Kurse
Kurse auf Plattformebene verwalten: Kursbereiche anlegen, Standardeinstellungen für neue Kurse, Kursanfragen bearbeiten.
- Aktivitätsauswahl einrichten
- Grundeinstellungen für neue Kurse
- Kursbeantragung
- Kurse anlegen
- Nutzerdefinierte Kursfelder
Aktivitätsauswahl einrichten
Die Aktivitätsauswahl ist das Fenster, das sich öffnet, wenn eine Lehrkraft im Kurs eine Aktivität oder ein Material anlegen will. Plattformweit legen Sie fest, in welche Tabs es die Module sortiert, welche Module im Tab Empfohlen stehen und ob unter der Auswahl eine Fußzeile erscheint.
Beides liegt in der Website-Administration im Reiter Kurse unter der Überschrift Aktivitätsauswahl, mit den zwei Einträgen Einstellungen der Aktivitätsauswahl und Empfohlene Aktivitäten.
Voraussetzung: Die Einstellungen der Aktivitätsauswahl verlangen Administrator/innen-Rechte (moodleadmin), die Seite Empfohlene Aktivitäten Moderator/innen-Rechte. Trainer/innen können weder die Tabs umstellen noch etwas empfehlen, sie füllen für sich selbst nur den Tab Favoriten.
Aktivität empfehlen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Kurse wählen.
- Unter Aktivitätsauswahl auf Empfohlene Aktivitäten klicken.
- Die Seite listet unter der Überschrift Aktivitäten alle installierten Module in einer Tabelle mit den Spalten Aktivität und Empfehlen. Über das Suchfeld darüber schränken Sie die Liste auf einen Namen ein.
- In der Spalte Empfehlen den Haken bei den gewünschten Modulen setzen.
Hinweis: Es gibt keine Schaltfläche zum Speichern. Jeder Haken wird sofort übernommen. Die Seite lässt sich verlassen, sobald die gewünschten Module angehakt sind.
Eine Empfehlung gilt für die gesamte Plattform: alle Kurse, alle Lehrkräfte. Solange nichts empfohlen ist, bleibt der Tab Empfohlen im Auswahlfenster verborgen, unabhängig davon, welche Tab-Reihenfolge eingestellt ist.
Favoriten und Empfohlen
Die beiden Tabs sehen gleich aus und werden unterschiedlich gefüllt:
| Tab | Wer ihn füllt |
|---|---|
| Favoriten | Jede Lehrkraft für sich. Im Auswahlfenster trägt jede Kachel unten einen Stern. Ein Klick darauf legt das Modul in die eigenen Favoriten. Andere Personen sehen davon nichts. |
| Empfohlen | Die Administration über Empfohlene Aktivitäten, für alle gleich. |
Beide Tabs erscheinen nur, wenn sie etwas enthalten. Eine Lehrkraft ohne Favoriten sieht den Tab Favoriten nicht, und ohne Empfehlungen fehlt Empfohlen. Die eingestellte Reihenfolge nennt also die mögliche Höchstzahl an Tabs, nicht die, die jede Person zu sehen bekommt.
Welcher Tab beim Öffnen aktiv ist, entscheidet Moodle in dieser Reihenfolge: Favoriten, sobald die Lehrkraft mindestens einen Favoriten hat. Sonst Empfohlen, wenn dieser Tab vorne steht und Empfehlungen vorliegen. Sonst Alle, und wo es diesen Tab nicht gibt, Aktivitäten.
Die sechs Tab-Reihenfolgen
Die Einstellung Tabs der Aktivitätsauswahl bietet sechs Reihenfolgen an. Sie unterscheiden sich in zwei Punkten: ob es einen Tab Alle gibt und ob Empfohlen vorn oder am Ende steht.
| Auswahl | Ergebnis |
|---|---|
| Favoriten, Empfohlen, Alle, Aktivitäten, Ressourcen | Voreinstellung. Alle fünf Tabs, Empfohlen an zweiter Stelle. |
| Favoriten, Empfohlen, Alle | Ohne die Aufteilung in Aktivitäten und Arbeitsmaterial. Die Module stehen alle in einer Liste. |
| Favoriten, Empfohlen, Aktivitäten, Ressourcen | Ohne den Tab Alle. Wer weder Favoriten noch Empfehlungen hat, landet im Tab Aktivitäten. |
| Favoriten, Alle, Aktivitäten, Arbeitsmaterial, Empfohlen | Dieselben fünf Tabs wie in der Voreinstellung, Empfohlen steht aber ganz rechts. |
| Favoriten, Alle, Empfohlen | Drei Tabs, ohne Aufteilung in Aktivitäten und Arbeitsmaterial. |
| Favoriten, Aktivitäten, Arbeitsmaterial, Empfohlen | Ohne den Tab Alle, Empfohlen am Ende. |
Achtung: Die Auswahlliste nennt denselben Tab in drei Einträgen Ressourcen und in drei weiteren Arbeitsmaterial. Das ist eine Ungenauigkeit der Übersetzung. Im Auswahlfenster heißt der Tab immer Arbeitsmaterial.
Fußzeile der Aktivitätsauswahl
Unter der Modulliste kann eine Zeile stehen, die auf ein Angebot außerhalb der Plattform verweist. Welche Zeile das ist, steuert Fußzeile zur Aktivitätsauswahl. Zur Wahl stehen die Plugins, die eine solche Zeile mitbringen:
| Auswahl | Was Lehrkräfte sehen |
|---|---|
| Keine Fußzeile | Voreinstellung. Das Fenster endet mit der Modulliste. |
| Plugin installieren | „Suchen Sie weitere Aktivitäten auf dem“ mit einem Link zum Moodle-Marktplatz. |
| MoodleNet | „Oder suchen Sie Inhalte auf“ mit einem Link zu MoodleNet, dem offenen Materialverzeichnis von Moodle. Die Zeile bleibt leer, wenn unter Website-Administration → Allgemein → Zusatzoptionen die Einstellung Integration von MoodleNet aktivieren (eingehend) ausgeschaltet ist. |
Achtung: Die Fußzeile erscheint bei allen, die die Aktivitätsauswahl öffnen. Ein Rechtefilter liegt nicht davor. Plugin installieren führt Lehrkräfte damit in einen Katalog, aus dem sie nichts installieren können, und auf zentral verwalteten Plattformen gilt das auch für die Administration der eigenen Instanz.
