Plugins
Plugins verwalten und konfigurieren: aktivieren und deaktivieren, spezifische Einstellungen vornehmen, externe Werkzeuge wie LTI anbinden.
- edu-sharing konfigurieren
- LTI-Tool konfigurieren
- Nextcloud als Repository einbinden
- Plugins aktivieren und deaktivieren
- TinyMCE-Schriftwerkzeuge
- TinyMCE-Toolbar anpassen
edu-sharing konfigurieren
edu-sharing ist die Software, auf der mehrere deutsche Bildungsmediatheken laufen. Das Moodle-Plugin Edu-Sharing Ressource verbindet Ihre Plattform mit einer solchen Mediathek, dem sogenannten Home-Repository. Danach binden Trainer/innen Materialien von dort in ihre Kurse ein, ohne sie herunterzuladen. Das Verfahren ist für jedes edu-sharing-Repository dasselbe. Das Beispiel auf dieser Seite ist WirLernenOnline.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Zusätzlich braucht die Einrichtung eine Gegenstelle: Der Betreiber des Repositoriums muss Ihre Moodle-Instanz auf seiner Seite freischalten. Trainer/innen können nichts davon einrichten. Bis die Verbindung steht, erscheint die Aktivität in ihren Kursen zwar, führt aber ins Leere.
Welche Bestandteile dazugehören
edu-sharing ist nicht ein Plugin, sondern mehrere. Für die Einbindung einer Mediathek sind drei davon maßgeblich. Sie tragen jeweils einen eigenen Teil bei und werden getrennt installiert.
| Plugin | Was es beiträgt |
|---|---|
Edu-Sharing Ressource (mod_edusharing) |
Die Aktivität und sämtliche Einstellungen dieser Seite. Ohne sie geht nichts. Die beiden anderen bauen darauf auf. |
Edu-Sharing Filter (filter_edusharing) |
Zeigt Materialien an, die mitten in einem Text eingebettet wurden. Fehlt der Filter, bleibt an dieser Stelle ein Platzhalter stehen, statt dass das Medium erscheint. |
Edu-Sharing für TinyMCE (tiny_edusharing) |
Die Schaltfläche in der Werkzeugleiste des Texteditors, mit der sich ein Medium überhaupt erst einbetten lässt. |
Hinweis: Filter und Editor-Schaltfläche gehören zusammen. Wer nur den Editor-Teil installiert, gibt Trainer/innen eine Schaltfläche, deren Ergebnis niemand sieht. Wer nur den Filter installiert, hat nichts, womit sich etwas einbetten ließe. Für die Aktivität allein braucht es beide nicht.
Achtung: Ältere Anleitungen nennen an dieser Stelle atto_edusharing. Der Editor Atto ist abgekündigt. Das Gegenstück für den aktuellen Editor heißt tiny_edusharing. Prüfen Sie bei jeder Anleitung, die Ihnen der Betreiber schickt, ob sie noch von Atto ausgeht.
Die Verbindung herstellen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Plugins wählen.
- Im Bereich Aktivitäten auf Edu-Sharing Ressource klicken.
- Im Abschnitt Mit dem Home-Repository verbinden auf Verbinden klicken. Es öffnet sich ein neues Fenster mit dem Metadaten-Import.
- Im Feld Metadata-Endpoint die Metadatenadresse des Repositoriums eintragen. Sie folgt immer demselben Muster: die Adresse des Repositoriums, dahinter
/metadata?format=lms&external=true. - Auf Import klicken. Bei Erfolg meldet die Seite „Import successful.“
- Zurück in die Einstellungen wechseln und prüfen, dass die Felder unter Home Repository Eigenschaften jetzt gefüllt sind.
- Die Gegenrichtung veranlassen: Der Betreiber des Repositoriums braucht die Metadaten Ihrer Moodle-Instanz. Sie liegen unter der Adresse Ihrer Instanz gefolgt von
/mod/edusharing/metadata.php. Der Import-Bildschirm zeigt diese Adresse am Seitenfuß an. - Sobald der Betreiber freigeschaltet hat, die Verbindung im Kurs mit einer Testaktivität prüfen.
Achtung: Das Fenster des Metadaten-Imports ist durchgehend englisch, auch bei deutscher Oberfläche. Es gehört zum Plugin und ist nicht übersetzt. Lassen Sie sich davon nicht beirren. Die Beschriftungen Metadata-Endpoint, Import und Register Repo sind die, die Sie suchen.
Was der Import erledigt
Der Import ist mehr als das Abholen einer Adresse. Moodle liest die Eigenschaften des Repositoriums aus und schreibt sie in die eigene Konfiguration:
- Alle Felder unter Home Repository Eigenschaften werden gefüllt: domain, host, port, clientport, protocol, appid, type und der öffentliche Schlüssel des Repositoriums.
- Unter Eigenschaften der Anwendung vergibt Moodle sich selbst eine appid nach dem Muster
moodle_…, setzt type aufLMS, trägt die homerepid des Repositoriums ein und baut aus dessen Angaben die cc_gui_url zusammen. - Fehlt ein Schlüsselpaar, erzeugt Moodle eines und legt es in private_key und public_key ab. Damit weist sich Ihre Instanz gegenüber dem Repositorium aus.
- Die Felder unter Authentifizierungsparameter werden auf ihre Standardwerte gesetzt:
username,userid,lastname,firstname,email.
Erst nach diesem Schritt erscheint auf dem Import-Bildschirm ein zweites Formular mit der Überschrift „Try to register the edu-sharing moodle-plugin with a repository“. Es verlangt Repo-Admin-User und Repo-Admin-Password und meldet Ihre Instanz beim Repositorium selbst an. Das funktioniert nur, wenn Sie das Repositorium selbst betreiben. Bei einem fremden Repositorium wie WirLernenOnline führt der Weg über den Betreiber, dem Sie die Adresse Ihrer Metadaten schicken.
Beispiel: WirLernenOnline
WirLernenOnline ist eine Suchmaschine und Redaktionsplattform für freie Bildungsmaterialien (OER), die auf edu-sharing aufsetzt. Für die Einbindung gilt die Anleitung oben. Vier Punkte kommen hinzu. Der Betreiber beschreibt das Verfahren selbst unter wirlernenonline.de/moodle-admin-anbindung/.
Erstens die Adresse. Als Metadaten-Endpunkt nennt der Betreiber https://redaktion.openeduhub.net/edu-sharing/metadata?format=lms&external=true. Die Adresse trägt redaktion im Namen, weil dort die Redaktionsplattform läuft. Das dahinterliegende Repositorium ist dasselbe. Tragen Sie sie unverändert in das Feld Metadata-Endpoint ein.
Zweitens die Kennung Ihrer Instanz. WirLernenOnline verlangt für guest_id ein festes Namensmuster statt eines frei gewählten Werts: Landeskürzel, Schulnummer, dann moodle-WloLms, verbunden durch Bindestriche. Der Betreiber führt als Beispiel TH-51022-moodle-WloLms an. Über diesen Wert erkennt das Repositorium Ihre Einrichtung wieder, deshalb muss er zu dem passen, was Sie dem Betreiber melden.
Drittens die Freischaltung. Ohne Ihr Zutun kennt WirLernenOnline Ihre Instanz nicht. Die Anmeldung läuft über das Kontaktformular des Betreibers mit dem Betreff Moodle-Anbindung. Halten Sie dafür bereit:
- die vergebene guest_id,
- die Adresse, unter der Ihre Instanz ihre Metadaten ausgibt (
/mod/edusharing/metadata.php), - die Zahl der Moodle-Instanzen, die angebunden werden sollen,
- die Zahl der Nutzer/innen je Instanz,
- die Angabe, ob ein Testsystem mit denselben Plugins besteht.
