Profilfelder
Profilfelder ergänzen das Nutzerprofil um Angaben, die Moodle von sich aus nicht kennt: Schule, Klasse, Fachbereich, Personalnummer. Die Felder gelten für die ganze Plattform, erscheinen im Profilformular jeder Person und lassen sich anschließend als Filter, als Spalte und als Voraussetzung für Aktivitäten auswerten.
Voraussetzung: Administrator/innen-Rechte (moodleadmin). Trainer/innen und Moderator/innen sehen die Werte nur so weit, wie es die Einstellung Für wen ist dieses Feld sichtbar? erlaubt.
Kategorie und Feld anlegen
- Website-Administration öffnen und den Reiter Nutzer/innen wählen.
- Im Bereich Nutzerkonten auf Profilfelder klicken.
- Moodle bringt eine Kategorie namens Weitere Felder mit. Über das Stiftsymbol neben dem Namen benennen Sie sie um, mit Neue Profilkategorie anlegen oben rechts kommt eine weitere hinzu.
- Rechts in der Kategorie auf Neues Profilfeld anlegen: klicken und den Feldtyp aus der Liste wählen. Der Typ lässt sich später nicht mehr ändern.
- Im Abschnitt Grundeinstellungen die Kurzbezeichnung und den Namen ausfüllen. Beide sind Pflicht.
- Im Abschnitt Weitere Einstellungen die Angaben zum gewählten Feldtyp ergänzen, etwa die Optionen eines Dropdown-Menüs.
- Mit Änderungen speichern abschließen. Das Feld steht danach in jedem Profilformular.
Kategorien und Felder lassen sich mit den Pfeilsymbolen umsortieren, sobald es mehr als eines gibt. Die Reihenfolge auf dieser Seite ist die Reihenfolge im Profilformular. Der Name der Kategorie wird dort zur Überschrift des Abschnitts. Mehrere Kategorien ergeben mehrere Abschnitte.

Die sechs Feldtypen

| Typ | Wofür er sich eignet |
|---|---|
| Texteingabe | Kurze Angaben in einer Zeile. Einstellbar sind Standardwert, Größe anzeigen und Maximale Zeichenzahl. Ist dies ein Kennwortfeld? zeigt statt der Eingabe Punkte an. Über Link wird der Wert als Verweis ausgegeben: Dort steht eine Adresse mit dem Platzhalter $$, an dessen Stelle der eingetragene Wert tritt, und Verlinkungsziel entscheidet, ob der Link im selben oder in einem neuen Fenster aufgeht. |
| Textbereich | Längere Texte mit dem Editor, also mit Absätzen, Listen und Formatierung. Als Standardwert lässt sich ein vorformulierter Text hinterlegen. |
| Dropdown-Menü | Eine feste Liste von Werten, eine Option je Zeile im Feld Menü-Optionen (eine pro Zeile). Der richtige Typ für alles, was einheitlich bleiben soll. Ein Standardwert muss genau einer der Optionen entsprechen. |
| Markierungsfeld | Ein Kästchen für Ja oder Nein. Bereits markiert legt fest, wie es bei neuen Konten steht. |
| Datum/Zeit | Ein Datum, das über Startjahr und Endjahr auf einen Zeitraum eingegrenzt wird. Zeit einbeziehen? ergänzt die Uhrzeit. |
| Sozial | Eine Kontaktangabe zu einem festen Dienst. Statt eines Namens wählen Sie unter Netzwerktyp aus ICQ, MSN, AIM, Yahoo!, Skype und Website. Die Beschriftung ergibt sich daraus. Für eine eigene Adresse ist eine Texteingabe mit gesetztem Link der flexiblere Weg. |
Wo die Felder auftauchen
- Im Profilformular. Unter Profil bearbeiten steht je Kategorie ein eigener Abschnitt, benannt nach der Kategorie.
- Auf der Profilseite. Dort erscheinen die Werte im Block Nutzerdetails, nicht unter dem Namen ihrer Kategorie, und nur, wenn sie gefüllt und für die betrachtende Person sichtbar sind.
- Auf der Registrierungsseite. Nur bei Feldern, deren Auf der Registrierungsseite zeigen? auf Ja steht und die nicht auf Nicht sichtbar gesetzt sind.
- Beim Hochladen von Nutzerlisten. Die Spalte heißt
profile_field_plus der Kurzbezeichnung, also etwaprofile_field_klasse. - Als Filter. In der Nutzerliste bekommt jedes Feld einen eigenen Filter, in der Nutzerverwaltung (Bulk) gibt es dafür das gemeinsame Feld Profilfelder.
- Als Voraussetzung für Aktivitäten. Die Voraussetzung Nutzerprofil in einem Kurs kann auf die Werte zugreifen. Felder vom Typ Textbereich stehen dort nicht zur Auswahl.
- Als Spalte in Teilnehmerlisten. Wenn ein Profilfeld in Nutzeridentität anzeigen aufgenommen wird, steht es in der Nutzerliste und in den Teilnehmerlisten der Kurse.