Wichtige Einstellungen
- Einstellungen der Aktivitätsauswahl: die beiden Auswahlfelder Tabs der Aktivitätsauswahl und Fußzeile zur Aktivitätsauswahl. Sie wirken auf die gesamte Plattform, nicht auf einzelne Kurse.
- Empfohlene Aktivitäten: die Liste mit den Haken. Sie kennt keine Reihenfolge und keine Gruppen: jedes angehakte Modul steht im Tab Empfohlen, alphabetisch sortiert.
- Wirkung auf Bestehendes: Beide Seiten ändern nur die Auswahl. Bereits angelegte Aktivitäten bleiben unberührt, und kein Modul wird durch eine Empfehlung ein- oder ausgeschaltet. Ob ein Modul überhaupt zur Wahl steht, regelt Website-Administration → Plugins → Aktivitäten → Übersicht.
Tipps
- Empfehlen Sie wenige Module, etwa fünf bis acht. Der Tab soll Einsteigerinnen und Einsteigern einen Anfang zeigen. Eine lange Liste unterscheidet sich nicht mehr von Alle.
- Prüfen Sie das Ergebnis nicht mit dem eigenen Administrationskonto, sondern in einem Kurs, in dem Sie als Trainer/in eingeschrieben sind. Eigene Favoriten überdecken sonst den Tab, den Sie sehen wollten.
- Ein Modul, das die Aktivitätsauswahl gar nicht anbietet, lässt sich zwar in der Liste anhaken, taucht danach aber nirgends auf. Das betrifft den Unterabschnitt: er wird über das Pluszeichen am Fuß eines Abschnitts angelegt und erscheint im Auswahlfenster nie.
Grundeinstellungen für neue Kurse
Die Seite Grundeinstellungen legt fest, mit welchen Werten ein neuer Kurs beginnt. Sie greift nicht in bestehende Kurse ein: Die Werte füllen das Formular Neuen Kurs anlegen vor, und jede Lehrkraft kann sie danach im eigenen Kurs ändern.
Die Seite liegt in der Website-Administration im Reiter Kurse unter der Überschrift Standardeinstellungen, zusammen mit Standard-Aktivitätsabschluss und Nutzerdefinierte Kursfelder.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen kommen nicht heran, sie sehen die Werte nur als Vorbelegung ihres eigenen Kursformulars.
Grundeinstellungen ändern
- Website-Administration öffnen und den Reiter Kurse wählen.
- Unter Standardeinstellungen auf Grundeinstellungen klicken.
- Die gewünschten Werte einstellen. Auf die drei Einstellungen ganz oben folgen sechs Abschnitte: Kursformat, Darstellung, Dateien und Uploads, Abschlussverfolgung, Gruppen und Kommunikation.
- Am Fuß der Seite auf Änderungen speichern klicken.
Wofür die Werte gelten
Fast alle Werte dieser Seite sind Vorbelegungen. Sie wirken in dem Moment, in dem ein Kurs entsteht, und werden dann in den Kurs selbst geschrieben. Ein Kurs, der schon existiert, behält seinen eigenen Wert, auch wenn Sie hier etwas umstellen. Umgekehrt heißt das: Eine Korrektur auf dieser Seite erreicht die bestehenden Kurse nicht, diese müssen einzeln nachgezogen werden.
Vorbelegt werden alle drei Wege, auf denen ein neuer Kurs entsteht:
- Neuen Kurs anlegen: das Formular startet mit diesen Werten.
- Kursliste hochladen: der Abschnitt Standardwerte für Kurseinstellungen der Vorschauseite ist mit ihnen gefüllt.
- Kursanträge: ein bestätigter Antrag liefert nur Kursname, Kurzname, Beschreibung und Kursbereich. Alles Übrige kommt von dieser Seite.
Drei Einstellungen verhalten sich anders. Moodle liest sie bei jedem Seitenaufruf neu und sie wirken deshalb sofort in allen Kursen:
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| Maximale Anzahl von Abschnitten | Obergrenze für jeden Kurs, auch für die bestehenden. Wer sie senkt, löscht keine vorhandenen Abschnitte. Das Anlegen weiterer wird abgelehnt mit der Meldung Neuer Abschnitt kann nicht erstellt werden, da sonst die maximale Anzahl an Abschnitten für diesen Kurs überschritten wird. |
| Anzahl der Teilnehmer/innen pro Seite | Seitenlänge der Teilnehmerliste und des Berichts Kursbeteiligung, sofort in allen Kursen. |
| Kursinhalt herunterladen aktivieren | Gilt für jeden Kurs, dessen eigene Einstellung auf Website-Standard steht, und ändert sich mit diesem Wert mit. |
Hinweis: Kursinhalt herunterladen aktivieren bleibt wirkungslos, solange die Funktion nicht plattformweit eingeschaltet ist. Der Schalter dafür heißt Option „Kursinhalt herunterladen“ verfügbar und steht unter Website-Administration → Kurse → Kursinhalt herunterladen. Die Seite weist darauf mit dem Satz Diese Einstellung könnte verborgen sein, abhängig vom Wert von downloadcoursecontentallowed hin.