Bis die Bestätigung vorliegt, erscheint im Kurs zwar das Fenster des Repositoriums, die Suche liefert aber nichts.
Viertens der Gastzugang. Im Abschnitt Gast-Einstellungen stehen zwei Kontrollkästchen untereinander, guest_option und wlo_guest_option, und darunter das Textfeld guest_id. Beide Kästchen sind im Auslieferungszustand aus, und beide greifen auf dasselbe Feld guest_id zu. Sie tun aber Verschiedenes:
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| wlo_guest_option | Nimmt den Wert aus guest_id in die Metadaten auf, die Ihre Instanz ausgibt. Das Repositorium erfährt dadurch, unter welcher Kennung Ihre Instanz auftritt. Am Anmeldeweg der Nutzenden ändert sich nichts. |
| guest_option | Lässt Moodle jede Nutzerin und jeden Nutzer unter der Kennung aus guest_id beim Repositorium auftreten. Ist das Feld leer, greift esguest. |
Der Betreiber verlangt in seiner Anleitung das Häkchen bei guest_option. Die Folge ist gewollt: Alle Zugriffe aus Ihrer Instanz laufen unter der einen Kennung Ihrer Einrichtung, nicht unter persönlichen Konten. Für eine Suche in offenen Materialien reicht das, und persönliche Konten hätten Ihre Nutzenden bei WirLernenOnline ohnehin nicht.
Achtung: Was für WirLernenOnline gewollt ist, ist es bei einem anderen Repositorium nicht zwangsläufig. Solange guest_option gesetzt ist, kann niemand persönliche Sammlungen oder eigene Dateien im Repositorium erreichen, weil für dieses alle Zugriffe von derselben Kennung kommen. Setzen Sie das Häkchen nur, wenn der Betreiber es verlangt.
Hinweis: Die beiden Kontrollkästchen tragen in der Oberfläche keinen erklärenden Text, sondern nur ihren internen Namen. Prüfen Sie nach dem Import, welches der beiden gesetzt ist: Nennen die Metadaten des Repositoriums eine Gastkennung, setzt der Import wlo_guest_option und guest_id selbsttätig, und ein von Hand eingetragener Wert steht danach nicht mehr dort, wo Sie ihn hingeschrieben haben.
Hinweis: Der Betreiber wartet die Software montags von 13:30 bis 14:30 Uhr. In diesem Fenster kann das Plugin eingeschränkt nutzbar sein. Legen Sie Tests und Vorführungen vor Kolleginnen und Kollegen nicht auf diese Zeit.
Was im Kurs davon ankommt
Steht die Verbindung, finden Trainer/innen im Fenster Aktivität oder Material anlegen die Aktivität Edu-Sharing Ressource. Sie vergeben einen Namen, öffnen die Suche im Repositorium, wählen ein Medium aus und speichern. Sind zusätzlich tiny_edusharing und filter_edusharing installiert, steht in der Werkzeugleiste des Texteditors eine Schaltfläche bereit, mit der sich ein Medium mitten in einen Text einbetten lässt.
Wie das Ganze heißt und wo es beginnt, bestimmen Sie unter UI Einstellungen:
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| appname | Der Name, unter dem das Plugin in Moodle erscheint, voreingestellt edu-sharing. Hier gehört der Name der Mediathek hin, den die Lehrkräfte kennen. |
| type | Die Bezeichnung des einzelnen Objekts, voreingestellt Objekt. Sie steht zusammen mit appname im Namen der Aktivität. |
| appicon | Ersetzt das Symbol des Plugins. Ein quadratisches Bild, das auch in der Aktivitätsauswahl erscheint. |
| info_text | Ein eigener Hilfetext im Formular der Aktivität. Der Ort für einen Hinweis, welche Materialien im eigenen Haus erwünscht sind. |
| repo_target | Die Einstiegsseite im Repositorium: Suche, Sammlungen oder Eigene Dateien. Voreingestellt ist Suche, was für eine Mediathek der richtige Einstieg ist. |
| Einstiegsseite vom Nutzer auswählbar. | Lässt Trainer/innen selbst zwischen den drei Einstiegsseiten wählen, statt sie festzulegen. |
Wichtige Einstellungen
- Übermittlung zusätzlicher Authentifizierungsinfos: Voreingestellt Ja. Moodle schickt dann Vorname, Nachname und E-Mail-Adresse an das Repositorium. Prüfen Sie, ob das Repositorium diese Angaben braucht. Für eine reine Suche in offenen Materialien braucht es sie nicht.
- Pseudonymisierung der Nutzer ID: Voreingestellt Nein. Eingeschaltet erfährt das Repositorium nicht mehr, welches Moodle-Konto zugreift. Die Wiedererkennung über mehrere Sitzungen bleibt erhalten, personenbezogen wird sie nicht.
- Moodle als IDP für Edu-Sharing verwenden: Voreingestellt Nein. Eingeschaltet dient Moodle als Anmeldung für das Repositorium. Das ist eine Entscheidung über den Anmeldeweg und gehört nicht zur Einbindung einer fremden Mediathek.
- Repository-Registration über HTTP erlauben: Voreingestellt Nein und dort zu belassen. Die Einstellung ist für Entwicklungs- und Testsysteme gedacht. Im Betrieb würde sie die Anmeldung Ihrer Instanz über eine unverschlüsselte Verbindung zulassen.
- Login für Metadatenabfrage nötig: Voreingestellt Nein. Eingeschaltet gibt Moodle seine eigenen Metadaten nur an angemeldete Konten heraus. Schalten Sie das erst ein, nachdem der Betreiber die Metadaten abgeholt hat, sonst scheitert dessen Abruf.
Tipps
- Sehen Sie nach dem Import in den Abschnitt Eigenschaften der Anwendung. Ist appid leer geblieben oder fehlt der öffentliche Schlüssel, ist der Import nicht durchgelaufen, auch wenn die Seite Erfolg gemeldet hat. Ein zweiter Import überschreibt die Werte gefahrlos.
- Notieren Sie die vergebene appid. Der Betreiber des Repositoriums identifiziert Ihre Instanz darüber, und bei Rückfragen ist sie die erste Angabe, nach der gefragt wird.
- Ändern Sie appname und type gleich mit.
edu-sharing Objektsagt Lehrkräften nichts. Der Name der Mediathek beantwortet ihre Frage, wo die Materialien herkommen.
LTI-Tool konfigurieren
LTI ist der Standard, über den Moodle einen fremden Dienst so in den Kurs holt, dass Teilnehmende ihn ohne eigene Anmeldung benutzen. Sie hinterlegen den Dienst einmal plattformweit als vorkonfiguriertes Tool. Danach steht er in jedem Kurs zur Verfügung, ohne dass Trainer/innen Adressen oder Schlüssel kennen müssen.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Außerdem muss die Aktivität Externes Tool eingeschaltet sein. Trainer/innen können ein externes Tool auch im eigenen Kurs eintragen, brauchen dafür aber Adresse und Zugangsdaten des Dienstes. Genau das nimmt ihnen die plattformweite Konfiguration ab.
Ein Tool anlegen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Plugins wählen.
- Im Bereich Aktivitäten bei Externes Tool auf Tools verwalten klicken.
- Im Feld Tool-URL… die Adresse eintragen, die der Anbieter des Dienstes nennt.
- Auf LTI Advantage hinzufügen klicken. Moodle ruft die Adresse ab und übernimmt die Konfiguration des Anbieters. Handelt es sich um einen älteren Dienst nach LTI 1.0/1.1, führt Legacy LTI hinzufügen zum Ziel. Moodle fragt dann Anwenderschlüssel und Öffentliches Kennwort ab.