Wichtige Einstellungen
Der Abschnitt Grundeinstellungen ist bei jedem Feldtyp gleich.

- Kurzbezeichnung (muss eindeutig sein): die technische Kennung. Erlaubt sind nur Buchstaben, Ziffern und der Unterstrich. Umlaute, Leerzeichen und Bindestriche weist Moodle ab. Angezeigt wird sie nirgends, aber Upload, Voraussetzungen und Berichte sprechen das Feld darüber an.
- Name: die Beschriftung im Formular. Beschreibung eines Feldes steht darunter und ist der Platz für die Ausfüllregel.
- Ist dieses Feld notwendig? Auf Ja lässt sich das Profil erst speichern, wenn das Feld gefüllt ist. Das trifft rückwirkend jede Person, die ihr Profil das nächste Mal öffnet.
- Ist dieses Feld gesperrt? Auf Ja sehen die Nutzer/innen das Feld, können es aber nicht selbst ändern. Der richtige Weg für Angaben, die aus der Verwaltung kommen.
- Sollen die Daten eindeutig sein? Auf Ja darf kein Wert zweimal vorkommen. Sinnvoll für eine Kennung aus einem anderen System, unbrauchbar für Klasse oder Fach.
- Auf der Registrierungsseite zeigen? Auf Ja gehört das Feld zum Formular der Selbstregistrierung. Zusammen mit notwendig wird es dort zur Pflichtangabe.
- Für wen ist dieses Feld sichtbar? vier Stufen: Nicht sichtbar zeigt es nur der Administration und Moderator/innen, Sichtbar für Nutzer/in zusätzlich der Person selbst, Sichtbar für Nutzer/in, Trainer/innen und Administrator/innen außerdem den Lehrkräften im Kursprofil, Sichtbar für alle jedem, der das Profil aufrufen darf.
- Kategorie: ordnet das Feld einem Abschnitt zu. Ein Feld lässt sich hier jederzeit in eine andere Kategorie verschieben.
Achtung: Das Löschen eines Feldes nimmt die Werte aus allen Nutzerprofilen mit, das Löschen einer Kategorie nimmt alle Felder darin mit. Beides geschieht nach einer einzigen Rückfrage und lässt sich nicht rückgängig machen. Wird ein Feld nicht mehr gebraucht, erhält Für wen ist dieses Feld sichtbar? auf Nicht sichtbar die Daten.
Tipps
- Nehmen Sie für alles, was auswertbar bleiben soll, ein Dropdown-Menü statt einer Texteingabe. Freitext bringt „7a“, „7 A“ und „Klasse 7a“ nebeneinander hervor, und jeder Filter macht daraus drei Gruppen.
- Legen Sie die Kurzbezeichnung einmal fest und lassen Sie sie stehen. Sie lässt sich ändern, aber danach greifen alle Upload-Dateien und alle Voraussetzungen ins Leere, die sie benutzt haben.
- Setzen Sie notwendig zurückhaltend. Ein Pflichtfeld hält jede Person auf, die nur ihre Mitteilungseinstellungen ändern wollte, und die Antworten werden nicht besser, wenn sie erzwungen sind.
- Halten Sie die Zahl der Felder klein. Jedes Feld verlängert das Profilformular für alle, auch für die, die es nie ausfüllen.
- Prüfen Sie bei jedem Feld die Sichtbarkeit gegen die Frage, wer die Angabe wirklich braucht. Sichtbar für alle heißt: jede angemeldete Person, die das Profil aufruft.