Kursformat
Dieser Abschnitt entscheidet, wie ein neuer Kurs aufgebaut ist. Format und Anzahl der Abschnitte bestimmen zusammen, was eine Lehrkraft nach dem Anlegen vorfindet: bei Themenabschnitte und der Voreinstellung 4 sind das der Abschnitt oben ohne Namen und vier nummerierte Abschnitte darunter.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Format | Das Kursformat neuer Kurse. Zur Wahl stehen alle installierten Formate, in Sachsen-Anhalt auch die zusätzlich installierten wie Kachelformat oder Grid-Format. |
| Maximale Anzahl von Abschnitten | Obergrenze, die keine Lehrkraft überschreiten kann. Wirkt sofort in allen Kursen, siehe oben. |
| Anzahl der Abschnitte | Wie viele Abschnitte ein neuer Kurs mitbringt. Der Abschnitt 0 ganz oben zählt nicht mit. |
| Verborgene Abschnitte | Ob ein verborgener Abschnitt für Teilnehmende als gesperrte Zeile stehen bleibt (Verborgene Abschnitte werden als nicht verfügbar angezeigt) oder ganz verschwindet (Vollständig unsichtbar). |
| Kursdarstellung | Alle Abschnitte auf einer Seite oder Nur ein Abschnitt pro Seite. Nicht jedes Format wertet die Einstellung aus. |
| Kursende standardmäßig aktiviert | Ob im Kursformular der Haken bei Kursende gesetzt ist. |
| Kursdauer | Der Abstand, aus dem Moodle das Kursende errechnet: Kursbeginn plus Kursdauer. Voreingestellt sind 365 Tage. |
Achtung: Das Kursende bestimmt, wo ein Kurs im Dashboard einsortiert wird. Nach dem Kursende rutscht er unter Vergangene, bleibt aber für alle Eingeschriebenen zugänglich. Eine Kursdauer, die kürzer ist als das Schuljahr, sortiert laufende Kurse weg, ohne dass jemand ausgesperrt wird. Der Fehler fällt deshalb erst auf, wenn Lehrkräfte ihre Kurse im Dashboard nicht mehr finden.
Darstellung
Hier steht, was ein neuer Kurs an Zusatzinformationen zeigt.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Sprache festlegen | Erzwingt eine Oberflächensprache für den ganzen Kurs. Bei Nicht festlegen behält jede Person ihre eigene Spracheinstellung. |
| Anzahl von Ankündigungen | Wie viele Beiträge der Block Neue Ankündigungen zeigt. Bei 0 legt Moodle das Forum Ankündigungen im neuen Kurs gar nicht erst an. |
| Bewertungen anzeigen | Ob Teilnehmende die Bewertungsübersicht des Kurses öffnen können. Bewertungen, die in einer Aktivität selbst stehen, bleiben davon unberührt. |
| Aktivitätsberichte | Ob Teilnehmende ihren eigenen Aktivitätsbericht sehen. Voreingestellt ist Nein, weil der Bericht bei vielen Teilnehmenden aufwendig zu erzeugen ist. |
| Aktivitätsdaten anzeigen | Ob Termine wie Abgabe bis unter dem Namen der Aktivität auf der Kursseite stehen. |
Dateien, Abschluss, Gruppen und Kommunikation
Die vier kurzen Abschnitte am Fuß der Seite.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Maximale Dateigröße | Obergrenze für Uploads im Kurs. Die Liste reicht nie über den Wert der Plattform hinaus. Max. Dateigröße Website übernimmt ihn. |
| Abschlussverfolgung | Ob ein neuer Kurs mit eingeschalteter Abschlussverfolgung startet. Erst dann lassen sich Aktivitätsabschluss und Kursabschluss einrichten. |
| Abschlussbedingungen anzeigen | Ob die Bedingungen unter der Aktivität auf der Kursseite stehen. |
| Gruppenmodus | Keine Gruppen, Getrennte Gruppen oder Sichtbare Gruppen als Ausgangswert des Kurses. |
| Vorgeben | Ob der Kurs seinen Gruppenmodus allen Aktivitäten aufzwingt. Bei Ja ist die Einstellung in jeder Aktivität gesperrt. Im Kursformular heißt dasselbe Feld Gruppenmodus festlegen. |
| Provider | Der Kommunikationsdienst neuer Kurse, zur Wahl stehen die eingeschalteten Plugins. Bestehende Kurse bekommen keinen Anbieter zugewiesen. |
Achtung: Ein vorgegebener Gruppenmodus wirkt auf jede Aktivität des Kurses. Auf Getrennte Gruppen gestellt, sehen Teilnehmende in Foren, Wikis und Datenbanken nur noch die Beiträge der eigenen Gruppe. Wer keine Gruppen angelegt hat, dessen Teilnehmende sehen dann niemanden.
Wichtige Einstellungen
- Sichtbar: ob ein neuer Kurs sofort in der Kursliste steht. Im Kursformular heißt das Feld Kurssichtbarkeit. Wer den Kurs anlegt, ohne das Recht
moodle/course:visibilityzu haben, kann das Feld nicht bedienen. Für diese Personen ist der Wert von dieser Seite nicht die Vorbelegung, sondern die Entscheidung. - Maximale Anzahl von Abschnitten: die einzige Einstellung der Seite, die als Grenze wirkt und nicht als Vorschlag. Alle anderen kann eine Lehrkraft im eigenen Kurs überschreiben.
- Wirkung auf Bestehendes: außer den drei in der Tabelle oben genannten ändert keine Einstellung dieser Seite einen vorhandenen Kurs.
- Nachbarseiten: Standard-Aktivitätsabschluss setzt die Abschlussbedingungen je Aktivitätstyp vor, Nutzerdefinierte Kursfelder ergänzt das Kursformular um eigene Felder. Beide stehen unter derselben Überschrift Standardeinstellungen.
Tipps
- Stellen Sie die Werte ein, bevor die erste größere Runde Kurse angelegt wird. Danach erreicht eine Änderung nur noch die neuen Kurse, und die bestehenden müssen einzeln nachgezogen werden.
- Prüfen Sie das Ergebnis, indem Sie einen Kurs anlegen und das Formular ansehen, ohne es abzuschicken. Die Vorbelegung steht dort so, wie Lehrkräfte sie vorfinden.
- Setzen Sie die Anzahl der Abschnitte eher niedrig. Ein leerer Abschnitt am Ende ist schneller ergänzt als eine Reihe leerer Abschnitte gelöscht, und ein kurzer Kurs wirkt auf Teilnehmende geordneter.