- Antwortet die Adresse nicht mit einer Konfiguration, brechen Sie ab und gehen Sie über Tool manuell konfigurieren, siehe den nächsten Abschnitt.
- Das neue Tool prüfen: unter der Eingabezeile auf Vorkonfigurierte Tools verwalten klicken und sehen, ob es im Reiter Aktiv steht.
Die Seite Vorkonfigurierte Tools verwalten ist die Liste, in der Sie später wieder landen. In der Navigation steht sie nicht. Sie erreichen sie über den gleichnamigen Link unterhalb der Eingabezeile auf Tools verwalten. Sie hat drei Reiter:
| Reiter | Was dort steht |
|---|---|
| Aktiv | Die Tools, die in den Kursen benutzt werden können. |
| Wartend | Tools, die sich selbst angemeldet haben und auf Ihre Freigabe warten. |
| Zurückgewiesen | Abgelehnte Anmeldungen. Sie bleiben stehen, damit dieselbe Anmeldung nicht unbemerkt erneut durchläuft. |
Ein Tool von Hand konfigurieren
Auf der Seite Tools verwalten steht unter dem Eingabefeld der Satz „Alternativ können Sie ein Tool manuell konfigurieren“. Der Link führt zum Formular Konfiguration eines externes Tools. Es ist der Weg für alle Dienste, die keine abrufbare Konfiguration bereitstellen, und der Weg, auf dem Anbieter fertige Werte zum Eintragen mitliefern. Das Formular hat vier Abschnitte:
| Abschnitt | Was hineingehört |
|---|---|
| Tool-Einstellungen | Name des Tools ist die Beschriftung, die Trainer/innen später sehen. Tool URL ist die Adresse, die der Dienst nennt. LTI Version entscheidet über den Rest des Formulars: bei LTI 1.0/1.1 folgen Anwenderschlüssel und Öffentliches Kennwort, bei LTI 1.3 stattdessen Öffentlicher Schlüsseltyp, Anmelde-URL und Umleitungs-URI(s). |
| Auf Kursbereich beschränken | Grenzt das Tool auf einzelne Kursbereiche ein. Ohne Auswahl gilt es für die ganze Plattform. |
| Services | Ob der Dienst Bewertungen in den Kurs zurückschreiben und die Teilnehmerliste abrufen darf. Beides ist im Auslieferungszustand aus. |
| Datenschutz | Welche Daten Moodle beim Aufruf mitschickt: Anwendername an Tool übergeben, E-Mail des Anwenders an Tool übergeben, Bewertungen aus dem Tool akzeptieren. |
Ein fünfter Abschnitt Verschiedenes enthält die Standard-Organisations-ID und die URL der Institution. Beides bleibt leer, solange der Anbieter nichts anderes verlangt.
Achtung: Stellen Sie Anwendername an Tool übergeben und E-Mail des Anwenders an Tool übergeben auf Nie, solange der Dienst diese Daten nicht nachweislich braucht. Mit Immer erfährt der Betreiber des Dienstes bei jedem Aufruf, wer die Aktivität geöffnet hat. Das ist eine Datenübermittlung an Dritte, und sie fällt auf die Plattform zurück, nicht auf den Kurs.
Wo das Tool danach auftaucht
Über die Sichtbarkeit entscheidet im Abschnitt Tool-Einstellungen das Feld Verwendung der Toolkonfiguration mit drei Werten:
| Wert | Wirkung im Kurs |
|---|---|
| Nicht anzeigen. Nur verwenden, wenn eine passende Start URL eingetragen ist | Das Tool erscheint nirgends. Es greift nur, wenn jemand von Hand eine Adresse einträgt, die zur hinterlegten Tool URL passt. |
| Als vorkonfiguriertes Tool anzeigen, wenn ein externes Tool hinzugefügt wird | Trainer/innen legen ein Externes Tool an und wählen das Tool im Feld Vorkonfiguriertes Tool aus. |
| In Aktivitätsauswahl und als vorkonfiguriertes Tool anzeigen. | Das Tool steht mit eigenem Namen und eigenem Symbol im Fenster Aktivität oder Material anlegen, so wie eine gewöhnliche Aktivität. |
Der dritte Wert ist der, den Sie in der Regel wollen: Wer Inhalte aus einer Mediathek sucht, sucht sie unter dem Namen der Mediathek und nicht unter Externes Tool. Damit das Symbol dabei stimmt, gehört in Icon URL die Adresse einer Bilddatei des Anbieters.
Der zweite Baustein ist der Haken Unterstützt Deep Linking (Content-Item Message) samt Inhalts-URL. Er entscheidet, ob Trainer/innen im Aktivitätsformular die Schaltfläche Inhalt auswählen bekommen. Erst damit öffnet sich der Dienst zum Suchen, und die Aktivität zeigt anschließend genau das ausgewählte Medium. Ohne Deep Linking landen alle bei derselben Startseite des Dienstes.
Beispiel: Mundo
Mundo ist die offene Bildungsmediathek der Länder. Sie wird als externes Tool eingebunden, nicht als eigenes Plugin: Es gibt nichts zu installieren, die Aktivität Externes Tool von Moodle genügt.
- Website-Administration öffnen und den Reiter Plugins wählen.
- Im Bereich Aktivitäten bei Externes Tool auf Tools verwalten klicken und dort Tool manuell konfigurieren wählen.
- Als Name des Tools
Mundoeintragen. Unter diesem Namen suchen Trainer/innen später. - Als Tool URL
https://mundo.schule/lti/eintragen. - Anwenderschlüssel und Öffentliches Kennwort auf jeweils
nonesetzen. Das ist kein Platzhalter, sondern der Wert, den Mundo erwartet: Die Mediathek prüft beim Aufruf keine Zugangskennung. - Verwendung der Toolkonfiguration auf In Aktivitätsauswahl und als vorkonfiguriertes Tool anzeigen. stellen.
- Den Haken bei Unterstützt Deep Linking (Content-Item Message) setzen. Ohne ihn fehlt im Kurs die Schaltfläche Inhalt auswählen, und damit der ganze Zweck der Einbindung.
- Im Abschnitt Datenschutz Anwendername an Tool übergeben und E-Mail des Anwenders an Tool übergeben auf Nie stellen. Mundo braucht für die Suche keine personenbezogenen Daten.
- Änderungen speichern und im Reiter Aktiv nachsehen, ob das Tool dort steht.
Danach finden Trainer/innen im Fenster Aktivität oder Material anlegen den Eintrag Mundo. Sie vergeben einen Namen, klicken auf Inhalt auswählen, suchen in der Mediathek und binden ein Medium über Medium einbinden ein. Im Kurs steht anschließend das gewählte Medium.
Hinweis: Dieselben Werte lassen sich auch von Trainer/innen im eigenen Kurs eintragen, über das Pluszeichen in der Zeile Vorkonfiguriertes Tool des Aktivitätsformulars. Der Unterschied ist die Reichweite: Was Sie hier plattformweit anlegen, steht in jedem Kurs bereit, und niemand muss die Adresse kennen.
Wichtige Einstellungen
- Datenschutz: Anwendername und E-Mail des Anwenders stehen im Auslieferungszustand auf Nie. Ändern Sie das nur, wenn der Dienst ohne diese Angaben nachweislich nicht arbeitet, etwa weil er persönliche Ergebnisse speichert.
- Bewertungen aus dem Tool akzeptieren: Nur nötig, wenn der Dienst Punkte in die Bewertungsübersicht des Kurses zurückschreiben soll. Neben Nie und Immer gibt es einen dritten Wert, der die Entscheidung dem Dienst und den Trainer/innen überlässt. Bei reinen Mediatheken ist Nie die eindeutige Wahl.
