Voraussetzungen für Aktivitäten Mit Voraussetzungen legen Sie fest, unter welchen Bedingungen eine Aktivität oder ein Material zugänglich ist. Erst ab einem Datum, erst nach einer bestimmten Bewertung, erst wenn etwas anderes abgeschlossen ist oder nur für eine bestimmte Gruppe. Voraussetzung hinzufügen Die Aktivität öffnen und den Reiter Einstellungen anklicken. Den Abschnitt Voraussetzungen aufklappen. Auf Voraussetzung hinzufügen klicken. Im Fenster den gewünschten Typ auswählen. Die Bedingung ausfüllen und mit Speichern und zum Kurs abschließen. Neben der Schaltfläche steht Voraussetzung für Gruppe/Gruppierung hinzufügen. Sie überspringt die Typauswahl und legt sofort eine Gruppen- oder Gruppierungsbedingung an. Dasselbe geht für einen ganzen Kursabschnitt: Im Bearbeiten-Modus über das Dreipunktmenü des Abschnitts Einstellungen bearbeiten öffnen. Eine Voraussetzung am Abschnitt gilt für alles, was darin liegt. Die Typen Typ Bedingung Datum Zugriff ab oder bis zu einem Zeitpunkt. Beide Richtungen lassen sich kombinieren, indem Sie zwei Datumsbedingungen anlegen. Bewertung Eine bestimmte Bewertung in einer anderen Aktivität. Mindestbewertung in Prozent (inklusive) und Höchstbewertung in Prozent (exklusive) grenzen ein Band ein. Ohne Angabe genügt es, dass überhaupt eine Bewertung vorliegt. Aktivitätsabschluss Der Abschlussstatus einer anderen Aktivität: muss abgeschlossen sein, darf nicht abgeschlossen sein, muss abgeschlossen und mit der Bestehensgrenze bestanden sein oder muss abgeschlossen und gescheitert sein. Gruppe Nur Mitglieder einer bestimmten Kursgruppe. Gruppierung Nur Mitglieder der Gruppen, die zu einer bestimmten Gruppierung gehören. Nutzerprofil Ein Feld im Nutzerprofil, verglichen über ist gleich mit, enthält, beginnt mit, ist leer und weitere Vergleichsmethoden. Kursrolle Nur Personen mit einer bestimmten Rolle im Kurs. Globale Gruppe Nur Mitglieder einer von der Administration angelegten globalen Gruppe. Kennwort Zugriff erst nach Eingabe eines Kennworts, das Sie in der Bedingung festlegen. Relatives Datum Ein Zeitpunkt, der sich aus dem Kurs ergibt statt aus dem Kalender: eine Anzahl von Minuten, Stunden, Tagen, Wochen oder Monaten nach dem Kursbeginn, vor dem Kursbeginn, nach dem Kursende, vor dem Kursende oder nach der Kurseinschreibung. Damit gilt für jede Person dieselbe Frist ab ihrer eigenen Einschreibung. Level Der in Level Up XP erreichte Level, verglichen über Größer oder gleich wie oder Genau gleich wie. Die drei letzten Typen bringen in Sachsen-Anhalt zusätzlich installierte Plugins mit. In der Moodle-Grundausstattung stehen sie nicht zur Verfügung. Achtung: Die Bedingung Aktivitätsabschluss setzt voraus, dass die Abschlussverfolgung im Kurs eingeschaltet ist und die Aktivität, auf die Sie sich beziehen, eine Abschlussbedingung hat. Ohne beides bietet das Auswahlfeld keine Aktivität an. „muss“ und „darf nicht“ Jede Bedingung hat vorn ein kleines Auswahlfeld mit den beiden Werten muss und darf nicht. Es dreht die Bedingung um: Teilnehmer/in muss folgende Bedingung erfüllen: Gruppe ist Gruppe A öffnet die Aktivität für Gruppe A. Teilnehmer/in darf nicht folgende Bedingung erfüllen: Gruppe ist Gruppe A öffnet sie für alle außer Gruppe A. Bei den Typen Datum und Aktivitätsabschluss steckt die Umkehrung schon in der Bedingung selbst: ab gegenüber bis und muss abgeschlossen sein gegenüber darf nicht abgeschlossen sein. Mehrere Voraussetzungen verknüpfen Sobald zwei Bedingungen im Abschnitt stehen, erscheint darüber ein Auswahlfeld mit alle und mindestens eine: alle: Jede einzelne Bedingung muss zutreffen. Das ist ein logisches UND. mindestens eine: Es genügt, wenn eine der Bedingungen zutrifft. Das ist ein logisches ODER. Der Satz über den Bedingungen liest sich dann als Ganzes, z. B. Teilnehmer/in muss alle von den folgenden Bedingungen erfüllen. Müssen UND und ODER gemischt werden, klammern Sie mit dem Typ Zugriffsregel: Er nimmt selbst wieder mehrere Bedingungen auf und bekommt ein eigenes alle oder mindestens eine. Sichtbar oder ganz ausgeblendet Vor jeder Bedingung steht ein Augensymbol. Es entscheidet, was Teilnehmende sehen, solange die Bedingung nicht erfüllt ist: Offenes Auge: Die Aktivität steht ausgegraut auf der Kursseite, darunter der Text, was zu tun ist, z. B. Verfügbar ab 3. September 2026. Teilnehmende wissen, dass es hier etwas gibt und wann. Durchgestrichenes Auge: Die Aktivität ist gar nicht zu sehen. Auf der Kursseite fehlt sie vollständig, bis die Bedingung erfüllt ist. Bei mehreren Bedingungen wechselt die Beschriftung zu Verborgen, wenn nicht alle Bedingungen erfüllt sind beziehungsweise Angezeigt, wenn nicht alle Bedingungen erfüllt sind. Hinweis: Das offene Auge ist in den meisten Fällen die bessere Wahl. Eine angekündigte, aber noch gesperrte Aktivität erklärt sich selbst. Eine unsichtbare erzeugt Rückfragen, weil Teilnehmende nicht wissen, ob sie etwas übersehen haben. Verbergen Sie nur dort, wo schon der Hinweis auf die Bedingung zu viel verrät. Wichtige Einstellungen Voraussetzungstyp: Das Feld mit muss und darf nicht vor jeder Bedingung. Notwendige Voraussetzungen: Das Feld mit alle und mindestens eine über der Liste. Es erscheint erst ab der zweiten Bedingung. Erforderlicher Abschlussstatus: Bei der Bedingung Aktivitätsabschluss die Auswahl, welcher Zustand der anderen Aktivität gefordert ist. Vergleichsmethode und Vergleichswert: Bei der Bedingung Nutzerprofil das Feld für den Operator und das Feld für den Wert, gegen den geprüft wird. Kreuz am Zeilenende: Entfernt eine einzelne Bedingung wieder. Ein leerer Abschnitt Voraussetzungen bedeutet: keine Einschränkung. Tipps Prüfen Sie jede Kette von Voraussetzungen mit einem Testkonto oder über Rolle wechseln … → Teilnehmer/in. Als Trainer/in sehen Sie die Aktivität immer, unabhängig davon, ob die Bedingungen greifen. Setzen Sie Voraussetzungen lieber an den Kursabschnitt als an jede einzelne Aktivität darin. Eine Bedingung an einer Stelle ist leichter zu pflegen als zwölf gleichlautende. Verketten Sie nicht zu viel. Eine Aktivität, die von drei anderen abhängt, sperrt sich für jede Person, bei der eine der drei aus einem beliebigen Grund offen geblieben ist. Für lineare Lernwege reicht meist eine einzige Bedingung je Schritt.