Kursbeantragung
Wer selbst keine Kurse anlegen darf, kann in Moodle einen Kurs beantragen. Die Administration schaltet die Funktion ein und entscheidet über jeden Antrag.
Voraussetzung: Das Einschalten der Kursbeantragung verlangt Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Anträge bestätigen und ablehnen können auch Moderator/innen. Trainer/innen stellen den Antrag und warten auf die Entscheidung.
Kursbeantragung einschalten
- Website-Administration öffnen und den Reiter Kurse wählen.
- Auf Beantragung klicken.
- Kursanträge erlauben ankreuzen.
- Unter Kursbereich für beantragte Kurse den Bereich wählen, in dem Anträge ohne eigene Bereichsangabe landen.
- Unter Systemnachricht zur Kursanfrage die Personen auswählen, die über neue Anträge benachrichtigt werden.
- Mit Änderungen speichern bestätigen.
Achtung: Systemnachricht zur Kursanfrage ist ab Werk leer. Bleibt sie leer, verschickt Moodle bei einem neuen Antrag keine Mitteilung, und die Anträge sammeln sich unbemerkt in der Liste. Tragen Sie mindestens eine Person ein. Zur Auswahl stehen nur Konten mit dem Recht Kurserstellung genehmigen.
So stellen Lehrkräfte den Antrag
Die Schaltfläche Kurs beantragen steht an drei Stellen: auf der Seite eines Kursbereichs im Menü Mehr, in Kurse verwalten und unter Meine Kurse, solange die Person noch in keinem Kurs eingeschrieben ist.
Das Formular hat zwei Abschnitte. Unter Details zum beantragten Kurs stehen Vollständiger Kursname und Kurzer Kursname als Pflichtfelder, dazu Kursbereich und Beschreibung. Unter Begründung des Kursantrags folgt ein Textfeld, das ebenfalls ausgefüllt werden muss. Abgeschickt wird mit Kurs beantragen. Moodle meldet danach „Der Kursantrag wurde übermittelt.“
Hinweis: Der kurze Kursname muss auf der ganzen Plattform eindeutig sein, und zwar auch gegenüber Kursen, die es noch gar nicht gibt: Das Formular prüft die vorhandenen Kurse und die offenen Anträge zusammen. Ist der Name vergeben, meldet das Formular das und nennt den Kurs, der ihn schon trägt.
Anträge bestätigen oder ablehnen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Kurse wählen.
- Auf Ausstehende Kursanfragen klicken.
- Die Tabelle Kursanträge bearbeiten zeigt je Antrag Antrag von, Kurzer Kursname, Vollständiger Kursname, Beschreibung, Kursbereich und Antragsbegründung.
- Bestätigen legt den Kurs an und führt direkt in dessen Einstellungen.
- Ablehnen … öffnet ein Feld für die Begründung. Sie ist Pflicht und geht als Mitteilung an die antragstellende Person.
Der Menüpunkt Ausstehende Kursanfragen erscheint nur, solange Kursanträge erlauben gesetzt ist. Auf der Seite eines Kursbereichs führt derselbe Weg über das Menü Mehr zu Kursanträge bearbeiten. Dort steht der Eintrag nur, wenn tatsächlich ein Antrag offen ist.
Was beim Bestätigen entsteht
Aus dem Antrag übernimmt Moodle vier Angaben: vollständiger Kursname, kurzer Kursname, Beschreibung und Kursbereich. Alles Übrige kommt aus den Standardeinstellungen für neue Kurse.
- Kursformat, Nachrichtenforum, maximale Dateigröße, Gruppenmodus, Kurssichtbarkeit und Abschlussverfolgung stammen aus Website-Administration → Kurse → Kurs-Standardeinstellungen, nicht aus dem Antrag.
- Kursbeginn ist der Tag der Bestätigung, nicht der Tag des Antrags. Ein Kursende setzt Moodle nur, wenn die Standardeinstellungen eines vorsehen. Es errechnet sich aus der dort hinterlegten Kursdauer.
- Die antragstellende Person wird in den neuen Kurs eingeschrieben, und zwar mit der Rolle aus Rolle für Kursersteller/innen in neuen Kursen. Ab Werk ist das Trainer/in. Die Seite weist oben darauf hin.
- Ist der kurze Kursname inzwischen vergeben, hängt Moodle beim Anlegen eine Nummer an: aus
BIO-7AwirdBIO-7A_1, aus „Biologie 7a“ wird „Biologie 7a Kopie 1“. Der Antrag scheitert daran also nicht, der Kurs heißt hinterher nur anders.
Nach Bestätigen öffnet Moodle die Kurseinstellungen des neuen Kurses. Dort lässt sich in einem Zug richtigstellen, was aus den Standardeinstellungen nicht passt.
Wichtige Einstellungen
- Kursanträge erlauben: schaltet die Funktion plattformweit ein. Ohne sie bleibt das Recht Neue Kurse beantragen wirkungslos.
- Kursbereich für beantragte Kurse: der Bereich für alle Anträge, die keinen eigenen nennen.
- Kursbereichsauswahl sperren: nimmt das Feld Kursbereich aus dem Antragsformular, sodass alle Anträge in den Standardbereich gehen.
- Systemnachricht zur Kursanfrage: die Personen, die bei jedem neuen Antrag eine Mitteilung bekommen. Der Text nennt den Namen der antragstellenden Person und verlinkt die Liste der offenen Anträge.
- Rolle für Kursersteller/innen in neuen Kursen: steht unter Nutzer/innen → Rechte → Nutzereigenschaften und bestimmt, mit welcher Rolle die antragstellende Person in ihrem Kurs landet.
Tipps
- Schreiben Sie in die Beschreibung des Kursbereichs, was Sie in der Begründung erwarten, etwa Schuljahr, Klasse und Fach. Das Feld ist Pflicht, aber Moodle sagt nicht, was hineingehört.