- Standard-Startcontainer: Bestimmt, wie der Dienst im Kurs erscheint: Eingebettet, Eingebettet ohne Blöcke, Vorhandenes Fenster oder Neues Fenster. Eingebettet hält die Teilnehmenden im Kurs, verlangt aber, dass der Dienst sich einbetten lässt.
- Auf Kursbereich beschränken: Der einzige Weg, ein Tool nicht der ganzen Plattform anzubieten. Sinnvoll bei Diensten, die nur für bestimmte Schulformen oder Jahrgänge lizenziert sind.
- Services: IMS LTI Namen und Rollenbereitstellung gibt dem Dienst die Teilnehmerliste des Kurses. Lassen Sie den Wert auf Diesen Service nicht nutzen, solange niemand ihn begründet anfordert.
Tipps
- Legen Sie nach dem Anlegen einen Testkurs an und rufen Sie das Tool einmal als Teilnehmer/in auf. Ein Tool, das als Administration funktioniert, kann für Teilnehmende an einer fehlenden Freigabe scheitern, und dieser Unterschied fällt sonst erst im Unterricht auf.
- Notieren Sie zu jedem Tool, woher die Zugangsdaten stammen und wann sie ablaufen. Schlüssel und Kennwörter externer Dienste werden erneuert, und der Ausfall sieht im Kurs aus wie ein Fehler von Moodle.
- Melden Sie sich einmal ab und rufen Sie die Aktivität als Gast auf, wenn der Kurs Gastzugang erlaubt. Viele Dienste verweigern anonyme Aufrufe, was mit den Einstellungen unter Datenschutz zusammenhängt und dort erklärbar wird.
Nextcloud als Repository einbinden
Ist eine Nextcloud als Repository eingebunden, erscheint sie überall dort, wo Moodle Dateien annimmt: im Dateiauswahlfenster neben Datei hochladen und Meine Dateien. Trainer/innen und Teilnehmende greifen damit auf ihre eigenen Cloud-Dateien zu, ohne sie vorher herunterzuladen. Das Verfahren ist für jede Nextcloud dasselbe. Das Beispiel auf dieser Seite ist die emuCLOUD, betrieben vom Team des Bildungsservers.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Dazu Client-ID und Client-Secret vom Betreiber der Nextcloud. Ohne diese beiden Werte lässt sich die Verbindung nicht herstellen. Trainer/innen können kein Repository einbinden, weder für die Plattform noch für ihren Kurs.
Achtung: Fordern Sie die Zugangsdaten an, bevor Sie anfangen. Der Betreiber der Nextcloud legt sie für genau eine Adresse an und braucht dafür die vollständige Adresse Ihrer Moodle-Instanz. Ohne diese Angabe passt der später zurückgemeldete Umleitungsweg nicht, und die Anmeldung schlägt fehl.
Schritt 1: Den OAuth-2-Service anlegen
Der Service ist die Verbindung zwischen Moodle und der Nextcloud. Er regelt, dass sich jede Nutzerin und jeder Nutzer einmal bei der Cloud anmeldet und Moodle danach in ihrem Namen auf die Dateien zugreifen darf.
- Website-Administration öffnen und den Reiter Server wählen.
- Auf OAuth 2-Services klicken.
- Unter Neuen Service anlegen: die Schaltfläche Nextcloud wählen. Nicht Nutzerdefiniert: Die Nextcloud-Variante trägt die Endpunkte selbst ein.
- Name vergeben. Er erscheint später im Dateiauswahlfenster, also einen wählen, den Lehrkräfte wiedererkennen.
- Client-ID und Client-Secret aus der Rückmeldung des Betreibers eintragen.
- Als Service-Basis-URL die Adresse der Nextcloud eintragen, für die emuCLOUD
https://emucloud.bildung-lsa.de/nextcloud/. - Dieser Service wird verwendet. auf Nur interne Services stellen, solange sich niemand über die Nextcloud bei Moodle anmelden soll.
- Änderungen speichern.
- In der Liste prüfen: In der Spalte Erkennung muss Serviceerkennung erfolgreich stehen, und das Augensymbol in der Spalte Bearbeiten muss geöffnet sein. Ist es durchgestrichen, einmal daraufklicken.
Achtung: Meldet die Spalte Erkennung, dass die Serviceerkennung nicht erfolgreich war, stimmt die Service-Basis-URL nicht. Moodle ruft unter dieser Adresse die Endpunkte der Nextcloud ab. Häufigste Ursachen sind ein fehlender Unterpfad und ein fehlender Schrägstrich am Ende. Der Schritt weiter unten scheitert dann ohne aussagekräftige Meldung.
Schritt 2: Das Repository einschalten und einrichten
- Website-Administration öffnen und den Reiter Plugins wählen.
- Im Bereich Repositories auf Übersicht klicken.
- In der Zeile Nextcloud das Auswahlfeld der Spalte Aktiv? auf Aktiviert stellen und speichern.
- In derselben Zeile auf Einstellungen klicken.
- Repository-Instanz erstellen wählen.
- Name des Plugins ausfüllen, z. B.
emuCLOUD. Dieser Name steht später im Dateiauswahlfenster. - Unter OAuth 2-Service den in Schritt 1 angelegten Service auswählen.
- Unterstützte Dateien und Rückgabewert auf Intern stellen, siehe den nächsten Abschnitt.
- Speichern.
Hinweis: Erscheint über dem Auswahlfeld der Satz, dass keiner der bestehenden Services die erforderlichen Endpunkte bereitstellt, ist Schritt 1 nicht durchgelaufen. Das Repository listet nur Services auf, deren Erkennung erfolgreich war.
Intern oder extern: was mit den Dateien passiert
Das Feld Unterstützte Dateien legt fest, auf welchem Weg eine Datei aus der Cloud in den Kurs kommt, Rückgabewert bestimmt daraus die Voreinstellung im Dateiauswahlfenster.
| Wert | Was geschieht |
|---|---|
| Intern (Dateien werden in Moodle gespeichert) | Moodle holt eine Kopie und legt sie ab. Die Kopie bleibt unverändert, auch wenn die Datei in der Cloud später bearbeitet oder gelöscht wird. |
| Extern (in Moodle werden nur Links gespeichert) | Moodle speichert einen Verweis. Die Datei bleibt in der Cloud und wird dort in einen Ordner verschoben, dessen Namen das Feld Name eines Ordners, in welchem geteilte Dateien bereitgestellt werden vorgibt. Der Eigentümer der Freigabe ist danach das Systemkonto von Moodle. |
| Intern und Extern | Beides steht zur Wahl, die Nutzenden entscheiden je Datei. |
Achtung: Extern greift in die Cloud der Nutzenden ein: Die ausgewählte Datei wird dort verschoben und ihre Freigabe umgeschrieben. Wer den Ordner in der Cloud später aufräumt, macht damit die Datei im Kurs unbrauchbar. Intern für beide Felder ist deshalb die Einstellung, die im Schulbetrieb die wenigsten Rückfragen erzeugt.
Was Trainer/innen und Teilnehmende danach tun müssen
Das eingerichtete Repository ist noch keine Verbindung zu einem Konto. Jede Person meldet sich einmal selbst an:
- Irgendwo im Kurs eine Datei hochladen, also das Dateiauswahlfenster öffnen.
- Links in der Liste der Ablagen den Namen der Nextcloud wählen.
- Auf Mit Ihrem Nutzerkonto anmelden klicken und sich im Fenster der Cloud anmelden.
- Den Zugriff bestätigen. Danach zeigt das Fenster die eigenen Ordner.
Wer kein Konto in der Cloud hat, sieht das Repository, kommt aber über den Anmeldeschritt nicht hinaus. Die Anmeldung gilt pro Person, nicht pro Kurs, und bleibt bestehen, bis sie in der Cloud widerrufen wird.
