen jeweils noch eine zweite Einstellung an anderer Stelle, sonst ändert sich nichts.
- Lassen Sie Webservices aktivieren aus, solange kein Fremdsystem angebunden ist. Die Option öffnet einen Zugang, der sonst niemandem nützt.