- Prüfen Sie den kurzen Kursnamen vor dem Bestätigen gegen Ihr Namensschema. Ändern lässt er sich später zwar, aber CSV-Uploads und Nutzerlisten sprechen Kurse über ihn an und müssen dann mitgezogen werden.
- Ein abgelehnter Antrag ist gelöscht, nicht archiviert. Die Begründung ist das Einzige, was die antragstellende Person erhält: Schreiben Sie hinein, was zu ändern ist, damit ein zweiter Antrag durchgeht.
Kurse anlegen
Einen einzelnen Kurs legen Sie über ein Formular an. Für ein ganzes Schuljahr auf einmal laden Sie stattdessen eine CSV-Datei hoch, die alle Kurse in einem Durchgang erzeugt.
Voraussetzung: Moderator/innen-Rechte. Trainer/innen können in ihren Kursen arbeiten, aber keine neuen anlegen. Ist die Kursbeantragung eingeschaltet, stellen sie stattdessen einen Antrag, der unter Ausstehende Kursanfragen bestätigt wird.
Einzelnen Kurs anlegen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Kurse wählen.
- Auf Neuen Kurs anlegen klicken.
- Die Pflichtfelder ausfüllen: Vollständiger Kursname, Kurzer Kursname und Kursbereich.
- Bei Bedarf Kursbeginn und Kursende setzen.
- Unten auf Speichern und anzeigen klicken. Moodle führt anschließend direkt zur Einschreibung der Teilnehmenden.
Die drei Pflichtfelder
| Feld | Wofür es zählt |
|---|---|
| Vollständiger Kursname | Der Name, der in Kurslisten und in der Kopfzeile des Kurses steht. Er darf sich wiederholen. |
| Kurzer Kursname | Die Kennung des Kurses. Sie steht in der Navigationsleiste und muss auf der ganzen Plattform eindeutig sein. Auch der CSV-Upload und die Nutzerliste sprechen Kurse darüber an. |
| Kursbereich | Der Ordner, in dem der Kurs liegt. Kursbereiche legen Sie im Reiter Kurse unter Kursbereich hinzufügen an. |
Hinweis: Kursbeginn steuert mehr als das Datum in der Übersicht. Vor diesem Datum erscheint der Kurs bei den Teilnehmenden unter Meine Kurse im Reiter Zukünftig, im Wochenformat bestimmt er außerdem die Beschriftung des ersten Abschnitts. Kursende schiebt den Kurs danach nach Vergangen, sperrt ihn aber nicht.
Mehrere Kurse per CSV hochladen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Kurse wählen.
- Auf Kursliste hochladen klicken.
- Die CSV-Datei in das Feld ziehen oder über Datei wählen … hochladen.
- CSV-Trennzeichen und Kodierung prüfen (siehe Kasten unten).
- Auf Vorschau klicken. Moodle zeigt die eingelesenen Zeilen und meldet, was es an jeder Zeile auszusetzen hat.
- Unter Importoptionen den Modus beim Hochladen wählen und mit Kursliste hochladen bestätigen.
Achtung beim Trennzeichen: Auf deutschsprachiger Oberfläche steht CSV-Trennzeichen voreingestellt auf ;, weil das deutsche Sprachpaket das Semikolon als Listentrenner führt. Ist Ihre Datei mit Komma getrennt (so wie die Beispiele unten), stellen Sie das Feld auf , um. Speichern Sie aus Excel heraus als CSV UTF-8, sonst landen Umlaute in den Kursnamen als Zeichensalat.
Aufbau der CSV-Datei
Die erste Zeile enthält die Spaltennamen, jede weitere Zeile einen Kurs. Zwei Angaben verlangt Moodle in jeder Zeile: den vollständigen Namen und den Kursbereich. Dazu kommt der kurze Kursname als Schlüssel der Zeile:
shortname,fullname,category_path BIO-7A,Biologie 7a,Sekundarstufe I / Naturwissenschaften BIO-7B,Biologie 7b,Sekundarstufe I / Naturwissenschaften
Für den Kursbereich gibt es drei Spalten, von denen Sie eine benutzen:
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
category_path |
Der Pfad aus Bereichsnamen, vom obersten zum untersten. Getrennt wird mit Leerzeichen, Schrägstrich, Leerzeichen: Sekundarstufe I / Naturwissenschaften. Der lesbare Weg. |
category_idnumber |
Die Kennzahl, die im Kursbereich unter Kursbereichs-ID hinterlegt ist. Bleibt gültig, auch wenn der Bereich umbenannt wird. |
category |
Die interne Nummer des Kursbereichs, wie sie in der Adresszeile von Kurse und Kursbereiche verwalten steht. |
Häufig genutzte weitere Spalten:
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
idnumber |
Kurs-ID, z. B. das Kürzel aus Ihrem Schulverwaltungsprogramm. |
summary |
Kursbeschreibung. HTML ist erlaubt. |
format |
Kursformat als Kurzname: topics, weeks, singleactivity, social. |
startdate, enddate |
Kursbeginn und Kursende, als Datum im Format 2026-08-24. |
visible |
1 zeigt den Kurs, 0 verbirgt ihn vor den Teilnehmenden. |
lang |
Erzwungene Kurssprache als Sprachcode, z. B. de. |
groupmode |
0 keine Gruppen, 1 getrennte Gruppen, 2 sichtbare Gruppen. |
maxbytes |
Maximale Dateigröße in Bytes. |
enablecompletion |
1 schaltet die Abschlussverfolgung ein. |
Hinweis: Fehlt eine Spalte, greift der Wert, der auf der Vorschauseite unter Standardwerte für Kurseinstellungen steht. Was Sie für alle Kurse gleich haben wollen, gehört deshalb nicht in die Datei, sondern dorthin.