Wichtige Einstellungen
- Service-Basis-URL: Muss genau die Adresse sein, unter der die Nextcloud erreichbar ist, inklusive Unterpfad. Sie ist zugleich die Adresse, für die der Betreiber die Zugangsdaten ausgestellt hat.
- Dieser Service wird verwendet.: Mit Nur interne Services dient der Service allein dem Dateizugriff. Anmeldeseite und interne Services setzt zusätzlich eine Anmeldeschaltfläche auf die Login-Seite von Moodle. Das ist eine eigene Entscheidung über den Anmeldeweg und sollte nicht nebenbei mit dem Repository entstehen.
- Name des Plugins: Die einzige Beschriftung, die Nutzende zu sehen bekommen.
emuCLOUDist verständlich,Nextcloudbeantwortet die Frage nicht, um welche Cloud es geht. - Aktiv? in der Repository-Übersicht kennt drei Werte. Aktiviert (nicht verfügbar) lässt das Repository bestehen, nimmt es aber aus dem Dateiauswahlfenster. Das ist der Weg, es vorübergehend stillzulegen, ohne die Instanz zu löschen.
- Mehrere Instanzen: Sie können zu einem Service mehrere Repository-Instanzen anlegen, etwa eine mit Intern und eine mit Extern. Im Dateiauswahlfenster stehen sie dann als zwei Einträge nebeneinander, was in der Regel mehr verwirrt als hilft.
Tipps
- Prüfen Sie die Einrichtung mit einem Konto, das nicht Ihr Administrationskonto ist. Der Anmeldeweg zur Cloud ist der Teil, der in der Praxis klemmt, und er sieht für Sie anders aus, wenn Sie in beiden Systemen bereits angemeldet sind.
- Schreiben Sie den Namen der Repository-Instanz und den Namen des OAuth-2-Service gleich. Bei einer Störung suchen Sie sonst zwischen zwei Listen nach der Entsprechung.
- Hinterlegen Sie beim Betreiber der Cloud eine Kontaktadresse für ablaufende Zugangsdaten. Wird ein Client-Secret erneuert, fällt das Repository ohne Vorwarnung aus, und die Meldung im Kurs nennt die Ursache nicht.
Plugins aktivieren und deaktivieren
Jedes Plugin bringt eine Funktion mit, die Moodle sonst nicht hätte: eine Aktivität, einen Block, einen Filter, ein Anmeldeverfahren. Über die Plugin-Verwaltung entscheiden Sie, welche der installierten Funktionen auf Ihrer Plattform tatsächlich zur Verfügung stehen.
Achtung: Welche Plugins installiert sind, wird zentral verwaltet. Installieren, Deinstallieren und Aktualisieren gehören nicht zu Ihren Aufgaben, auch nicht die Prüfung auf neue Versionen. Auf dieser Seite geht es allein darum, vorhandene Plugins ein- und auszuschalten. Wenn Sie ein weiteres Plugin brauchen oder eines dauerhaft loswerden wollen, wenden Sie sich an das Moodle-Team des LISA.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen können ein Plugin nicht ein- oder ausschalten. Was in ihrem Auswahlfenster erscheint, ergibt sich aus dem, was hier aktiviert ist.
Wo die Plugin-Verwaltung liegt
Öffnen Sie Website-Administration und wählen Sie den Reiter Plugins. Ganz oben steht der Eintrag Plugin-Übersicht. Er führt zu einer Liste aller installierten Plugins mit Version, Status und Abhängigkeiten und beantwortet die Frage, was auf der Plattform überhaupt vorhanden ist.
Hinweis: In der Moodle-Dokumentation und in Anleitungen aus dem Netz stehen an dieser Stelle zwei weitere Einträge: Neue Plugins suchen und Plugin installieren. In Sachsen-Anhalt fehlen beide. Das Einspielen von Plugins über die Oberfläche ist in der Konfiguration abgeschaltet. Plugins kommen ausschließlich über das Moodle-Team auf den Server.
Darunter folgt für jede Plugin-Art ein eigener Bereich: Aktivitäten, Blöcke, Filter, Texteditoren, Authentifizierung, Einschreibung, Fragetypen und weitere. Der erste Eintrag eines Bereichs heißt jeweils Übersicht und führt zu der Liste, in der ein- und ausgeschaltet wird.
Eine Aktivität aktivieren oder deaktivieren
- Website-Administration öffnen und den Reiter Plugins wählen.
- Im Bereich Aktivitäten auf Übersicht klicken.
- Die Zeile der gewünschten Aktivität suchen. Die Liste ist alphabetisch nach dem Namen sortiert, der auch im Kurs erscheint.
- In der Spalte Aktiviert den Schalter umlegen.
- Moodle speichert sofort und meldet oben „Name der Aktivität ist deaktiviert“ bzw. „ist aktiviert“. Ein Speichern-Knopf gehört nicht dazu.
Die Tabelle hat sechs Spalten:
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Name | Symbol und Name der Aktivität, so wie sie im Kurs heißt. |
| Aktivitäten | Wie oft die Aktivität plattformweit angelegt ist. Die Zahl ist ein Link auf die Liste der Kurse, in denen sie vorkommt. |
| Version | Die Versionsnummer im Format JJJJMMTTXX, z. B. 2024100700. |
| Aktiviert | Der Schalter. Eingeschaltet heißt: die Aktivität steht in den Kursen zur Verfügung. |
| Einstellungen | Führt zu den plattformweiten Voreinstellungen der Aktivität, sofern sie welche hat. |
| Deinstallieren | Löscht die Daten des Plugins. Nicht benutzen, siehe den Abschnitt Deaktivieren oder deinstallieren?. |
Was das Deaktivieren in bestehenden Kursen bewirkt
Deaktivieren löscht nichts. Es wirkt an zwei Stellen:
- Neue Aktivitäten: Die Aktivität verschwindet aus dem Auswahlfenster Aktivität oder Material anlegen. Niemand kann sie noch anlegen.
- Vorhandene Aktivitäten: Alle bereits angelegten Exemplare werden in allen Kursen auf einen Schlag verborgen. Für Teilnehmende sind sie damit aus dem Kurs verschwunden. Beiträge, Abgaben und Bewertungen bleiben unangetastet in der Datenbank.
Moodle merkt sich dabei, welche Exemplare vorher sichtbar waren. Schalten Sie die Aktivität wieder ein, kommen genau diese zurück. Was schon vorher verborgen war, bleibt verborgen.
Achtung: Prüfen Sie vor dem Deaktivieren die Spalte Aktivitäten. Steht dort eine Zahl größer als null, verlieren die Teilnehmenden dieser Kurse mit dem Umlegen des Schalters den Zugang zu den Inhalten. Ein Klick auf die Zahl zeigt, welche Kurse betroffen sind.
Nicht jede Plugin-Art hat einen Schalter
Die Bereiche unter Plugins sind unterschiedlich alt, deshalb sieht die Bedienung nicht überall gleich aus. Drei Formen kommen vor:
| Bedienelement | Wo es auftritt |
|---|---|
| Schalter in der Spalte Aktiviert | Aktivitäten, Blöcke, Texteditoren, Medienplayer. Der Schalter wirkt sofort, ohne die Seite neu zu laden. |
| Augensymbol in der Spalte Aktivieren | Authentifizierung, Einschreibung, Kursformate, Fragetypen. Offenes Auge heißt aktiv, durchgestrichenes Auge heißt deaktiviert. Ein Klick schaltet um und lädt die Seite neu. |
| Auswahlfeld in der Spalte Aktiv? | Filter und Repositories. Hier gibt es drei Zustände statt zwei. |
Bei den Filtern heißen die drei Zustände An, Aus (verfügbar) und Deaktiviert. Der mittlere ist der interessante: Der Filter läuft nicht, Trainer/innen können ihn aber im eigenen Kurs unter Filter einschalten. Deaktiviert nimmt ihnen auch diese Möglichkeit. Bei den Repositories lauten die entsprechenden Angaben Aktiviert, Aktiviert (nicht verfügbar) und Deaktiviert.
Achtung: Auf der Filterseite gibt es eine zweite Spalte namens Aktivieren. Sie schaltet nichts ein oder aus, sondern legt fest, worauf der Filter angewendet wird: Inhalt oder Inhalt und Titel. Ein- und ausgeschaltet wird ausschließlich in der Spalte Aktiv?.
Wo mehrere Plugins derselben Art nacheinander greifen, kommt eine Spalte Reihenfolge oder Aufwärts/Abwärts hinzu, etwa bei Texteditoren und Einschreibemethoden. Die Pfeile darin bestimmen, welches Plugin zuerst zum Zug kommt.
Deaktivieren oder deinstallieren?
Die Wörter klingen ähnlich, meinen aber Verschiedenes. Deaktivieren ist die Entscheidung, die Sie selbst treffen. Deinstallieren gehört dem Moodle-Team.
| Frage | Deaktivieren | Deinstallieren |
|---|---|---|
| Was passiert mit den Daten? | Sie bleiben vollständig erhalten. | Alle Datenbanktabellen, Einstellungen, Logeinträge und Dateien des Plugins werden gelöscht. |
| Lässt es sich rückgängig machen? | Ja, durch erneutes Einschalten. | Nein. Moodle legt dabei keine Sicherung an. |
| Was geschieht mit dem Programmcode? | Er bleibt auf dem Server liegen. | Der Ordner muss zusätzlich vom Server entfernt werden, sonst installiert Moodle das Plugin beim nächsten Aufruf neu. |
| Wer macht es? | Sie, in Ihrer eigenen Instanz. | Das Moodle-Team, für alle Instanzen zusammen. |
Achtung: In den Verwaltungstabellen steht neben vielen Plugins ein Link Deinstallieren. Benutzen Sie ihn nicht. Er löscht die Daten des Plugins aus der Datenbank, ohne dass sich das rückgängig machen lässt, und der zentral verwaltete Programmordner bleibt trotzdem liegen. Was Sie erreichen wollen, erreichen Sie mit dem Deaktivieren.
Fehlt der Link in einer Zeile, hängt ein anderes Plugin an diesem. Welches, steht in der Spalte Hinweise der Plugin-Übersicht als „Notwendig für: …“. Diese Angabe ist auch für Sie nützlich: Sie zeigt, dass zwei Plugins zusammengehören und ein Deaktivieren des einen das andere ins Leere laufen lässt.
Die Plugin-Übersicht
Website-Administration → Reiter Plugins → Plugin-Übersicht listet alle installierten Plugins, nach Art gruppiert. Die Seite ist der schnellste Weg zu der Frage, was auf der Plattform überhaupt läuft.
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Pluginname | Anzeigename und darunter der technische Name, z. B. mod_forum. Der technische Name ist der, unter dem das Plugin im Verzeichnis auf moodle.org zu finden ist. |
| Version | Unten die Versionsnummer im Format JJJJMMTTXX, die Moodle intern zum Vergleichen benutzt. Darüber steht, sofern das Plugin eine angibt, die Bezeichnung der Fassung, z. B. 4.5.16 (Build: 2026051400). Diese Bezeichnung ist die, mit der das Plugin auf moodle.org und in seinen Versionshinweisen geführt wird. |
| Status | Aktiviert oder Deaktiviert. Umschalten lässt sich hier nichts, das geht nur in der Übersicht des jeweiligen Bereichs. |
| Aktionen | Die Links Einstellungen und Deinstallieren, soweit vorhanden. Für Sie ist nur Einstellungen gedacht. |
| Hinweise | Kennzeichnet mit Add-on alles, was nicht zum Moodle-Standard gehört, und nennt Abhängigkeiten. |
Über der Tabelle stehen Filter, die die Liste eingrenzen, jeder mit der Anzahl daneben: Alle Plugins, Zusätzliche Plugins (alles, was nicht zum Moodle-Standard gehört) und Quelle fehlt. Nach neuen Versionen sucht die Seite nicht: Die Prüfung auf Aktualisierungen ist in Sachsen-Anhalt abgeschaltet, um Versionsstände kümmert sich das Moodle-Team.
Hinweis: Quelle fehlt ist der Zustand, der auffallen sollte. Er bedeutet, dass zu Daten in der Datenbank kein Programmcode mehr auf dem Server liegt. Betroffene Inhalte lassen sich dann nicht mehr öffnen. Melden Sie das dem Moodle-Team, statt selbst etwas zu ändern.
Wichtige Einstellungen
- Aktivierung: Der Schalter in der Spalte Aktiviert ist eine plattformweite Entscheidung. Es gibt keine Möglichkeit, ein Plugin nur für einzelne Kurse oder Kursbereiche freizugeben.
- Reihenfolge: Bei Texteditoren bestimmt die Spalte Reihenfolge, welcher Editor voreingestellt ist: der oberste aktive gewinnt. Mindestens ein Editor muss aktiv bleiben. Schalten Sie den letzten ab, aktiviert Moodle von sich aus Einfacher Text.
- Instanzen schützen: Bei Blöcken sperrt das Schlosssymbol in dieser Spalte den Block: Solange er gesperrt ist, kann niemand einen Block dieser Art hinzufügen oder löschen. Gedacht ist das für Blöcke, die sich nach einem versehentlichen Löschen nur mühsam wiederherstellen lassen. Mit dem Aktivieren hat die Spalte nichts zu tun.
- Einstellungen: Der Link führt zu den plattformweiten Voreinstellungen des Plugins. Vieles, was Trainer/innen im Kurs als Grenze erleben (Dateigrößen, Standardwerte, verfügbare Optionen), wird dort gesetzt.
- Sichtbarkeit im Kurs: Ein aktiviertes Plugin ist noch nicht automatisch für alle nutzbar. Ob jemand es anlegen darf, entscheidet zusätzlich das Recht
mod/…:addinstancein der Rollendefinition.
Tipps
- Deaktivieren Sie Aktivitäten, die an Ihrer Einrichtung niemand braucht. Das Auswahlfenster im Kurs wird dadurch kürzer und die Entscheidung für Trainer/innen leichter. Halten Sie dabei fest, was Sie abgeschaltet haben und warum: Ein deaktiviertes Plugin sieht in der Liste aus wie eines, das nie jemand gebraucht hat.
- Schalten Sie nichts ab, was in der Spalte Aktivitäten eine Zahl trägt, ohne die betroffenen Kurse vorher anzusehen. In laufenden Kursen fehlt sonst mitten im Halbjahr eine Abgabe oder ein Forum, und die Meldungen darüber kommen bei Ihnen an.
- Kommt eine Anfrage nach einer Funktion, die es in Moodle gibt, sehen Sie zuerst in der Plugin-Übersicht nach. Oft ist das passende Plugin längst installiert und nur nicht aktiviert. Erst wenn es dort fehlt, ist es ein Fall für das Moodle-Team.
TinyMCE-Schriftwerkzeuge
Die Schriftwerkzeuge bringen Schriftgröße, Schriftart, Textfarbe und Hintergrundfarbe in den Texteditor TinyMCE. Moodle selbst blendet diese Bedienelemente im Editor aus. Auf der Einstellungsseite der Schriftwerkzeuge legen Sie fest, welche Größen, Schriften und Farben zur Auswahl stehen und welche Wähler in der Werkzeugleiste erscheinen.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen sehen nur das Ergebnis: die Wähler im Editor mit den Einträgen, die hier eingestellt sind. Eigene Größen oder Farben können sie nicht hinzufügen.