Einschreibemethoden gleich mitanlegen
Die CSV richtet Einschreibemethoden ein. Einzelne Personen benennt sie nicht: dafür ist die Nutzerliste mit ihren Spalten course1 und role1 zuständig. Zwei Methoden bringen ihre Teilnehmenden allerdings selbst mit, siehe den Abschnitt darunter. Die Spalten sind durchnummeriert, enrolment_1 nennt das Plugin, die Spalten mit angehängtem Namen setzen dessen Einstellungen:
shortname,fullname,category_path,enrolment_1,enrolment_1_role BIO-7A,Biologie 7a,Sekundarstufe I / Naturwissenschaften,self,student BIO-7B,Biologie 7b,Sekundarstufe I / Naturwissenschaften,self,student
enrolment_1ist der Kurzname des Plugins. Der Upload nimmt fünf davon an:manualfür die manuelle Einschreibung,selffür die Selbsteinschreibung,guestfür den Gastzugang,cohortfür die globale Gruppe undmetafür die Meta-Einschreibung. Andere Plugins überspringt er stillschweigend.enrolment_1_rolenennt die Rolle als Kurzname, meiststudent.enrolment_1_passwordsetzt den Einschreibeschlüssel der Selbsteinschreibung.enrolment_1_enrolperiodbegrenzt die Teilnahmedauer. Zulässig sind Sekunden (2592000) oder eine englische Zeitangabe (30 days).enrolment_1_startdateundenrolment_1_enddatebegrenzen den Zeitraum, in dem die Methode greift, als Datum im Format2026-08-24.enrolment_1_deletemit dem Wert1entfernt die Methode wieder,enrolment_1_disableschaltet sie nur ab.
Wenn die Methode ihre Teilnehmenden mitbringt
Achtung: Bei zwei Plugins bleibt es nicht bei der leeren Methode. Globale Gruppe (cohort) und Meta-Einschreibung (meta) gleichen ihren Bestand ab, sobald die Methode angelegt ist, nicht erst beim nächsten Cron-Lauf. Wer in der globalen Gruppe steht oder im verknüpften Kurs eingeschrieben ist, ist damit sofort auch hier eingeschrieben. Eine einzige CSV-Zeile kann auf diesem Weg mehrere hundert Konten in einen Kurs bringen.
Für Klassen, die als globale Gruppe gepflegt werden, ist genau das der schnellste Weg: Kurs und Klassenliste entstehen in einem Durchgang.
shortname,fullname,category_path,enrolment_1,enrolment_1_cohortidnumber,enrolment_1_role BIO-7A,Biologie 7a,Sekundarstufe I / Naturwissenschaften,cohort,KL-7A,student BIO-7B,Biologie 7b,Sekundarstufe I / Naturwissenschaften,cohort,KL-7B,student
enrolment_1_cohortidnumberist Pflicht und meint die Globale Gruppen-ID, nicht den Namen der Gruppe. Sie steht in der Website-Administration unter Nutzer/innen → Globale Gruppen. Findet Moodle die Kennung nicht, meldet die Vorschau die Zeile als Fehler und legt den Kurs nicht an.enrolment_1_roleist hier ebenfalls Pflicht. Moodle erkennt die Methode an der Kombination aus globaler Gruppe und Rolle, deshalb kann derselbe Kurs mehrere globale Gruppen mit verschiedenen Rollen führen.enrolment_1_addtogroupsteuert die Gruppe im Kurs:0legt keine an,1legt eine neue Gruppe mit dem Namen der globalen Gruppe an. Statt dessen nenntenrolment_1_groupnameeine Gruppe, die es im Kurs schon gibt.- Bei der Meta-Einschreibung tritt an die Stelle der Kennung die Spalte
enrolment_1_metacoursenamemit dem kurzen Kursnamen des Kurses, aus dem die Teilnehmenden kommen.
Hinweis: Beide Methoden müssen dafür plattformweit eingeschaltet sein (Website-Administration → Plugins → Einschreibung → Übersicht). Globale Gruppe ist ab Werk aktiv, Meta-Einschreibung nicht. Bei abgeschaltetem Plugin legt der Upload die Methode zwar an, sie bleibt aber wirkungslos, bis das Plugin eingeschaltet wird.
Die Verbindung bleibt danach bestehen: Wer später aus der globalen Gruppe entfernt wird, verliert den Kurs wieder. Was dabei genau geschieht, steht in den Einstellungen des Plugins unter Externer Abmeldevorgang. Ab Werk wird die Person ausgetragen, wahlweise bleibt sie gesperrt im Kurs stehen. Wer Teilnehmende einzeln nachpflegen will, nimmt die manuelle Einschreibung dazu.
Modus beim Hochladen
Der Modus entscheidet, was mit Zeilen geschieht, deren kurzer Kursname es schon gibt.
| Option | Wirkung |
|---|---|
| Neue Kurse anlegen und vorhandene überspringen | Der sichere Standardfall: bestehende Kurse bleiben unangetastet. |
| Alle Kurse anlegen, Kurznamen bei Bedarf inkrementieren | Erzeugt bei Namensgleichheit BIO-7A_2. Nur in Sonderfällen sinnvoll. |
| Neue Kurse anlegen oder vorhandene aktualisieren | Legt fehlende Kurse an und ändert vorhandene nach dem Aktualisierungsmodus. |
| Nur vorhandene Kurse aktualisieren | Legt nichts Neues an. Geeignet für Sammeländerungen, z. B. neue Anfangsdaten zum Schuljahr. |
Sobald ein Modus das Aktualisieren erlaubt, erscheinen vier weitere Felder. Aktualisierungsmodus steht dabei auf Keine Änderung, solange Sie ihn nicht umstellen: Der Upload läuft dann durch, ohne etwas zu ändern.
- Aktualisierungsmodus: Nur mit CSV-Daten aktualisieren übernimmt genau die Spalten der Datei. Mit CSV-Daten und Standardwerten aktualisieren überschreibt zusätzlich alles, was oben unter Standardwerte steht. Fehlende Angaben aus CSV-Daten und Standardwerten ergänzen füllt nur leere Felder und lässt Gesetztes stehen.
- Löschung erlauben: lässt die Spalte
deletezu, mit der eine Zeile ihren Kurs löscht. - Umbenennung erlauben: lässt die Spalte
renamezu, die den kurzen Kursnamen ändert. Der bisherige Name steht dann inshortname, der neue inrename. - Zurücksetzen erlauben: lässt die Spalte
resetzu, die den Kurs zurücksetzt und dabei Nutzerdaten entfernt.
Achtung: Löschung erlauben und Zurücksetzen erlauben wirken sofort und ohne Rückfrage auf jede Zeile, die die passende Spalte trägt. Moodle legt vorher keine Sicherung an. Lassen Sie beide auf Nein, solange Sie sie nicht wirklich brauchen.
Kurse aus einer Vorlage erzeugen
Auf der Vorschauseite steht unter Kurs-Prozess zweierlei, womit die neuen Kurse nicht leer bleiben:
- Wiederherstellen dieses Kurses nach dem Upload: der kurze Kursname eines vorhandenen Kurses. Jeder neue Kurs bekommt dessen Inhalte.
- Aus dieser Datei nach dem Upload wiederherstellen: dasselbe aus einer hochgeladenen Sicherungsdatei (
.mbz).
Je Zeile geht das auch: die Spalte templatecourse nennt den Vorlagenkurs, backupfile den Pfad einer Sicherung. Übertragen werden dabei nur Inhalte, keine Nutzerdaten und keine Einschreibungen.
Tipps
- Legen Sie die Kursbereiche an, bevor Sie hochladen. Ein Pfad, der sich nicht auflösen lässt, macht aus der Zeile einen Fehler statt einen Kurs.
- Vergeben Sie kurze Kursnamen nach einem festen Schema, etwa Fachkürzel plus Klasse plus Schuljahr (
BIO-7A-2627). Ohne das Schuljahr steht der Name im nächsten Jahr nicht mehr zur Verfügung. - Testen Sie jede neue Datei zuerst mit zwei, drei Zeilen. Die Vorschau meldet Fehler zwar zuverlässig, aber 60 versehentlich angelegte Kurse sind mühsam zu bereinigen.
- Gelöschte Kurse sind weg, samt Beiträgen und Bewertungen. Zum Ausblenden nach Schuljahresende genügt Kurssichtbarkeit auf Verbergen.
Nutzerdefinierte Kursfelder
Nutzerdefinierte Kursfelder ergänzen die Kurseinstellungen um eigene Angaben, die Moodle von sich aus nicht kennt: Schuljahr, Fach, Klassenstufe, Ansprechperson. Die Felder gelten für die ganze Plattform, erscheinen in jedem Kursformular und lassen sich für die Kursliste und den Filter auf dem Dashboard auswerten.
Voraussetzung: Moderator/innen-Rechte. Trainer/innen füllen die Felder in ihren Kursen aus, legen aber keine an.
Kategorie und Feld anlegen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Kurse wählen.
- Auf Standardeinstellungen klicken und dort den Eintrag Nutzerdefinierte Kursfelder öffnen.
- Solange nichts eingerichtet ist, steht auf der Seite nur Es gibt keine nutzerdefinierte Felder und Kategorien. Auf Neue Kategorie hinzufügen klicken.
- Moodle legt die Kategorie unter dem Namen Weitere Felder an. Über das Stiftsymbol neben dem Namen umbenennen, etwa in „Organisatorisches“.
- Rechts in der Kategorie auf Nutzerdefiniertes Feld hinzufügen klicken und den Feldtyp aus der Liste wählen.
- Im Dialog Name und Kurzname ausfüllen, die übrigen Einstellungen setzen und auf Änderungen sichern klicken.
Die Kategorie ist keine Kleinigkeit am Rande: Ihr Name wird in den Kurseinstellungen zur Überschrift des Abschnitts, in dem die Felder stehen. Mehrere Kategorien ergeben mehrere Abschnitte. Kategorien und Felder lassen sich am Anfassersymbol links per Maus umsortieren. Die Reihenfolge auf dieser Seite ist die Reihenfolge im Kursformular.
Die sechs Feldtypen
Der Feldtyp wird beim Anlegen gewählt und lässt sich später nicht mehr ändern. Moodle listet die Typen alphabetisch auf:
| Typ | Wofür er sich eignet |
|---|---|
| Auswahlliste | Eine feste Liste von Werten, eine Option je Zeile. Mindestens zwei Optionen sind nötig. Der geeignete Typ für alles, was einheitlich bleiben soll (Fach, Schuljahr, Schulform). |
| Checkbox | Ja oder Nein, z. B. „Prüfungskurs“. Eine Checkbox kann nicht als Eindeutige Daten geführt werden. |
| Datum und Zeit | Ein Datum, wahlweise mit Uhrzeit (Zeit einbeziehen). Minimaler Wert und Maximaler Wert grenzen den zulässigen Zeitraum ein. |
| Textbereich | Längere Texte mit dem Editor, also mit Absätzen, Listen und Formatierung. |
| Textzeile | Kurze Angaben in einer Zeile, z. B. ein Raum oder ein Kürzel. Kann als Link ausgegeben werden: Im Feld Linkfeld steht eine Adresse mit dem Platzhalter $$, an dessen Stelle der eingegebene Wert tritt. |
| Zahl | Zahlenwerte mit Kleinster Wert, Größter Wert und Dezimalstellen. Kann sich auch selbst füllen, siehe unten. |
Hinweis: Der Kurzname darf nur Kleinbuchstaben, Ziffern und Unterstriche enthalten und muss eindeutig sein. Er wird nirgends angezeigt, aber CSV-Upload, Webservices und Berichte sprechen das Feld darüber an. Er lässt sich später ändern. Alles, was ihn benutzt, muss dann nachgezogen werden. Deshalb einmal festlegen und stehen lassen.
Das Zahlenfeld füllt sich auf Wunsch selbst
Beim Typ Zahl steht ganz oben das Auswahlfeld Feldtyp. In der Voreinstellung Feld für alle numerischen Daten tragen Trainer/innen den Wert selbst ein. Die Alternative Anzahl der Aktivitäten im Kurs ermittelt den Wert automatisch: Unter Aktivitätstypen wählen Sie aus, was gezählt wird, etwa alle Tests oder alle Aufgaben.