Schriftwerkzeuge einstellen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Plugins wählen.
- Im Bereich Texteditoren bei Editor TinyMCE auf Einstellungen klicken.
- In der Tabelle in der Zeile Schriftwerkzeuge auf Einstellungen klicken.
- Die Listen in den Gruppen Größen, Schriftarten und Farben anpassen, ein Eintrag je Zeile.
- Mit den Haken unter jeder Liste festlegen, ob der Wähler zusätzlich in der Werkzeugleiste steht.
- Unten auf Änderungen speichern klicken.
- Ein bereits geöffneter Editor übernimmt die Änderung nicht. Laden Sie die Seite mit dem Editor neu, um das Ergebnis zu sehen.
Was im Editor erscheint
Die Schriftwerkzeuge setzen bis zu fünf Bedienelemente in die Werkzeugleiste, direkt hinter Fett und Kursiv. Die vier Wähler stehen außerdem immer im Menü Format, auch wenn ihr Haken für die Werkzeugleiste aus ist.
| Bedienelement | Bedeutung |
|---|---|
| Größe | Wähler mit den Einträgen der Liste Größen, mitgeliefert sind Klein, Normal, Groß und Sehr groß. |
| Schriftart | Wähler mit den Einträgen der Liste Schriftarten, mitgeliefert sind Theme-Standard, Serif, Sans Serif und Monospace. |
| Textfarbe | Farbfeld mit den Einträgen der Liste Textfarben. Darunter stehen Farbe entfernen und, sofern erlaubt, Nutzerdefinierte Farbe. |
| Hintergrundfarbe | Dasselbe für die Liste Hintergrundfarben. Damit wird Text farbig hinterlegt, etwa wie mit einem Textmarker. |
| Formatierung entfernen | Nimmt Größe, Schriftart, Farben und Auszeichnungen wie Fett vom markierten Text. Auf der Einstellungsseite heißt der zugehörige Haken Schaltfläche „Formate löschen“. |
Was Trainer/innen auswählen, speichert der Editor als Angabe direkt am Text. Spätere Änderungen an den Listen wirken deshalb nur auf neue Formatierungen. Ein gestrichener Eintrag verschwindet aus dem Wähler, bereits damit formatierter Text behält ihn.
Listen eintragen
Alle vier Listen haben denselben Aufbau: je Zeile eine Bezeichnung, ein senkrechter Strich und der Wert, etwa Groß|1.25rem. Die Bezeichnung erscheint im Wähler, der Wert landet im Text.
| Liste | Wert hinter dem Strich |
|---|---|
| Größen | Eine Größe in rem, z. B. 1.25rem. 1rem entspricht der normalen Textgröße. Fehlen die Bezeichnungen und stehen nur die Werte da, zeigt der Editor stattdessen einen schlichten Wähler mit den Zahlen selbst. |
| Schriftarten | Eine oder mehrere Schriften, durch Kommas getrennt, z. B. Georgia, 'Times New Roman', serif. Der Browser nimmt die erste, die auf dem Gerät vorhanden ist. Ein Semikolon ist nicht erlaubt. inherit setzt auf die Schrift des Designs zurück. |
| Textfarben | Ein Farbwert im Format #rrggbb, z. B. Rot|#b3261e. |
| Hintergrundfarben | Ebenfalls #rrggbb. Die mitgelieferte Liste enthält nur helle Töne, auf denen Text lesbar bleibt. |
Unter jeder Liste steht Mitgelieferte Vorgabe anzeigen. Aufgeklappt zeigt es die Liste, mit der das Plugin ausgeliefert wurde. Von dort lässt sie sich zurückkopieren, wenn eine Änderung nicht trägt.
Achtung: Bei Schriftarten und den beiden Farblisten fällt eine Zeile ohne senkrechten Strich ohne Meldung weg. Die Einstellungsseite speichert sie, im Wähler fehlt der Eintrag dann einfach. Eine leere Liste blendet den Wähler ganz aus, in der Werkzeugleiste wie im Menü Format.
Wichtige Einstellungen
- Werkzeugleiste: Die Haken Größen in der Toolbar, Schriftarten in der Toolbar, Textfarbe in der Toolbar und Hintergrundfarbe in der Toolbar sind voreingestellt an. Ausgeschaltet bleibt der Wähler im Menü Format erreichbar, die Werkzeugleiste wird kürzer.
- Freie Farbwahl erlauben: Ergänzt beide Farbfelder um Nutzerdefinierte Farbe, einen Farbwähler für beliebige Farben. Voreingestellt ist er an. Ausgeschaltet bleiben alle bei den Farben der beiden Listen, und schwer lesbare Kombinationen lassen sich nicht mehr frei einstellen.
- Bezeichnungen der Farben: Screenreader lesen die Bezeichnung vor. Benennen Sie deshalb die Farbe (
Rot|#b3261e), nicht ihren Zweck (Wichtig|#b3261e). - Schaltfläche „Formate löschen“: Setzt Formatierung entfernen in die Werkzeugleiste. Im Menü Format steht der Eintrag unabhängig davon immer.
Tipps
- Halten Sie die Listen kurz. Vier Größen und eine Handvoll Farben decken den Unterricht ab, und jeder weitere Eintrag ist eine weitere Möglichkeit, dass Kurse uneinheitlich aussehen.
- Bleiben Sie bei
rem. Diese Größen wachsen mit, wenn Lesende im Browser eine größere Schrift einstellen, und sie wachsen nicht weiter, wenn jemand bereits vergrößerten Text noch einmal vergrößert. Eine Größe inemrechnet dagegen vom umgebenden Text aus und vervielfacht sich dabei. - Prüfen Sie neue Textfarben mit einem Kontrastrechner, bevor Sie sie eintragen. Die mitgelieferten Töne erreichen auf Weiß mindestens das Verhältnis 4,5:1, das für normalen Text als lesbar gilt. Ausnahme ist Weiß selbst: Es ist nur auf dunklem Grund lesbar, und die mitgelieferte Liste der Hintergrundfarben enthält keinen.
TinyMCE-Toolbar anpassen
Welche Schaltflächen die Werkzeugleiste des Texteditors TinyMCE zeigt, ergibt sich daraus, welche TinyMCE-Werkzeuge auf der Plattform eingeschaltet sind. Ein Feld, in das Sie die Schaltflächen als Liste eintragen, gibt es nicht. Sie schalten stattdessen einzelne Werkzeuge an und aus. Einige davon bringen zusätzlich eine eigene Einstellungsseite mit.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen können die Werkzeugleiste weder für sich noch für ihren Kurs ändern. Was sie im Editor vorfinden, entscheidet sich ausschließlich hier.
Ein Werkzeug ein- oder ausschalten
- Website-Administration öffnen und den Reiter Plugins wählen.
- Im Bereich Texteditoren bei Editor TinyMCE auf Einstellungen klicken.
- In der Tabelle die Zeile des Werkzeugs suchen. Sortiert ist alphabetisch nach dem Namen, unter dem das Werkzeug in Moodle geführt wird.
- In der Spalte Aktiviert den Schalter umlegen.
- Moodle speichert sofort. Eine Schaltfläche Änderungen speichern gehört nicht dazu. Die am Seitenfuß gilt nur für die beiden Einstellungen unterhalb der Tabelle.
- Ein bereits geöffnetes Editorfenster übernimmt die Änderung nicht. Wer die neue Leiste sehen will, lädt die Seite mit dem Editor neu.