- Ein automatisch gefülltes Feld ist im Kursformular nicht mehr beschreibbar. Es zeigt dort seinen Wert und daneben die Schaltfläche Aktualisieren, die ihn sofort neu berechnet.
- Der Wert wird nicht sofort neu berechnet. Legt jemand eine Aktivität an, ändert oder löscht sie, stellt Moodle dafür eine Einzelaufgabe ein, die der nächste Cron-Lauf abarbeitet. Bis dahin steht im Feld noch der alte Wert.
- Anzeigevorlage bestimmt die Ausgabe. Voreingestellt ist
{value}, also die reine Zahl.{value} Aufgabenhängt eine Einheit an. Anzeigen, wenn Null legt fest, was bei einem Wert von null steht.
Wo die Felder auftauchen
- In den Kurseinstellungen. Ganz unten im Formular, nach Tags, steht je Kategorie ein eigener Abschnitt. Auch das Formular Neuen Kurs anlegen zeigt die Felder schon.
- In der Kursliste. Beim Blättern durch die Kursbereiche und in Suchergebnissen stehen die Werte unter der Kursbeschreibung, sobald die Kurse aufgeklappt angezeigt werden.
- Im Filter des Dashboards. Der Block Kursübersicht kann seine Kurse nach genau einem Kursfeld gruppieren. Eingestellt wird das unter Website-Administration → Plugins → Blöcke → Kursübersicht im Feld Kursfeld. Zur Auswahl stehen dort nur Felder der Typen Textzeile, Auswahlliste, Checkbox und Datum, und nur solche, die für alle sichtbar sind.
- In der globalen Suche. Ist die Suche eingeschaltet, werden die Feldwerte mit indiziert.
- In Kurssicherungen. Ob die Werte mitgesichert werden, steuert Nutzerdefinierte Felder einbeziehen in den Sicherungseinstellungen.
Wichtige Einstellungen
Der Dialog zum Anlegen eines Feldes hat drei Abschnitte. Allgemein und die Einstellungen des Feldtyps sind bei jedem Feld dabei, Einstellungen für Kursfelder kommt von Moodle für Kurse hinzu.
- Allgemein: Name steht als Beschriftung im Kursformular, Kurzname ist die technische Kennung. Beschreibung erscheint im Formular unter dem Feld und ist der Platz für die Ausfüllregel.
- Notwendig: Auf Ja lässt sich ein Kurs erst speichern, wenn das Feld ausgefüllt ist. Das gilt rückwirkend für jeden bestehenden Kurs, sobald jemand dessen Einstellungen öffnet und speichert.
- Eindeutige Daten: Auf Ja darf kein Wert zweimal vorkommen. Sinnvoll für Kennungen aus einem anderen System, unbrauchbar für Fach oder Schuljahr.
- Gesperrt: Auf Ja sehen Trainer/innen das Feld, können es aber nicht ändern. Dafür braucht es das Recht Gesperrte nutzerdefinierte Felder ändern, das zunächst nur Moderator/innen haben.
- Sichtbar für: steuert, wer Name und Wert außerhalb des Einstellungsformulars zu sehen bekommt, also in Kursliste und Dashboard-Filter. Alle zeigt sie jedem, Trainer/innen nur Personen, die den Kurs bearbeiten dürfen, Niemand hält sie ganz zurück. Auch bei Niemand bleibt das Feld in den Kurseinstellungen ausfüllbar.
Achtung: Das Löschen einer Kategorie nimmt alle Felder darin mit, und das Löschen eines Feldes nimmt die Werte aus allen Kursen mit. Beides geschieht nach einer einzigen Rückfrage und lässt sich nicht rückgängig machen. Wird ein Feld nicht mehr gebraucht, ist Sichtbar für auf Niemand der Weg, der die Daten erhält.
Felder beim CSV-Upload mitgeben
Beim Hochladen einer Kursliste füllen Sie die Felder gleich mit. Die Spalte heißt customfield_ plus dem Kurznamen des Feldes:
shortname,fullname,category_path,customfield_schuljahr,customfield_fach BIO-7A,Biologie 7a,Sekundarstufe I / Naturwissenschaften,2026/27,Biologie BIO-7B,Biologie 7b,Sekundarstufe I / Naturwissenschaften,2026/27,Biologie
- Bei einer Auswahlliste muss der Wert genau einer der hinterlegten Optionen entsprechen, sonst meldet die Vorschau die Zeile als Fehler und legt den Kurs nicht an.
- Bei einer Checkbox steht
1für gesetzt und0für nicht gesetzt. - Bleibt eine Spalte leer, greift der Standardwert des Feldes.
- Gesperrte Felder überspringt der Upload, wenn dem hochladenden Konto das Recht zum Ändern gesperrter Felder fehlt.
Tipps
- Nehmen Sie für alles, was auswertbar bleiben soll, eine Auswahlliste statt einer Textzeile. Freitext bringt „2026/27“, „26/27“ und „2026-2027“ nebeneinander hervor, und der Dashboard-Filter macht daraus drei Gruppen.
- Richten Sie die Felder ein, bevor die Kurse für ein Schuljahr entstehen. Nachträglich müssen die Werte in jedem Kurs einzeln oder über einen Upload im Modus Nur vorhandene Kurse aktualisieren nachgetragen werden.
- Setzen Sie Notwendig zurückhaltend. Ein Pflichtfeld hält jede Lehrkraft auf, die nur eine Kleinigkeit an ihren Kurseinstellungen ändern wollte.
- Schreiben Sie in die Beschreibung, wie das Feld auszufüllen ist. Sie steht im Formular direkt darunter und erspart Rückfragen.
- Halten Sie die Zahl der Felder klein. Jedes Feld verlängert das Kursformular für alle, auch für die, die es nie ausfüllen.