Die Tabelle hat fünf Spalten:
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Name | Der Name des Werkzeugs, z. B. Gleichungseditor oder RecordRTC. Er sagt nichts darüber, wie die Schaltfläche im Editor beschriftet ist. |
| Version | Die Versionsnummer im Format JJJJMMTTXX. |
| Aktiviert | Der Schalter. Eingeschaltet heißt: Das Werkzeug bringt seine Schaltflächen und Menüeinträge in den Editor ein. |
| Einstellungen | Führt zur Einstellungsseite des Werkzeugs. Der Link fehlt, wenn es nichts einzustellen gibt. |
| Deinstallieren | Löscht die Daten des Werkzeugs. Nicht benutzen: Welche Plugins installiert sind, wird zentral verwaltet. |
Eine Spalte Reihenfolge fehlt, anders als bei den Texteditoren selbst. Sie ist hier nicht vorgesehen: An welcher Stelle der Leiste eine Schaltfläche erscheint, meldet jedes Werkzeug selbst an.
Wie die Werkzeugleiste zustande kommt
TinyMCE baut seine Leiste aus festen Gruppen auf, die Moodle mitliefert: Rückgängig und Wiederherstellen, Fett und Kursiv, Vollbild, Ausrichtung, Einzug und Listen. Diese Gruppen sind der Grundbestand und lassen sich nicht ändern.
Alles Weitere kommt aus den Werkzeugen. Jedes eingeschaltete Werkzeug meldet beim Aufbau des Editors an, welche Schaltflächen es beisteuert und in welche Gruppe sie gehören, und ob es zusätzlich einen Menüeintrag oder einen Eintrag in den Schwebeleisten setzt. Das Ergebnis ist die Leiste, die Trainer/innen und Teilnehmende sehen.
Daraus folgen zwei Dinge für die Praxis. Erstens wirkt jeder Schalter plattformweit: Es gibt keine Möglichkeit, eine Schaltfläche nur für einzelne Kurse oder Rollen freizugeben. Zweitens verschwindet mit dem Werkzeug auch alles, was daran hängt, also der Menüeintrag und der Eintrag in den Schwebeleisten, nicht nur die Schaltfläche in der obersten Zeile.
Hinweis: Einige Werkzeuge zeigen ihre Schaltfläche nur, wenn zusätzlich ein Recht vorliegt. RecordRTC etwa prüft je Aufnahmeart tiny/recordrtc:recordaudio, tiny/recordrtc:recordvideo und tiny/recordrtc:recordscreen. Fehlt eine Schaltfläche, obwohl das Werkzeug eingeschaltet ist, lohnt der Blick in die Rollendefinition, bevor Sie hier weitersuchen.
Die Einstellungsseite eines Werkzeugs finden
Nicht jedes Werkzeug hat eine. Etwa die Hälfte der Werkzeuge bringt eine eigene Einstellungsseite mit, die übrigen sind entweder an oder aus. Ob eine vorhanden ist, sagt die Spalte Einstellungen in der Tabelle.
Zwei Wege führen hin:
- Über die Tabelle: der Link Einstellungen in der Zeile des Werkzeugs. Das ist der verlässliche Weg.
- Über die Navigation: Unterhalb von Editor TinyMCE steht jede Einstellungsseite als eigener Eintrag, direkt neben dem Eintrag Einstellungen für den Editor selbst.
Die Einstellungsseite der Schriftwerkzeuge, mit denen Größe, Schriftart und Farben in den Editor kommen, hat eine eigene Anleitung.
Achtung: Die Einträge in der Navigation heißen nicht überall so wie die Zeilen in der Tabelle. Der Gleichungseditor steht dort als Tiny Gleichungen, die Tiny HTML-Blöcke als Vordefinierte HTML-Blöcke für den Tiny-Editor. Wer nach dem Namen aus der Tabelle sucht, findet die Seite nicht. Gehen Sie in dem Fall über den Link in der Zeile.
Beispiel: RecordRTC
Das Werkzeug RecordRTC setzt Schaltflächen in den Editor, mit denen Aufnahmen direkt im Browser entstehen und als Datei im Text landen. Seine Einstellungsseite legt fest, was aufgenommen werden darf und wie lang.
| Einstellung | Wirkung |
|---|---|
| Aufnahmetyp | Drei Kästchen: Audio, Video, Bildschirm. Je Haken erscheint eine Schaltfläche im Editor. Voreingestellt sind Audio und Video. Die Bildschirmaufnahme ist also standardmäßig aus. |
| Audio-Zeitlimit, Video-Zeitlimit, Bildschirmbegrenzungszeit | Die höchste Aufnahmedauer je Art, voreingestellt jeweils 2 Minuten. Die Aufnahme stoppt beim Erreichen von selbst. Ein Wert von null wird nicht angenommen. |
| Audio-Bitrate | Auswahl von 24 bis 320 kb/s, voreingestellt 128 kb/s. Höhere Werte bedeuten bessere Qualität und größere Dateien. |
| Video Bitrate, Bitrate für Bildschirm | Freie Zahleneingabe, voreingestellt jeweils 2500000. Dieselbe Abwägung wie beim Ton, nur mit deutlich größeren Dateien. |
| Größe der Bildschirmaufnahme | 1280 x 720 (16:9) oder 1920 x 1080 (16:9), voreingestellt der kleinere Wert. |
| Unterbrechung erlauben | Ja oder Nein, voreingestellt Nein. Mit Ja bekommt das Aufnahmefenster eine Pause-Schaltfläche, die Aufnahme läuft danach in derselben Datei weiter. |
Die Zeitlimits sind die Stellschraube, die im Alltag zählt. Aus Aufnahmedauer und Bitrate ergibt sich, wie groß die Datei am Ende ist, und diese Datei muss zusätzlich in die Grenze für Dateiuploads der Aktivität passen. Zwei Minuten Video bei 2500000 als Bitrate ergeben rund 37 MB.
Wichtige Einstellungen
- Werkzeuge: Der Schalter in der Spalte Aktiviert ist die eigentliche Einstellung dieser Seite. Alles, was die Werkzeugleiste zeigt oder nicht zeigt, entscheidet sich dort.
- TinyMCE-Logo: Blendet das Logo rechts unten im Editorfenster ein, das auf die Website von TinyMCE verlinkt. Voreingestellt ist Ja. Ausschalten spart eine Zeile Höhe im Editor und einen Link nach außen.
- Erweiterte gültige Elemente: Erlaubt HTML-Elemente und Attribute, die der Editor sonst beim Speichern entfernt. Voreingestellt steht dort
script[*],p[*],i[*]. Was hier eingetragen wird, gilt für alle Editorfelder der Plattform. Ändern Sie es nur, wenn eine bestimmte Einbettung nachweislich daran scheitert. - Rechte: Einige Schaltflächen hängen zusätzlich an einer Capability. Das Werkzeug einzuschalten reicht dann nicht, die Rolle muss das Recht mitbringen.
Tipps
- Schalten Sie Werkzeuge einzeln ab und sehen Sie sich den Editor danach an. Die Namen in der Tabelle verraten oft nicht, welche Schaltfläche gemeint ist, und manche Werkzeuge arbeiten ohne sichtbare Schaltfläche, etwa Autosave.
- Halten Sie fest, was Sie abgeschaltet haben und warum. Ein ausgeschaltetes Werkzeug sieht in der Tabelle aus wie eines, das noch nie jemand gebraucht hat, und die Anfrage „Bei mir fehlt der Knopf für …“ kommt Wochen später.
- Kommt die Frage nach einer Funktion, die es in TinyMCE gibt, sehen Sie zuerst in dieser Tabelle nach. Häufig ist das Werkzeug installiert und nur ausgeschaltet. Fehlt es dort ganz, ist es ein Fall für das Moodle-Team des LISA.